Prost und französisch-italienische Küche

Manchmal liest man völlig ernst gemeinte Texte und muss dann doch vor Lachen aufpassen, dass man nicht vor Lachen auf der Tastatur bzw. auf dem Tablet aufschlägt. Mir ist das diese Woche passiert und vermutlich ist die Nacherzählung nicht mal einen Bruchteil so lustig wie ich es in der Situation empfunden habe. Den auslösenden Artikel gibt es hier, er ist zwar hinter einer Paywall, hinter die ich aber auch nicht geguckt habe. Der Anrisstext reicht. Es geht um die Limo „Sprite“:

Sprite bekommt ein Marken-Refresh. Mit neuem Logo, Packaging, Sound und Allianzen im Szene- und Gastrobereich will die Marke bei jungen Leuten wieder Fuß fassen.

Tolllllllll. Ich empfehle eher eine Rezeptüberarbeitung. Halb so süß und mit Zitronensaft, vielleicht auch noch eine Spur Limette. Aber dann wird’s 7up zu ähnlich, aber das kann man seit dem Fifty-fifty-Mix Zucker/Süßstoff auch nicht mehr mit Genuss trinken. Davon abgesehen, dass das Süßniveau auch viel zu hoch ist.

Sonntagmittag

Normalerweise bemühe ich mich ja um einen möglichst hohen Eigenanteil beim Essen, aber diesmal … Nunja, ich habe es mit einer gewissen Kreativität versucht auszugleichen. Aber seht selbst.

Bio Bœuf Bourguignon, Spirelli und ErbsensalatWir sehen Bio Bœuf Bourguignon mit Spirelli und Erbsensalat. Die Kreativität liegt im Erbsensalat. Allerdings war ich da genauso kreativ wie eine KI und habe nur bekannte Sachen neu verbunden. Aber dazu unten mehr.

Bio Bœuf Bourguignon, Spirelli und ErbsensalatDas Bœuf Bourguignon habe ich nicht selbst gemacht. Nicht mal selbst gekauft. Immerhin habe ich mich redlich bemüht, das Glas auf zu bekommen, was schwierig genug war. Irgendwann – mich deucht, es wäre Weihnachten gewesen – bin ich mal damit beschenkt worden. Es kommt aus einer Gourmet Manufaktur in der Region, wobei Region mal 35 km Umkreis meint. Auch die Rinder für das Bœuf liefen wohl da rum. Soweit Daumen hoch. Leider bin ich nicht ganz so gewohnt im Umgang mit würzenden Kräutern, aber irgendeins war da ein wenig im Überschwang dabei, was den Genuss ein wenig minderte, aber es ist jammern auf hohem Niveau.

Die Pasta wurde nach Packungsanleitung zubereitet und al dente gegart, dann entwässert und anschließend mit dem (noch kalten) Bœuf vermengt. Auf dem Herd wurde alles dann sanft gerührt erhitzt. Fertig. Damit alles noch ein wenig einen noch gesünderen Touch bekommt, gab es einen Gemüsesalat dazu.

Bio Bœuf Bourguignon, Spirelli und ErbsensalatWobei: Gemüse? Erbsen. Es ist nur eins: Erbsen. Die habe ich im Dampf über dem heiß werdenden Nudelwasser aufgetaut und dezent gegart. Nebenbei habe ich etwas Wasser mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und eine Schalotte sowie eine Knoblauchzehe fein gewürfelt dazu gegeben. Dazu kam ein heller Essig und die Erbsen. Da ich zu viel Flüssigkeit hatte, habe ich noch ein paar von den Tk-Erbsen direkt (noch gefroren) dazu gegeben. Das kühlte alles schnell ab und am Ende merkte man keinen Unterschied mehr.

Das Salatrezept war – zumindest mit den Erbsen – für mich neu, ich habe aber eine Rezeptur aufgegriffen, die ich von früher kannte. Damals wurden aber al dente vorgegarte Möhrenwürfel oder blanchierte Schnibbelbohnen so als kalte Speise angerichtet. Ich hatte das auch schon versucht.