Fast spontan ist heute mal was leckeres entstanden. Eigentlich sollte es Stampfkartoffeln geben, was aus einem Mangel an Milch als Idee verworfen wurde. Der saure Fisch stand aber schon bereit,zu ihm schmecken auch Bratkartoffeln.
Und wer jetzt mal gelernt hat, dass man Bratkartoffeln nur aus einem Tag alten gekochten Pellkartoffeln (festkochend) machen kann, der kann auch mal meine ungeplante Variante probieren. Sie schmecken anders, aber auch nicht schlecht.
Rohe festkochende Kartoffeln auf Wunsch schälen, würfeln oder in Scheiben schneiden. Butterschmalz (oder Erdnussöl) wird in einer heißen, also wirklich heißen Pfanne erhitzt und dann die Kartoffelwürfel dazu gegeben. Die Kartoffeln sollen etwas anbräunen und dann bei geringer Hitze für ca. 10 Minuten unter einen Deckel auf der Pfanne angaren. Sind die Kartoffeln halb gar, den Deckel wieder entfernen und bei gelegentlichem(!) Wenden weiter braten. Zwischendurch eine Schalotte klein würfeln, kurz vor dem Ende der Bratzeit dazu geben und anschwitzen bzw. leicht anbräunen lassen.
Zum Schluss mit Salz, Pfeffer abschmecken und frisch gehackte Kräuter (Schnittlauch, Petersilie o. ä.) dazu geben, noch einmal gut durchrühren und servieren. Guten Appetit.

P.S.: Die Idee, die Fischfilets direkt auf den Bratkartoffeln in der Pfanne zu präsentieren, war übrigens nicht die beste: Beim Servieren auf dem Teller zerfielen sie dann sehr leicht. Aber fürs Foto nimmt man solche Opfer doch gern in Kauf.
P.S.II: Brathering, Matjes und ähnliches passen auch sehr gut.
Kategorie: Einfach lecker
Salat trotz alledem
Eisbergsalat ist ja eigentlich richtig 08/15. Aber man kann ihn ja etwas aufpeppen. Die eine Hälfte wurde mit ein paar frisch gebratenen Steakstreifen ergänzt, dazu gab es ein cremiges Dressing aus Cocktailsoße und Senf, wie ich es schon mal hier verwendet habe. Die andere Hälfte des wurde mit Birnenspalten und Gorgonzola (eine sehr leckere Kombination) vermischt, versehen mit einem Dressing aus Olivenöl, Rotweinessig, etwas weißer Crema di Balsamico und süßem(!) Senf. Bekräutert wurden beide Portionen mit Petersilie, Basilikum, Schnittlauch und Zitronenmelisse, was eben der Balkon so her gibt.
Und um der Frage nach der Verwendung von Salat im Zusammenhang mit Ehec vorzubeugen: Wohl dem, die Zugriff auf einen (elterlichen) Kleingarten mit Salataufzucht hat.
Topf sauber, Ehec tot, Pasta (irgendwann) lecker
Was macht man, wenn man Cocktail-Tomaten unbekannter Herkunft und einen leicht angelaufenen Topf hat? Man versucht, beide Probleme mit einmal zu lösen. Der Ablauf in Stichpunkten:
- Topf erhitzen
- eine große Schalotte oder eine kleine Zwiebel würfeln
- 4 EL Olivenöl in den Topf
- Zwiebelwürfel dazu und leicht anschwitzen
- gewaschene Tomaten vierteln und in den Topf geben
- alles gut durchköcheln lassen, immer wieder umrühren
- mit Salz, Pfeffer, Zucker, ggf. ein paar Spritzer Balsamico-Essig oder Crema di Balsamico würzen
- bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen, gelegentlich durchrühren
- den Topfinhalt pürierstabmixern
- nochmal aufkochen lassen
- in gefriergeeignete Gefäße portionsweise abfüllen, abkühlen lassen, einfrieren
- Topf ausspülen

Der angenehme Nebeneffekt ist, dass der Topf hinterher sauberer ist als vorher. Das ist mir beim Kochen von Tomatensoße aber schon öfter aufgefallen.
Wer mag, kann auch eine (getrocknete) Chilischote mit kochen, sollte sie aber der Auffindbarkeit wegen vor dem Stabmixern herausnehmen. Dann wirds eben Sugo arrabiata.
Die Soße kann man einfach so über gekochte Pasta, auch Tortellini o. ä., geben; diverse Einlagen sind natürlich ebenfalls denkbar, von Paprikasalami über angebratene Hackbrösel bis zu diversen Kräutern.
Deutsche Grillbeilage trifft indischen Subkontinent
Spontane Kochexperimente sollten besser geplant sein. Oder zumindest bei entsprechendem Entschluss besser protokolliert werden. Deswegen wird es mal wieder etwas schwierig mit der Zutatenliste, vor allem, was die Mengen betrifft.

Auf dem Bild zu sehen ist, man erkennt es sicher auf den ersten Blick, Kartoffelsalat. Dazu wurden gekochte Pellkartoffeln gepellt, in Scheiben geschnitten und in eine Schüssel gegeben. Als nächstes kam in eine Pfanne mit etwas Öl eine klein geschnittene Schalotte (ich ließ sie in Ringe, aber letztendlich ist es wohl irrelevant) und als diese glasig angeschmurgelt war noch das gewürfelte (5-10 mm) Fruchtfleisch von zwei Nektarinen. Als diese auch leicht karamellisiert waren, wurde der Pfanneninhalt mit 2 bis 3 guten Esslöffeln gelber Currypaste verrührt und ein paar Minuten gut durchgekocht. Die Pfanne wurde dann vom Herd genommen, die Masse mit ca. 100 g Naturjoghurt vermengt und anschließend über die Kartoffeln gegeben, wo alles vorsichtig, aber wirksam verrührt wurde (die Kartoffelscheiben sollten schon erkennbar bleiben). Zum Schluss wurde noch, weil das ganze eine leicht säuerliche Note hatte, mit etwas Zucker abgeschmeckt.
Dieser Kartoffelsalat schmeckt sowohl warm als auch kalt. In der letzteren Form wurde er u.a. einem Praktikanten als Versuchskaninchen angeboten, der Wohlgeschmack bestätigte. Allerdings ist er auch ein großer Curryfan.
Spontan und lecker: Fenchel-Tomaten-Suppe mit Fisch
Wenn man vor dem Großeinkauf spontan an den Kühlschrank tritt, um sich des Hungers zu entledigen, wird es manchmal schwierig. So entdeckte ich einen Fenchel, den ich unlängst aus Experimentalwunschgründen gekauft hatte, und erkor ihn dazu, den leeren Magen schmackhaft füllen. Dazu sei gesagt, dass ich noch nicht wirklich Fenchelerfahrung habe. Außerdem sei erwähnt, dass der Rest der Zubereitung mit sehr viel Spontanität und teilweisem „Huch,-da-liegt-auch-noch-was-rum“ erfolgte, so dass es jetzt schwer fällt, die genaue Zubereitung zu rekapitulieren. Der geübte Koch wird sich aber sicher der Idee annehmen können.
Was tun also mit dem Fenchel? Ich schnitt ihn erstmal in feine Scheiben, trug mich auch mit dem Gedanken, ihn zu hobeln, tat das dann aber doch nicht. Einen Teil des Fenchels hackte ich auch in kleine Würfel, was sich letztendlich vermutlich nicht als notwendig herausstellte. In einer Pfanne, zu der sich ein später notwendig werdender Deckel fand, schmurgelte ich den Fenchel in einer Butter-Olivenöl-Mischung leicht an und salzte ihn ein wenig. Dann entnahm ich, einer weiteren spontanen Idee folgend, dem Tiefkühlschrank zwei Filets eines dünstfähigen Fisches (im konkreten Fall Sankt-Peters-Fisch) und platzierte ihn – eiskalt wie er war – auf dem Fenchelgemüse. Deckel drauf, Hitze runter, auftauen und gar ziehen lassen. Das dauerte gar nicht so lange.
Als der Fisch fertig war, entnahm ich ihn und salzte ihn ein wenig. Das Fenchelgemüse (naja, ansprechendes Aussehen ist was anderes) verfrachtete ich mit drei spontan ausgewählten, rohen, geviertelten und entblütenansatzten Cocktailtomaten in einen schmalen hohen Becher, um dann den Pürierstab zum Einsatz zu bringen. Zum Abschluss wurde der Fisch etwas zerteilt, das Fenchel-Tomaten-Püree mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt und alles auf einem Suppenteller vereint. Ein wenig Fenchelgrün gereichte zur Zierde.

Was wäre ich nur ohne meinen Pürierstab …
P.S.: Achja, bevor einer fragt, warum ich den Fenchel in einer Butter-Olivenöl-Mischung angebraten habe. Eigentlich wollte ich nur Butter nehmen, aber die reichte nicht (es war ja noch vor dem Großeinkauf). Also kam Olivenöl dazu.
Heute Mittag: Risotto mit Safran und Erbsen

Mmmh.
Das Risotto entstand nach dem Rezept, hinzu kam ganz zum Schluss eine Handvoll Tiefkühlerbsen.
Ostern: Fastenzeitende
Ostern beendet die Fastenzeit, die am Aschermittwoch begann. Das muss auch zünftig begangen werden. Was braucht man mehr als einen Grill, ein T-Bone-Steak sowie etwas Salz und Pfeffer.

Aber ich fürchte, bei der anschließenden Garnitur habe ich dann doch etwas übertrieben.

Pamps – grün und lecker
Heute gibt es mal was schnelles: etwas Wasser zum Kochen bringen, Ei mit Milch verquirlen, kochendes Wasser mit Salz, Pfeffer, Zucker und feingehackter Schalotte würzen, TK-Erbsen dazu geben, einmal aufkochen lassen, vom Herd nehmen, pürieren und dabei Eiermilch dazugeben. Abschmecken. Fertig.

Das Auge isst mit
Manchmal kaufe ich ja auch rein nach optischen Gesichtspunkt ein. Das Brot ist aber auch lecker, einfach nur mit Butter … Knackige, aromatische Kruste, weiches Inneres … Mmmmhhh. *schwärm*

Hatte ich erwähnt, dass ich Brote, wo eins aussieht wie das andere, nicht mag?
Gepflücktes
Wer kennt eigentlich Pflücksalat? Kleine grüne Blätter, die meist in Plasteschalen angeboten wird. Ganz praktisch: auspacken, waschen, trocknen, essen. Natürlich auch aufhübschbar:
- Pflücksalat waschen und trocknen
- halbe Tomate in dünne Scheiben schneiden
- Dressing aus hellem Balsamico-Essig (ich weiß, ein Widerspruch in sich), Salz, Pfeffer, Zucker, etwas Senf, Wasser zusammenrühren, mit etwas Zitronenöl würzen und mit Olivenöl oder Rapsöl oder einer Mischung beider vollenden
- Teller mit einer halben Knoblauchzehe abreiben, Salat drauf häufen, Tomatenscheiben drapieren, fein gehackte Schalotte, Schnittlauch, Petersilie oben drauf und mit dem Dressing beträufeln
- fertig

Da ist noch kein Dressing drauf. Das habe ich übrigens in einem schlanken hohen Schraubglas kräftig durchgeschüttelt. Der Deckel muss natürlich dicht schließen. Auch praktisch, wenn man den Salat irgendwohin mitbringt. Das Dressing wird separat mitgenommen, vor Ort nochmal frisch vermischt und fertig.

Guten Appetit.
