Werbung, Reklame, Blogs und Links

Was haben mich sinnlose Werbungsmarkierungen in (Koch-)Blogs schon aufgeregt, bei einigen habe ich diesbezüglich auch kommentiert, was weiß ich schon… Ich bin ja nur ein keiner Blogger aus dem Nordosten. Aber jetzt gibt’s kompetente Auskunft, was in Blogs, in Sozialen Medien, in Videos oder Podcasts als Werbung zu kennzeichnen ist. Und vor allem auch, was nicht.

Die Medienanstalten der Länder, auch für – ganz allgemein – Internetangebote als Aufsichtsbehörde zuständig, haben eine “Werbematrix” aktualisiert veöffentlicht, wo die Kennzeichnungspflicht abzulesen ist. Für Blogs ist vor allem die letzte Spalte interessant.

Den Leitfaden kann man sich hier downloaden.

Dort herausgezogen mal die Punkte, die keiner Werbung-Kennzeichnung bedürfen:

  • Beiträge über Produkte, Dienstleistungen, Marken, Unternehmen, Regionen, Events, Reisen, die aus eigener Motivation ohne kommerziellen Anreiz Dritter veröffentlicht werden
  • Beiträge/Darstellungen von eigenen Produkten, Dienstleistungen, Marken, Unternehmen – wenn die eigene Unternehmerschaft eindeutig ist
  • Links/Tags auf Freunde, Quellenangaben, Ortsangaben, wenn keine Vereinbarung zugrunde liegt
  • Retweets/Reposts von Inhalten mit kommerziellem Hintergrund, sofern keine Kooperation besteht oder kein eigenes kommerzielles Interesse vorliegt
  • Unternehmen/Marke unterstützt (finanziell) Inhalte oder das Gesamtangebot, ist dabei aber selbst nicht Gegenstand der Inhalte (Sponsoring). Die Identifikation als Sponsor muss natürlich sein.

Entspannt Euch also ein wenig. Und kennzeichnet das als Werbung, was wirklich Werbung ist. Das dann aber auch deutlich lesbar!

Von Stärke, Werbung und Design

Bratkartoffeln mit Brathering (sauer eingelegt)Sehen die Bratkartoffeln nicht lecker aus? Waren sie auch. Und es ist wie immer die einfachste Machart, die doch mit das beste herausbringt. Ein paar genauso rohe wie gute Kartoffeln, die in Stücke geschnitten wurden, kommen in eine Pfanne mit gutem Rapsöl, in der sie bei wenig Hitze unter einem Deckel erstmal angegart wurden. Etwas Salz war auch anwesend. Ab und an wird der Deckel gelüftet und alles gut durchgeschwenkt.

Kurz, bevor die Kartoffeln gar werden, kommt der Deckel weg, die Hitze wird erhöht und es kommen noch etwas klein geschnittener Knoblauch (1 kleine Zehe), eine klein gewürfelte Schalotte, Salz und Pfeffer mit dazu und alles wird gut anbraten gelassen. Kurz vor fertig gehört ein Stich Butter zur geschmacklichen Abrundung. Eine Variante wäre klein gewürfelter Schinken(speck). Und, wer es sich leisten kann, nimmt einfach beides. ;-)

Bratkartoffeln mit Brathering (sauer eingelegt)Dazu gab es Bratheringsfilets, auf dessen Verpackung die Werbeaussage stand, dass es wohl ein neues Design gab. Die Filets sahen allerdings aus wie immer. Lug und Trug allenthalben. ;-)

Aus Faulheit und Planlosigkeit mache ich Bratkartoffeln gern aus rohen Kartoffeln. Meine Ernährungsberatung sähe allerdings eine Verwendung von am Vortag vorgekochten Erdäpfeln lieber. Das Kochen und die Lagerung machen wohl etwas mit der Stärke, was die “Sättigungsbeilage” etwas weniger gefährlich für die Hüfte macht. Aber dafür sollte man wohl auch keine Butter rangeben. Das kaltgepresste Rapsöl ist in dem Zusammenhang eher positiv zu sehen. Wertvoller als Olivenöl.

Privat als Image

Heute Teil 2953 der Reihe “Irreführung durch Werbung”.

Da nennt sich ein Werbungstreibender, der nicht nur in eigenem Namen Milchprodukte auf den Markt wirft, “Privatmolkerei”, verbunden mit entsprechend stimmungsvollen, anheimelnden Bildern.

Dann googelt oder bingt man mal die Adresse in den Maps und schaltet das Luftbild dazu.

Ganz schön großer Industriebetrieb. Warum zeigen sie den nicht mal in der Werbung? Und dazu die Biochemie-Bude, die aus natürlichen Rohstoffen (Holz, Pilzkulturen, …) die Fruchtaromen herstellt?

Wahrscheinlich nicht so verkaufsfördernd.

Gutes Fleisch erkennt man an …

Na, die Fortsetzung des Spruchs in der Überschrift ist ja allgemein bekannt. Und auch, wo er her kommt. Die Macht der Werbung – ein ganz eigenes Thema. Versuchen wir mal eine Fortsetzung.

… Reismehl im irischen Hackfleisch.

Nee, das klingt nicht gut. Vielleicht mal was lustiges:

… Kichererbsenmehl im Burgerbratling.

Neee, auch nicht gut. Vielleicht ein Sicherheitsaspekt:

Natriummetabisulfid zur Konservierung.

Nein. Auch das klingt nicht gut. Aber das alles ist in bestem irischen Hackfleisch zur Zubereitung von zwei Hereford Burgern enthalten, neben Salz, Pfeffer und Stärke. Stellt sich die Frage, was es da drin alles soll und ob das wirklich für die Qualität spricht. Einfache Antwort: Nein.

Und dann soll man die Bratlinge auch noch 16-18 Minuten grillen oder braten. Ich versuchte letzteres und sah die schwindende Güte in der Pfanne, die Rindfleisch-Klopse verloren sichtbar an Größe.

Viele Hamburger habe ich ja noch nicht gemacht, aber wenn man richtig gutes Hackfleisch vom Fleischer des Vertrauens holt, dann passiert das alles nicht und es schmeckt auch um ein Vielfaches besser. Finger weg von Burger-Rinderhack, wo mehr drin ist als Rinderhack.