Beiträge mit dem Stichwort ‘Kartoffelsalat’

Typisch untypisch

9.02.2013

Mecklenburg – Das Land der Seen und auch der Kartoffeln. Insofern ist das heute bebilderte Gericht doch eher typisch für die Region. Es gibt Kartoffelsalat. Aber nicht mit Majonäse, ohne Joghurt, auch keine Salatcreme oder irgendwelche Mischungen von diesen. Die Inspiration kommt eher aus dem süddeutschen Raum, was dann die untypische Variante an diesem Gericht ist.

Wie nicht anders zu erwarten, spielt die Kartoffel die Hauptrolle, eine Zwiebel wird dann auch noch benötigt.

Karoffeln und Zwiebel

Die Kartoffeln sind roh, die Zwiebel augenscheinlich auch. Die Erdäpfel werden geputzt, ggf. geschält und auf jeden Fall in Scheiben geschnitten. Eine festkochende Sorte ist von Vorteil. Für eine schnelle Zubereitung kommen die Scheiben in ein Mikrowellen geeignetes Geschirr.

Scheiben in Schüssel

Die Scheiben werden abgewaschen und dann tropffeucht, aber abgedeckt, in die Mikrowelle gestellt. In ca. 5 Minuten ist diese Menge gegart (was natürlich von der Leistung des Gerätes abhängt).

Kartoffeln in Mikrowelle

Und schon fahren die Kartoffelscheiben Karussel. Die Zwiebel wird gepellt, in akkurate Würfel zerkleinert und dann in etwas Fett in der Pfanne glasig bis leicht gebräunt angebraten.

Zwiebel in Fett in Pfanne

Das sollte dann am Ende so aussehen.

Gebratene Zwiebeln

Außerdem wird noch ca. 1/7 l Brühe benötigt. Die nehmen wir natürlich aus den eingefrorenen oder eingeweckten Vorräten und bringen sie zum Kochen.

Brühe aufkochen

Außerdem wird auch noch eine Vinaigrette benötigt. Dazu werden 3 EL Weißweinessig und 2 EL Rapsöl (kalt gepresst) in eine Schüssel gegeben.

Essig und Öl, unvereint

Dies wird mit einem Teelöffel Senf, etwas Salz und Pfeffer gewürzt.

Vignigrette vorbereitet

Alles wird mit einem Schneebesen oder einer Gabel schön zu einer homogenen Flüssigkeit verrührt.

Vignigrette fertig

Die noch heißen Kartoffelscheiben kommen in eine passende Schüssel.

Kartoffelscheiben in der Schüssel

Darüber werden die Zwiebeln gegeben.

Zwiebeln auf Kartoffelscheiben

Die Vinaigrette wird mit der Brühe vermischt und abgeschmeckt.

Vignigrette plus Brühe

Das wird dann über die Kartoffeln gegeben.

Soße über die Kartoffeln

Alles wird gut durchgerührt (aber nicht zu kräftig, die Kartoffelscheiben sollen ja erhalten bleiben) und eine Weile ziehen gelassen.

Fast fertig, nur noch durchziehen

Dann kann auch schon angerichtet werden (es macht nichts, wenn der Kartoffelsalat dabei noch lauwarm ist).

Anrichten

Wer hat, gibt vor dem Anrichten noch ein paar Schnittlauchröllchen unter den Salat. Was ihr auf die freie Hälfte des Tellers gebt, ist Eure Sache. Irgendwas passt sicher.

Kartoffelsalat

Mögliche Varianten: Zu den Zwiebeln könnte man vermutlich auch noch ein paar Speckwürfel auslassen. Natürlich kann man auch eine normalfarbige Zwiebel nehmen. Unter Umständen ergibt auch die Verwendung von Olivenöl statt dem Rapsöl eine angenehme Note. Gewürfelte Gemüse, ggf. etwas vorgegart ergänzt den Salat zu einer vollwertigen Mahlzeit. Wer etwas mehr Zeit hat, kann die Kartoffeln übrigens auch Dämpfen, statt sie in der Mikrowelle zu garen. Auch die klassische Pellkartoffel ist eine gute Basis für diesen Salat. Guten Appetit.

Deutsche Grillbeilage trifft indischen Subkontinent

30.05.2011

Spontane Kochexperimente sollten besser geplant sein. Oder zumindest bei entsprechendem Entschluss besser protokolliert werden. Deswegen wird es mal wieder etwas schwierig mit der Zutatenliste, vor allem, was die Mengen betrifft.

image

Auf dem Bild zu sehen ist, man erkennt es sicher auf den ersten Blick, Kartoffelsalat. Dazu wurden gekochte Pellkartoffeln gepellt, in Scheiben geschnitten und in eine Schüssel gegeben. Als nächstes kam in eine Pfanne mit etwas Öl eine klein geschnittene Schalotte (ich ließ sie in Ringe, aber letztendlich ist es wohl irrelevant) und als diese glasig angeschmurgelt war noch das gewürfelte (5-10 mm) Fruchtfleisch von zwei Nektarinen. Als diese auch leicht karamellisiert waren, wurde der Pfanneninhalt mit 2 bis 3 guten Esslöffeln gelber Currypaste verrührt und ein paar Minuten gut durchgekocht. Die Pfanne wurde dann vom Herd genommen, die Masse mit ca. 100 g Naturjoghurt vermengt und anschließend über die Kartoffeln gegeben, wo alles vorsichtig, aber wirksam verrührt wurde (die Kartoffelscheiben sollten schon erkennbar bleiben). Zum Schluss wurde noch, weil das ganze eine leicht säuerliche Note hatte, mit etwas Zucker abgeschmeckt.

Dieser Kartoffelsalat schmeckt sowohl warm als auch kalt. In der letzteren Form wurde er u.a. einem Praktikanten als Versuchskaninchen angeboten, der Wohlgeschmack bestätigte. Allerdings ist er auch ein großer Curryfan.

Das Essen schmeckt schön

17.05.2011

Kartoffelsalat gibt es in vielen verschiedenen Farben und Formen. Das einzig verbindende Element der scheinen wirklich die Kartoffeln zu sein. Was dann noch alles hinein kommt, ist dem persönlichen Geschmack geschuldet: Kräuter, Zwiebeln, Erbsen, gekochte Eier, Schinken, Gewürzgurken, Käse, Tomaten, Sardellen, Lauch, Joghurt, Majonäse, Brühe, Essig und Öl, Brät und vieles andere mehr.

Das Auge ist aber auch mit, also muss so ein Kartoffelsalat auch ansprechend aussehen, was bei Fertigprodukten meist nur bedingt gelingt. Aber manchmal haben die Lebensmittelchemiker, Hersteller und Abfüller auch mal eine Idee und verpassen dem Kartoffelsalat eine neue Rezeptur oder ein neues Aussehen (was nicht unbedingt immer was miteinander zu tun haben muss).

Damit der Kunde das neue Aussehen seines Kartoffelsalats auch bemerkt oder nicht irgendwann davon überrascht wird, wird rechtzeitig vorgewarnt. Weil man aber nicht sagen möchte, dass der Salat neu zusammen gerührt wird und deshalb anders aussieht,  gibt man dem Gericht eben ein neues Design:

Ein neues Rezept wäre vielleicht auch eine Idee gewesen, aber nun sieht er erstmal nur neu aus.

Oder sollte doch eine neue Verpackung gemeint sein? Da sollte der Verbraucher dann mal gleich aufpassen, ob im neuen Becher auch genauso viel Kartoffelsalat zum mindestens gleichen Preis enthalten ist.