Pasta ist – bzw. kann sein – ein wunderbares Fastfood-Essen. Natürlich gibt’s auch länger brauchende Varianten – so eine Bolo köchelt schon ihre Zeit. Aber es gibt auch fixe und trotzdem gute Varianten. Ein paar frische Zutaten, eine Pfanne, ein Topf mit heißem Salzwasser, mehr braucht man dann nicht. Und die Zubereitung braucht nicht länger, als das Kochen der Nudeln.

Deswegen fängt alles mit einem Liter kochendem Wasser an, in den 10 g Salz aufgelöst sind. 100 g Pasta kommt dazu. So zumindest die Faustregel pro Portion.
In der Pfanne macht sich der norditalienische Einfluss breit. Dort wird ursprünglich mit sehr viel mehr Butter als Olivenöl gekocht, als man manchmal so denkt.
Bis die Nudeln im Wasser versenkt werden können, kann man nebenher schon mal die „Gemüse“ schnibbeln.
Schalotten sind jetzt nicht unbedingt ein Gemüse, ich würde sie mehr zu den Gewürzpflanzen zählen. Aber wie das kann auch jeder so sehen, wie er möchte. Viele guten Soßen fangen aber doch mit dieser kleinen Zwiebel an. Knofi ist auch schon dabei.
Eine Handvoll Kirschtomaten wurden geviertelt und gut mit den Schalotten durchgeschwenkt.
Jetzt wird’s süditalienisch. Die Oliven sind halbiert (sie waren nicht sehr groß), ggf. kann man die auch Vierteln oder Hacken.
Etwas von dem Einlegwasser kommt auch noch dazu. Das kocht aber beim Warten auf die Spaghetti noch ein wenig weg.
Kurz bevor die Pasta mit in die Pfanne kommt, nochmal ein paar halbierte Kirschtomaten, die sollen höchstens warm werden, aber nicht verkochen. Für die Frische. Für den Geschmack kam auch noch etwas Pfeffer mit dabei (Salz war in der Einlegeflüssigkeit der Oliven).
Die Spaghetti werden aus dem Kopf gehoben, am besten mit so einer Zange und tropfnass in die Pfanne gegeben.
Alles wird nochmal gut durchgeschwenkt.
Dann ist das leckere Pastagericht auch schon fertig. Wer mag, gibt auch noch etwas Parmesan dazu. Ich hatte keinen im Haus. Es wäre mir dann aber auch etwas zu salzig geworden.
Ein paar Kräuter hätten der Optik nicht geschadet. Sie wären auch da gewesen. Einfallen tut mir das beim Niederschrieben dieses Textes.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass meine „Süditalien-Repräsentanten“ eigentlich griechischen Ursprungs waren.
Schlagwort: Schalotte
Pasta wird in Wasser gekocht, aber auch mit welchem serviert?
Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt und bei der Zubereitung etwas mehr aufpasst als ich es getan habe, vielleicht auch etwas besser vorbereitet, dann hätte dieses Gericht fast auch so weiß werden können wir das letzte. Als Stichworte seien Zwiebeln nur glasig andünsten und Gurke schälen genannt. Aber kommen wir zu einem Gericht mit einer eigenen Note, ich fands jedenfalls ein wenig ungewöhnlich, aber lecker. Mit Pasta geht eben auch alles.

Und wir bei jedem guten Pastagericht fängt es mit der Soße an, und die beginnt mit Zwiebeln, die man anschwitzt. Wer genau hinsieht, wird bemerken, dass ich Schalotten genommen habe.

Eine halbe Salatgurke habe ich der Länge nach geviertelt und dann in Scheiben geschnitten. Die Viertel sind hier mit dazu gekommen. Wer mag (bzw. nicht mag), kann (oder sollte) die Schale der Gurke (oder Teile) vor dem Zerkleinern entfernen.

Frischen Knoblauch habe ich auch gekauft. Aus dem Fernsehen weiß ich, dass man da gern die halbe Knolle mit ins Essen stellt, ich habe die Zehen von ihrer gummiartigen Hülle befreit und grob gewürfelt. Auch sie fanden den Weg in die Pfanne wie etwas Salz und Pfeffer.

Zwei Gründe übrigens, warum ich das Kerngehäuse der Gurke nicht entfernt habe: zum einen war es nicht sehr groß, zum anderen muss ja irgendwo die Flüssigkeit zum Schmurgeln herkommen, wenn man den Deckel auf die Pfanne legt, damit die Gurken garen. Man könnte natürlich auch etwas Wasser angießen …

Haben die Gurken den gewünschten Gargrad erreicht, kommt der Deckel runter und zum Pfanneninhalt ein guter Esslöffel Cremé fraiche (oder auch zwei).

Der wird untergerührt und alles abgeschmeckt. Ein Hauch Zucker macht sich übrigens nicht schlecht.

Sprudelnd kochendes Wasser ist übrigens immer gut zum Pasta kochen.

Das Sprudelnde sollte Pasta schön bewegen, dann klebt es nicht zusammen und man spart das Rühren. Übrigens: In der rechten oberen Ecke des Bildes liegt der Deckel des Topfes mit einem verchromten Plasteknubbel als Griff. Sowas spiegelt manchmal unbewusst.

Da hat sich wohl der Koch selber abgebildet. Welch Frevel. 😉 Aber zurück zu den sprudelnd kochenden Nudeln. Die rühren sich von ganz allein um.
Sind sie al dente, werden sie mit geeignetem Schwung in die Pfanne mit der Soße gehievt.

100 g Pasta, 10 g Salz, 1 l Wasser. Und der Topf mindestens doppelt so groß, wie für die Menge eigentlich nötig. Dann funktioniert das wunderbar.

Und schon ist ein leckeres, erfrischendes leicht säuerliches Pastagericht auch schon fertig.

Wem das mit dem reinen Cremé fraiche zu fett wird, kann den auch gern mit etwas Joghurt strecken. Ein paar grüne Kräuter sind natürlich auch angenehm.
Als ich dieses pastagericht genussvoll weglöffelte, fiel mir ein, dass ich es ja auch Pasta Tzatziki nennen könnte, wenn denn Tzatziki eine warme Soße wäre …
Gerade noch die Kurve gekriegt
Heute hätte ich beinahe ein veganes Mittag gegessen … Das fiel mir zwar erst später auf, aber sowas kommt eben ab und an mal vor, wenn man ohne Ziel vor sich hin kocht. Oder eine Resteverwertung macht. Allerdings ist hier irgendwo im Blog etwas ähnliches bereits dokumentiert, also keine Bilder und nur Stichpunkte.
- 2 Schalotten klein würfeln, eine Knoblauchzehe auch
- beides bei sanfter Hitze in en wenig Fett in der Pfanne mehr andünsten als anbraten
- Salatgurke halb schälen (oder auch gar nicht, oder ganz), der Länge nach halbieren und in etwas dickere Scheiben schneiden
- Gurkenhalbmonde mit in die Pfanne und sanft anschmurgeln
- 6 Cocktailtomaten achteln und mit in die Pfanne
- salzen und pfeffern, gut durchschwenken
- Deckel drauf und ca. 20 Minuten bei geringer Hitze schmurgeln lassen
- 2 Kartoffeln schälen, klein würfeln und in wenig Salzwasser garen
- Pfanneninhalt ca. aller 5 Minuten durchschwenken oder -rühren
- Deckel ab, Dill (TK) nach Belieben dazugeben, Kartoffelwürfel samt Kochwasserresten in die Pfanne geben
- alles gut durchrühren und hoffen, dass man mehlig kochende Kartoffeln hat, da bindet alles ein wenig an
- abschmecken
- fertig
Das war ein leckeres Essen, etwas schmorgurkig, aber mehr dank Dill und Tomaten. Und beinahe vegan. *schüttel* Gut, dass ich zum Andünsten wenigstens Butter genommen habe. 😉
Da ist was übrig und steht noch was rum …
Da stand er noch rum, meine Ausführung eines Plattengrills: eine passende Grillplatte auf einer Induktionsplatte. Und etwas Gemüse lag auch noch rum. Da muss sich doch mal was draus machen lassen.

Etwas Olivenöl auf die Grillplatte geben. Eigentlich ein Widerspruch in sich, da beim Grillen gern auch mit Temperaturen gearbeitet wird, die nicht gut sind güt ein gutes Olivenöl. Aber diesmal ist die Temperatur nicht so hoch, also kann man es nehmen.

Es duftet nach Olivenöl, es könnte also mediteran werden. Mit Anlehnungen an fernöstlicher Zubereitungsart.

Cocktailtomaten habe ich in je drei Scheiben geschnitten. Das macht man am besten quer, soll heißen: Ist die Blüte oben oder unten, schneidet man parallel zur Arbeitsfläche. Etwas Salz schadet nicht.

Eine Schote Spitzpaprika habe ich in Scheiben/Ringe geschnitten. Die kommen auch auf die heiße Platte.

Die Tomaten sollten auch mal umgedreht werden, wenn sie erste Grillspuren erhalten haben.

Eine Schalotte, in Ringe geschnitten, eine gehackte Knoblauchzehe, wer will: etwas Chili, und etwas Paprika (je nach Vorlieben edelsüß oder scharf) ergänzen den Platteninhalt.

Kennt ihr diese Tische, bei denen in der Mitte auf einer heiße Edelstahlplatte köstliche Speisen direkt am Gast zubereitet werden. Das kommt irgendwo aus dem Fernöstlichen. Mit geeignetem Besteck wird auch hier das Gemüse schön auf der heißen Platte gemischt, es darf ruhig etwas schaden nehmen, aber auch anrösten.

Wart ihr eigentlich neugierig, was in dem Topf ist. Genau: Spaghetti. Die kommen direkt aus dem Topf auf die Grillplatte.

Dort werden sie gut mit den anderen Sachen auf der Platte vermischt.

Was fehlt ist noch ein tiefer Teller, auf dem angerichtet wird.

Und wenn man keinen Parmesan im Hause hat, tut es übrigens auch Feta. Der braucht auch nicht gerieben zu werden, da reicht bröseln. ,-)
Don’t call it „Schnitzelbrötchen“
Sommerzeit. Sommerzeit ist Grillzeit. Oder auch Hamburgerzeit. Am besten vom Grill. Meinen habe ich noch nicht rausgeholt, insofern kommt die gute alte Eisenpfanne zum Einsatz, die gibt die besten Ergebnisse. Und zur Not könnte man die auch auf den Grill stellen. Aber wir fangen klein an.

Mit ein paar Schalotten und ein paar Knoblauchzehen geht’s los.

Die werden in Scheiben geschnitten. Oder Ringe, wie man auch immer möchte. Es muss nicht sonderlich fein, aber auch nicht zu grob sein.

In der Pfanne schmilzt etwas Butter.

In der Butter werden Schalotten und Knoblauch sanft angegart. Es kann zwar ruhig etwas bräunen, muss es aber nicht.

Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver geben geschmacklich etwas Wums mit.

Nebenbei darf nicht vergessen werden, die Pfanne gut aufzuheizen. Das dauert trotz Induktion ein bisschen. Schööööööööön heiß.

Die Gewürze werden gut untergerührt und alles brät so ein wenig vor sich hin.

Wenn die Zwiebel fast weich, aber noch ein wenig al dente ist, wird der Pfanneninhalt mit etwas Aceto Balsamico abgelöscht.

Als Ausgleich für die Säure kommt auch noch etwas Zucker, Honig oder Agaven-Dicksaft dazu. Dann wird alles noch etwas köcheln gelassen.

Die Soße in der Pfanne sollte etwas dicklicher werden, gern fast wie Sirup, aber nicht so zähflüssig.

Hat der Pfanneninhalt die passende Konsistenz, kommt die Pfanne vom Feuer und zum Erhalt der Wärme ein Deckel drauf.

In die heiße Eisenpfanne kommt etwas geeignetes Öl.

Dann kommt das Steak hinein und wird sehr kräftig angebraten.

Spritzschutz nicht vergessen.

Das kann ruhig richtig rauchen aus der Pfanne. Wenn sich auf beiden Seiten eine Kruste gebildet hat, kommt das Fleischstück zum Weitergaren in den auf 80°C vorgeheizten Ofen. Zeit, den Rest vorzubereiten.

Brötchen aufschneiden ist nun nicht die große Kochkunst, aber man sollte darauf achten, dass die Unterseite eine halbwegs waagerechte Schnittfläche aufweist, sonst kippt was, weil wir ein wenig stapeln werden.

Auf die Unterseiten kommen ein paar Tomatenscheiben.

Zeit, das Fleisch aus dem Ofen zu holen. Herrlich.

Ist das nicht ein Anblick! Da möchte man fast gleich so reinbeißen. Das Steak ist butterzart.

Das Steak in Tranchen schneiden, die wunderbare Färbung bewundern und dann auf die Brötchenhälften legen.

Darauf kommt etwas geputzter Feldsalat. Ich mag den einfach.

Auf die Brötchenoberseiten kommt der Pfanneninhalt.

Dann wird alles zusammengeklappt und ein wenig gepresst. Immerhin soll man ja auch noch abbeißen können.

Sieht das nicht lecker aus? Schmeckt auch so.
Habe ich vergessen, das Gewürze zu beschreiben? Nein. Bis auch die Prise Salz, die ich noch auf die Tomatenscheiben gegeben habe. Ansonsten schmeckt der Burger auch so. Weil die Zutaten gut waren und alle allein auch schmeckten.
Pasta surprise – schnell, einfach, lecker
Pastarezepte haben den großen Vorteil, dass sie meist schnell und einfach zuzubereiten sind und lecker schmecken. Natürlich sollten die Zutaten stimmen, sonst wird das nix.
Apropos Zutaten: Neulich erwarb ich mal ein Gläschen Sanddornmeerrettich, der mich geschmacklich nicht sonderlich vom Hocker riss. Als ich ihn aber mit etwas Majonäse mischte, wurde es fast eine kulinarische Offenbarung. Natürlich wurde er dadurch etwas milder, aber auch der fruchtige Sanddorn-Geschmack kam umso besser hervor und beides passte wunderbar aufs Brot mit Bratenaufschnitt oder Roastbeaf. Aber das nur nebenbei.

Ja, ich habe Lauch in dünne, lange Streifen geschnitten. Immerhin soll es ja Spaghetti geben.

Und dafür wird ein Topf mit Wasser und eine Pfanne gebraucht. Wasser zum Kochen bringen und salzen, Pfanne vorheizen.

Für die Soße noch etwas Paprika und Schalotten vorbereiten.

Kocht das Salzwasser, kommen die Spaghetti hinein.

Haben sich die Spaghetti soweit erweichen lassen, unter Wasser zu gehen, können die Lauchspaghetti nachgereicht werden.

Das Öl wird in die heiße Pfanne gegeben.

Die Schalotten, ggf. mit etwas Knoblauch kommt ins Öl und wird gut angeschwitzt, auch etwas angebräunt. Dann kommen die kleingeschnittenen Paprikaschoten dazu.

Ist es etwas trocken in der Pfanne, wird mit dem Wasser aus dem Nudeltopf abgelöscht.

Hier kam noch etwas Tomatenmark dazu, zum einen als Geschmacksgeber, zum anderen als Bindemittel für die Soße … sorry: den Beiguss. 😉 Das Mark wird mit angeröstet, etwas Paprikapulver ergänzt die geschmackgebende Anwesenheit.

Mit ordentlich Nudelwasser wird dann abgelöscht …

… so dass sich eine cremige Soße ergibt. Also nicht zu viel Wasser, aber auch nicht zu wenig. Eine halbe Chilischote kam auch noch mit hinein.

Dann sind die Nudeln auch al dente und werden tropfnass aus dem Topf in die Pfanne gehoben.

Und schon sind wir fast fertig. Alles ordentlich durchmischen …

… und dann sieht es in der Pfanne gut aus. Dabei sollte man die Chilischote im Auge behalten, immerhin will man später nicht raufbeißen.

Mangels Parmesan im Haus habe ich ein paar Frühlingszwiebelrollen rüber gestreut. Und immer noch muss man die Chilischote im Auge behalten, sie ist noch drin.
Zur allgemeinen Beruhigung: Vor dem Verzehr habe ich den kleinen Scharfmacher entfernt. Er gab dem Gericht noch ein bisschen Pfiff mit, hätte aber wohl auch gut von Anfang an mit in die Pfanne gelangen können. Nur mal so als Idee.
Die Würfel sind gefallen
Bei dem Titel müsste ich mir ja gleich wieder eine Rüge erteilen. Geometrisch exakt ist der Begriff „Würfel“ nicht, selbst, wenn man die kulinarische Bedeutung mit dazu nimmt. Noch mehr braucht es die Akzeptanz, dass auch Kugelviertel oder -hälften als Würfel durchgehen. Wir sind mal so frei. 😉

Rosenkohl soll die Hauptrolle spielen. Der ist geputzt und halbiert, aber ansonsten noch nicht verarbeitet. Kartoffel- und Schinkenwürfel liegen auch bereit.

Die Pfanne wird gut aufgeheizt.

Das Öl erhitzt auch gut.

Die Erdäpfelwürfel nehmen als erstes ein Bad im heißen Fett, sie dürfen ein wenig Farbe nehmen.

Hatte ich erwähnt, dass die Kartoffel roh war? Jetzt auf jeden Fall.

Weil ich sie am Anfang vergaß, noch schnell eine Schalotte gewürfelt. Große Rosenköhler werden übrigens nicht nur halbiert, sondern geviertelt.

Zu den Kartoffeln in der Pfanne kommen die Zwiebel- und die Schinkenwürfel. Für Bratkartoffeln wäre das etwas früh, immerhin sind die Kartoffeln noch fast roh. Aber es sollen ja auch keine Bratkartoffeln werden.

Der Pfanneninhalt bekommt etwas Hitze und wird gut durchgeschwenkt.

Sodann hat der Rosenkohl seinen Auftritt in der Pfanne. Zeit, dem ganzen auch etwas Würze zu geben.

Die Geschmackspulver sind Paprika, Muskat und Pfeffer. Mit Salz sollte man vorsichtig umgehen, immerhin kam der schon mit dem Schinken in die Pfanne. Dann wird alles gut durchgeschwenkt.

Deckel drauf und Hitze runter. Nun heißt es, etwas Geduld zu haben. Kartoffeln und Kohl müssen garen. Das dauert so 10 bis 15 Minuten.

Zum Ende hin wird die Hitze nochmal hochgedreht und alles ohne Deckel nochmal durchgeröstet.

Zur Erfrischung kommen ein paar Frühlingszwiebelrollen dazu, die untergeschwenkt werden.

Dann kann schon angerichtet werden. Ein paar Parmesanhobelspäne vollenden die Tellergestaltung.
Vermutlich könnte dem Gericht ein wenig mehr Flüssigkeit gut tun. Aber es gabelt sich auch so gut weg.
Die „hervorragende“ Qualität der Bilder bitte ich zu entschuldigen. Ich bin zwar immer für gutes Werkzeug in der Küche, aber kameratechnisch war ich auf Plan D zurückgeworfen. Plan E ist übrigens: Ich male die Bilder selbst.
Mischen possible (1 & 2) (aktualisiert)
Was leckeres zum Essen kommt meist aus dem Kochgeschirr, wenn man ein paar wohlschmeckende Zutaten schwungvoll und passend miteinander kombiniert, sie (i.w.S.) kochend veredelt und zum Schluss noch schön abrundet. Ein paar grüne Kräuter obendrauf wirken auch appetitanregend. Und man kann fast alles mit Käse überbacken und es wird noch besser. 😉

Darf ich vorstellen: Die Zutaten. Es fanden sich ein paar Kartoffeln und ein paar Schalotten, dazu ein Spitzkohlrest und eine Fenchelknolle. Das wird was.

Als ersten werden die Kartoffeln angebraten. Optik und Geschmack werden es danken. Ein wenig Salz kann man ihnen schon mitgeben.

Schöne Kartoffelbratstücke. Die sind aber noch so gut wie roh, was aber nicht schlimm ist. Vom Fenchel habe ich erst die oben rausstehenden Stiele klein geschnitten.

Den Rest der Knolle habe ich dann auch klein geschnitten. Das feine Grün von eben legte ich aber beiseite.

Da später auch noch etwas Kohl in die Pfanne kommt, kann man die schon mal wappnen und für die gute Verdauung (und den guten Geschmack) etwas Kümmel mit dazu geben.

Die Schalotte soll auch nicht vergessen werden. Sie hätte etwas mehr Bratspuren abbekommen können (aber nicht müssen).

Der Kohl soll auch nicht vergessen werden.

Fast spontan fiel mir noch etwas Schinkenspeck in die Hand. Der wurde klein gewürfelt und auch noch der Pfanne übergeben.

Zur besonderen Würze fand sich noch etwas geräucherter Paprika.

Alles wird zwischendurch immer mal wieder durchgeschwenkt und dann mit einem Deckel versehen. Nun darf eine Weile kleine Hitze auf die Pfanne einwirken, bis die Kartoffeln gar sind. Wer dem Pfanneninhalt nicht genug Feuchtigkeit zutraut, darf ein bisschen Wasser vor der Bedeckelung zugeben. Aber nicht mehr als eine Espresso-Tasse voll.

Die Kartoffeln sind gar, alles andere auch. Aber ich habe da noch etwas Mozzarella rumliegen.

Als wird der gut durchgeschwenkte und durchgerührte Pfanneninhalt in eine Auflaufform gegeben und mit zerzupftem Mozzarella abgedeckt. Im Nachhinein könnte man auch weniger nehmen oder anderen Käse oder eine Mischung …

Aber wenn es dann nach einer knappen Viertelstunde aus dem 180°C heißen Umluftofen kommt, sieht es doch recht ansprechend aus. Die Zeit richtet sich nach dem gewünschten Bräunungsgrad.

Allerdings gibt der Mozzarella doch sehr viel Flüssigkeit von sich. Deswegen könnte man auch gut einen anderen Käse probieren. Oder noch etwas mit dem Pfanneninhalt anstellen, dass er in der Auflaufform noch gut Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Das Grüne obendrauf kommt vom Fenchel. Lecker. Und so einfach. Man muss sich nur trauen. Und wohlschmeckende Sachen wohlschmeckend miteinander verbinden und wohlschmeckend zubereitet. So einfach ist Kochen. 😉
Ergänzendes Update
Ihr glaubt doch nicht, dass ich den ganzen Pfanneninhalt in eine einzige kleine Auflaufform gepresst habe? Da war noch was übrig. Außerdem muss man ja solche Überbackungen nicht immer nur in einer solchen Form machen. Hitzebeständige Tassen tun es auch.

Jetzt könnte man das Gericht anders benennen (Warum eigentlich „anders“? Bisher hatte es noch keinen Namen. – Der Server). Irgendwas mit Schafskäse-Cappuccino einer Kartoffel-Spitzkohl-Fenchel-Pfanne. Oder so.

Die ausgekühlten Reste aus der Pfanne kommen in die Tassen.

Obendrauf brösele ich etwas Schafskäse. Im Nachhinein würde ich eine Mischung aus Schafskäse und Mozzarella empfehlen. Wie man sowas auch immer mischt …

Weil der Pfanneninhalt mittlerweile kalt war, waren die beiden Tassen ca. 20 Minuten bei 180°C im Umluftofen. Ich könnte mir einen kleinen(!) Klecks Honig auf dem Schafskäse – also wirklich nur ein paar Tropfen – ganz lecker vorstellen.

Das grüne Zeug lag offensichtlich zu lange einfach so in der Küche. Ist es auch leicht angewelkt, immerhin ist es noch grün. Und etwas nach Fenchel schmeckte es auch noch.
Ente auf vier Uhr
Mal sehen, ob ihr drauf kommt, warum ich diese Überschrift gewählt habe. Ok, „Ente“ klärt sich schnell. 😉 Steigen wir also ein in eine neue Episode des Kochens und fragen uns, warum Induktionsplatten die Möglichkeit bieten, neben einer Kochstufe/-leistung auch eine Temperatur einzugeben. Normale Ceranfelder können das nicht. (Oder doch?) Wie sollte auch der Wert einfach nur so aus dem Herd heraus gemessen werden?
Seinerzeit beim EiTV-Dreh mit der Entenbrust lagen diese – zwei an der Zahl – ziemlich lange in der Pfanne. Das haben die Dreharbeiten so an sich. Damit sie nicht übergaren, hatte ich die Hitze ganz weit nach unten gedreht. 45 Minuten lagen die Brüste in der Pfanne, letztendlich frittiert im eigenen Fett. Und sie waren sooo super gegart, so zart und so rosa, das hatte ich vorher nicht hinbekommen. Daran kann man sich orientieren.
Diesmal war nur eine Entenbrust mit dabei. Irgendwo im Fernsehen hatte ich mal gesehen, dass irgendwer Pommes in Enten- (oder war es Gänse-) Fett frittiert. Also stellte ich die Pfanne auf die Platte, legte die Entenbrust mit der eingeschnittenen Hautseite nach unten in die Pfanne und würfelte ein paar neue Kartoffeln, die ich dann mit in die Pfanne gab, als das Fett sich gebildet hatte.

Stellt sich die Frage nach Hitze und Zeit. Die Induktionsplatte stellte ich auf 120°C ein.

Und so ließ ich die Pfanne stehen. Nur ein wenig Salz gab ich hauptsächlich über die Kartoffeln. Die Entenbrust hatte ich vor dem Legen in die Pfanne auf der Hautseite auch gesalzen. Beim sehr gelegentlichen Kartoffelwürfelbewegen prüfte ich immer mal wieder, wie die Hautseite aussah (nur kurz anheben und drunter gucken). Die Kartoffeln deuteten irgendwann an, dass eine beschichtete Pfanne vielleicht die bessere Idee gewesen wäre. Aber vielleicht soll man hier auch nicht so viel drin rühren.

Bis die Haut diese Farbe bekam, dauerte es gut 20 Minuten. Es kann durchaus auch länger dauern. Da muss eben jeder sehen, wie er es am liebsten mag. Nun ließ ich die Fleischseite auch ein wenig anbraten und legte die Brust dann noch bei 120°C in den Ofen.

In die Kartoffeln hab ich noch eine gewürfelte Schalotte und brut sie mit an. Dann konnte ans Anrichten gedacht werden.

Saftige Entenbrust mit knuspriger Haut an ebensolchen Bratkartoffeln. Lecker. Etwas Schnittlauch kam vor dem Verzehr noch darüber, aber irgendwie habe ich das nicht mehr fotografiert.
P.S.: 120° (als Winkel) wird auch gern als „4 Uhr“ bezeichnet, liegt doch 4 Uhr in einem Winkel von 120° zu 12 Uhr.
Curry mit viel Herz zubereitet – und Sellerie, Schalotten sowie Tomaten
Nicht immer ist dem Koch gegeben, alle Zutaten für eine bestimmte Zubereitungsform im Haus zu haben. Für klassische Curry-Gerichte – laut Dosenaufschrift – scheint zwingend Kokosmilch zur Verwendung zu kommen. Aber, wer sagt denn, dass ich ein klassisches Curry-Gericht zubereiten will, nur weil ich die Curry-Paste, die seit einiger Zeit meine Küche verziert, endlich mal verwenden möchte.
Auch diesmal kommt wieder eine bedeckelte Pfanne zum Einsatz. Vermutlich würde auch ein Topf diese Aufgabe erfüllen, aber da müsste man zumindest den ersten Schritt in zwei Schichten absolvieren: das Anbraten des Fleisches:

Dazu kam in die sehr heiße Pfanne ein passend hitzebeständiges Öl und dann das gewürfelte Fleisch. Wenn der Kollege Maillard hinreichend intensiv gewirkt hat, geht’s mit ein bisschen weniger Hitze weiter. Diesmal habe ich die Schalotten nicht vergessen.

Die werden schön durchgeschwenkt und dürfen auch ein wenig Farbe annehmen. Zur weiteren Entwicklung des Gerichtes habe ich mir für ein paar gewürfelte Wurzeln der Petersilie entschieden.

Durchschwenken ist auch hier angesagt, etwas anbraten können die Wurzelpetersilienwürfel schon. Anschließend kommt die Currypaste zum Einsatz.

Das sollen etwa 50 g sein. Oder ein Achtel des Doseninhalts. Ich fürchte, die nächsten sieben Gerichte, die ich esse und dann auch hier veröffentliche, werden Curry-Gerichte sein. 😉
Da mir das ganze doch etwas trocken erschien und noch keine ausreichende Flüssigkeitsquelle in Sicht war (Kokosmilch hatte ich ja keine im Haus), entschloss ich mich, auf eine in dem Zusammenhang bewährte Zutat zurückzugreifen:

Ein paar gewürfelte Tomaten wurden mit ins Gericht geschwenkt, dass sich alles auf’s vortrefflichste mische und auch etwas Flüssigkeit ergebe. Das geht natürlich nicht ohne Deckel, einer Spur Salz und geringer Hitze unter der Pfanne.

Das könnte dann so aussehen. Nun heißt es mal wieder abwarten und gucken. Man kann aber auch was anderes nebenher machen. Reis kochen zum Beispiel. Oder den Geschirrspüler ausräumen.

Ta taaa. Wobei ich zugeben muss, mit einer Espresso-Tasse voll Wasser nachgeholfen zu haben. Was aber auch nicht weiter stört, da alles sehr aromatisch ist. Ein wenig verkochte sich das auch noch im weiteren Verlauf.

Mal im fertigen Curry tief in die Pfanne gekrochen. 😉 Schön schlotzig, wie ich es mag. Da kann man dann ein Brot zu essen oder den weiter oben erwähnten Reis. Für diejenigen, die lieber Pasta als Reis essen noch ein Tipp: Risi oder Risoni. Manchmal werden sie auch als Kritharaki bezeichnet.
Stellt sich abschließend noch die Frage, welche Art von Fleisch verträgt das Curry und die recht vage zu planende Zubereitungszeit, ohne fest oder trocken oder fasrig oder mürbe zu werden? Es ist mager, gut durchtrainiert und war für das Schwein, das es trug, lebensnotwendig: Das Herz. Gerade auch für Anfänger auf dem Schmorgerichtegebiet ist das Schweineherz ein sehr dankbares Fleisch, weil es sehr unterschiedliche Gar- und Warmhaltezeiten wunderbar verträgt. Das gilt übrigens auch für Geflügelherzen. Bei Rinderherz habe ich noch keine Erfahrung.
