Gnocchi in DDR-Soße (12.09.2019)

Da kann sich der Koch gern auf den Kopf stellen oder alles als Marketing-Gag abtun, aber diese Tomatensoße hat mit der damaligen Tomatensoße, wie man sie aus der Schulspeisung oder der Kantine kennt, nix zu tun. Und die Jagdwurst kam als panierte und gebratene Scheibe oben drauf und nicht in kleinen Würfeln hinein.

Und irgendwie, ich weiß nicht, hat diese Soße eine Aromatik mit dabei, die mir nicht gefällt. Das hat mit der oben (und nicht nur dort) angesprochenen nix zu tun. Da bin ich mir noch nicht sicher, ob sich da irgendwas aus der Jagdwurst löst oder ob es die Zutaten der gebundenen Tomatensoße an sich sind (vielleicht das Bindemittel), die zu der Fehlaromatik führen. Spätestens, wenn nur Tomatenpulver die Basis für die Soße sein sollte, könnte es auch daher kommen.

Dass man solche Soßen auch anders machen kann, habe ich neulich erst gezeigt. Vermutlich ließe sich damit der Preis allerdings nicht halten. Mit Tomatenmark, Tomatensaft und Mehlschwitze ließe sich sicherlich ein vergleichbares Sößchen zaubern, was preislich vorteilhafter wäre. Aber genauso gut?

Fussili mit DDR-Tomatensoße (27.05.2019)

Wenn man sich über DDR-Tomatensoße aufregt, muss man sie auch mal testen.

Frische Tomaten kannte ich in der Soße früher nicht, aber hier ist das auch nur das Topping.

Tomatensoße mit reingeschnippelten Jagdwurstwürfeln und leichter Mehlbindung als Synonym für DDR-Soße …

Mein Nörgeln über den Namen ist übrigens kein(!) Nörgeln über die Qualität. Lecker war’s.

Spirellis mit Tomatensoße und Jagdwurstwürfel (11.03.2019)

Da hätte ich doch heute beinahe verpasst, das Essen zu fotografieren. Deswegen sieht es doch schon etwas angeknabbert aus. 😉

Es handelt sich um eine Variation des Kantinenklassikers Nudeln mit Jägerschnitzel (Ost) und gefiel mit einer tomatenfruchtigen Soße und unpanierter Jagdwurst in Würfelform. Die klassische Variante hatte den warmgehaltenen Transport bei weitem nicht so gut überstanden: Die Panade aufgeweicht und die Nudeln zu einem Pudding verschmolzen.

Aber durch die getrennten Fächer kam alles in besserem Zustand an als man hätte befürchten können. Die Nudeln trennten sich einfach bei der Berührung mit der Soße, nur dass etwas wenig Rangierplatz in der Packung war. Aber langsam kommt man in Übung und bräuchte nicht mehr diese überdimensionierten Teller mancher Restaurants. 😉

Nomen is omen

Naja, ich und fremde Sprachen. Da sollte ich mich doch lieber auf Deutsch konzentrieren tun. 😉 Oder auf’s Essen (machen). Graues Wetter draußen, absolut keine Lust, einzukaufen, aber eben auch nix besonderes vor, um den Samstag zu überleben. Und irgendwas hat man ja immer da, es ist nur eine Frage, wie man es benennt. In meinem Fall sind das

Jägerbratkartoffeln (Ost) mit ganz, ganz, ganz, ganz jungem Brathuhn

Zugegeben, so etwas als ganz junges Huhn zu bezeichnen, habe ich irgendwann irgendwo diese Woche aufgeschnappt. Leider weiß ich nicht mehr vor und wäre über einen Hinweis dankbar.

Aber nun soll Euch das Essensbild auch auch vorenthalten werden:

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Nackter Jäger auf Feld voller Korn

… und „Zwei nackte Jäger schwafeln Latein in einem Feld voller Korn“.

Da haben wir aber mal wieder genug gewortspielt heute. Das Essen selber ist so schwer nicht. Ich erwarb als erstes perfekt für diesen Zweck konfektionierte Jagdwurst: schöne große runde Scheiben in einer vernünftigen, also einer sehr viel größeren Dicke als Aufschnitt.

Für die Bilder nahm ich ausnahmsweise mal das Händy … Bitte bei der Qualität beachten.

Jagdwurst in Pfanne

Die Jagdwurstscheibe in der Pfanne. Bitte schön bräunen.

Vollkornbrot mit BBQ-Sauce

Eine Scheibe Vollkornbrot wird mit einer Soße der Wahl bekleckst, hier ist es eine edle BBQ-Soße.

Gut angebratene Jagdwurst

Die Jagdwurst wird von beiden Seiten gut angebraten und kommt dann aufs Brot.

Jagdwurst aufs Brot

Nun wird eine Faust voll Feldsalat darauf drappiert und mit einer zweiten Soße eigener Wahl beträufelt.

Feldsalat mit Soße

Zu oberst kröhnt dann die zweite Scheibe Vollkornbrot den Schnittenburger.

Burger ist fertig

Es kann also herzhaft hinein gebissen werden.

Ein Biss

Jäger erzählen sich gern auch mal etwas Latein, was nicht unbedingt immer der Wahrheit entspricht. Nichtjäger wurden vielleicht sagen, dass da viel Käse gelabert wird.

Käse auf Jagdwurst

So kann man also auf den gleichen Ansatz wie oben (Brot, Soße, Jagdwurstscheibe) auch etwas Käse zartschmelzend legen. Dann fehlt nur noch der zweite Jäger.

Zweiter Jäger

Und das Ende gestalten wir auch wie oben, also mit Feldsalat, Dressing und Brotscheibe.

Feldsalat und Dressing

Fertig ist der Jumbo-Schnitten-Burger

Man kann ihn zum Zwecke des besseren Essens gern diagonal halbieren, ob es hilft, steht auf einem völlig anderen Blatt.

Diagonal halbiert

Schlechter gegessen habe ich auf jeden Fall schon mal, also geschmacklich. Von der Möglichkeit, diese beiden „Burger“ vernünftig zu essen, würde ich nicht reden. Nach dem Essen sah ich aus wie eine Sau. Und bekleckert hatte ich mich auch noch.

Wer mag, versucht sich daran, noch Tomatenscheiben, Gurkenscheiben, andere Salatblätter, verschiedenste Soßen unter zu bringen.