Putengeschnetzeltes (07.10.2019)

Noch ein Abschiedsessen. Oder auch nicht. Langsam nimmt meine Ernährungsumstellung konkrete Formen an, wenn’s auch erstmal nur um die zeitliche Struktur geht. Aber im Moment habe ich noch den Eindruck, hier die größeren Herausforderungen zu haben als beim (kulinarischen) Inhalt.
Apropos: Das Putengeschnetzelte war Tagesgericht beim Fleischerimbiss, zur Wahl standen Reis oder Kartoffeln als „Sättigungsbeilage“ (die nicht satt macht). Ich wählte die Kartoffeln, da die in ihrer leicht angetrockneten Art den neuen Ernährungsrichtlinien noch am nächsten kommen, wenn auch nicht in ihrer Menge.

Da gilt es künftig auf die Auffüllenden beschwichtigend einzuwirken. Passende Alternativen sind nur schwerlich zu finden, vermutlich muss ich ein Möhrenlager im Kühlschrank der dienstlichen Teeküche anlegen, um die Gemüsefreiheit so manchen imbissalen Hauptgerichtes auszugleichen. Schaun wir mal. Der Krautsalat dient nur bedingt als Ausgleich; habt ihr schon mal nachgesehen, was in den fertigen Krautsalaten für Zuckermengen drin sind?!

Kohlroulade (26.09.2019)

Da habe ich doch glatt vergessen, mein gestriges Mittag zu veröffentlichen. Tja, viel zu tun. Aber das müsst ihr gesehen haben. Zumal es durchaus unter den Aspekten meiner neuen Ernährung auf der Speisekarte bleibt, nur mit weniger Kartoffeln. 😉

Hättet ihr sie als Kohlroulade erkannt? Farbe und Oberfläche sprechen dafür, die sonstige Geometrie weniger. Und sie sah auch schon vor dem Einpacken so aus.
Aber die Roulade war für einen Fleischerimbiss nicht schlecht. Was mir immer ein bisschen fehlt war auch hier ein Arbeitsschritte, den Muttern selig immer noch gemacht hat: Sie hat die Fleischmasse, den Klops innen, vor dem Einwickeln einmal kurz angebraten. Das gab noch das gewisse Extra an Konsistenz und Geschmack.
Apropos: Es mag an meiner aufziehenden Erkältung gelegen haben (wobei die Nase aber noch frei ist), aber Soße und Kartoffeln haben quasi nach nix geschmeckt. Das muss man auch erstmal hinbekommen bei einem Schmorgericht.

Kartoffeln, Spinat, Ei (25.09.2019)

In gewisser Hinsicht mache ich den Rest der Woche noch ein bisschen einen auf kulinarische Abschiedstournee, heute sogar in doppelter Hinsicht. Ab kommender Woche werde ich wohl meine Ernährung ein wenig umstellen, den Besuch bei der Ernährungsberatung hatte ich gestern bereits erwähnt. Und, ebenfalls ab kommender Woche gib es wohl den Imbissstand nicht mehr, an dem ich nachfolgendes Essen erworben habe. Das stimmt doppelt traurig, da ich dieses Gericht nach den neuen Richtlinien hätte sogar noch weiterhin essen können.

Grob pauschalisiert wird es so sein, dass ich zukünftig „Sättigungsbeilagen“ fast vollständig aus meiner Ernährung verdrängen werde. Ein paar Ausnahmen gibt es, beispielsweise die Kartoffelkombination mit Ei. Oder Vollkornpasta und -brot.

Um optimal in den neuen Plan zu passen, hätte ich wohl nicht so dolle umrühren und dann die puren Tüfften unten drin lassen sollen. Bzw. beim nächsten Mal gleich weniger Kartoffeln erbitten. Aber das nächste Mal wird es ja nicht geben … Was sich das Center dabei gedacht hat, diese Läden zu schließen?
Da steht noch eine große Aufgabe vor mir: Aus der bisherigen Center-Vielfalt das heraus zu filtern, was noch geht. Aber der Bäckerimbiss ist wohl erstmal komplett raus (zumindest, was das Essen betrifft, meinen Cappuccino kann ich mir nach wie vor dort holen). Der Imbiss-Teil des Fischbraters auch (bis auf Salate und Sushi). Laugenbretzeln auch, desgleichen die Tagesgerichte des Nudelkochers, hier bleiben aber die Vollkornnudeln mit Gulasch oder die Bolo, dann ist’s auch vorbei. Döner geht nach wie vor, wenn ich erst wesentliche Teile des inneren esse, aber das mache ich sowieso schon längst, auch der halbe Hahn mit Salat bleibt drin, ist dann aber doch recht mächtig für öfter mal. Beim Fleischerimbiss und bei den Suppen muss ich wohl von Fall zu Fall entscheiden.

Schichtkohl auf Kartoffeln (17.09.2019)

Nachdem die Suppenversion neulich zwar gut war, aber Begeisterungsstürme vermied, heute mal etwas, was dem Original näher kam. Nicht das erste Mal, aber gute Sachen kann man ja auch öfter zu sich nehmen.

Was auf den ersten Blick zwar auch etwas suppig aussieht, ist aber ein vollwertiges Gericht im Becher.
Aber offensichtlich habe ich das Umrühr-Bild nicht gemacht, so müsst ihr mir mal glauben, dass da Kartoffeln drunter waren. Wenn nicht, verweise ich gern auf eine frühere Verspeisung. Verweisen möchte ich aber auf ein aktuelles Bild, dass zwar ein bisschen Ausdruck eines kleinen Fehlers des Koches ist, aber dem Gericht zum positiven gereicht.

Heute fand sich nämlich eine kleine ungewollte Boulette mit im Essen. Das war aber keine echte Boulette, sondern einfach nur schlecht zerteiltes Hackfleisch beim Anbraten desselben, um daraus dann den Schichtkohl zu zaubern. Und diese kleine Boulette hatte Struktur und war nicht so schleimig einheitsmassig wie bei manchen Fertigbouletten aus dem Discounter oder Supermarkt. Letztere sind selten nur gewolft sondern meist gecuttert, was kein schönes Mundgefühl ergibt. Das Ding im Becher war aber körnig in der Struktur, also gewolft und bei der handwerklichen Herstellung des Schichtkohls übersehen worden. Insofern ein Positivum.

Champignon-Kartoffel-Creme-Suppe (06.09.2019)

Man nehme Stampfkartoffeln, verdünne die mit etwas geschmackvoller Brühe und werfe ein paar kleine frische Champignons hinein. Zum Schluss wird alles mit Croûtons und Kräutern gekrönt.

Die aromatischen Kartoffeln dominieren den Geschmack, und in der Natur der Champis liegt es, dass sie geschmacklich nur bemerkbar werden, wenn man auf ihnen rumkaut. Zu sehen sind sie eher.

Die Suppe war gar nicht so schlecht, einfach und rustikal, aber gut. Ob mein oben beschriebenes Zubereitungsmodell stimmt, weiß ich nicht, aber so in etwa kann man sich die Suppe vorstellen. Die farbliche Note kam durch die gut gebräunten Croûtons …

Königsberger Klopse (03.09.2019)

Die Kollegen wünschten sich was vom Fleischerimbiss und so schaute ich mal, was es tagesgerichtliches so gab. Da lachten mich die Klopse an und wir verließen zusammen das Lokal.

Zwei Kochklopse, einige Kartoffeln in der dazugehörigen Soße (ja, es waren auch Kapern drin) und etwas Krautsalat füllten auf kantinentypische Art den Magen. Man kann das aber auch schlechter machen.

Gurkensalat und … (30.08.2019)

Da weiß ich gerade auch nicht, was los ist, und warum diese Posts in letzter Zeit immer so spät kommen. Wahrscheinlich, weil ich sie so spät schreibe, aber das ist nur eine Vermutung.
Bei der heutigen Hitze hab ich mir mal was erfrischendes geholt.

Einen großen Becher Gurkensalat. Wer genau hin sieht, der erkennt, dass da auch noch was anderes im Becher ist. Wie immer hilft umrühren.

Es ist eine Kartoffelbox. Eine Handvoll gekochter Kartoffeln wird durchgepresst (etwa halbe Becherhöhe) und – nach Wunsch – mit Käseraspeln, Röstzwiebeln und etwas Quark vermengt. Dann hat man mehrere Drauflagen zur Auswahl: Mischgemüse, Schichtkohl, Hähnchencurry, Spinat und Ei und eben auch als einzige kalte Variante Gurkensalat. Und ich muss eins sagen, das ist richtig lecker, vor allem, wenn beim Essen die Kartoffeln noch heiß und der Salat noch kalt ist. Also nicht zu lange warten!

Tomatensoße cremig (ergänzt)

So manches Haushaltsgerät hilft auch wirklich im Haushalt. Ob sie dann immer den Preis wert sind, darf bezweifelt werden. Nicht umsonst gibt es von „Originalen“ auch sehr viel preiswertere Nachahmer, die ähnliches können und auch nicht schlecht sind.
Seit vielen Jahren nenne ich so einen beheizbaren Mixbecher mein eigen. Es ist nicht das computergesteuerte Modell aktueller Generation, aber Strom nimmt er schon und man muss nicht selber kurbeln. Und das Ding ist praktisch. Gerade auch für Soßen und Suppen.

So könnte dabei ein Anfangsszenario aussehen. Ganz unten liegen eine Handvoll bunter Tomaten, darüber vier entgrünte Spitzpaprika, zwei Schalotten und dieses helle Ding da links oben.
Der erste Schritt ist einmal kräftig mixen. Da muss man den Apparat ein bisschen festhalten, wenn er nicht durch die Küche wandern soll. Natürlich könnte man das Gemüse auch vorher etwas kleiner schneiden. Aber wozu?

Schon sieht das nicht mehr so viel aus. Jetzt wird das noch ordentlich durchgekocht und mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl gewürzt.
Zum Ende hin habe ich nochmal die Mixfunktion intensiv laufen lassen, so dass dann eine recht cremige Soße entstand.

Abgefüllt im Becher sieht man die Cremigkeit besser.

Da freut man sich schon auf das nächste Nudelessen. So ein bisschen erinnert mich die Soße konsistenziell an die sogenannte DDR-Tomatensoße in edel. Vielleicht sollte ich mir jetzt eine edle Form von gebratener Jagdwurst einfallen lassen …
Ergänzung
Auch schön, wenn man Artikel halbfertig veröffentlicht und völlig vergessen hat, noch ein kleines Rätsel aufzulösen, dass man anfangs mit einbaute. Zumal diese gezeigte Cremigkeit allein aus den benannten Zutaten allein – selbst bei heftigstem Pürieren –  nicht herzustellen ist. Aber wir haben ja noch das „helle Ding links oben“ aus dem ersten Bild. Das könnte als geschmackliche Zutat ein schönes Stück Ingwer sein, aber dazu ist es zu blass und zu wenig faserig. Aber es wäre eine Idee für eine fruchtig-scharfe Tomatensoße.
Aber nein, es ist was anderes. Ich habe eine Idee wahr gemacht, die ich neulich schon mal äußerte und hier sehen wir das Ergebnis: Die Beigabe war eine rohe, mehlig kochende Kartoffel. Die Stärke darin gab beim Kochen die Bindung und geschmacklich hatte sie sowieso nicht viel beizutragen.

So geht Zander!

Eigentlich dachte ich, dass ich das eine Bild von den heutigen zwei noch irgendwie heftig bearbeiten muss. Wider Erwarten wurde es dabei aber eigentlich nur schlimmer als besser, und so habe ich doch – beinahe – das Original genommen, nur etwas beschnitten. Und bitte die Betrachter um Nachsicht, da das Foto „über Kopf“ aufgenommen wurde.
Nun habe ich dabei zwar keinen Kopfstand gemacht, aber es hat schon einen Grund, warum die Tischkante diesmal am oberen Ende des Bildes erkennbar ist. Es war nicht mein Mittag, es stand vor dem Platz gegenüber. Zugegeben, wenn es nicht dort gestanden hätte, hätte es bei mir gestanden. Aber ich wollte nicht zwei Wochenenden hintereinander Zander essen. Ich wollte aber mal den Vergleich zeigen zum letzten Sonntag und dann den Ausruf tätigen: So geht Zander!!! Mit drei Ausrufezeichen.
Und auch dieser Zander war begleitet mit einer Soße. Das Geschick des Koches lag nun aber darin, zum einen den Zander mit einer knusprig-leckeren Haut auf den Teller zu zaubern (zugegeben, ein bisschen mehr Bratknusper hätte es schon sein dürfen, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau, gehörte wohl aber zur Tagesmode (s.u.)) und der Soße (hier in Form von Rahmpfifferlingen) gar nicht erst die Chance zu geben, gegen den Knusper zu arbeiten. Die Lösung ist ja auch denkbar einfach: Soße auf den Teller und den Fisch mit der Hautseite nach oben(!) oben drauf. Eigentlich trivial.
In gewissem Sinn ähnlich kann man auch Fleisch präsentieren, dass man knusprig angebraten hat. Schauseite nach oben auf den Teller, ggf. soßiges Gemüse unten drunter und Beilage daneben. So bleibt die schöne Seite erhalten.
Optisch nicht gleich zu erkennen, aber beim Essen wohl bemerkt: das Ist ein Rip-Eye-Steak, unter dem sich (einige gucken ja etwas vorwitzig hervor) Bratpfifferlinge befanden. Entgegen dem oberen Bild besteht hier die „Sättigungsbeilage“ lt. Karte übrigens aus Kräuterkartoffeln, den Zander begleiteten Schwenkkartoffeln. Diese Feinheiten in den Unterschieden bekommt der gewöhnliche Esser ja manchmal gar nicht mit. Gut, dass es niedergeschrieben steht.
Dem Steak und dem Zander gemein waren ein leichtes Unterröstetsein. Vielleicht war der Herd noch nicht heiß genug (als beinahe erste Gäste des Tages). Der Rest der Zubereitung war aber stimmig: saftig der Fisch und medium das Rind. Für die Créme Brulée, die sich ebenfalls auf der Karte findet, wird es doch einen Bunsenbrenner geben, der wäre vielleicht eine Idee für die Nachbehandlung gewesen. Aber, wie oben schon geschrieben, ich jammere auf hohem Niveau und habe eigentlich sehr gut gegessen.

Kartoffelbox Schichtkohl (31.07.2019)

Zeit für einen Klassiker. Eigentlich hatte ich mich auf Kartoffelsuppe orientiert, aber dann musste es schneller gehen als geplant und die Kollegen wollten Kartoffelbox, da war es einfacher und schneller, dort auch etwas zu finden als noch zur Suppenausgabe zu wackeln.

Lecker, würzig, schlotzig. Aber es wird Zeit, dass der Anbieter mal wieder neue Soßen probiert. Man will ja nicht immer das gleiche essen. So’n Zwischending zwischen Mehlschwitze und Hollandaise mit Blumenkohl- und/oder Brokkoli-Röschen beispielsweise. Oder eine buntere Gemüse-in-Mehlschwitze Soße, gern auch ohne die Industriebulettchen und nicht nur mit Erbsen und Möhren. Kohlrabiwürfel, Schnibbelbohnen, … „Quer durch den Garten zum Überfüllen“ hieß das früher bei uns zu Hause. Und bei den Möhren auch ein Produkt, dem man seine TK- oder Dosen-/Glas-Vergangenheit nicht so ansieht. Da es ja auch Reisboxen gibt, vielleicht auch was, das mehr dahin passt. Bratgemüse in dunkler Soße. Oder Kokossoße. Oder gewürfelten Schweinebraten/Rinderbraten/Sauerbraten in Bratensoße. Etwas Phantasie und Mut!
Die Sachen, die es gibt, sind ja nicht schlecht (mit Ausnahme des Mischgemüses), aber wenn man jede Woche eine Kartoffel- oder Reisbox isst, sehnt man sich langsam nach neuem.