Mehrere Witze, teils unlustig, und Änderungen

Fangen wir mal mit einem guten Witz an. Wer mir auf SoMe folgt, kennt den aber schon. Ein Blick aus einem dienstlichen Fenster.

„Für’s Mittag was beim Lieferdienst bestellt. War der Hunger wohl doch größer…“

Metro-Lieferwagen für Großverbraucher

Weniger witzig war eine Entdeckung, die ich neulich mal im Discounter des Tages machte – ich weiß schon gar nicht mehr, in welchem. Ihr kennt ja die quadratischen Tütchen mit den fernöstlichen Instand-Nudeln. Nudeln in eine große Tasse/Schale, Inhalt der beigelegten Tütchen dazu, kochendes Wasser drauf, ziehen lassen, fertig. Aus vielen Aspekten heraus nicht so der große Bringer. Aber ein vietnamesischer Hersteller in Zusammenarbeit mit einem polnischen Vertrieb dachte dann mal an die Europäer und ihre kulinarische Geschichte.

"Gulaschsuppe mit Nudeln"Diese „Instand-Nudeln mit pikanter Würzmischung mit Gulaschgeschmack“ ist an Plörrigkeit nicht zu übertreffen. Pikants ist vorhanden, aber: das soll eine Gulaschsuppe sein und kein Chili con carne oder eine Currywurstsuppe*. Ein wenig Gebundenheit hätte ich schon erwartet, wenn es schon keinen guten Gulaschgeschmack gibt. Aber: Nix. Kannste vergessen. Muss keiner haben. Zwei Sachen waren aber auf der Tüte noch lustig. Die Vertriebsfirma sitzt in einer Marco-Polo-Straße (gerade für den Vertrieb fernöstlicher Produkte witzig) und in der „Suppe“ befindet sich Kaffeeweißer. Das lass ich mal so stehen.

Sonntagmittag

„Fällt ihm denn gar nix anderes mehr ein“, könntet ihr jetzt fragen. Und ich antworte: „Doch!“ Aber das gibt’s vermutlich dann nächsten Sonntag. Die Zutaten sind bereits im Haus aber Bestandteile, also Teile des Bestandes riefen: „Wir müssen zuerst aufgebraucht werden!“ Und da sich dröger Reis und tiefgekühlter Fisch länger halten als „Frischware“, kommt eben der in Topf und Pfanne. Bei der Entnahme der zum Samstagsfrühstück geplanten Eier fand ich zwei angeschlagene, die das Kochen vermutlich nicht heiß überstanden hätten. Auch die Kartoffeln flüsterten „Verbrauch mich …“ und die Tk-Erbsen-Tüte war groß genug, noch einen Rest für nächsten Sonntag zu enthalten.

Spiegelei, Kartoffel-Möhren-Erbsen-GemengeDie Eier wurden sanft in der Pfanne gebraten, ich mag sie sowieso nicht knusprig, da gehe ich meist nicht mit allzugroßer Hitze ran. Diesmal habe ich es aber vielleicht etwas übertrieben mit der vorsichtigen Wärme. 😉 Übrigens: Keine Angst, dass die Eier ungewürzt sind, die Würze (Salz, Pfeffer) habe ich mal ins Bratfett gegeben … Oben drauf sieht es ja nicht so gut aus.

Spiegelei, Kartoffel-Möhren-Erbsen-GemengeUnter den Spiegeleiern ist ein Kartoffel-Möhren-Erbsen-Gemenge. Mehligkochende Kartoffeln wurden geschält und gewürfelt, eine Möhre auch und beides wurde in der Mikrowelle gegart. Kurz vor Ende kamen die Tk-Erbsen dazu. Nicht eine der besseren Ideen. Nach der Garung wurde gewürzt (Salz, Pfeffer, Muskat) und mit Sahne vermengt. Und dann wurde mit der Gabel gerührt und gerührt und gerührt und gerührt … bis die Sahne zusammen mit den sich leicht auflösenden Kartoffeln eine Bindung entstehen lässt. Ursprünglicher Plan war, Kartoffeln und Möhren zu einem Stampf zu verarbeiten – mit besagter Sahne – und dann die Erbsen dazu zu geben … Aber was sind schon Pläne?!

Spiegelei, Kartoffel-Möhren-Erbsen-GemengeBeim Essen habe ich die Eigelbe zerschnitten und alles mit dem darunter liegenden Gemenge vermischt. Grundsätzlich eine gute Idee, ein wenig mehr Hitze wäre trotzdem nicht schlecht gewesen. Nun erledigte das heiße Durcheinander noch ein wenig von der Aufgabe.

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*) Wobei ich mich auch immer schon frage, was diese Scoville-Challanges mit Currywurst zu tun haben? Bringt da jemand Curry und Chili durcheinander? 

Fertigkram mit ein wenig was drumrum

Neulich bin ich ja verführt worden. Also nicht so, aber anders. Aber ich war auch etwas irritiert hinterher. Und mittendrin. Ich habe es aber durchgezogen, es führte aber dazu, sowas immer seltener, also noch seltener zu machen. Es fing damit an, dass jemand in meinem Dunstkreis Mittagspause hatte und überlegte, was er sich dafür wohl holen würde. Da ich auch nichts konkretes geplant hatte, überlegte ich, ob mir was mitgebracht werden könnte. Allerdings lief es beim Gegenüber auf den Schachtelwirt „Zur Goldenen Möwe“ hinaus, worauf ich in dem Moment keine wirkliche Lust hatte. Aber der Keim war gesetzt, und ich fuhr nach Feierabend an der mobilitätsgeräterfordernden Essensausgabe vorbei und staunte nicht schlecht. Ein Burger, den ich früher mal ganz gern aß, der aber auch damals schon einen unlogischen Preis hatte (vor allem im Vergleich zu den anderen „einfachen“ Burgern war er zu teuer), hatte einen erstaunlichen Preissprung hinter sich. Von den 2,59€, die ich in Erinnerung hatte, war er auf 4,19€ angestiegen. Und das bei nicht verbesserter Qualität. Nungut, jetzt muss der Jieper eben noch großer sein, bis mich mein fahrbarer Untersatz mal wieder in eins der „Restaurants“ bringt.

Apropos Essen in zweifelhafter Qualität. Fertiggerichte bringen mich immer mal wieder dazu, selbst zu kochen. Die Woche hatte ich mal nach Feierabend so gar keine Lust, mir etwas zu machen. Also griff ich nach einem Fertiggericht für die Mikrowelle (wenn, dann richtig). Das Endprodukt war dann zwar olfaktorisch überaromatisiert, der Duft hing selbst nach ausgiebigem Lüften noch in der Wohnung. Geschmacklich und von der Konsistenz her gings, wobei es ein in Soße ertränktes Pfannengericht war. Hergestellt und final aufbereitet ohne jede Pfanne. 😉 Dann doch öfter mal selber machen und sich vorher dazu aufraffen.

Sonntagmittag

Das wurde ein wenig experimentell. Die eine Zutat wollte ich schon länger mal wieder benutzen, die andere war ein Verlegenheitskauf und die Dritte ruhte noch im Tiefkühler …

Möhrenreis mit BackfischstäbchenUnd der Rest ist anrichten. 😉 Backfischstäbchen (Tk), Möhre (Vk) und Naturreis (lmb). Zum Anfang kamen klein geschnittene Schalotten in die gebutterte Pfanne, eine Knoblauchzehe, etwas Salz und eine Spur Zucker waren wohl auch dabei. Als die weich waren, folgten die Möhrenwürfel und alles wurde bedeckelt gar geschmort. Der Naturreis war quasi fertig und kam dann, als die Möhre soweit war, untergerührt. In einer zweiten Pfanne wurde dann das Tiefkühlprodukt aufbereitet.

Möhrenreis mit BackfischstäbchenAn Reis und Möhren kam noch etwas geriebener Parmesan. Warum, weiß ich auch nicht. Vermutlich hätte etwas mehr Salz dem Gericht auch gut getan, durch die Möhren wurde es fast zur Süßspeise.

Möhrenreis mit BackfischstäbchenMan konnte es aber essen.