Bei der aktuellen Hitze nimmt man ja gern etwas leichtes, dass einem – zumindest in der Phantasie – Luft zufächeln könnte. Da liegen Salat und Flügeltier natürlich auf der Hand.

Und weil ich recht früh dran war heute, stellte sich das Tier als noch angenehm saftig heraus, selbst die Brust. Gut gewürzt war es sowieso. Und der Salat war die übliche Döner-Mischung, was nicht verwundert, wurde doch alles beim Dönerstand erworben.
Wenn nur der Gruppenzwang nicht wäre … 😉
Schlagwort: Salat
Wahlsonntag-Mittag – Grundlage für einen langen Abend (26.05.2019)
Da Wahlsonntag immer ein Arbeitstag für mich ist, galt es, passend zu Mittag zu essen. Ich entschied mich für Fisch, genauer Zanderfilet an Petersilienstampf.

Ein rundum gutes Gericht, wenn auch der Klecks Stampfkartoffeln ruhig etwas kleiner hätte sein können.
Dass das auch anders geht, zeigte ein zweites Gericht. Viel zu groß!

Zwei große Stücke Rippchen mit Käse überbacken, dazu Pommes und Salat. Auch lecker, aber grenzwertig, wenn man die Kalorien zusammen zählt.
Halber Broiler mit Salat (27.03.2019)
Üppig könnte man das heutige Mittag nennen. Aber wenn man den halben Hühnervogel nicht bis zum letzten Fitzelchen auszutzelt, geht’s eigentlich.

Diese Hähnchengrillstände kriegen es doch immer recht gut hin, ein schmackhaftes, zartes, im wesentlichen saftiges Geflügel zuzubereiten. Ein wenig Timing beim Besuch muss man aber mitbringen und nicht zu Unzeiten da auftauchen, vor allem, wenn die Grill-Hähnchen nicht das einzige sind, was verkauft wird.
Der Vorteil, wenn am gleichen Stand auch Döner und allerlei anderes verkauft werden: es gibt ausreichend viel Salat zum Aufwerten mit dazu.
Lecker. Das sollte man sich ab und zu mal gönnen.
Detail am Tellerrand
Da hat doch mal jemand bemerkt, dass hier doch sehr viele Steaks besprochen werden. Aber nicht umsonst ist das Steak in seinen vielen Variationen doch auch eine der leckersten Fleischgerichte, die es gibt. Wobei ich – und damit sei eine Selbstverständlichkeit noch einmal betont – das Steak an sich immer von Rind kommt, wenn es nicht anders bezeichnet ist.
Für’s Steak wurde eine Edelstahlpfanne aber mal so richtig erhitzt. Sie hat zwar nicht geglüht, aber manchmal hat man das Gefühl, sie war kurz davor. Das Fleischstück war trocken gelegt. Anschließend ging es darum, schnell und koordiniert zu handeln. Da ich keine vier Hände habe, gibt es davon keine Fotos. Das hoch erhitzbare Öl – im konkreten Fall Erdnussöl – in der einen Hand, das Fleisch in der zweiten und den Spritzschutz in der dritten ging dann alles recht schnell: Öl in die Pfanne, das gleich anfing, etwas zu rauchen, und sofort das Fleisch hinterher sowie den Spritzschutz oben drauf. Den Rauch, der dann aus der Pfanne kam, direkt zur Dunstabzugshaube oder aus dem Fenster geleiten. Nach ein wenig Zeit wird das Fleischstück auch noch umgedreht und von der zweiten Seite auch gut angeröstet, nachfolgend landet es dann noch im auf knapp unter 100°C vorgeheizten Backofen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Fleisch war durchaus knusprig zu nennen, innen war es aber trotzdem saftig.

Weil ich aber schon genug Steaks hier im Blog beschrieben habe, möchte ich die Aufmerksamkeit auf den beigeordneten Salat lenken und vor allem auf die darauf drapierte Soße. Der Salat, bevor die Fragen kommen, ist das „Herz“ eines selbst geernteten und vom Strunk befreiten Eisbergsalates, dessen äußere Blätter ich bereits anderweitig verzehrt hatte. Die Stelle, wo ich den Strunk heraus geschnitten hatte, ist oben. Darauf habe ich meine erste (nicht ganz, aber diese hier finde ich gelungener) selbst gemachte Majonäse getan.

Majonäse machen ist einfacher, als man manchmal denkt. Bisher habe ich mal die Pürierstab-Majo gemacht, empfand diese aber doch als etwas zu dünn. Diesmal habe ich selber gerührt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Irgendwann werde ich das sicher auch mal bebildern, hier aber schon mal die Kurzbeschreibung_
- ein Eigelb mit einem Teelöffel Senf gut vermischen
- etwas Salz und Pfeffer dazu geben
- ein kleinen Portionen (anfangs tee-, später esslöffelweise) Öl dazu geben und einrühren
- wenn das Öl komplett in der Soße verschwunden ist, weiteres Öl dazu geben und einrühren
- zum Schluss, wenn die Masse schön cremig geworden ist, abschmecken: Salz, Pfeffer, Essig, Zitronensaft, Chili, Paprika, Kräuter, …
Zum Schluss hatte ich ca. 100 bis 130 ml Majonäse. Die hat natürlich völlig anders geschmeckt als jede andere Majo, die man sonst so zu kaufen kriegt. Das kann natürlich an meiner Würzung, aber auch am verwendeten Öl liegen. Ich nutzte kaltgepresstes Rapsöl und als Senf den guten Tutower. Empfohlen wird hier eigentlich Dijon-Senf, aber der regionale geht auch. Mit dem Grundrezept kann jetzt weiter experimentiert werden. Auch das Verhältnis Öl, Eigelb steht noch auf dem Prüfstand. Und natürlich auch die Frage, ob man auch Vollei nehmen kann.
P.S.: Das Fleisch, obwohl gut mit Röstaromen ausgestattet, war natürlich trotzdem rosa. Die Pfanne war aber auch sehr heiß.

Das Fleisch schmeckt übrigens auch ohne Salz. Habe ich aber erst am Ende der Verspeisung bemerkt. Dafür hatte die Majo eine Prise davon zuviel.
Wie lange darf die Zubereitung eines Salates dauern?

Natürlich darf er in der Zeit der Zubereitung nicht verwelken. Aber da gibt es Sorten, die für diesen Vorgang schon eine Weile brauchen. Stellt sich also die Frage nach einem anderen Orientierungspunkt zur Beantwortung. Und es ist so einfach: Die Zubereitung darf nur so lange dauern, bis das Steak aus der Pfanne kommt. 😉

Die Zeit läuft. Salat waschen, trocknen, Paprika klein schneiden. Dabei natürlich auch nicht das Fleisch in der Pfanne aus den Augen verlieren. Dressingzutaten zusammensuchen.

Jetzt wird es eng … Das Fleisch ist gedreht und sieht lecker aus. Also schnell das Dressing. Der Saft einer Limette wird mit Salz, Zucker und Pfeffer versetzt. In Anwesenheit von etwas Senf wird alles gut verrührt. Und wo wir gerade beim Rühren sind: Etwas Olivenöl kommt, wenn alles andere aufgelöst ist, auch noch hinzu, bis eine leicht cremige Soße entstanden ist. Noch etwas Pepp? Ein paar geröstete Paprikaflocken kommt auch noch mit hinzu. Rühren, rühren, rühren. Dann kommt auch gleich der Salat auf den Teller, garniert mit dem Paprikaringen.

Da fehlt jetzt nur noch das Steak drauf.

Auf das Fleisch kommt noch etwas Fleur de Sel und das Dressing auf den Salat.

Die einfachsten Sachen sind meistens doch die besten, wenn man etwas Wert auf gute Zutaten legt. Guten Appetit.
Erfrischende Resteverwertung
So, liebe Kochfachleute, eine Fachfrage: Was ist das?

Wie wäre es mit ein paar Details?

Bingo! Es ist püriert und demzufolge nichts mehr zu erkennen. Aber es ist als Getränk, gut gekühlt, eine erfrischende Labung für Zunge und Seele. Die Aufklärung folgt.
Es ist im wesentlichen eine Restverwertung, nur das Glas mit dem Joghurt (250 g) war noch original zu. Aber zuerst kam eine grob geschälte (es waren also noch grüne Stellen dran) und grob zerteilte halbe Salatgurke und ein halber Eisbergsalat in den Blender/Mixer/Pürierer. Wenn das klein ist, wird es mit Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt und der Joghurt hinzugegeben. Alles nochmal kräftig aufmixen, abschmecken und fertig.
Prost.
Beinahe nordisch gewordener Südeuropäer
Ihr kennt die Situation: Es ist Sonntagabend, aus irgendeinem sehr angenehmen Grund wart ihr Sonnabend nicht einkaufen und der letzte davor Einkauf ist schon etwas her. Da erfolgt der innere Hilfeschrei: „Ich muss verhungern!“ Nach dem der verklungen war, setzte die Inventur ein. Denn meist erfolgt bei mir dieser Schrei schon zu einem Zeitpunkt, wo der gelassene Betrachter der Szenerie noch mindestens eine vierköpfige Familie mit einem mehrgängigen Menü hätte versorgen können. Aber man hat ja auch nicht immer Lust, die eine oder andere Zutat zu verarbeiten, auch wenn man sie im Haus hat.
Eine kleine Packung mecklenburgischer Paprika (sowas gibt es wirklich), ein paar genauso mecklenburgische Tomaten und ein Eisbergsalatkopf aus dem elterlichen Garten (mithin auch mecklenburgisch) wanderten neben einer Limette (sinnloserweise) und zwei Schalotten ins Abwaschbecken.

Allerdings stand mir nicht unbedingt nach Salat der Sinn. Stellt sich also die Frage nach dem Ziel. Aber ich hatte eine Idee. So landete alles im Mixbecher.

Der kundige Kocher wird feststellen, dass das fast die Zutaten für eine Gazpacho sind. Das dachte ich mir auch so, nur dass eben statt der Gurke der Salat drin war. Das sollte gehen. Also versah ich alles noch mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, einen ordentlichen Schuss Olivenöl, Balsamico-Essig, Zucker, Tomatenmark und ein paar Flöckchen Chili. Der Deckel wurde fest verschlossen, der Motor angeworfen.

Nun nochmal mit den Gewürzen abschmecken, ggf. ein paar Eiswürfel mit hinein geben. Natürlich kann man das Endprodukt auch eine Weile im Kühlschrank vor sich hin ziehen und abkühlen lassen.
Normalerweise gehört in ein Gazpacho noch (Weiß-)Brot, gern auch vom Vortag. Da es daran ebenso mangelte und mir nur eine Packung Knäckebrot ins Auge fiel, beließ ich es dabei und kredenzte es unbebrotet.

Wer weiß, welche Wirkung das Knäcke in der Masse gehabt hätte.
Ein Auge auf den frischen Salat geworfen
Die einfachsten Gerichte bedingen die besten Ausgangszutaten, lebt doch der Geschmack und der nachfolgende Genuss nur von ihnen. Das gilt vor allem bei den ganz einfachen Gerichten, aber wo soll schließlich der Geschmack kommen, wenn er in den Ausgangsmaterialien nicht schon drin ist. Die sind im konkreten Fall denkbar einfach: Pflückfrischer Salat aus dem elterlichen Garten, ein Rib-Eye-Steak, Salz und Pfeffer. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und bedarf keiner weiteren Erläuterung:

Einfach. Natürlich. Lecker.
Bratwurst fernöstlich angehaucht
Wenn ich mich richtig erinnere, war es eine der Reiseessreportagen mit Anthony Bourdain, aus der ich die Idee für mein heutiges Mittag entlehnte. Er war in einem mir nicht mehr erinnerlichen fernöstlichen Land und man aß eine sehr eigene Art von Tortilla.
Diese Art des Anrichtens gibt es weltweit in unzähligen Varianten. Sei es der gerollte und gefüllte Maisteigfladen oder die Frühlingsrolle, sei es die Cannelloni der Italiener oder – im weitesten Sinn – das Sandwich der Engländer. Eins haben aber alle gemeinsam: Ein Teig umschließt eine Füllung. Aber muss es denn immer Teig sein. Tony zeigte eine Alternative und ich baute was aus der Idee.

Das im Original gezeigt Kopfsalatblatt wäre sicher ob seiner Art und seiner Flexibilität besser gewesen, aber es stand keins zur Verfügung. Wichtig ist nur, dass es groß genug und hinreichend weich ist, aber nicht schlabbrig, so ein bisschen frischer Knack ist schon recht angenehm. Dieses Salatblatt wird mit garer, durchaus auch warmer Speise gefüllt und dann sofort verspeist. Das ist gar nicht mal so unlecker.
In meinem Fall – und die Überschrift deutete es schon an – gab es Bratwurst. Der Fleischer meines Vertrauens bot frische Exemplare an, die auch sofort verspeist werden sollten. Also ab in die Pfanne damit.

Hier werden die Würste schön gebräunt. Die groben hier enthalten wohl sogar kleine Paprikastückchen. Zum Entfetten kann man sie auch leicht an mehreren Stellen einpieken. Rechtzeitiges umdrehen verhindert das Anbrennen.

Nebenher wird schon mal der Salat gewaschen. Wer es ganz gut machen möchte, bereitet noch eine passende cremige Soße vor, die er anschließend noch auf die Bratwurst drappiert.

Ein Salatblatt wird auf eine Unterlage gelegt und je nach Größe eine Bratwurst, oder zumindest ein Teil, darauf.

Dann kommt die Soße dazu, im aktuellen Fall ist es einfach nur Senf. Das Blatt wird vom Strunk befreit.

Jetzt wird das geschickt zusammengerollt und kann auch sofort gegessen werden.

Guten Appetit. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, was man in das Salatblatt so alles hineintut. Gehobeltes Grillfleisch, Fischstücke, Hackfleischgedöns, Meeresfrüchte usw. usw. Viel Spaß beim Ausprobieren.
Umgang mit größeren Packungen
Manche Produkte scheint es wirklich nur in größeren Packungen zu geben, außer, man leistet sich die Bedienung in einem Spezialladen. Wobei man das eigentlich auch tun sollte, zumindest, wenn dieser Laden auch noch für die Qualität seiner Produkte und deren naturnahe Aufzucht steht. Da ich – eigentlich nur für Demonstrationszwecke – „gezwungen“ war, Hähnchenbrust zu kaufen, galt es die auch zu verarbeiten. Ein Exemplar wurde gleich frisch vertilgt, der Rest mariniert.
In einem dicht schließenden Gefäß* landeten neben den Brüsten eine klein gehackte Schalotte, eine ebenso behandelte Knoblauchzehe, Olivenöl, Sesamöl, Zitronenöl und etwas Chili. Eigentlich wollte ich noch Teriyaki-Soße dazu geben, aber die Flasche war leer und nicht mehr existent. Am Tag der weiteren Verarbeitung sah es dann so aus:

Die gewählte Pfanne lässt erkennen, dass wohl gegrillt werden soll. Sie wird gut vorgeheizt. Da die Marinade bis auf die festen Bestandteile eigentlich nur aus Öl bestand, kamen die Fleischstücke direkt aus dem Becher in die trockene, aber heiße Pfanne.

Als Beilage ist immer wieder lecker eine Grilltomate. Die wird einfach nur halbiert oder bei entsprechend großen Exemplaren in Scheiben gedrittelt und auf der Schnittfläche mitgegrillt.

Das Fleisch muss natürlich beizeiten gewendet werden. Um ein schönes Grillmuster zu erreichen, gilt es, sie doch zweimal mehr als nötig zu wenden (also insgesamt drei mal statt einem Mal). Beim zweiten und dritten Wenden werden wird das Fleischstück dann noch um 90° gedreht.

Hat man die Hitze gut gewählt, sind zum Ende Garpunkt und Muster perfekt.

Auf einem Teller wird etwas Salat nach Wunsch angerichtet. Darauf ein Dressing nach Wahl, gern etwas süß-scharfes, was dann gut zum Geflügel passt. Das wird natürlich noch gesalzen und gepfeffert, genau wie die Tomaten. Dann kann angerichtet werden.

Guten Appetit. Es empfiehlt sich übrigens ein Salat, der nicht so sehr hitzeempfindlich ist, zumindest, wenn alles aus der Pfanne noch schön warm darauf kommt. Feldsalat oder Pflücksalat und dergleichen bieten sich also nicht an. Man hätte die Hähnchenbrust auch schön vor dem Marinieren in Stäbchen schneiden (wie für Geschnetzeltes), dann grillen und zusammen mit einer passenden Soße in Kopfsalatblätter einrollen können. Auch eine Idee.
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*) Bei der Verwendung eines stabilen Gefrierbeutels vermindert sich benötige Menge der Marinade. Man sollte alles dann aber ab und an (wenn man mal am Kühlschrank ist) wenden oder sonstwie in eine andere Lage bringen und kann es auch vorsichtig durchkneten.
