Tomatensoße cremig (ergänzt)

So manches Haushaltsgerät hilft auch wirklich im Haushalt. Ob sie dann immer den Preis wert sind, darf bezweifelt werden. Nicht umsonst gibt es von „Originalen“ auch sehr viel preiswertere Nachahmer, die ähnliches können und auch nicht schlecht sind.
Seit vielen Jahren nenne ich so einen beheizbaren Mixbecher mein eigen. Es ist nicht das computergesteuerte Modell aktueller Generation, aber Strom nimmt er schon und man muss nicht selber kurbeln. Und das Ding ist praktisch. Gerade auch für Soßen und Suppen.

So könnte dabei ein Anfangsszenario aussehen. Ganz unten liegen eine Handvoll bunter Tomaten, darüber vier entgrünte Spitzpaprika, zwei Schalotten und dieses helle Ding da links oben.
Der erste Schritt ist einmal kräftig mixen. Da muss man den Apparat ein bisschen festhalten, wenn er nicht durch die Küche wandern soll. Natürlich könnte man das Gemüse auch vorher etwas kleiner schneiden. Aber wozu?

Schon sieht das nicht mehr so viel aus. Jetzt wird das noch ordentlich durchgekocht und mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl gewürzt.
Zum Ende hin habe ich nochmal die Mixfunktion intensiv laufen lassen, so dass dann eine recht cremige Soße entstand.

Abgefüllt im Becher sieht man die Cremigkeit besser.

Da freut man sich schon auf das nächste Nudelessen. So ein bisschen erinnert mich die Soße konsistenziell an die sogenannte DDR-Tomatensoße in edel. Vielleicht sollte ich mir jetzt eine edle Form von gebratener Jagdwurst einfallen lassen …
Ergänzung
Auch schön, wenn man Artikel halbfertig veröffentlicht und völlig vergessen hat, noch ein kleines Rätsel aufzulösen, dass man anfangs mit einbaute. Zumal diese gezeigte Cremigkeit allein aus den benannten Zutaten allein – selbst bei heftigstem Pürieren –  nicht herzustellen ist. Aber wir haben ja noch das „helle Ding links oben“ aus dem ersten Bild. Das könnte als geschmackliche Zutat ein schönes Stück Ingwer sein, aber dazu ist es zu blass und zu wenig faserig. Aber es wäre eine Idee für eine fruchtig-scharfe Tomatensoße.
Aber nein, es ist was anderes. Ich habe eine Idee wahr gemacht, die ich neulich schon mal äußerte und hier sehen wir das Ergebnis: Die Beigabe war eine rohe, mehlig kochende Kartoffel. Die Stärke darin gab beim Kochen die Bindung und geschmacklich hatte sie sowieso nicht viel beizutragen.

Matjes an Bratkartoffeln und Hausfrauensoße. Etwas umkonstruiert.

Da bin ich wohl heute Opfer eines Verpackungsbetruges geworden. Nicht schlimm. Aber ich weiß, dass ich das Produkt ab sofort nicht mehr kaufen werde. Dabei war es qualitativ gar nicht so schlecht. Ein Markenprodukt. Schade eigentlich. Aber es war auch ein Verpackungswahnsinn. Pappverpackung um die Plastigverpackung. Immerhin hielt die Papverpackung den Betrüger.
Als ich die Packung mit dem Matjes erwarb, hatte sie gefühlt ein angenehmes Gewicht. Preis und Menge schienen in einem angemessenen Verhältnis zu stehen. Als ich die Papphülle entfernte, fiel mir eine relativ große Tüte mit „Soße Sylter Art“ entgegen, so dass der Fisch, den ich noch in der Hand hielt, gefühlt plötzlich nur hoch halb so schwer war. 150 g Matjes und 100 ml Soße. Das ist massemäßig wirklich ein Verhältnis von 1:1 von teurem Fisch und billiger Soße. Da kann man sich schon über’s Ohr gehauen fühlen.
Aber zum Essen. Die Soße Sylter Art entdeckte ich bei der Zubereitung fast zum Schluss, sonst hätte ich vielleicht daraus wirklich noch eine Hausfrauensoße gemacht. Apfel und Zwiebel hineinschneiden ist ja so aufwendig nicht. Da ich zum Anfang von ihrer Existenz noch unberührt war, fangen wir mal mit einer Pfanne an.
Da ist schon etwas Öl drin. Weil es Bratkartoffeln geben soll, ist es Rapsöl. Passt irgendwie am besten.
Wenn das Öl heiß ist, kommen die Kartoffelwürfel dazu. Da es rohe Kartoffeln sind, braucht es jetzt etwas, bis sie gar und knusprig werden. Da heißt es öfter mal schwenken und schütteln und umrühren.
Dabei kann man auch etwas Salz und Pfeffer dazu geben. Irgendwann siehts dann so aus wie auf dem Bild und die Kartoffeln sind fast gar. Dann kommt …
… kleingeschnittene Zwiebel und etwas Butter – des Geschmacks wegen – dazu.
Ganz zum Schluss kommt noch ein kleiner kleingeschnittener Apfel dazu. Der soll nicht großartig gar ziehen, sondern eigentlich nur warm werden. Etwas säuerliches macht sich wohl am besten. Hier war es ein Braeburn.
Gut durchschwenken, abschmecken und dann kann auch schon serviert werden.
Nebenbei: Die Soße, die ihr seht, war nicht die gesamte Soße aus dem Beutel. Da ist immer noch was übrig. Einmal in dem kleinen Schälchen und zum anderen in der Tüte!
Zarte Matjesfilets, eine leicht dillige Soße und die Apfel-Bratkartoffeln. Eine leckere Kombination. Wie heißt es doch in der Werbung mal so schön: „Das machen wir mal wieder.“

Viva Italia – Nord und Süd vereint

Pasta ist – bzw. kann sein – ein wunderbares Fastfood-Essen. Natürlich gibt’s auch länger brauchende Varianten – so eine Bolo köchelt schon ihre Zeit. Aber es gibt auch fixe und trotzdem gute Varianten. Ein paar frische Zutaten, eine Pfanne, ein Topf mit heißem Salzwasser, mehr braucht man dann nicht. Und die Zubereitung braucht nicht länger, als das Kochen der Nudeln.

Deswegen fängt alles mit einem Liter kochendem Wasser an, in den 10 g Salz aufgelöst sind. 100 g Pasta kommt dazu. So zumindest die Faustregel pro Portion.
In der Pfanne macht sich der norditalienische Einfluss breit. Dort wird ursprünglich mit sehr viel mehr Butter als Olivenöl gekocht, als man manchmal so denkt.
Bis die Nudeln im Wasser versenkt werden können, kann man nebenher schon mal die „Gemüse“ schnibbeln.
Schalotten sind jetzt nicht unbedingt ein Gemüse, ich würde sie mehr zu den Gewürzpflanzen zählen. Aber wie das kann auch jeder so sehen, wie er möchte. Viele guten Soßen fangen aber doch mit dieser kleinen Zwiebel an. Knofi ist auch schon dabei.
Eine Handvoll Kirschtomaten wurden geviertelt und gut mit den Schalotten durchgeschwenkt.
Jetzt wird’s süditalienisch. Die Oliven sind halbiert (sie waren nicht sehr groß), ggf. kann man die auch Vierteln oder Hacken.
Etwas von dem Einlegwasser kommt auch noch dazu. Das kocht aber beim Warten auf die Spaghetti noch ein wenig weg.
Kurz bevor die Pasta mit in die Pfanne kommt, nochmal ein paar halbierte Kirschtomaten, die sollen höchstens warm werden, aber nicht verkochen. Für die Frische. Für den Geschmack kam auch noch etwas Pfeffer mit dabei (Salz war in der Einlegeflüssigkeit der Oliven).
Die Spaghetti werden aus dem Kopf gehoben, am besten mit so einer Zange und tropfnass in die Pfanne gegeben.
Alles wird nochmal gut durchgeschwenkt.
Dann ist das leckere Pastagericht auch schon fertig. Wer mag, gibt auch noch etwas Parmesan dazu. Ich hatte keinen im Haus. Es wäre mir dann aber auch etwas zu salzig geworden.
Ein paar Kräuter hätten der Optik nicht geschadet. Sie wären auch da gewesen. Einfallen tut mir das beim Niederschrieben dieses Textes.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass meine „Süditalien-Repräsentanten“ eigentlich griechischen Ursprungs waren.

Pasta wird in Wasser gekocht, aber auch mit welchem serviert?

Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt und bei der Zubereitung etwas mehr aufpasst als ich es getan habe, vielleicht auch etwas besser vorbereitet, dann hätte dieses Gericht fast auch so weiß werden können wir das letzte. Als Stichworte seien Zwiebeln nur glasig andünsten und Gurke schälen genannt. Aber kommen wir zu einem Gericht mit einer eigenen Note, ich fands jedenfalls ein wenig ungewöhnlich, aber lecker. Mit Pasta geht eben auch alles.

Und wir bei jedem guten Pastagericht fängt es mit der Soße an, und die beginnt mit Zwiebeln, die man anschwitzt. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass ich Schalotten genommen habe.

Eine halbe Salatgurke habe ich der Länge nach geviertelt und dann in Scheiben geschnitten. Die Viertel sind hier mit dazu gekommen. Wer mag (bzw. nicht mag), kann (oder sollte) die Schale der Gurke (oder Teile) vor dem Zerkleinern entfernen.

Frischen Knoblauch habe ich auch gekauft. Aus dem Fernsehen weiß ich, dass man da gern die halbe Knolle mit ins Essen stellt, ich habe die Zehen von ihrer gummiartigen Hülle befreit und grob gewürfelt. Auch sie fanden den Weg in die Pfanne wie etwas Salz und Pfeffer.

Zwei Gründe übrigens, warum ich das Kerngehäuse der Gurke nicht entfernt habe: zum einen war es nicht sehr groß, zum anderen muss ja irgendwo die Flüssigkeit zum Schmurgeln herkommen, wenn man den Deckel auf die Pfanne legt, damit die Gurken garen. Man könnte natürlich auch etwas Wasser angießen …

Haben die Gurken den gewünschten Gargrad erreicht, kommt der Deckel runter und zum Pfanneninhalt ein guter Esslöffel Cremé fraiche (oder auch zwei).

Der wird untergerührt und alles abgeschmeckt. Ein Hauch Zucker macht sich übrigens nicht schlecht.

Sprudelnd kochendes Wasser ist übrigens immer gut zum Pasta kochen.

Das Sprudelnde sollte Pasta schön bewegen, dann klebt es nicht zusammen und man spart das Rühren. Übrigens: In der rechten oberen Ecke des Bildes liegt der Deckel des Topfes mit einem verchromten Plasteknubbel als Griff. Sowas spiegelt manchmal unbewusst.

Da hat sich wohl der Koch selber abgebildet. Welch Frevel. 😉 Aber zurück zu den sprudelnd kochenden Nudeln. Die rühren sich von ganz allein um.


 
Sind sie al dente, werden sie mit geeignetem Schwung in die Pfanne mit der Soße gehievt.

100 g Pasta, 10 g Salz, 1 l Wasser. Und der Topf mindestens doppelt so groß, wie für die Menge eigentlich nötig. Dann funktioniert das wunderbar.

Und schon ist ein leckeres, erfrischendes leicht säuerliches Pastagericht auch schon fertig.

Wem das mit dem reinen Cremé fraiche zu fett wird, kann den auch gern mit etwas Joghurt strecken. Ein paar grüne Kräuter sind natürlich auch angenehm.
Als ich dieses pastagericht genussvoll weglöffelte, fiel mir ein, dass ich es ja auch Pasta Tzatziki nennen könnte, wenn denn Tzatziki eine warme Soße wäre …

Gerade noch die Kurve gekriegt

Heute hätte ich beinahe ein veganes Mittag gegessen … Das fiel mir zwar erst später auf, aber sowas kommt eben ab und an mal vor, wenn man ohne Ziel vor sich hin kocht. Oder eine Resteverwertung macht. Allerdings ist hier irgendwo im Blog etwas ähnliches bereits dokumentiert, also keine Bilder und nur Stichpunkte.

  • 2 Schalotten klein würfeln, eine Knoblauchzehe auch
  • beides bei sanfter Hitze in en wenig Fett in der Pfanne mehr andünsten als anbraten
  • Salatgurke halb schälen (oder auch gar nicht, oder ganz), der Länge nach halbieren und in etwas dickere Scheiben schneiden
  • Gurkenhalbmonde mit in die Pfanne und sanft anschmurgeln
  • 6 Cocktailtomaten achteln und mit in die Pfanne
  • salzen und pfeffern, gut durchschwenken
  • Deckel drauf und ca. 20 Minuten bei geringer Hitze schmurgeln lassen
  • 2 Kartoffeln schälen, klein würfeln und in wenig Salzwasser garen
  • Pfanneninhalt ca. aller 5 Minuten durchschwenken oder -rühren
  • Deckel ab, Dill (TK) nach Belieben dazugeben, Kartoffelwürfel samt Kochwasserresten in die Pfanne geben
  • alles gut durchrühren und hoffen, dass man mehlig kochende Kartoffeln hat, da bindet alles ein wenig an
  • abschmecken
  • fertig

Das war ein leckeres Essen, etwas schmorgurkig, aber mehr dank Dill und Tomaten. Und beinahe vegan. *schüttel* Gut, dass ich zum Andünsten wenigstens Butter genommen habe. 😉

Da ist was übrig und steht noch was rum …

Da stand er noch rum, meine Ausführung eines Plattengrills: eine passende Grillplatte auf einer Induktionsplatte. Und etwas Gemüse lag auch noch rum. Da muss sich doch mal was draus machen lassen.
Heiße Grillplatte und ein Topf
Etwas Olivenöl auf die Grillplatte geben. Eigentlich ein Widerspruch in sich, da beim Grillen gern auch mit Temperaturen gearbeitet wird, die nicht gut sind güt ein gutes Olivenöl. Aber diesmal ist die Temperatur nicht so hoch, also kann man es nehmen.
Öl auf die Platte
Es duftet nach Olivenöl, es könnte also mediteran werden. Mit Anlehnungen an fernöstlicher Zubereitungsart.
Tomatenscheiben grillen
Cocktailtomaten habe ich in je drei Scheiben geschnitten. Das macht man am besten quer, soll heißen: Ist die Blüte oben oder unten, schneidet man parallel zur Arbeitsfläche. Etwas Salz schadet nicht.
Paprikaringe dazu
Eine Schote Spitzpaprika habe ich in Scheiben/Ringe geschnitten. Die kommen auch auf die heiße Platte.
Tomaten umdrehen
Die Tomaten sollten auch mal umgedreht werden, wenn sie erste Grillspuren erhalten haben.
Mit Paprika würzen
Eine Schalotte, in Ringe geschnitten, eine gehackte Knoblauchzehe, wer will: etwas Chili, und etwas Paprika (je nach Vorlieben edelsüß oder scharf) ergänzen den Platteninhalt.
Zusammengerührt
Kennt ihr diese Tische, bei denen in der Mitte auf einer heiße Edelstahlplatte köstliche Speisen direkt am Gast zubereitet werden. Das kommt irgendwo aus dem Fernöstlichen. Mit geeignetem Besteck wird auch hier das Gemüse schön auf der heißen Platte gemischt, es darf ruhig etwas schaden nehmen, aber auch anrösten.
Spaghetti dazu
Wart ihr eigentlich neugierig, was in dem Topf ist. Genau: Spaghetti. Die kommen direkt aus dem Topf auf die Grillplatte.
Schön durchrühren
Dort werden sie gut mit den anderen Sachen auf der Platte vermischt.
Anrichten
Was fehlt ist noch ein tiefer Teller, auf dem angerichtet wird.
Man kanna uch Feta nehmen
Und wenn man keinen Parmesan im Hause hat, tut es übrigens auch Feta. Der braucht auch nicht gerieben zu werden, da reicht bröseln. ,-)

Don’t call it „Schnitzelbrötchen“

Sommerzeit. Sommerzeit ist Grillzeit. Oder auch Hamburgerzeit. Am besten vom Grill. Meinen habe ich noch nicht rausgeholt, insofern kommt die gute alte Eisenpfanne zum Einsatz, die gibt die besten Ergebnisse. Und zur Not könnte man die auch auf den Grill stellen. Aber wir fangen klein an.
Schalotte und Knoblauch
Mit ein paar Schalotten und ein paar Knoblauchzehen geht’s los.
Schalotte und Knoblauch in Scheiben
Die werden in Scheiben geschnitten. Oder Ringe, wie man auch immer möchte. Es muss nicht sonderlich fein, aber auch nicht zu grob sein.
Butter schmelzen
In der Pfanne schmilzt etwas Butter.
Schalotte und Knoblauch in der Pfanne
In der Butter werden Schalotten und Knoblauch sanft angegart. Es kann zwar ruhig etwas bräunen, muss es aber nicht.
Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen
Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver geben geschmacklich etwas Wums mit.
Eisenpfanne heiß machen
Nebenbei darf nicht vergessen werden, die Pfanne gut aufzuheizen. Das dauert trotz Induktion ein bisschen. Schööööööööön heiß.
Schalotten und Knoblauch al dente
Die Gewürze werden gut untergerührt und alles brät so ein wenig vor sich hin.
Mit Aceto Balsamico abgelöscht
Wenn die Zwiebel fast weich, aber noch ein wenig al dente ist, wird der Pfanneninhalt mit etwas Aceto Balsamico abgelöscht.
Einkochen und mit Zucker, Honig oder ähnlichem gesüßt
Als Ausgleich für die Säure kommt auch noch etwas Zucker, Honig oder Agaven-Dicksaft dazu. Dann wird alles noch etwas köcheln gelassen.
Cremig eingekocht
Die Soße in der Pfanne sollte etwas dicklicher werden, gern fast wie Sirup, aber nicht so zähflüssig.
Deckel drauf und ruhen lassen
Hat der Pfanneninhalt die passende Konsistenz, kommt die Pfanne vom Feuer und zum Erhalt der Wärme ein Deckel drauf.
Heiße Pfanne ölen
In die heiße Eisenpfanne kommt etwas geeignetes Öl.
Steak in die Pfanne
Dann kommt das Steak hinein und wird sehr kräftig angebraten.
Spritzschutz nicht vergessen
Spritzschutz nicht vergessen.
Braten, das es raucht
Das kann ruhig richtig rauchen aus der Pfanne. Wenn sich auf beiden Seiten eine Kruste gebildet hat, kommt das Fleischstück zum Weitergaren in den auf 80°C vorgeheizten Ofen. Zeit, den Rest vorzubereiten.
Brötchen aufschneiden
Brötchen aufschneiden ist nun nicht die große Kochkunst, aber man sollte darauf achten, dass die Unterseite eine halbwegs waagerechte Schnittfläche aufweist, sonst kippt was, weil wir ein wenig stapeln werden.
Unterseite mit Tomatenscheiben belegt
Auf die Unterseiten kommen ein paar Tomatenscheiben.
Steak aus dem Ofen holen
Zeit, das Fleisch aus dem Ofen zu holen. Herrlich.
Sieht das Steak nicht herrlich aus?!
Ist das nicht ein Anblick! Da möchte man fast gleich so reinbeißen. Das Steak ist butterzart.
Steaktranchen aufs Brötchen
Das Steak in Tranchen schneiden, die wunderbare Färbung bewundern und dann auf die Brötchenhälften legen.
Feldsalat aufs Fleisch
Darauf kommt etwas geputzter Feldsalat. Ich mag den einfach.
Pfanneninhalt auf die Brötchenoberseiten
Auf die Brötchenoberseiten kommt der Pfanneninhalt.
Zuklappen
Dann wird alles zusammengeklappt und ein wenig gepresst. Immerhin soll man ja auch noch abbeißen können.
Lecker Steakburger
Sieht das nicht lecker aus? Schmeckt auch so.
Habe ich vergessen, das Gewürze zu beschreiben? Nein. Bis auch die Prise Salz, die ich noch auf die Tomatenscheiben gegeben habe. Ansonsten schmeckt der Burger auch so. Weil die Zutaten gut waren und alle allein auch schmeckten.

Pasta surprise – schnell, einfach, lecker

Pastarezepte haben den großen Vorteil, dass sie meist schnell und einfach zuzubereiten sind und lecker schmecken. Natürlich sollten die Zutaten stimmen, sonst wird das nix.
Apropos Zutaten: Neulich erwarb ich mal ein Gläschen Sanddornmeerrettich, der mich geschmacklich nicht sonderlich vom Hocker riss. Als ich ihn aber mit etwas Majonäse mischte, wurde es fast eine kulinarische Offenbarung. Natürlich wurde er dadurch etwas milder, aber auch der fruchtige Sanddorn-Geschmack kam umso besser hervor und beides passte wunderbar aufs Brot mit Bratenaufschnitt oder Roastbeaf. Aber das nur nebenbei.
Rohe Lauchspaghetti
Ja, ich habe Lauch in dünne, lange Streifen geschnitten. Immerhin soll es ja Spaghetti geben.
Topf und Pfanne
Und dafür wird ein Topf mit Wasser und eine Pfanne gebraucht. Wasser zum Kochen bringen und salzen, Pfanne vorheizen.
Paprika und Schalotte
Für die Soße noch etwas Paprika und Schalotten vorbereiten.
Spaghetti ins kochende Salzwasser
Kocht das Salzwasser, kommen die Spaghetti hinein.
Lauchspaghetti ins Salzwasser
Haben sich die Spaghetti soweit erweichen lassen, unter Wasser zu gehen, können die Lauchspaghetti nachgereicht werden.
Pfanne, heiß, mit Öl
Das Öl wird in die heiße Pfanne gegeben.
Schalotten und Paprika angebraten
Die Schalotten, ggf. mit etwas Knoblauch kommt ins Öl und wird gut angeschwitzt, auch etwas angebräunt. Dann kommen die kleingeschnittenen Paprikaschoten dazu.
Mit Nudelwasser ablöschen
Ist es etwas trocken in der Pfanne, wird mit dem Wasser aus dem Nudeltopf abgelöscht.
Tomatenmark mit in die Pfanne
Hier kam noch etwas Tomatenmark dazu, zum einen als Geschmacksgeber, zum anderen als Bindemittel für die Soße … sorry: den Beiguss. 😉 Das Mark wird mit angeröstet, etwas Paprikapulver ergänzt die geschmackgebende Anwesenheit.
Immer das Nudelwasser zum Ablöschen nehmen
Mit ordentlich Nudelwasser wird dann abgelöscht …
Der Soßenansatz
… so dass sich eine cremige Soße ergibt. Also nicht zu viel Wasser, aber auch nicht zu wenig. Eine halbe Chilischote kam auch noch mit hinein.
Pasta ist fertig, die Soße auch
Dann sind die Nudeln auch al dente und werden tropfnass aus dem Topf in die Pfanne gehoben.
Pasta in die Pfanne
Und schon sind wir fast fertig. Alles ordentlich durchmischen …
Alles gut durchmischen
… und dann sieht es in der Pfanne gut aus. Dabei sollte man die Chilischote im Auge behalten, immerhin will man später nicht raufbeißen.
Fertig, mit Frühlingszwiebeln
Mangels Parmesan im Haus habe ich ein paar Frühlingszwiebelrollen rüber gestreut. Und immer noch muss man die Chilischote im Auge behalten, sie ist noch drin.
Zur allgemeinen Beruhigung: Vor dem Verzehr habe ich den kleinen Scharfmacher entfernt. Er gab dem Gericht noch ein bisschen Pfiff mit, hätte aber wohl auch gut von Anfang an mit in die Pfanne gelangen können. Nur mal so als Idee.

Die Würfel sind gefallen

Bei dem Titel müsste ich mir ja gleich wieder eine Rüge erteilen. Geometrisch exakt ist der Begriff „Würfel“ nicht, selbst, wenn man die kulinarische Bedeutung mit dazu nimmt. Noch mehr braucht es die Akzeptanz, dass auch Kugelviertel oder -hälften als Würfel durchgehen. Wir sind mal so frei. 😉
Rosenkohl, Schinkenwürfel, Kartoffelwürfel
Rosenkohl soll die Hauptrolle spielen. Der ist geputzt und halbiert, aber ansonsten noch nicht verarbeitet. Kartoffel- und Schinkenwürfel liegen auch bereit.
Heiße Pfanne
Die Pfanne wird gut aufgeheizt.
Heiße Pfanne mit Öl
Das Öl erhitzt auch gut.
Kartoffeln anbraten
Die Erdäpfelwürfel nehmen als erstes ein Bad im heißen Fett, sie dürfen ein wenig Farbe nehmen.
Kartoffeln nehmen Farbe
Hatte ich erwähnt, dass die Kartoffel roh war? Jetzt auf jeden Fall.
Schalotte dazu gewürfelt
Weil ich sie am Anfang vergaß, noch schnell eine Schalotte gewürfelt. Große Rosenköhler werden übrigens nicht nur halbiert, sondern geviertelt.
Schinken- und Zwiebelwürfel in die Pfanne
Zu den Kartoffeln in der Pfanne kommen die Zwiebel- und die Schinkenwürfel. Für Bratkartoffeln wäre das etwas früh, immerhin sind die Kartoffeln noch fast roh. Aber es sollen ja auch keine Bratkartoffeln werden.
gut durchgeschwenkt
Der Pfanneninhalt bekommt etwas Hitze und wird gut durchgeschwenkt.
Rosenkohl dazu
Sodann hat der Rosenkohl seinen Auftritt in der Pfanne. Zeit, dem ganzen auch etwas Würze zu geben.
Salz, Pfeffer, Paprika, Muskat
Die Geschmackspulver sind Paprika, Muskat und Pfeffer. Mit Salz sollte man vorsichtig umgehen, immerhin kam der schon mit dem Schinken in die Pfanne. Dann wird alles gut durchgeschwenkt.
Deckel drauf
Deckel drauf und Hitze runter. Nun heißt es, etwas Geduld zu haben. Kartoffeln und Kohl müssen garen. Das dauert so 10 bis 15 Minuten.
Nochmal aufbruzeln ohne Deckel aber mit Umrühren
Zum Ende hin wird die Hitze nochmal hochgedreht und alles ohne Deckel nochmal durchgeröstet.
Zur Erfrischung ein paar Frühlingszwiebelringe
Zur Erfrischung kommen ein paar Frühlingszwiebelrollen dazu, die untergeschwenkt werden.
Dekoriert mit Parmesanspänen
Dann kann schon angerichtet werden. Ein paar Parmesanhobelspäne vollenden die Tellergestaltung.
Vermutlich könnte dem Gericht ein wenig mehr Flüssigkeit gut tun. Aber es gabelt sich auch so gut weg.
Die „hervorragende“ Qualität der Bilder bitte ich zu entschuldigen. Ich bin zwar immer für gutes Werkzeug in der Küche, aber kameratechnisch war ich auf Plan D zurückgeworfen. Plan E ist übrigens: Ich male die Bilder selbst.

Mischen possible (1 & 2) (aktualisiert)

Was leckeres zum Essen kommt meist aus dem Kochgeschirr, wenn man ein paar wohlschmeckende Zutaten schwungvoll und passend miteinander kombiniert, sie (i.w.S.) kochend veredelt und zum Schluss noch schön abrundet. Ein paar grüne Kräuter obendrauf wirken auch appetitanregend. Und man kann fast alles mit Käse überbacken und es wird noch besser. 😉
Schalotte, Kartoffel, Fenchel, Spitzkoch
Darf ich vorstellen: Die Zutaten. Es fanden sich ein paar Kartoffeln und ein paar Schalotten, dazu ein Spitzkohlrest und eine Fenchelknolle. Das wird was.
Kartoffeln anbraten
Als ersten werden die Kartoffeln angebraten. Optik und Geschmack werden es danken. Ein wenig Salz kann man ihnen schon mitgeben.
Kartoffeln schön gebräunt, aber noch fast roh
Schöne Kartoffelbratstücke. Die sind aber noch so gut wie roh, was aber nicht schlimm ist. Vom Fenchel habe ich erst die oben rausstehenden Stiele klein geschnitten.
geschnittene Fenchelstengel dazu
Den Rest der Knolle habe ich dann auch klein geschnitten. Das feine Grün von eben legte ich aber beiseite.
die Fenchelknolle grob zerteilt
Da später auch noch etwas Kohl in die Pfanne kommt, kann man die schon mal wappnen und für die gute Verdauung (und den guten Geschmack) etwas Kümmel mit dazu geben.
Der Kohl wird kommen, also Kümmel dazu
Die Schalotte soll auch nicht vergessen werden. Sie hätte etwas mehr Bratspuren abbekommen können (aber nicht müssen).
Die Schalotte könnte sicher auch früher
Der Kohl soll auch nicht vergessen werden.
Der Kohl in mundgerechten Stücken
Fast spontan fiel mir noch etwas Schinkenspeck in die Hand. Der wurde klein gewürfelt und auch noch der Pfanne übergeben.
Noch ein paar Schinkenwürfel
Zur besonderen Würze fand sich noch etwas geräucherter Paprika.
Paprika
Alles wird zwischendurch immer mal wieder durchgeschwenkt und dann mit einem Deckel versehen. Nun darf eine Weile kleine Hitze auf die Pfanne einwirken, bis die Kartoffeln gar sind. Wer dem Pfanneninhalt nicht genug Feuchtigkeit zutraut, darf ein bisschen Wasser vor der Bedeckelung zugeben. Aber nicht mehr als eine Espresso-Tasse voll.
Deckel drauf
Die Kartoffeln sind gar, alles andere auch. Aber ich habe da noch etwas Mozzarella rumliegen.
Die Kartoffeln sind gar
Als wird der gut durchgeschwenkte und durchgerührte Pfanneninhalt in eine Auflaufform gegeben und mit zerzupftem Mozzarella abgedeckt. Im Nachhinein könnte man auch weniger nehmen oder anderen Käse oder eine Mischung …
In eine Auflaufform umgefüllt und mit zerrupftem Mozzarella abgedeckt
Aber wenn es dann nach einer knappen Viertelstunde aus dem 180°C heißen Umluftofen kommt, sieht es doch recht ansprechend aus. Die Zeit richtet sich nach dem gewünschten Bräunungsgrad.
Nach dem Überbacken
Allerdings gibt der Mozzarella doch sehr viel Flüssigkeit von sich. Deswegen könnte man auch gut einen anderen Käse probieren. Oder noch etwas mit dem Pfanneninhalt anstellen, dass er in der Auflaufform noch gut Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Das Grünzeug ist das Fenchelgrün, also am Anfang beiseite legen
Das Grüne obendrauf kommt vom Fenchel. Lecker. Und so einfach. Man muss sich nur trauen. Und wohlschmeckende Sachen wohlschmeckend miteinander verbinden und wohlschmeckend zubereitet. So einfach ist Kochen. 😉
Ergänzendes Update
Ihr glaubt doch nicht, dass ich den ganzen Pfanneninhalt in eine einzige kleine Auflaufform gepresst habe? Da war noch was übrig. Außerdem muss man ja solche Überbackungen nicht immer nur in einer solchen Form machen. Hitzebeständige Tassen tun es auch.
2 Tassen für den Auflauf
Jetzt könnte man das Gericht anders benennen (Warum eigentlich „anders“? Bisher hatte es noch keinen Namen. – Der Server). Irgendwas mit Schafskäse-Cappuccino einer Kartoffel-Spitzkohl-Fenchel-Pfanne. Oder so.
Pfanneninhalt in die Tassen
Die ausgekühlten Reste aus der Pfanne kommen in die Tassen.
Schafskäsebrösel oben drauf
Obendrauf brösele ich etwas Schafskäse. Im Nachhinein würde ich eine Mischung aus Schafskäse und Mozzarella empfehlen. Wie man sowas auch immer mischt …
Nach dem Aufenthalt im Heißluftofen
Weil der Pfanneninhalt mittlerweile kalt war, waren die beiden Tassen ca. 20 Minuten bei 180°C im Umluftofen. Ich könnte mir einen kleinen(!) Klecks Honig auf dem Schafskäse – also wirklich nur ein paar Tropfen – ganz lecker vorstellen.
Nach dem Aufenthalt im Heißluftofen
Das grüne Zeug lag offensichtlich zu lange einfach so in der Küche. Ist es auch leicht angewelkt, immerhin ist es noch grün. Und etwas nach Fenchel schmeckte es auch noch.