So manches Haushaltsgerät hilft auch wirklich im Haushalt. Ob sie dann immer den Preis wert sind, darf bezweifelt werden. Nicht umsonst gibt es von „Originalen“ auch sehr viel preiswertere Nachahmer, die ähnliches können und auch nicht schlecht sind.
Seit vielen Jahren nenne ich so einen beheizbaren Mixbecher mein eigen. Es ist nicht das computergesteuerte Modell aktueller Generation, aber Strom nimmt er schon und man muss nicht selber kurbeln. Und das Ding ist praktisch. Gerade auch für Soßen und Suppen.

So könnte dabei ein Anfangsszenario aussehen. Ganz unten liegen eine Handvoll bunter Tomaten, darüber vier entgrünte Spitzpaprika, zwei Schalotten und dieses helle Ding da links oben.
Der erste Schritt ist einmal kräftig mixen. Da muss man den Apparat ein bisschen festhalten, wenn er nicht durch die Küche wandern soll. Natürlich könnte man das Gemüse auch vorher etwas kleiner schneiden. Aber wozu?

Schon sieht das nicht mehr so viel aus. Jetzt wird das noch ordentlich durchgekocht und mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl gewürzt.
Zum Ende hin habe ich nochmal die Mixfunktion intensiv laufen lassen, so dass dann eine recht cremige Soße entstand.

Abgefüllt im Becher sieht man die Cremigkeit besser.

Da freut man sich schon auf das nächste Nudelessen. So ein bisschen erinnert mich die Soße konsistenziell an die sogenannte DDR-Tomatensoße in edel. Vielleicht sollte ich mir jetzt eine edle Form von gebratener Jagdwurst einfallen lassen …
Ergänzung
Auch schön, wenn man Artikel halbfertig veröffentlicht und völlig vergessen hat, noch ein kleines Rätsel aufzulösen, dass man anfangs mit einbaute. Zumal diese gezeigte Cremigkeit allein aus den benannten Zutaten allein – selbst bei heftigstem Pürieren – nicht herzustellen ist. Aber wir haben ja noch das „helle Ding links oben“ aus dem ersten Bild. Das könnte als geschmackliche Zutat ein schönes Stück Ingwer sein, aber dazu ist es zu blass und zu wenig faserig. Aber es wäre eine Idee für eine fruchtig-scharfe Tomatensoße.
Aber nein, es ist was anderes. Ich habe eine Idee wahr gemacht, die ich neulich schon mal äußerte und hier sehen wir das Ergebnis: Die Beigabe war eine rohe, mehlig kochende Kartoffel. Die Stärke darin gab beim Kochen die Bindung und geschmacklich hatte sie sowieso nicht viel beizutragen.
Schlagwort: Kartoffeln
So geht Zander!
Eigentlich dachte ich, dass ich das eine Bild von den heutigen zwei noch irgendwie heftig bearbeiten muss. Wider Erwarten wurde es dabei aber eigentlich nur schlimmer als besser, und so habe ich doch – beinahe – das Original genommen, nur etwas beschnitten. Und bitte die Betrachter um Nachsicht, da das Foto „über Kopf“ aufgenommen wurde.
Nun habe ich dabei zwar keinen Kopfstand gemacht, aber es hat schon einen Grund, warum die Tischkante diesmal am oberen Ende des Bildes erkennbar ist. Es war nicht mein Mittag, es stand vor dem Platz gegenüber. Zugegeben, wenn es nicht dort gestanden hätte, hätte es bei mir gestanden. Aber ich wollte nicht zwei Wochenenden hintereinander Zander essen. Ich wollte aber mal den Vergleich zeigen zum letzten Sonntag und dann den Ausruf tätigen: So geht Zander!!! Mit drei Ausrufezeichen.
Und auch dieser Zander war begleitet mit einer Soße. Das Geschick des Koches lag nun aber darin, zum einen den Zander mit einer knusprig-leckeren Haut auf den Teller zu zaubern (zugegeben, ein bisschen mehr Bratknusper hätte es schon sein dürfen, aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau, gehörte wohl aber zur Tagesmode (s.u.)) und der Soße (hier in Form von Rahmpfifferlingen) gar nicht erst die Chance zu geben, gegen den Knusper zu arbeiten. Die Lösung ist ja auch denkbar einfach: Soße auf den Teller und den Fisch mit der Hautseite nach oben(!) oben drauf. Eigentlich trivial.
In gewissem Sinn ähnlich kann man auch Fleisch präsentieren, dass man knusprig angebraten hat. Schauseite nach oben auf den Teller, ggf. soßiges Gemüse unten drunter und Beilage daneben. So bleibt die schöne Seite erhalten.
Optisch nicht gleich zu erkennen, aber beim Essen wohl bemerkt: das Ist ein Rip-Eye-Steak, unter dem sich (einige gucken ja etwas vorwitzig hervor) Bratpfifferlinge befanden. Entgegen dem oberen Bild besteht hier die „Sättigungsbeilage“ lt. Karte übrigens aus Kräuterkartoffeln, den Zander begleiteten Schwenkkartoffeln. Diese Feinheiten in den Unterschieden bekommt der gewöhnliche Esser ja manchmal gar nicht mit. Gut, dass es niedergeschrieben steht.
Dem Steak und dem Zander gemein waren ein leichtes Unterröstetsein. Vielleicht war der Herd noch nicht heiß genug (als beinahe erste Gäste des Tages). Der Rest der Zubereitung war aber stimmig: saftig der Fisch und medium das Rind. Für die Créme Brulée, die sich ebenfalls auf der Karte findet, wird es doch einen Bunsenbrenner geben, der wäre vielleicht eine Idee für die Nachbehandlung gewesen. Aber, wie oben schon geschrieben, ich jammere auf hohem Niveau und habe eigentlich sehr gut gegessen.
Kartoffelbox Schichtkohl (31.07.2019)
Zeit für einen Klassiker. Eigentlich hatte ich mich auf Kartoffelsuppe orientiert, aber dann musste es schneller gehen als geplant und die Kollegen wollten Kartoffelbox, da war es einfacher und schneller, dort auch etwas zu finden als noch zur Suppenausgabe zu wackeln.

Lecker, würzig, schlotzig. Aber es wird Zeit, dass der Anbieter mal wieder neue Soßen probiert. Man will ja nicht immer das gleiche essen. So’n Zwischending zwischen Mehlschwitze und Hollandaise mit Blumenkohl- und/oder Brokkoli-Röschen beispielsweise. Oder eine buntere Gemüse-in-Mehlschwitze Soße, gern auch ohne die Industriebulettchen und nicht nur mit Erbsen und Möhren. Kohlrabiwürfel, Schnibbelbohnen, … „Quer durch den Garten zum Überfüllen“ hieß das früher bei uns zu Hause. Und bei den Möhren auch ein Produkt, dem man seine TK- oder Dosen-/Glas-Vergangenheit nicht so ansieht. Da es ja auch Reisboxen gibt, vielleicht auch was, das mehr dahin passt. Bratgemüse in dunkler Soße. Oder Kokossoße. Oder gewürfelten Schweinebraten/Rinderbraten/Sauerbraten in Bratensoße. Etwas Phantasie und Mut!
Die Sachen, die es gibt, sind ja nicht schlecht (mit Ausnahme des Mischgemüses), aber wenn man jede Woche eine Kartoffel- oder Reisbox isst, sehnt man sich langsam nach neuem.
Kartoffelbox mit Schichtkohl (04.07.2019)
Die könnte ich häufiger essen als es hier im Blog den Anschein hat. Dieser Schichtkohl ist echt lecker. Und so kurz vor dem Zeitpunkt, wo ich diese kleine Reihe meiner Mittagessen in eine verdiente Urlaubspause schicke, habe ich ihn mir nochmal gegönnt. Morgen gibt es dann das letzte regelmäßige Mittag, dann wird es sehr viel sporadischer. Aber ab und an lasse ich mich vermutlich doch blicken.

Heute musste ich auch ein wenig tricksen, damit genug Licht aufs Essen fällt. Fällt aber fast nicht auf. 😉
Hmm.
Hau drauf Suppe (03.07.2019)
Die Suppe heißt offiziell Bud Spencer & Terence Hill Topf, da passt die Kurzbezeichnung. Mehrere Bohnensorten, Hackfleisch und allerlei Gewürze verbanden sich zur Leckerness.

Wenn man mit dem Löffel das innerste nach oben rührt, wird’s anschaulicher.

Kartoffeln waren wohl auch mit drin.
KaCa-KaKophonie – in die Pfanne gehauen
Vorsicht – Wortspielalarm. Auf der Suche nach einer „lustigen“ Überschrift bin ich wohl ein wenig auf Abwege geraten. Aber, so schlimm sie ist, es steckt sehr viel Wahrheit drin. Viele zwei Anfangsbuchstaben der Hauptzutaten meines Mittags.
Gemüse wird meist geschnitten, wenn es zu einer Speise verarbeitet wird. So auch hier. So alt, so bekannt.

Karotte, Cabanossi, Kartoffel, Kohlrabi – zugegeben, da hat sich ein Nichtgemüse dazwischen gemogelt, muss aber auch geschnitten werden.

Das Schnibbeln dauert irgendwie immer am längsten. Bei Salaten ist es noch schlimmer. Vor allem, wenn man es fein und gut machen möchte. Das Gemüse sollte ruhig etwas rustikaler zerkleinert sein. Hauptsache, so zwei, drei Stücke passen nachher gleichzeitig auf den Löffel.
In der Pfanne schmilzt etwas Butter mit Öl, wegen der Erhitzbarkeit. Da kann man gleich etwas Zucker drin karamellisieren. Nicht viel, aber etwas schon. Auch Salz kann anschließend mit hineingegeben werden. Grundwürze sozusagen.
Dann kommt das Gemüse hinzu.
Dem Pfanneninhalt kann gleich noch etwas weitere Würze mitgegeben werden. Ich habe auf Zitronenpfeffer, Rosenpaprika, Kukuma und ein paar Trockenkräuter zurückgegriffen.
Deckel drauf und und bei geringer Hitze fast garziehen lassen. Das dauert so 10 Minuten, vielleicht auch etwas mehr. Zwischendurch vielleicht auch mal umrühren, aber es dürfen sich ruhig ein paar Röstaromen bilden.
Sind Möhre und Kohlrabi al dente, können die Cabanossi-Scheiben mit in die Pfanne und leicht angebraten werden.
Rühren, rühren, rühren, dann etwas Brühe hinzu, etwas leichtes. Dann immer weiter rühren. Hat man eine mehlig kochende Kartoffel verwendet, kommt es schon dadurch zu einer leichten Bindung der Soße.
Apropos Soße, zu der kommt noch ein großer Löffel Frischkäse. Der wird gut eingerührt und dann sind wir auch schon fast fertig.
Sollte das Gemüse immer noch zu al dente sein, kann man das hier noch etwas sanft nachgaren lassen. Hier ist aber auch der Punkt zum Abschmecken und zum Salzen, Pfeffern, Rosenpaprikaen. Etwas granulierten Knoblauch habe ich auch noch rangetan.
Und natürlich etwas Grünzeug. Petersilie und Schnittlauch waren das Ergebnis meiner Wahl. Daneben lag nur noch Dill im Tiefkühler, aber das schien etwas unpassend.
Natürlich hätte ich den Tellerrand noch etwas säubern können. Aber hier wird ja eher rustikal und nicht fein gekocht. Ich bin mal gespannt, wie am Montag die Rest schmecken werden, neu aufgewärmt und zwischendurch kühlschrankgelagert. Eben auch gut durchgezogen.
Schnitzelpfanne (19.06.2019)
Es gibt ein paar Gerichte, die ich nicht verstehe. Das heutige Mittagessen gehört dazu. Nicht abstrakt, sondern ganz konkret. Da brät jemand ein Schnitzel knusprig aus, schmeißt es dann aber klein geschnitten in eine Kartoffel-Sellerie-Pfeffer-Pfanne mit Soße, so das die Panade wieder aufweicht und alle Knusprigkeit verliert.

Geschmacklich ging’s eigentlich. Der Pfeffer war etwas überbetont, die Sellerie-Stückchen hatten ein paar Fäden zuviel (Stangensellerie). Die Panade war aufgeweicht, bildete damit vermutlich ein Teil der Bindung.
Pommes mit Soße überschütten ist genauso unverständlich wie Schnitzel, wo die Pilz- oder die Zigeunersoße rüber geschüttet wird.
Yesterday (frei nach The Beatles) (07.06.2019)
Es waren von gestern noch Kartoffeln da.

Gute Tüfften, Gutebutter, Salz. Was braucht ein Mecklenburger mehr, um glücklich zu sein?!
Nun gut, es gab auch noch etwas Sahnehering, aber das hatten wir gestern ja schon.
Pellkartoffeln/Drillinge an Sahnehering (06.06.2019)
Heute gab’s echtes Convenience-Food: Einfach nur in kochendes Wasser geschmissen und nach 20 Minuten waren wesentliche Teile des Mittags fertig.

Deswegen sieht der Teller auch noch etwas leer aus. Heute hatte ich keinen Auftrag bekommen, etwas zum Mittag für die Kolleg/inn/en mitzubringen. Als ich erschien, köchelten die Drillinge schon vor sich hin. Die Becher mit dem Sahnehering waren schnell geöffnet.

Ein einfaches Gericht, aber sooo lecker. Wenn man denn den richtigen Hersteller der Becherware erwischt.
Kartoffeln und Gurkensalat (05.06.2019)
Nachdem es in den letzten Tagen wegen allerlei durcheinander nicht das richtige Essen zu Mittag gab, heute am gefühlt heißesten Tag des Jahres bisher mal etwas erfrischendes.

Was wie ein Gurkensalat mit Joghurt-Dill-Soße aussieht entpuppt sich beim Umrühren als …

… Kartoffeln mit Quark, Käse, Röstzwiebeln und Gurkensalat mit Joghurt-Dill-Soße. Durchaus erfrischend zu essen und trotzdem gut sättigend Dank Sättigungsbeilage. Und die Dillsoße passt auch gut zu den Kartoffeln.
