Kohlroulade (26.09.2019)

Da habe ich doch glatt vergessen, mein gestriges Mittag zu veröffentlichen. Tja, viel zu tun. Aber das müsst ihr gesehen haben. Zumal es durchaus unter den Aspekten meiner neuen Ernährung auf der Speisekarte bleibt, nur mit weniger Kartoffeln. ;-)

Hättet ihr sie als Kohlroulade erkannt? Farbe und Oberfläche sprechen dafür, die sonstige Geometrie weniger. Und sie sah auch schon vor dem Einpacken so aus.

Aber die Roulade war für einen Fleischerimbiss nicht schlecht. Was mir immer ein bisschen fehlt war auch hier ein Arbeitsschritte, den Muttern selig immer noch gemacht hat: Sie hat die Fleischmasse, den Klops innen, vor dem Einwickeln einmal kurz angebraten. Das gab noch das gewisse Extra an Konsistenz und Geschmack.

Apropos: Es mag an meiner aufziehenden Erkältung gelegen haben (wobei die Nase aber noch frei ist), aber Soße und Kartoffeln haben quasi nach nix geschmeckt. Das muss man auch erstmal hinbekommen bei einem Schmorgericht.

Hau drauf Suppe (03.07.2019)

Die Suppe heißt offiziell Bud Spencer & Terence Hill Topf, da passt die Kurzbezeichnung. Mehrere Bohnensorten, Hackfleisch und allerlei Gewürze verbanden sich zur Leckerness.

Wenn man mit dem Löffel das innerste nach oben rührt, wird’s anschaulicher.

Kartoffeln waren wohl auch mit drin.

Schichtkohl mit Kartoffelstampf (09.04.2019)

Immer wieder lecker. Mehr muss man gar nicht dazu sagen. Vor allem, wenn es die Bedienung sehr gut mit einem meint.

Was wie Schichtkohl pur aussieht verbirgt unumrührbar verborgen noch vorgequetschte Kartoffeln mit ein paar rehydrierten Kräutern, einem Klecks Quark und Röstzwiebeln.

Wenn man aber ein wenig abgegessen hat – unter aller Vorsicht -kommt der Becherinhalt in einen Zustand der Umrührbarkeit, was der Leckerness nur dienlich ist, auch wenn das Auge manchmal beim Mitessen aufgibt. Viel Struktur ist auch nicht mehr dabei, aber wer braucht bei der Aromatik schon Struktur!? Zumal sich der Kohl ein wenig Knackigkeit bewahrt hat, bleibt doch auch noch was zum Kauen.

Schichtkohl mit Kartoffeln (28.03.2019)

Essen, für dessen Verzehr nur ein Löffel reicht, habe ich eigentlich ganz gern. Selbst dann, wenn der wohlerzogene Mensch eigentlich Messer und Gabel nehmen würde. Gulasch mit Nudeln, Hühnerfrikassee mit Reis, aber auch ganzer Blumenkohl gegart gehören dazu, große Stücke kann man auch mit dem Löffel teilen. Selbst Spaghetti/Tomatensauce mit seinen Varianten nehme ich am liebsten mit dem Löffel zu mir. Da wird mit der Gabel in der Tellerkrümmung etwas aufgewickelt und dann zum Essen auf den Löffel geschoben.

Das Bild zeigt den Schichtkohl von heute Mittag. Wem das zu puristisch erscheint: unten drunter sind noch Kartoffeln und ein paar Beigaben. Wer die Kunst des vorsichtigen Umrührens beherrscht, mischt den Becherinhalt vor dem Verzehr ein wenig durch.

Was gar nicht so einfach ist. Dann verbindet sich aber alles zu köstlicher Speise. Mir hat’s geschmeckt.

Gnocchi mit Bologneser Soße (22.03.2019)

Gestern Abend grübelte ich nachweislich darüber nach, wo ich mal ein sachgerechtes Mac&Cheese herbekommen könnte. Das wird gar nicht so einfach, vor allem als Mittagsspeise. Aber es gibt da einen Laden, dem würde ich das ggf. zutrauen, also ging ich da heute Mittag mal hin.

Nudeln im Eimer. ;-) Nein, Gnocchi (die Pasta) in einer Soße in Anlehnung an Ragú Bolognese, also in einer Tomaten-Hackfleisch-Soße. Ich weiß, ich bin da manchmal etwas empfindlich, was die Verwendung der Namen von Standard-Gerichten betrifft, wenn höchstens “in Anlehnung an” oder ähnliches gekocht wird.

Das sagt nichts über die Qualität der Speisen aus. Die Gnocchi in Tomaten-Hackfleisch-Soße waren und sind lecker. Ich werde sie auch in Zukunft kaufen und habe sie auch schon in der Vergangenheit mehrfach mit Genuss verspeist. Aber es ist keine Bolognese. Es gibt übrigens auch eine schöne Schinken-Sahne-Soße. Dreimal dürft ihr raten, unter welchem Namen die verkauft wird und mit welchem Standard sie nichts gemeinsam hat.

Wenn man etwas umrührt, kommt zutage, was man so isst. Der Trick mit den frischen Kräutern und den Tomatenwürfeln oben drauf ist gut und verbessert alles auch, aber wichtig ist, was im Magen ankommt. ;-) Als Soßenfreund wäre zwar manchmal etwas mehr auch schön, kann man auch bekommen, wenn man berechtigt einen Aufschlag zahlt, aber wenn genug Platz zum Umrühren ist, reicht’s dann doch.

Nochmal zurück zum Mac&Cheese. Wie es der Zufall wollte, stand heute der Koch des Hauses mit hinterm Tresen (was ich zwar anfangs nicht wusste, sich aber schnell herausstellte), und als ich der Verkäuferin meine Mac&Cheese-Idee nahebrachte, mischte er sich praktischerweise mit ein.

Vielleicht habe da das Saatkorn einer Produktidee gepflanzt. Aber es wird wohl nicht so einfach. Als frische Zusammenstellung wird’s sowieso nix, aber auch – mein Gedanke – als fertig gemischtes “Tagesgericht” ist es auch schwierig, der durch den Käse das Gericht nicht lange genug warmgehalten werden kann.

Schauen wir also mal. Vielleicht kriegen sie das Problem doch mal gelöst. Oder ich nehme das Angebot der Individual-Bestellung doch an. Dann brauche ich aber ein paar Mitesser, als Einzelportion lohnt sich das ja nicht …

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