Urlaub 2026 (2/3)

Es ist sicher schön, wenn man für sein Produkt ein Signature Look gefunden hat, aber gerade bei einfachen Lösungen darf man doch dann auch mal überlegen, warum da noch kein anderer vorher drauf gekommen ist? Und wenn doch, warum sie es nicht gemacht haben. Aber solche Gedanken muss man erstmal haben. Oder Gegenargumente bewusst ignorieren. Aber Senf in viereckigen Gläsern mit obenliegender runder Öffnung? Was klingt wie die Hexaederur des Kreises, könnte man auch als Verschwendung eines Lebensmittels bezeichnen. Sind nicht nur die Ecken an sich fies, der Übergang vom Würfel zum zylindrigen Zugriff ist selbst für die abschließende Reinigung eine Herausforderung. Wobei ich beim Niederschreiben dieser Worte eine praktikable Idee habe: Vinaigrette. Mit den Senfresten im Glas einfach eine Salatsoße erschütteln, indem man die anderen Zutaten mit hineingibt.  Das löst den Senf auch aus der letzten Ecke, bleibt nur zu fragen, ob die eingetrockneten Reste noch ihrer Aufgabe als Soßenemulgator nachkommen … 😉

Die Urlaubswoche überschattete eine ausgewachsene „Männergrippe“, die mich fast vollständig ausknockte. Einiges stand auf dem Plan zur Erledigung, einiges kulinarische war auch angedacht, nix ist passiert. Prokrastinieren mit Grund vor sich selbst. Am Dienstag ging noch was, nach dem Einkaufen zum Abendbrot.

Ragout aus Hähnchenherzen und Blumenkohl mit FladenbrotHähnchenherzen wurden in einer Pfanne angebraten und später mit einen zerpflückten Blumenkohl ergänzt. Das schmurgelte dann eine Weile vor sich hin, wurde mit etwas Wasser und Gewürzen ergänzt und garte sanft. Ein wenig Vollkornmehl habe ich auch noch drübergestäubt, um Flüssigkeiten, die auftreten, zu binden.

Ragout aus Hähnchenherzen und BlumenkohlDas Schöne an den Hähnchenherzen ist, dass denen eigentlich egal ist, wie lange die garen. Eine gewisse Mindestzeit sollte man schon einhalten, aber dann …

Wie ihr sicherlich bemerkt, für einen Blumenkohl ist das auf dem Bild recht wenig. Zugegeben: Er war auch nicht sehr groß. Aber ich habe an einem der Folgetage noch ein „Hauptgericht“ draus gemacht.

Ragout aus Hähnchenherzen und Blumenkohl mit KartoffelstampfDa hatte dann aber meine Erkältung schon richtig zugeschlagen und ich stocherte nur lustlos in dem Essen. Es war durchaus lecker, aber mein Appetit war auf Nulllevel. Das zog sich über mehrere Tage, aber so eine Kombination aus Lust- und Appetitlosigkeit ist schon praktisch (wenn man es vorher wüsste). Zum

Sonntagabend

wurde der Appetit aber wiederbelebt und es gab dann Tankstellenfilet in edel.

Bockwurst, dünner, grüner Spargel, KartoffelstampfZugegeben: Die Bockwurst gab es nur dazu, weil sie unbedingt verbraucht werden musste. Ich hatte noch kurz überlegt, zumindest „Bärentatzen“ daraus zu machen. Aber, naja, das mit der Lustlosigkeit …

Bockwurst, dünner, grüner Spargel, KartoffelstampfDer Kartoffelstampf war sehr naturell. Nur Kartoffel, Butter, Milch. Die Salzfreiheit erklärt sich damit, dass ich bei der Zubereitung des Spargels mit dem Salz ein wenig übertrieben habe. Zuvor hatte ich Butter in einer Pfanne geschmolzen, mit (zu viel) Salz und etwas Zucker versehen und dann die kleinen Spargelstangen – geputzt und halbiert – noch waschnass dazugegeben habe. Unter sanfter Hitze wurden sie in der Pfanne gegart, mit der Zugabe von ein wenig Wasser darauf geachtet, dass sie nicht ganz trocken wurden und zum Ende mit etwas Mehlschwitze (diese krümelige, nach Vogelfutter aussehende Zeuch) ein wenig angebunden.

Die Kombination von Kartoffeln und Spargel war wirklich lecker, vor allem, wenn man beides gut miteinander vermischt hat.

 

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