Mittag, schneller als Nudeln kochen

Manchmal wundert man sich schon, was bei Wikipedia alles so drin steht. So auch das Nudelgericht, dass heute Mittag zumindest Pate gestanden hat, kommt es doch aus Süditalien. Mittels einiger weiterer Zutaten zwar verfälscht, aber aufgepeppt war es schneller fertig als gedacht, wenn die Spirelli nicht so lange gebraucht hätten.

Nudelwasser (1 l, und wenns kocht 10 g Salz, pro Person) und Pfanne gleichzeitig auf den Herd. Während beides heiß wird, eine Schalotte und eine kleine Knoblauchzehe klein schneiden und zwei Mini-Rispentomaten zweiundreißigsteln (für die Edelvariante vorher häuten). Idealer wären vermutlich die kleinen Kirschtomaten, die man nur halbiert oder viertelt.

In 2 Esslöffeln Olivenöl einen Esslöffel Butter zergehen lasse, darin die Schalotte und den Knoblauch leicht andünsten. Werden die glasig, die Tomatenstücke dazu geben. Hatte man keinen Knoblauch im Haus, wäre jetzt der Zeitpunkt, statt mit Salz mit Knoblauchsalz zu würzen. Etwas frisch gemahlener Pfeffer rundet das ganze ab.

Zwischendurch hatte das Nudelwasser gekocht, in das das Salz und pro Esser 100 g Pasta gegeben wurde. Ist diese al dente, wird sie abgegossen und mit in die Pfanne gegeben. Einmal kurz durchrühren und auf einem Teller anrichten.

Das grüne sind noch ein paar Schnittlauchröllchen. Guten Appetit.

„Ich hab doch nichts im Haus!“

Die Situation ist in der einen oder anderen Form wohl jedem schon mal passiert. Ich liege am ersten Tag meines Urlaubs so schön relaxt in der Wanne, der Badeschaum knistert leise, von irgendwo her dringt auch noch gute Musik ans Ohr (okay, auf dem Fernseher im Wohnzimmer lief Deluxe Music).

Plötzlich kündigt sich Besuch zum Mittag an. „Du hast ja Urlaub, ich komm‘ zu zwölfe mal vorbei.“ Was tun? Der Samstagseinkauf wurde unter anderem mit Blick auf die freien Tage auf den heutigen verschoben und ist, einem genüsslichem Ausschlafen geschuldet, noch nicht erledigt. Panik – nicht wirklich – macht sich breit: siehe Überschrift. „Bring was zu trinken mit!“, dafür reicht es in der Kommunikation mit dem Selbsteinlader noch.

Den hauseigenen Wellnesstempel verlassend, beginnt der Sturm auf Vorrats- und Kühlschrank. Manchmal ist es doch erstaunlich, was man alles im Haus hat, wenn man nichts im Haus hat. In den unergründlichen Tiefen des kalten Schrankes fand sich ein Glas Muscheln in Tomatensoße, der Tiefkühler steuerte noch etwas selbst gemachtes Sugo zum Verlängern bei (Was wäre ein Mecklenburger oder Vorpommer ohne Soße?). Dazu würden jetzt am besten Spaghetti passen, die wegen Abwesenheit durch Spirelli vertreten werden.

Muscheln und Soße kommen in einen Topf und werden erwärmt (das Sugo muss auch noch auftauen, aber das geht ja auch durch erwärmen), die Nudeln werden nach Vorschrift in kochendem Salzwasser (pro Portion 1 l Wasser, 100 g Teigwaren, 10 g Salz) gekocht.

Der Rest ist trivial – wie mein Matheprofessor immer zu sagen pflegte. Sind die Nudeln al dente und die Soße einmal (fast) aufgekocht, kann serviert werden. Warum nicht auch mal in einer kleinen weißen Schüssel mit etwas Grün oben drauf?

Mahlzeit! Und guten Appetit.

Topf sauber, Ehec tot, Pasta (irgendwann) lecker

Was macht man, wenn man Cocktail-Tomaten unbekannter Herkunft und einen leicht angelaufenen Topf hat? Man versucht, beide Probleme mit einmal zu lösen. Der Ablauf in Stichpunkten:

  • Topf erhitzen
  • eine große Schalotte oder eine kleine Zwiebel würfeln
  • 4 EL Olivenöl in den Topf
  • Zwiebelwürfel dazu und leicht anschwitzen
  • gewaschene Tomaten vierteln und in den Topf geben
  • alles gut durchköcheln lassen, immer wieder umrühren
  • mit Salz, Pfeffer, Zucker, ggf. ein paar Spritzer Balsamico-Essig oder Crema di Balsamico würzen
  • bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen, gelegentlich durchrühren
  • den Topfinhalt pürierstabmixern
  • nochmal aufkochen lassen
  • in gefriergeeignete Gefäße portionsweise abfüllen, abkühlen lassen, einfrieren
  • Topf ausspülen

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Der angenehme Nebeneffekt ist, dass der Topf hinterher sauberer ist als vorher. Das ist mir beim Kochen von Tomatensoße aber schon öfter aufgefallen.

Wer mag, kann auch eine (getrocknete) Chilischote mit kochen, sollte sie aber der Auffindbarkeit wegen vor dem Stabmixern herausnehmen. Dann wirds eben Sugo arrabiata.

Die Soße kann man einfach so über gekochte Pasta, auch Tortellini o. ä., geben; diverse Einlagen sind natürlich ebenfalls denkbar, von Paprikasalami über angebratene Hackbrösel bis zu diversen Kräutern.