Unverhofft lecker – Ein Klassiker neu interpretiert

Eigentlich wollte ich mir nur was schnelles zu Essen machen. Und da ich gleiches oder ähnliches schon hier im Blog hatte, dachte ich mir, geht es auch ohne Kamera. Aber dann kam die Erkenntnis, dass einige Zutaten nicht im Haus waren und andere sich aufdrängten. Also wird mal versucht, wie das schmeckt, die Bilder kann man ja auch wieder löschen und niemand würde je erfahren, dass da mal was schief gegangen ist …
Konrad Beikircher hat mal ein Programm unter dem Namen „Himmel un Ääd“ auf CD pressen lassen. Da gehts zwar im wesentliche ums rheinische, aber „Himmel und Erde“ gibt es in der einen oder anderen Form in vielen Regionen; normalerweise versteht man darunter eine eher breiige Masse aus Kartoffeln und Äpfeln bis hin zu Stampfkartoffeln und Apfelmus. Aber warum nicht auch mal Braten?
Bratkartoffeln und Apfelstücke
Da die Kartoffeln vor der Zubereitung noch roh waren, kamen sie etwas früher in die Pfanne und wurden unter dem Deckel und in ein wenig Rapsöl vorgegart und -gebräunt. Unterdessen schnitt ich einen sehr säuerlichen Apfel (in dem Fall einen sehr grünen Granny Smith) in Viertel, verleibte mir davon eins direkt ein und ein anderes teilte ich in kleinere Stücke. Es hätte auch ruhig ein halber Apfel sein können. Die gab ich dann mit in die Pfanne. Alles wurde noch mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Alles bräunt
Nun werden die Kartoffeln weiter gebräunt (ohne Deckel) und auch die Apfelstücke können etwas Farbe nehmen. EIne Spur Butter schadet der Pfanne ebenfalls nicht, desgleichen eine Spur Chili oder Rosenpaprika. Sind die Kartoffeln gar, die Äpfel leicht angebräunt, wird abgeschmeckt und angerichtet.

Brat-Himmel-und-Erde mit Schweinskopfsülze und Remoulade

Dazu gibt es etwas Schweinskopfsülze mit ein paar Klecksen Remoulade. Und es ist wirklich erstaunlich, wie gut das alles zusammen schmeckt. Am besten übrigens wenn man versucht, gleichzeitig von allem etwas auf die Gabel zu bekommen. Da hilft ein wenig Architektur und die Burger-Idee.
So schmeckt es am besten
Und wenn dann durch die Hitze der Kartoffel die Sülze leicht ins Schmelzen kommt, die cremige Remoulade mit der fruchtigen Säure des Apfels sich vereinen und alles zusammen den Mund passiert, bekommen die Geschmackspapillen einen Orgasmus. Guten Appetit.
P.S.: Eigentlich hat nicht wirklich was gefehlt an dem Gericht. Aber ein paar Zwiebelwürfel, gern auch von der Schalotte, die zu den Kartoffelscheiben und den Apfelstücken mit in die Pfanne gekommen wären, hätten allem vielleicht noch eine weitere Stufe nach oben geben können. Ich hatte nur keine mehr im Hause …

Variation de Pomme platté

Heute sollte es, da für die Kaffeezeit größere Kalorienmengen angezeigt wurden, nur ein kleines Mittag geben. Drei Kartoffeln, etwas Salz und Pfeffer ergeben auch einen Rösti … Den hatten wir aber schon ein paar mal.
Feines Rösti
Und wer jetzt meint, dass ist aber kein Rösti, der hat durchaus recht. Irgendwie. Statt der sonst üblichen Scheibe, mit der ich die Kartoffeln zerkleinere, habe ich die feine genommen.
Feine Scheibe
Das ergab dann recht feine Pampe, die ich mit Salz und Pfeffer würzte und dann mit etwas Butter in der Pfanne buk.
Feines Esses
Hier gelang mir auch das erste Mal das freihändige Wenden direkt aus der Pfanne ohne Hilfsmittel. Der Topfdeckel, den ich sonst immer nutzte, ist noch benutzt im Geschirrspüler, stand also nicht zur Verfügung.
Es ist etwas anderes als ein Rösti, was hier zubereitet wurde. Manchmal ist der Reibegrad doch von entscheidener Bedeutung. Das schloss aber nicht aus, dass es trotzdem schmeckte. für ein richtiges Hauptgericht fehlen die Beilagen, aber darüber kann ich mir später noch mal irgendwann Gedanken machen. Ein paar Kräuterquarkkleckse auf dem Fladen wären schon mal eine schöne Anfangsidee … Guten Appetit.
P.S.: Achja – nehmt nicht so viel Salz wie ich, das lief schon fast unter blinder Verliebtheit. 😉
P.S. II: Preisrätsel (1. Preis: etwas mehr Erkenntnis). Betrachtet man das mittlere Bild ganzheitlich, wird man eine leichte Farbtonverschiebung zu den sonst üblichen Bildern feststellen. Die gekonnte Mischung aus zwei 40-W-Glühbirnen hinter weißem Plastik und einer alten, schon leicht vergilbten Energiesparlampe (die sonst übliche Beleuchtung zzgl. etwas Tageslicht), die sonst immer einen warmen gelblichen Ton ergibt, scheint hier leicht ins rotpastellige abgewandert zu sein. Warum? Und warum steht die Reibescheibe so schief auf dem Bild? Zwei Fragen, eine Antwort.

Kulinarische Ausflüge nach England

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich: „kulinarisch“ und „England“ in einer Überschrift. Und es ist keine Negation dazwischen. Aber so ist das mit Klischees, sicher ist irgendwas an ihnen dran, aber so pauschal stimmen sie eben doch nicht. Chips mit Guinnes-GeschmackWie hat Obelix doch so schön gesagt: „Die spinnen, die Briten.“ Wir lernen etwas über das basteln von Esswaren, es handelt sich aber nicht um Wildschwein in Minzsoße.
Gehobelte und frittierte Kartoffelscheiben scheinen ein schöner Träger  allerlei Geschmäcker zu sein, solange sich dieser mit dem Grundaroma des Erdapfels kombinieren lassen. Wir kennen in dem Zusammenhang natürlich solche Richtungen wie Paprika in verschiedenen Schärfestufen, Saure Sahne, Zwiebeln, Rosmarin, Salz, Balsamico-Essig, Wasabi, Pommes Schranke, Grillgewürze, Barbecue usw. usf. Aber es gibt davon noch unendlich viel mehr, z.T. nur in bestimmten Regionen.
Der Engländer ist trotz Jamie Oliver oder Gordon Ramsey nicht unbedingt als großer Kulinariker bekannt. Was wohl – historisch bedingt – recht gut sein soll, sind die indischen Restaurants. Weltberühmt sind die Inselbewohner aber für ihr Guinness, einer Art Bier, dass sie aber auch von der benachbarten Insel namens Irland importieren müssen. Oder auch nicht, Firmensitz der Besitzer ist mittlerweile London.
Nun bringen wir noch beide Gedankengänge zu einem zusammen: Eine weitere britische Firma bringt nun den Guinness-Geschmack an die Chips, was nicht sonderlich gut gelingt. Ich gebe ja zu, über Bier kann ich genauso gut reden wie eine Jungfrau vom Kinderkriegen, aber gekostet habe ich es doch schon mal, auch wenn es nur aus einer Flasche kam.
Die Chips geben den Geschmack nur unzureichend wieder. Leider sehen sie durch die eher dunkel färbenden Zutaten, die das Guinness simulieren sollen, auch eher dunkel und ungewohnt in der Farbe aus, so dass beides nicht wirklich Lust auf mehr macht. Da freuen wir uns zwar drüber, dass die Chips lt. Packungsaufdruck handgemacht sind. Für Zunge und Gaumen sind sie nicht.

Jetzt machen wir aus dem Franzosen einen Italiener

Den Franzosen hatten wir schon mal, das ist noch gar nicht so lange her: Ich meine das Omelette Bauér, dass auch nur ein frankophones Bauernfrühstück war. Jetzt wollen wir es mal auf italienisch probieren: Frittata di Bauér.
Eine Frittata ist, salopp gesprochen, Resteverwertung vom feinsten. Diese werden in kleine Stücke geschnitten, dann in einer Pfanne angewärmt und mittels verrührter Eier zu einer Art gefüllten Eierkuchen verarbeitet. Das Endprodukt ist warm, aber auch kalt ein Genuss (wenn man denn gut gewürzt und die Reste halbwegs passend ausgewählt hat.
Nun ja, die rohen Kartoffelwürfel waren keine Reste, sie kamen frisch aus dem Beutel. Als erstes wurden sie langsam und mit bedacht in der Pfanne angeröstet.
Kartoffelwürfel anrösten
Die Kartoffeln werden gegart und gebräunt. Dabei werden sie auch noch gleich nach Wunsch gewürzt.
Kartoffelwürfel angeröstet
Nebenher ist die Zeit, ein paar Eier zu verrühren.
Eier verrührt
Die Eiermasse kommt über die fast garen Kartoffelwürfel. Idealerweise passen Kartoffelmenge und Pfannengröße besser zueinander.
Eier zu den Kartoffeln und stocken lassen
Wer es hinbekommt, kann versuchen, das Ding auch noch zu wenden. Oder man wartet bei leiser Hitze solange, bis das Ei vollkommen gestockt ist. Auch eine Garung im Ofen ist denkbar.
Wer es kann, kann es umdrehen
Das mit dem Umdrehen muss ich noch üben …
Frittata di Bauer
Sieht es auch nicht besonders auch, lecker war es trotzdem. Guten Appetit.

Auf die Betonung kommt es an

Es gibt Gerichte, da hört man den Namen und weiß, was einen erwartet, zumindest prinzipiell. Aber eindeutig ist das nicht unbedingt. Das Wiener Schnitzel ist ein paniertes Kalbsschnitzel, meist mit Zitrone und Bratkartoffeln serviert, der rheinische Sauerbraten ist ein Stück Rindfleisch (früher auch mal Pferdefleisch) in wundervoller Soße, Gulasch ist ein Schmorgericht aus Rindfleisch und Jägerschnitzel sind panierte Schnitzel mit Pilzsoße (west) oder panierte Jagdwurstscheiben mit Tomatensoße (ost). Und wenn in einer Schankwirtschaft mit Bedienungen im feschen Dirndl der Gast sagt: „Ich bekomme einen Strammen Max.“, dann gibts ein Schinkenbrot im Spiegelei oder die Antwort der Kellnerin: „Dann gucken Sie doch woanders hin …“
Wirte sind aber auch kreativ im Benennen von Gerichten. Nach der Durchsicht der Menükarte eines neuen Pizza- und Speisenbringservice in Neubrandenburg musste ich doch über den neuen Namen eines alten Gerichtes ein wenig schmunzeln. Vor allem, wenn man versucht, den Namen auch noch französisch auszusprechen. Die Betonung liegt also auf dem letzten „é“: Omelette Bauér. Wobei der Lieferant es ohne das accent aigu schrieb. Hier die Nachbildung dieser Omelette-Kreation. Es geht los mit den Hauptzutaten, wobei der Schinkenspeck fehlt. Es war keiner im Haus.
Kartoffeln, Eier, Schalotte
Die rohen Kartoffeln werden geschält.
Kartoffeln geschält
Anschließend werden sie in bratkartoffeldicke Scheiben geschnitten.
Kartoffeln in Scheiben
In einer mikrowellengeeigneten Schüssel werden die Scheiben gut abgespült.
Kartoffelscheiben gewässert
Das Wasser wird wieder ausgeschüttet, die Scheiben bleiben aber feucht.
feuchte Kartoffelscheiben
Dann werden die Kartoffelscheiben abgedeckt.
Deckel drauf, aber nicht dicht
Die Schüssel kommt dann in die Mikrowelle.
ab in die Mikrowelle
4 Minuten bei voller Leistung bei der Menge der Kartoffeln.
4:00 Minuten
Die Dauer hängt stark von der Mikrowelle und der Menge der Kartoffeln ab. Nach dem Garen kann man aber testen und ggf. noch ein paar Sekunden hinzu geben.
In der Zeit, wo die Kartoffeln garen, wird die Schalotte klein gechnitten.
Schalotte geschnitten
Dann werden die Eier entleert.
4 Eier
Die Eier werden verkleppert und dann mit Salz, Pfeffer und nach weiteren Wünschen gewürzt.
Eier verkleppert, gesalzen und gepfeffert
Nun wird es Zeit, zwei Pfannen anzuheizen: die Eisenpfanne durchaus kräftig, die beschichtete geruhsamer.
Pfannen erhitzen
Etwas Öl kommt in die Pfanne, bevorzugt wird Rapsöl, aber auch Ölivenöl ist denkbar. Ich habe Erdnussöl genommen.
Öl in die Eisenpfanne
Die gegarten Kartoffelscheiben, durchaus noch heiß durch die Mikrowelle, werden verteilt.
Kartoffelscheiben anbraten
Auch hier wird mit Salz gewürzt. Aufpassen, dass die Kartoffelscheiben nicht verbrennen, sie sollen nur würzig und knusprig werden.
Gebräunte Kartoffelscheiben
Sind die Bratkartoffeln fast fertig, kommt die Schalotte dazu.
Schalotten hinzu
Die wird gut unter gemischt. Sind Speckwürfel im Haus, wäre auch für sie jetzt der richtige Zeitpunkt.
Bratkartoffeln fertig
In der beschichteten Pfanne schmilzt etwas Butter.
Butter schmelzen
Dort hinein kommt so viel von der Eiermasse, dass ein schönes Omelette entsteht.
Eiermasse einfüllen
Das Omelette wird nicht gewendet, es gilt, einfach nut abzuwarten, bis die Masse fast gar ist.
Omelette fast gar
Dann wird eine Hälfte mit den Bratkartoffeln belegt …
Bratkartoffeln auf eine Hälfte
… und die andere Hälfte rübergeklappt.
Omelette umklappen
Wenn man, so wie ich, zu viele Bratkartoffeln auf das Omelette gegeben hat, wird das mit dem Umklappen schwierig. Deswegen hier der Tipp für alle, die trotzdem einen auf dicke Hose machen wollen: Gelingt das überklappen nicht so gut, versucht man, es zumindest so halbwegs hinzubekommen und dreht anschließend das ganze Ding von unten nach oben. Soo liegt die mussglückte Seite unten und alles ist schick. Sonst wäre das Bild auch nicht so schön geworden. 😉
Omelette Bauer
So könnte man alles anrichten. Klassisch gehört wohl auch eine gefächerte saure Gurke dazu.
Und fertig ist das Omelette Bauér – Dinner formerly known as Bauernfrühstück.

Mal was anderes

Warum müssen Rosmarinkartoffeln eigentlich immer aus dem Ofen kommen? Diese Frage stand heute Mittag mitten in der Küche rum, als ich darüber nachdachte, was ich vor(!) dem Wochenendeinkauf zu mir nehme, um nachher nicht wieder zu viel zu kaufen. „Leerer Magen kauft zuviel“, ist ja eine alte Weisheit. So ergriff ich die Erdäpfel und schob die Frage ein wenig beiseite, damit sich keiner dran stößt. Schälen geht ja immer.

Geschälte Kartoffeln

Wir sprachen aber von Rosmarinkartoffeln. Von meinem Ausflug in den Kräuterkarten auf dem Balkon habe ich nicht nur dieses einen Ast diesen Krauts sondern auch ein paar Salbeiblätter mitgebracht.
Rosmarin, Salbei und Knofi im Dämpfer

Die Knoblauchzehen fanden sich noch in der Küche. Das ganze habe ich mit 100 ml Wasser aufgegossen. Dann kamen die Kartoffeln im Dämpfeinsatz oben drüber.
Wasser und Kartoffeln dazu

Deckel drauf und alles bei voller Kraft ca. 10 Minuten kochen lassen. Wer das Gericht mit Topf und Dämpfeinsatz oder Sieb zubereitet, sollte die Kräuter vielleicht grob hacken, ich habe zwischendurch einmal kurz den Mixer auf Touren gebracht und schnell wieder herunter geregelt.

In einem kleinen Topf wird in heißem Olivenöl eine klein gehackte Schalotte angeschwitzt.
Schalotte in Öl

Die Zwiebel kann ruhig etwas Farbe nehmen, nur verbrennen sollte sie nicht.
Gebräunte Schalotte

Dort hinein geben wir die gedämpften und aromatisierten Kartoffeln.
Gegarte Kartoffeln dazu

Mit einem Kartoffelstampfer wird die Masse zerkleinert und vermischt.
Gestampft und gemischt

Ist das Zwischenergebnis zu trocken, kommt noch etwas gutes Olivenöl dazu. Immer einen Schuss dazu geben und dann mit dem Löffel unterrühren, bis einem die Konsistenz gefällt.
Mit Olivenöl cremig gerührt

Dann wird abgeschmeckt. Sollte einem das Produkt an dieser Stelle nicht schmecken, sollte der Gedanke aufblitzen, dass bis hierhin das Salz vergessen wurde. Also kommt eine gute Prise dazu, auf Wunsch auch Pfeffer und andere Aromate.
Vergessenes Salz dazu

Nochmal alles gut durchrühren und es kann serviert werden.
Kartoffelbrei mit Olivenöl

Für eine Beilage fehlt mir heute die Idee. Aber man kann einen Klecks Kartoffelbrei auch gern mal so essen. Zwischendurch hatte ich kurz überlegt, den Brei – als er noch etwas fester war – irgendwie in eine Form zubringen und dann zu überbacken, aber manchmal ist man ja auch faul. Lasst Euch doch mal was einfallen.

Frisches und Reste

Heute habe ich nur ein Bild für Euch, aber es wurde auch nur aufgewärmt und gegrillt, was hier im Blog nicht das erste mal passiert.
Steak an Bohnen-Tomaten-Kartoffel-Gemüse
Das Steak kam frisch vom Grill (also meiner Induktionsplatte/Grillplatte-Kombination, das Gemüse ist das, nur aufgewärmt. Kräuter wurden gerade vom Gewitterschauer bewässert und waren unerreichbar. Mahlzeit.

Variationen in bunt

Heute gab es eine Variation von gestern, erstaunlich aber eine, die ich dort nicht erwähnte. Beim Durchstreifen meines Tiefkühlers fand ich etwas, was zu einem ähnlichen Gericht verarbeitet werden konnte. Und ich tat das dann auch.
Um die Variantenvielfalt noch weiter zu vergrößern, habe ich diesmal etwas Butter in etwas Öl angeschwitzt.
Butter in Öl
In diese Mischung kommen dann drei gewürfelte Schalotten.
Schalotte anschwitzen
Sind die gut angeschmurgelt, kommen die Tomaten hinzu. Hier empfiehlt es sich, sie entweder schön klein zu schneiden oder so groß es geht zu lassen. Oder man pellt sie vorher. Aber dazu später mehr.
Tomate, Salz und Pfeffer dazu
Die Tomaten werden gut durchgerührt und dann die Pfanne mit dem Deckel verschlossen. So benötigen wir kein zusätzliches Wasser.
gut durchschmoren lassen
Ab und an sollte der Pfanneninhalt gut durchgerührt werden. Aber immer wieder schnell den Deckel rauf.
Tomate zerfällt
Wenn die Tomaten anfangen zu zerfallen, kräftig durchrühren und dann die Dicken Bohnen hinzugeben. Auf der Packung stand, dass sie 7 bis 10 Minuten zu garen wären. Das habe ich dann in der Tomatensoße getan.
Dicke Bohnen dazu
Natürlich schön mit Deckel zu und in der Zeit zwei- oder dreimal umrühren.
Umrühren und 7-10 Minuten mitziehen lassen
Bevor man die Kartoffeln in die Pfanne gibt, ist die die Chance, die groß gelassenen Tomatenschalen herauszufischen. Hat man sie vorher klein geschnitten oder gepellt, erübrigt sich das.
gegarte Kartoffeln dazu
Nachdem die Kartoffeln drin sind, wird nochmal kräftig umgerührt, alles einmal aufkochen und dann noch etwas ziehen gelassen.
Umrühren und ziehen lassen
Mit Hilfe eines Garnierrings kann man auch mal Turmbau auf dem Teller probieren.
Anrichten
Guten Appetit.

Bunte Pfanne

Die Zutaten
Man kann ja auch mal mit einem Bild anfangen. Zur Identifikation seien die Hauptzutaten auch noch erwähnt: Zwei mehlig kochende Kartoffeln, 9 Cocktailtomaten, zwei Schalotten und eine Salatgurke. Im weiteren Verlauf kamen auch noch Salz, Zucker, Pfeffer und ein Teelöffel Tomatenmark dazu. Und natürlich das Olivenöl zum anschmoren der klein geschnittenen Zwiebelchen.
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Wer schnell schnibbeln kann, zerkleinert die Gurke (der Länge nach halbieren und dann Halbmonde schneiden) sowie die Tomate (vierteln) während des Zwiebelanbratens. Stressärmer wird es, hat man das vorher erledigt. Sind die Schalotten glasig bis leicht bräunlich, kommen die beiden Gemüse mit dazu.
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Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. etwas Tomatenmarkt aromatisieren auf das beste. Alles wird in der Pfanne gut durchgerührt und dann mit einem Deckel abgedeckt, damit die Flüssigkeit nicht entweicht. Zur Sicherheit kann man auch immer noch eine Espressotasse voll Wasser dazugeben.
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Die Hitze sollte dann reduziert werden, damit alles ganz leicht vor sich hin schmurgelt.
In der Zeit werden dann die beiden Kartoffeln geschält, in Würfel geschnitten und feucht in ein mikrowellengeeignetes Gefäß gegeben. Dann werden sie in ca. 3:30 Minuten bei maximaler Leistung gegart. Die Zeit kann von der Leistungsfähigkeit der Mikrowelle und der Größe der Kartoffeln abhängen. Also am Ende anpieken, ob die Stücke gar sind und ggf. noch etwas nachgaren.
Sind die Gurken gut angeschmort und die Tomaten zerfallen, kommen die Kartoffelstücke dazu.
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Alles wird gut durchgerührt und noch etwas unter dem Deckel ziehengelassen.  Zeit, um ein paar Kräuter vom Balkon zu holen und grob zu hacken.
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Die Kräuter, Petersilie und Schnittlauch kommen noch mit aufs Essen, dann nochmal durchrühren und servieren.
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Wenn man über Essen blogt und Teller abbildet, könnte man vor dem Fotografieren natürlich auch noch den Rand sauber machen. Gut, dass das hier keiner tut. 😉
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Guten Appetit.
Die Variationen sind vielfältig. Die Kartoffelstückchen könnte man á la Bratkartoffel noch etwas anbraten. Zucchini, Schmorgurke, Paprika, Aubergine u.a. wären noch Gemüse, die man sicher auf die gleiche Art verwenden kann.
Warum habe ich übrigens die Kartoffeln in der Mikrowelle gegart. Ich wusste einfach nicht, wie sich die rohe Kartoffel im Zusammenspiel der Zutaten verhält. Also habe ich sie separat gegart. Wer hat, kann natürlich auch fertig gegarte Kartoffeln vom Vortag oder selbst dampf- oder andersartig gegarte nehmen.

Mehlig kochend ohne kochen

Gute Zutaten, halbe Arbeit. Das gilt auch und vor allem für Gerichte, die aus wenigen Bestandteilen bestehen und demzufolge von deren Qualität leben. Damit sind nicht nur ihre guten sondern auch ihre Eigenschaften im allgemeinen gemeint, zum Beispiel bei der Kartoffel. Hier gibt es fest kochende, vorwiegend fest kochende und mehlig kochende Sorten. So findet sich für jedes Erdapfelgericht die geeignete Sorte: festkochende für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat, mehlig kochende für Kartoffelbrei usw.
Einen Rösti kann man prinzipiell mit allen drei Sorten machen (wobei dann aber immer ein bisschen was anderes raus kommt). Am einfachsten wird es aber mit mehlig kochenden Kartoffeln.
mehlig kochende Kartoffeln
Diese werden geputzt, geschält und dann gerieben. Dafür gibt es das Gerät mit der Kurbel.
Geschälte Kartoffeln in der Reibe
Ein paar Umdrehungen mit der Kurbel, und die Kartofeln sind gerieben. Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten.
Geriebene Kartoffeln
Die Raspeln werden gewürzt, in diesem Fall mit Salz, Pfeffer und gehacktem frischem Rosmarin.
Rosmarin, Pfeffer, Salz auf Kartoffelraspel
Alles wird gut vermengt. Nebenher wird eine kleine Pfanne auf den Herd gestellt und gut, aber nicht zu heiß erhitzt. Dort hinein kommt etwas Butter.
Butter in die Pfanne
Dann werden die Kartoffelraspeln in die Pfanne gegeben.
Kartoffelraspeln hinzugeben
Die Masse wird dann in der Pfanne gut angedrückt. Eventuell angesammelte Flüssigkeit aus der Schüssel wird dann auch noch über den Rösti in der Pfanne verteilt.
Angedrückter Rösti
An dieser Stelle wird es wichtig, einen zur Pfanne passenden glatten Deckel zu haben. Zum einen empfiehlt es sich, anfangs diesen Deckel auf den Rösti zu geben, damit er auch gut durchgart. Zum anderen werden wir ihn zum Wenden benötigen.
Deckel auf den Rösti
Die Pfanne wird mit dem Decklen drauf gedreht, so dass der Rösti auf dem Deckel zu liegen kommt. Dann kann man ihn in die Pfanne zurückgleiten lassen.
Rösti auf dem Deckel, zurück in die Pfanne
Dann kann die andere Seite sanft bräunen. Jetzt bitte den Deckel nicht mehr auf den Rösti legen, er soll doch schön knusprig werden.
Rösti fast fertig
Für die Beilage ist wieder die Phantasie des Leser gefragt. Dieser doch recht dicke Rösti reicht trotz der Verwendung einer kleinen Pfanne für zwei. Da war es ein recht angenehmer Zufalle, dass in einer käuflich erworbenen Packung genau zwei Bratheringsfilets enthalten waren.
Brathering mit halbem Rösti und zu viel Petersilie
Guten Appetit.