Frühstück war es übrigens nur in Anlehnung der Benennung der über den Tag verteilten Mahlzeiten. Von der Zeit und der Form her war es wohl doch eher ein Brunch. 😉

Was da in der Grillpfanne erwärmt wird, ist übrigens ein aufgeschnittenes Brötchen, das einer leichten Anröstung bedurfte. Und wer sich jetzt fragt, ob ich nicht vorher die Pfanne hätte mal abwaschen können, dem sei erwähnt: Vor Beginn der Zubereitung des Gerichts war sie sauber. Nur sind die Brötchenhälften schon die zweite Zutat, die hier bereitet wird. Die erste ruht schon.
Und als die Brötchen fertig waren, wurde ein wenig Senf auf der bereit liegenden Einlage verteilt und alles übereinander gebaut.

Man hätte das ganze jetzt noch mit einer Tomatenscheibe, einem Salatblatt oder ähnlichem aufwerten können. Aber es ist eben ein Männerfrühstück, und da darf man froh sein, wenn nicht noch ein Knochen aus dem Brötchen guckt.
Das ganze steht übrigens unter der Überschrift: Gute Zutaten + einfache Zubereitung = lecker.
Aus alt mach neu
Das Wochenende bringt doch immer wieder Überraschungen. Gemeint sind hier nicht nur die Geschehnisse an sich, sondern auch und im speziellen die Lektüre der Werbebeilagen, die sich in Vorbereitung der neuen Konsumwoche aus dem Briefkasten ergießen. Meine Frage beim Durchblättern ist dann meist, ob es nicht mal wieder irgendwas neues gibt. Oder einfach mal die Anregung, aus was man mal wieder was leckeres zaubern könnte.
Der große Reisesser bin ich nicht. Ab und an mal nehme ich ganz gern ein schönes Risotto, aber als Beilage versuche ich, um ihn herum zu kommen. Dass es beim Reis verschiedene Sorten für die unterschiedlichsten Gerichte gibt, weiß ich natürlich trotzdem, aber der große Kenner bin ich nicht auf dem Gebiet.
Deswegen halte ich folgenden Verpackungsaufdruck, entnommen einer Werbebeilage vom Wochenende, doch irgendwie für widersprüchlich.

Wie gesagt, ich bin da nicht der Fachmann, aber vielleicht kann mir einer der Kenner bzw. eine der Kennerinnen mal Nachhilfe geben und mich entsprechend aufklären, ob etwas traditionelles eine neue Qualität haben kann.
Jetzt machen wir aus dem Franzosen einen Italiener
Den Franzosen hatten wir schon mal, das ist noch gar nicht so lange her: Ich meine das Omelette Bauér, dass auch nur ein frankophones Bauernfrühstück war. Jetzt wollen wir es mal auf italienisch probieren: Frittata di Bauér.
Eine Frittata ist, salopp gesprochen, Resteverwertung vom feinsten. Diese werden in kleine Stücke geschnitten, dann in einer Pfanne angewärmt und mittels verrührter Eier zu einer Art gefüllten Eierkuchen verarbeitet. Das Endprodukt ist warm, aber auch kalt ein Genuss (wenn man denn gut gewürzt und die Reste halbwegs passend ausgewählt hat.
Nun ja, die rohen Kartoffelwürfel waren keine Reste, sie kamen frisch aus dem Beutel. Als erstes wurden sie langsam und mit bedacht in der Pfanne angeröstet.

Die Kartoffeln werden gegart und gebräunt. Dabei werden sie auch noch gleich nach Wunsch gewürzt.

Nebenher ist die Zeit, ein paar Eier zu verrühren.

Die Eiermasse kommt über die fast garen Kartoffelwürfel. Idealerweise passen Kartoffelmenge und Pfannengröße besser zueinander.

Wer es hinbekommt, kann versuchen, das Ding auch noch zu wenden. Oder man wartet bei leiser Hitze solange, bis das Ei vollkommen gestockt ist. Auch eine Garung im Ofen ist denkbar.

Das mit dem Umdrehen muss ich noch üben …

Sieht es auch nicht besonders auch, lecker war es trotzdem. Guten Appetit.
Der Burger als Amuse Gueule
Wie wäre es mal mit einem Caprese Burger? Besonders aufwendig und schmackhaft. 😉
Eine halbierte Datteltomate, ein Mozzarellakügelchen, ein Basilikumblatt, ein Zahnstocher und ggf. noch ein Tropfen guten alten Balsamico-Essigs:

Salz und Pfeffer kann man je nach persönlichen Bedürfnissen natürlich auch noch verwenden. 😉
Ach ja, und ganz wichtig: Den Zahnstocher nicht mitessen!
Auf die Betonung kommt es an
Es gibt Gerichte, da hört man den Namen und weiß, was einen erwartet, zumindest prinzipiell. Aber eindeutig ist das nicht unbedingt. Das Wiener Schnitzel ist ein paniertes Kalbsschnitzel, meist mit Zitrone und Bratkartoffeln serviert, der rheinische Sauerbraten ist ein Stück Rindfleisch (früher auch mal Pferdefleisch) in wundervoller Soße, Gulasch ist ein Schmorgericht aus Rindfleisch und Jägerschnitzel sind panierte Schnitzel mit Pilzsoße (west) oder panierte Jagdwurstscheiben mit Tomatensoße (ost). Und wenn in einer Schankwirtschaft mit Bedienungen im feschen Dirndl der Gast sagt: „Ich bekomme einen Strammen Max.“, dann gibts ein Schinkenbrot im Spiegelei oder die Antwort der Kellnerin: „Dann gucken Sie doch woanders hin …“
Wirte sind aber auch kreativ im Benennen von Gerichten. Nach der Durchsicht der Menükarte eines neuen Pizza- und Speisenbringservice in Neubrandenburg musste ich doch über den neuen Namen eines alten Gerichtes ein wenig schmunzeln. Vor allem, wenn man versucht, den Namen auch noch französisch auszusprechen. Die Betonung liegt also auf dem letzten „é“: Omelette Bauér. Wobei der Lieferant es ohne das accent aigu schrieb. Hier die Nachbildung dieser Omelette-Kreation. Es geht los mit den Hauptzutaten, wobei der Schinkenspeck fehlt. Es war keiner im Haus.

Die rohen Kartoffeln werden geschält.

Anschließend werden sie in bratkartoffeldicke Scheiben geschnitten.

In einer mikrowellengeeigneten Schüssel werden die Scheiben gut abgespült.

Das Wasser wird wieder ausgeschüttet, die Scheiben bleiben aber feucht.

Dann werden die Kartoffelscheiben abgedeckt.

Die Schüssel kommt dann in die Mikrowelle.

4 Minuten bei voller Leistung bei der Menge der Kartoffeln.

Die Dauer hängt stark von der Mikrowelle und der Menge der Kartoffeln ab. Nach dem Garen kann man aber testen und ggf. noch ein paar Sekunden hinzu geben.
In der Zeit, wo die Kartoffeln garen, wird die Schalotte klein gechnitten.

Dann werden die Eier entleert.

Die Eier werden verkleppert und dann mit Salz, Pfeffer und nach weiteren Wünschen gewürzt.

Nun wird es Zeit, zwei Pfannen anzuheizen: die Eisenpfanne durchaus kräftig, die beschichtete geruhsamer.

Etwas Öl kommt in die Pfanne, bevorzugt wird Rapsöl, aber auch Ölivenöl ist denkbar. Ich habe Erdnussöl genommen.

Die gegarten Kartoffelscheiben, durchaus noch heiß durch die Mikrowelle, werden verteilt.

Auch hier wird mit Salz gewürzt. Aufpassen, dass die Kartoffelscheiben nicht verbrennen, sie sollen nur würzig und knusprig werden.

Sind die Bratkartoffeln fast fertig, kommt die Schalotte dazu.

Die wird gut unter gemischt. Sind Speckwürfel im Haus, wäre auch für sie jetzt der richtige Zeitpunkt.

In der beschichteten Pfanne schmilzt etwas Butter.

Dort hinein kommt so viel von der Eiermasse, dass ein schönes Omelette entsteht.

Das Omelette wird nicht gewendet, es gilt, einfach nut abzuwarten, bis die Masse fast gar ist.

Dann wird eine Hälfte mit den Bratkartoffeln belegt …

… und die andere Hälfte rübergeklappt.

Wenn man, so wie ich, zu viele Bratkartoffeln auf das Omelette gegeben hat, wird das mit dem Umklappen schwierig. Deswegen hier der Tipp für alle, die trotzdem einen auf dicke Hose machen wollen: Gelingt das überklappen nicht so gut, versucht man, es zumindest so halbwegs hinzubekommen und dreht anschließend das ganze Ding von unten nach oben. Soo liegt die mussglückte Seite unten und alles ist schick. Sonst wäre das Bild auch nicht so schön geworden. 😉

So könnte man alles anrichten. Klassisch gehört wohl auch eine gefächerte saure Gurke dazu.
Und fertig ist das Omelette Bauér – Dinner formerly known as Bauernfrühstück.
Resteverwertung – 3. und letzter Versuch
Montags gibts Fisch. 😉 Vor dessen Zubereitung hat der Gott der Küche aber die Vorbereitung – genannt Mist am Platz – gesetzt. Reste eines Risottos sollen verarbeitet werden. Angefangen wird mit einer backofenfesten Form.

Die muss natürlich ein wenig eingefettet werden.

Hier kam etwas Olivenöl zum Einsatz. Die Ölflecken sollten zum darauf zu legenden Fisch passen. Hier sind es zwei Schellfischfilets.

Nach dem Salzen der Filets kommt die Risottomasse darauf.

Der Ofen wird auf 170°C Umluft vorgeheizt.

Dort hinein gebe ich das kleine Blech ca. 10-12 Minuten, bis der Fisch gar und die Kruste ggf. krustig ist.

Das dauert natürlich einen Moment.

Fertig.

Natürlich isst das Auge auch mit. Deswegen wird noch etwas dekoriert.

Vermutlich wäre etwas Oberhitze zum Schluss oder die ganze Zeit auch keine Schlechte Idee gewesen, aber immerhin ist das Risotto auch warm und der Fisch gegart. Man kann es essen.
P.S.: So viel Basilikum wie in den letzten Tagen habe ich lange nicht verbraucht, also verbraucht, ohne auch Tomaten u.a. zu essen. 😉
Dicker Hals an Fleischfond
Manchmal reicht ein Satz und einem schwillt der Kamm und man bekommt sooooooo eine Hals (Geste bitte mit dazu denken). Da möchte man nicht wissen, wie viele „Profis“ darauf wieder rein fallen.
Weil die Herstellung von Kalbs- oder Geflügelfonds nicht mehr in den normalen Ablauf einer modernen Profiküche passt …
Der Satz stammt aus einer Meldung auf Basis einer Pressemitteilung eines bekannten internationalen Lebensmittelpanschers.
Was soll das für eine moderne Profiküche sein, die ihre eigene Basis verleugnet und auf schnöde, standardisierte Normsoßen setzt? Überall der gleiche Geschmack. Das will aber keiner. Das kann keiner wollen.
Als Gast sollte man immer zuerst durch die Küche eines Restaurants gehen, um zu sehen, wie und womit dort gearbeitet wird. Das wäre doch mal eine Idee.
Resteverwertung – 2. Versuch
Es gab da die Idee, die Risotto-Reste mit Ei zu vermischen und dann zu braten. Sagen wir mal so: Es gibt bessere Ideen. Nur welche?

Das ganze wird gut vermischt und hat hinterher fast die Konsistenz wie Tatar.

Dann wird die Pfanne erhitzt.

In etwas Öl etwas Butter anschwitzen.

Zwei Kleckse des Risottos hinein geben und flach drücken.

Und dann kam die Erkenntnis: Das bräunt aber sehr sehr schnell. Die anfängliche Hitze war wohl doch etwas zu hoch. Also der Tipp: Rechtzeitig umdrehen, auch die andere Seite geruhsam braten und dann servieren.

Da waren die Röstisottos fertig. Geschmeckt hats. Aber das haben die ohne Ei auch. Zart und weich waren sie auch. Und so schön tomatig. Lecker.
Falls noch jemand eine Idee hat: Etwas von dem Risotto habe ich noch. 😉
Resteverwertung – 1. Versuch
Es war einmal ein Risotto-Kochversuch, der so schlecht gar nicht wurde. Aber es blieb was übrig. Nun ist das klassische Risotto eher cremig-schlotzig, während die Konsistenz des Tomatenrisottos doch etwas kompakter war. Im Erkalteten Zustand war es beinahe schnittfest. Mir fällt nur gerade kein passender bildlicher Vergleich ein.
Was tut man nun damit. Paprika füllen war eine der an mich herangetragenen Ideen. Nicht uninteressant, aber im Moment nicht so meins. Ich hatte die Idee, die Masse in Scheiben zu schneiden, ggf. zu formen und dann zu braten. Einfach so. Thomas empfahl noch zur Bindung Ei mit einzukneten, das probiere ich dann morgen mal.

Es ist übrigens gar nicht so einfach, die Scheiben direkt aus der Plastepackung herauszubekommen. Mit ein wenig Geschick und Manipulation gehts.

In der Pfanne erwärmte ich etwas Butter recht nachhaltigdrücklich.

In diese Butter kamen dann die Scheiben und das leicht zusammengeknetete Stückchen.

Schwierig ist das Wenden, aber es geht. Die Frage ist nur, wann man das am besten macht.

Die Stückenn sind schon sehr filigran und schwierig zu handhaben. Aber es geht. Am besten sind die am stärksten gebräunten, aber trotzdem nicht angebrannten.

Für die Variante mit Ei habe ich schon einen Kunstnamen im Kopf, hier fällt mir nur Röstrisotto pomodori ein. 😉
Risotto Caprese Surprise
Die Idee ist schon etwas älter, das mal auszuprobieren, und ist seinerzeit am fehlenden Parmesan gescheitert. Parmesan ist zwar heute auch nicht dabei, aber irgendwie dachte ich mir, dass ein guter Mozzarella auch geht. Zumal ja auch Parmesan und Mozzarella vergleichbare Eigenschaften haben. Hä??? 😉
Wie jedes schmackhafte Gericht fängt dieses hier auch mit Zwiebelschneiden an.

Die beiden Schalotten werden klein gewürfelt und harren dann ihrer weiteren Verarbeitung.

Wie zu einem guten Risotto immer, so wird hier auch erstmal eine gute Brühe erhitzt. Köchelt die zart vor sich hin, kommt der Topf ins Spiel, der das Reisgericht aufnehmen soll, und wird aufgeheizt.

Ist der Topf betriebsbereit, kommen Öl und die Zwiebelwürfel in den Topf.

Die Zwiebeln werden etwas angeschwitzt, sollen aber hell bleiben. Gedacht waren die zu sehenden Mengen übrigens für eine Mahlzeit, es sind (mindestens) zwei draus geworden, was wohl mit den Eigenheiten der Brühe zusammen hing.
100 g Risotto-Reis habe ich abgewogen; der wird jetzt mit angeschwitzt.

Alles gut durchrühren und ggf. noch etwas Öl (hier Olivenöl) dazugeben.

Wird der Reis leicht glasig, sollte das ganze mit einem schönen Schuss (aber nicht zu viel) Weißwein abgelöscht werden.

Das kann dann durchaus auch mal etwas dampfen. Nun beginnt das rühren. 25 Minuten lang.

Erst wird solange gerührt, bis der Reis den Wein vollständig aufgenommen hat. Dann kommt die „Brühe“ dazu.

Diese Brühe ist eine Mischung aus der hier zubereiteten Soße und einem halben Liter Tomaten- oder Gemüsesaft. Die Soße allein hätte vermutlich zu viel Substanz gehabt.
Die Brühe ist heiß und wird jetzt nach und nach unter Rühren in das Risotto gearbeitet.

Immer schön kellenweise. Und dann einarbeiten.

Der Reis wird immer mehr im Topf, er saugt sich mit der Brühe voll.

Sollte die Brühe nicht reichen, oder auch nur einfach so: Man kann auch noch ein paar Tomaten (halbiert oder geviertelt, mit hinzu geben.

Nun ist es Zeit, den vor etwa einer Stunde in den Tiefkühler gelegten Mozzarella herauszuholen.

Der wird dann in möglichst kleine Würfel geteilt, was sich im angefrorenen Zustand besonders gut macht. Ist die Kugel fast durchgefroren, kann man auch probieren, den Mozzarella zu reiben.

Diese Dinger kommen auch ins Risotto und werden schwungvoll und mit Kraft untergerührt, fast, als ob man den Reis aufschlagen wollte.

Rühren, Rühren, Rühren.

Nun gehts ans Abschmecken und Verfeinern. Olivenöl und etwas Balsamico-Essig geben ein paar nette Aromen.

Natürlich sollen Salz und Pfeffer auch nicht vergessen sein.

Nochmal alles gut durchrühren.

Und schon kann angerichtet werden.

Vermutlich kann man vor dem Basilikum noch etwas Parmesan rüber reiben. Schmeckt aber auch ohne. Guten Appetit.
