Der Auflauf als was kleines für Zwischendurch

Schnell gemacht, schmackhaft und variabel: Der Auflauf. Auch als Möglichkeit der Resteverwertung. Man nehme ein geeignetes Geschirr, eine Wurst der Wahl (im konkreten Fall waren es kleine Krakauer mit Käse) und etwas Sauerkraut. Der Käse fand sich dann auch noch oben drauf. Hier ist auch wieder persönlicher Geschmack bei der Käseauswahl und -vorbereitung gefordert. Er sollte eben nur bei Hitze schmelzen. Ob nun in Scheiben, in groben Raspeln, in Hobelspänen oder frisch gerieben … ad libitum.

Dann kommt alles in den auf 170°C vorgeheizten Ofen (Umluft), 200°C Ober- und Unterhitze sollten auch genügen, und wen man sich überlegt, dass eigentlich nur der Käse schmelzen und bräunen soll, der Rest braucht sich nur zu erwärmen, geht vermutlich auch eine Grillbehandlung.

20 Minuten bei 170°C Umluft brachten dann das zu Tage:

Gegessen wird alles aus der Schale heraus. Man kann es natürlich auch irgendwie vorher auf einen Teller fabrizieren. Zum Hauptgericht wird alles, wenn man einen Klecks Kartoffelbrei dazu reicht. Nur so als Vorschlag.

Vorsicht vor dem Pommernteufel

Bei einer von mir normalerweise gemiedenen Fleischerei erstand ich unlängst ein paar “feurig scharfe Pommernteufel”, in der Proportion einer Bockwurst, aber nur gut fingerlange Würstchen, deren Bissfläche ein wenig an leckere Krakauer in Naturdarm erinnert, aber sonst nichts mit ihnen gemein hat.

Unter der Voraussetzung, dass diese Pommernteufel entweder unge- oder gekocht verzehrt werden, waren die getesteten Exemplare einfach nur bäh.

  • feurig: nein
  • scharf: nein
  • lecker: nein
  • schleimig: ja
  • knorplig: ja (unvorsichtigen schwungvollen Kauern könnte es eine Krone kosten)

Ich habe auch noch nie ein so getrübtes und verflocktes Würstchenkochwasser gesehen wie diesmal (zumindest nicht bei der gleichen Anzahl der Würstchen). Zu schade um den Senf, der das Verkosten begleitete.

Knackig ist was anderes

Es gibt eine Reihe von Produkten, die landläufig in den unterschiedlichen Regionen auch jeweils anders heißen. Manchmal gibt es dann auch noch kleine Variationen in den Rezepten, aber eigentlich ist es doch (fast das gleiche). Berliner heißen vielorts Berliner, nur nicht in Berlin, da heißen sie Pfannkuchen. Die Wiener heißen in Wien Frankfurter und in Frankfurt (Main) Wiener. Gefüllte Nudelteigtaschen heißén im schwäbischen Maultauschen, in Italien Ravioli und im fernen Osten Wan Tan. Und wenn man hier eine Mettwurst bestellt, bekommt man etwas, was im südostdeutschen Raum als Salami bezeichnet wird, dort bekommene Mettwurst würde hier als Teewurst bezeichnet. Usw. usf.

Wenn ich hierorts eine Knacker bestelle, habe ich eine relativ feste Vorstellung davon, was ich dann bekomme. Ein rot-braunes Würstchen im Bockwurstformat, dass mit einer hackfleischartigen Masse gefüllt und geräuchert ist. Besonders delikat sind die dann noch luftgetrockneten, aber die sind kaum zu bekommen. Weitläufiger wird diese Wurst auch als Mettenden bezeichnet. Ein hiesiger Discounter bietet nun “Knacker” in einer Form an, die so gar nichts mit der beschriebenen Art zu tun hat. Feines Fleischbrät in Eigenhaut und kerzengerade gewachsen sind die ersten Eindrücke. Was auffällt, ist der festere Anbiss des Würstchens, der aber bei keiner, wie auch immer getesteten Abbeißart eine gewisse Knackigkeit hervor rief.

Vielleicht muss man sie ja erhitzen. Sollte sich dabei was anderes ergeben als im kalten Zustand, würde ich hier noch ergänzen.