Couscous mit Hähnchencurry (10.04.2019)

Meat out the Box. Denglisch for runaways. Wobei wir bei der englischen Küche doch wieder beim Curry wären, gibt es doch eine Reihe von kulinarischen Wurzeln in Indien.

Dass dieses Essen nicht indisch aussieht, könnte an der nordafrikanischen Grundlage liegen. Würde man in dem Becher tiefer graben, käme man in eine Schicht aus Couscous. Ich habe da mal was vorbereitet:

Platz zum Tipp war ja. Und geschmeckt hat’s auch. Was will man mehr?!

Hähnchen-Dill-Senf-Soße-Nudelpfanne (03.04.2019)

Offiziell hieß das etwas anders, aber so in etwa kommt das hin, was sich im heutigen Essenseimer befand.

Mit den frischen Beigaben oben drauf ist der erste Blick in den Becher doch immer recht erfreulich, aber auch nach dem einleitenden Umrühren versprach sich noch ein Genuss.

Die Gnocchi (Pasta) waren fast noch ein wenig al dente, was aber auch an ihrer etwas zu niedrigen Temperatur liegen könnte.

Halber Broiler mit Salat (27.03.2019)

Üppig könnte man das heutige Mittag nennen. Aber wenn man den halben Hühnervogel nicht bis zum letzten Fitzelchen auszutzelt, geht’s eigentlich.

Diese Hähnchengrillstände kriegen es doch immer recht gut hin, ein schmackhaftes, zartes, im wesentlichen saftiges Geflügel zuzubereiten. Ein wenig Timing beim Besuch muss man aber mitbringen und nicht zu Unzeiten da auftauchen, vor allem, wenn die Grill-Hähnchen nicht das einzige sind, was verkauft wird.

Der Vorteil, wenn am gleichen Stand auch Döner und allerlei anderes verkauft werden: es gibt ausreichend viel Salat zum Aufwerten mit dazu.

Lecker. Das sollte man sich ab und zu mal gönnen.

Becheressen ohne Zimt

Außer der Reihe gibt’s heute mal Essen aus einem Becher. Das wird öfter passieren, wenn der Essenslieferant wieder out ist, da es einige Anbieter im nebenstehenden EKZ gibt, die Essen in der Form verkaufen.

Kleingehacktes als Topping, irgendwas mit Tomaten, Kürbiskernen, Weißkäse u.a. Darunter exotisches. Ich rühre mal um:

Bulgur mit irgendwas soßigem und Curry und Hähnchenbrocken und Obst und Gemüse. Ich hab’s mir mitbringen lassen, und lasse da dem Mitbringer gern etwas freie Hand.

Nun bin ich nicht so der große Curryfreund, aber es war lecker. Fruchtig, deutliche Currynote aber nicht scharf. Der Bulgur war gut, das Topping frisch. Ich hab’s das erste Mal gegessen und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Hähnchenschredder in Brötchenschredder

Ihr könnt echt froh darüber sein, dass es den Herdnerd gibt, der sich aufopfert und Produkte für Euch entdeckt und testet. Und hinterher fragt: Warum wird das hergestellt? Wer braucht sowas? Wer kommt auf sowas? Warum gibt es das?

„Hähnchenformschnitzel mit Senf“ stand auf der Verpackung. Man kann es kalt und warm genießen (lt. Verpackung) und es besteht aus Hähnchenbrustfiletschredder, geformt und mit Paniermehl und Ei ummantelt. „Schredder“ wird auf der Packung anders formuliert, da steht „fein zerkleinert“. Schredder ist auch fein zerkleinert.

In einem Anfall von übermäßigen Aktionismus entschließe ich mich, das sogenannte Hähnchenschnitzel warm zu verzehren. Also wird eine Pfanne mit Öl erhitzt und das sogenannte Fleisch darin gebraten.

Hähnchenschredderschnitzel in der Pfanne

Die Optik stimmt. Nach ein wenig Bratzeit wird umgedreht.

Hähnchenschredderschnitzel umgedreht

Anschließend wird das Stück ein wenig auf Krepppapier entfettet.

auf Krepppapier entfetten

Der Chef de cuisine empfiehlt Senf als Beilage und hat ihn auch gleich beigelegt.

Seviervorschlag

Der Senf – übrigens ein Produkt eines bekannten Markenherstellers – ist völlig essigüberladen und entsprechend sauer. Warum er überhaupt mitgeliefert wird, erschließt sich mir als Senffreund nicht wirklich, da mir im Zusammenhang mit Geflügel Senf nicht unbedingt als erstes einfallen würde. Sweet Chili wäre eine schöne Idee gewesen.

Aber letztendlich war der Senf noch das beste auf diesem Teller. Das Hähnchenformfleisch schmeckte eigentlich trotz „Flüssigwürze“ (Was da wohl alles drin war?) nach nichts. Dafür verbarg sich in der Panierung „Naturwürze“, deren Zusammensetzung genauso im Dunkel bleibt wie die Herkunft und die Qualität des Hähnchenschredders. Man könnte vermuten, da ist was bei der Katzen- oder Hundefutterherstellung übrig geblieben. Bäääh.

Es bleibt zu hoffen, dass es für diese Nahrungssimulation keinen Markt gibt und es schnell wieder verschwindet. Schade um die Tiere, die dafür in Massentierhaltung leben und final sterben mussten. Es ist wirklich das letzte, sowas soll man nicht essen.