Irgendwas mit Reis, Tomaten und Hühnchen (25.04.2019)

Manchmal assoziiert man beim Blick in den Essensbecher die komischsten Sachen. Ich überlasse dem geneigten Leser die Interpretation des ersten Bildes.

Bei Anthony Bourdain habe ich mal was ähnliches gesehen, das kam aber aus Fernost und ich kann mich nur noch an zwei Zutaten erinnern, von denen Markknochen, vermutlich von Lamm oder Ziege, die mit Strohhalmen ausgesaugt wurden, noch die harmlosere war.

Im hiesigen aktuellen Fall half Umrühren.

Der Becherinhalt entpuppte sich als eine Art Tomaten-Reis-Suppe und entsprach geschmacklich den Erwartungen. Überraschend war das nicht, hatte ich es mir doch genau so bestellt. 😉

Hühnerfrikassee mit Reis (24.04.2019)

Den hatten wir, glaub ich, schonmal. Auf den ersten Blick so lala …

… grün auf grau. Auf den zweiten schon etwas besser:

Und weil es eher als Suppe verkauft wird, hält sich der Reisanteil in erfreulichen Grenzen. Aber so’ne richtige Bechamel ist es auch nicht. Das kann man gut finden, aber unter dem Motto „wenn der Löffel nicht drin stehen bleibt, ist es auch keine gehaltvolle Suppe“ war sie dann doch etwas dünn.

Wobei das natürlich ein Jammern auf hohem Niveau ist. Geschmeckt hats nämlich trotzdem. Oder auch gerade weil. Da hat die Mehlpampe die feinen Aromen nicht völlig aufgesogen.

Warum heißt die Bechamel eigentlich Bechamel? Weil da ein Becher Mehl drin ist …

Schweinebraten, Rotkohl, Kartoffeln (23.04.2019)

Schweinebraten, der lange sanft gegart wurde, zart mit der Gabel teilbar ist, schöne Soße gebildet hat, ist eine feine Sache.

Dieser war nicht so. Trocken, fest und wenig Soße. Von einem Fleischerimbiss hätte ich da mehr erwartet und habe meiner Erinnerung nach auch schon mal mehr bekommen.

Der Rotkohl war hingegen ganz in Ordnung. Immerhin was.

Beef-Chees-Chili-Suppe (18.04.2019)

Sie hatte zwar etwas in sich, was ich eigentlich nicht so mag, aber durch den allgemeinen kräftigen Geschmack gingen die Maiskörner kulinarisch erfreulich unter.

Nun unterstellt Chili zwar eine gewisse Schärfe, aber da ist es in und um das Einkaufscenter weit verbreitet, dass dem meist nicht so ist. Im Bestreben, möglichst breiten Massen zu gefallen, wird allgemein dezent gewürzt, egal, ob Salz, Chili oder ähnliches.

Geschmeckt hat es aber trotzdem, eine versteckte Schärfe war dabei, aber auch gut versteckt. Ansonsten war die Suppe auch recht aromatisch, eben das, was passiert, wenn Rinderhack, Käsecreme, Kidneybohnen, Tomaten, Paprika, etwas Chili und der unsägliche Mais (ich ess‘ ja alles vom Mais – Popcorn, Polenta, Nachos, die kleinen Kölbchen in den Mixed Pickels – nur keinen puren Mais) zusammen eine schöne Suppe ergeben.

Box 6 (16.04.2019)

Es gibt die schöne Idee, sich in chinesischen Restaurants immer die gleiche Nummer zu bestellen, ohne vorher auf die Karte zu schauen. Mal sehen, was dann jeweils kommt. Ein entsprechendes, aber negatives Erlebnis hatte ich mal mit einem Essenbringdienst, wo wir aus einer älteren Karte bestellten, mittlerweile hatte der Lieferant neu durchnummeriert. Wir haben es überlebt, den Lieferdienst gibt’s schon lange nicht mehr.

Das sieht auf den ersten Blick nicht so besonders aus, was einem leicht verlängertem Transport geschuldet war, da jemand noch etwas wollte von einem Stand, den eine längere Warteschlange belagerte. Ich habe gehört, dass die panierten Hühnchenstücke knusprig in die Papppackung kamen, spätestens auch durch die süß-sauer Soße klebte später doch alles.

Auch die Pasta hat sich gut mit der Soße voll gesogen. So war alles schön schlotzig und mundete trotz der kleinen Abstriche recht angenehm.