Es gibt da eine kleine Seite in diesem Webangebot, die sich mit empfehlenswerten Restaurants der Region befasst. Eigentlich listet die Rubrik „Herdfluchtziele“ nur ein paar Highlights auf, die so bei meinen kulinarischen Rundreisen positiv aufgefallen sind.
Nun war ich mal wieder in einer dieser Örtlichkeiten essen – voll Vorfreude. Der Service war freundlich, die kalten Getränke waren gut, wenn auch nicht uneingeschränkt. Der Keks zum abschließenden Espresso/Cappuccino-Gang war lecker, aber zugekauft. Der Rest war grausam: verölt, versalzen, schal, pampig, totgebraten trocken, bitter, alt, farblich eigentümlich usw. usf.
So musste ich die Lokalität leider von der Liste streichen. Zur Zeit nicht mehr empfehlenswert. Schade.
Damit sind auch meine Beiträge über das Lokal hier und hier nicht mehr aktuell und überholt.
Im 7. Himmel
Man kann auf kulinarischem Gebiet immer mal wieder experimentieren, aber dass die Fachleute doch meist recht mit dem haben, was sie sagen, vor allem, wenn es durch andere auch noch bestätigt wird, darauf sollten man sich gelegentlich mal besinnen. Schwarmintelligenz ist wohl das dazugehörige Modewort. Ich sehe diese Eigenschaft größerer Massen eher skeptisch und halte es da eher mit Heiner Müller, der mal gesagt haben soll: „Zehn Deutsche sind natürlich dümmer als fünf Deutsche.“ Vermutlich ist dies nicht auf einzelne Länder beschränkt.
Heute mal wieder ein richtiges Stück Rind auf den Teller, genauer: Erstmal in die Pfanne. Diesmal sollte es ganz fachkundig zubereitet werden. Also erstmal die Pfanne richtig heiß machen.

Das Öl sollte hoch erhitzbar sein. Auch gegen Butterschmalz wäre nichts einzuwenden, im konkreten Fall war es dann aber doch Erdnussöl. In dieses kommt dann das Fleischstück und wird schnell und heiß angebräunt.

Wichtig bei dieser Art der Zubereitung sind folgende Punkte:
– sehr heiße Pfanne
– Fettrand eingeschnitten (sonst wölbt sich das Stück)
– nebenbei den Ofen auf 80-100°C vorheizen.
Wenn die Unterseite gut gebräunt ist, darf das Fleischstück umgedreht werden.

Dabei darf es ruhig aus der Pfanne etwas rauchen. Alles ist nämlich so heiß, dass dieses Anbräunen nicht sehr viel mehr als 2-3 Minuten gedauert hat.
Der Ofen ist vorgeheizt, es sollen aber noch weitere Vorbereitungen folgen.

Ein Zweiglein Rosmarin lege ich auf den Rost. Darauf kommt das Fleischstück.

Damit der Zeitpunkt der richtigen Garung nicht verpasst wird, wird das Steak noch mit einem Thermometer gespickt.

Dabei sollte man aufpassen, dass die Spitze wirklich irgendwo mitten im Fleisch steckt und keine Berührungen mit dem Knochen hat.
Nun heißt es warten, bis die richtige Fleischtemperatur erreicht ist.

Die linke Zahl ist die relevante. Nun bleibt Zeit, sich um die Beilagen zu kümmen. In der Pfanne befindet sich neben überflüssigem Bratfett auch noch etwas Bratensatz, den man seiner kulinarischen Bestimmung zuführen könnte. Da es keine Soße geben soll, halbiere ich einige Cocktailtomaten und lege sie mit den Schnittflächen auf den Bratensatz.

Und da ich noch ein wenig von dem Sauerkraut von neulich hatte, nahm auch dieses noch seine Aufgabe wahr.

Das ganze schiebt man ein wenig durch die Pfanne, bis die Tomaten schöne Röstspuren an der Schnittfläche haben und das Kraut auch wieder etwas gebräunter aussieht.

Ist die Zieltemperatur erreicht (es hätten auch ruhig nur 54°C sein können), ist das Steak fast fertig. In der Ruhe des Anrichtens kann es noch etwas ruhen.

Der Teller steht übrigens nicht zufällig auf der zwar ausgeschalteten, aber noch warmen Herdstelle, wo vorher die Pfanne stand. Dadurch wird auch er noch etwas angewärmt. So, wie es sein soll.

Das T-Bone-Steak wird dem Ofen entnommen und von der Messsonde befreit. Es kann während des Anrichtens noch etwas ruhen.

Auf dem Teller werden neben dem Fleisch die Tomatenhälften und das Kraut verteilt.

Fleisch und Tomaten werden noch mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Das Kraut kam verzehrfertig aus dem Glas. Man hätte vor dem Anrichten auch das Rinderfett noch abschneiden können, man kann es aber auch dem Esser überlassen.

Rosa, saftig und unheimlich gut. Auch die Filetseite sah so schön rosa aus. Herrlich.
Uninspiriert
Manchmal sollte man doch einfach mal die Klappe bzw. im Sinne des Bloggens die Finger still halten. Da schreibe ich doch in einen Kommentar, dass es heute marinierte Rinderhüfte geben soll. Warum mach ich das? Nun muss ich auch das Gericht nachreichen.
Das Marinieren hätte der Fleischer meines Vertrauens schon für mich erledigt, irgendwas mit Kräutern. Ich hatte das schon öfter mal gekauft. An den „Scheiben“ (nicht ohne Grund in Anführungszeichen) ist nichts besonderes, sie scheinen weder über das Mindestmaß hinaus gereift noch besonders gut geschnitten zu sein. Dafür hat man was zu beißen.
Aber irgendwie war ich uninspiriert. Steakburger hatte ich ja schon einige gemacht, da wollte ich nicht schon wieder einen bauen. Ich hatte zwar eine Idee für eine originelle Zwischenebene, aber das hebe ich mir mal für was aufwendigeres auf; vermutlich wird das eher ein süddeutsches Gericht. Heute fand ich ein Glas Sauerkraut im Vorratsschrank, dass nicht mehr nur Sauerkraut war. Die Fleischstücke kamen in die vorgeheizte Grillpfanne. Als sie diese zum Ausruhen wieder verließen, kam die Sauerkrautzubereitung zum Aufwärmen in die Pfanne. Hintergedanke war, damit auch die zahlreich vorhandenen Bratspuren des Fleisches aufzunehmen, was auch gelang.

Als das Kraut aus dem Glas kam, war es noch entschieden heller, es hat schön die Pfanne geputzt und den Bratensatz aufgenommen. Der Feldsalat war nur Zierde, den gab es separat. Durch die sehr unterschiedlichen Dicken der Fleischstücke hatte man alle Gargrade in einem Stück, von „well-done“ über „medium“ bis „rare“. 😉
Esst mehr gutes Fleisch!
Manchmal braucht es nur 5 Minuten Zeit und etwas Salz, dann ist was leckeres gezaubert. Allerdings gilt das nur, wenn vorher, teils lange vorher, schon etwas Zeit investiert wurde. Das könnte jetzt nach Fastfood oder Fertigspeise klingen, tut es aber nicht. Frei nach dem Motto „Man gönnt sich ja sonst nichts“ und „Schließlich habe ich Urlaub“ kam mal was edleres und besseres auf die Grillplatte.

Dry Aged Côte de Boeuf vom Hereford-Rind aus irischer Züchtung, 28 Tage gereift, 450 g (mit Knochen). Da wird die Grillplatte ganz von allein heiß, wenn sie merkt, was man gutes auf ihr Braten will. Und dann noch diese feine, saftigen Wohlgeschmack verheißende zarte Marmorierung, an der man sich gar nicht genug erfreuen kann.

Das muss einfach gut werden. Ordentlich Hitze auf den Grill und dann etwas Geduld, bis sich die Bräunung eingestellt hat.

Und dann wird genau ein mal gewendet. Die zweite Seite bedarf dann auch noch ein wenig Bratzeit und schon ist der Genuss reif. Nur noch etwas Salz (darf auch etwas edler sein) drauf und alles ist perfekt. Wenn man es richtig macht.

Der kundige Fleischbeschauer wird bemerken, dass das Stück doch etwas zu lang auf der Grillplatte war. Ich hatte leider nicht mit der richtig hohen Temperatur angefangen, da ich den Beginn des Kochens kaum abwarten konnte. Fürs nächste mal weiß ich also dann bescheid: Heißer anfangen, dafür länger ruhen.
Toll was das Fleisch übrigens trotzdem. Ein Messer wäre eigentlich gar nicht nötig gewesen, zwei Gabeln oder ggf. auch ein Löffel hätten fürs – zugegeben – unelegante Esse gereicht. Aber wir sind ja wohlerzogen und neben auch dann ein Messer, wenn es gar nicht nötig wäre.
Gönnt Euch mal was. Wie heißt es doch schon immer: Weniger, aber dafür besser. Es lohnt sich. Dieses „Kotelett vom Rind“, wie ich es mal bezeichnen würde, ist m.E. auch etwas preiswerter als die edleren Teile, die aber auch nicht zu verachten sind.
Kalter Kaffeeextrakt
Auch, wenn es komisch aussieht, Kaffeeeextrakt schreibt sich wirklich mit drei „e“. Genau wie Teeei. Letzteres liest sich mit einem erläuternden Bindestrich sicher besser: Tee-Ei. Freunde losen Tees werden sich diesen Küchengerätes noch erinnern.
Kaffee gehört für viele zu einem guten Start in den Tag. Dabei sind die bevorzugten Zubereitungen vielfältig wie die Menschen selber – im Rahmen der Möglichkeiten. Was dem einen sein Tässchen Filterkaffee (Maschine oder sogar handgefiltert), ist dem anderen sein Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino oder was das südeuropäische Kaffeegeschirr noch so hergibt. Kapuziner, großer Brauner, russischer Kaffee, irischer Kaffee, Eiskaffee, Mokka, türkischer Kaffee usw. usw., da findet jeder etwas heraus.
Zu meiner Schande(?) muss ich gestehen, dass ich eher ein Freund der kalten Kaffeegetränke bin, die diverse Läden unter den unterschiedlichsten Namen und Bezeichnungen anbieten. Gern genutzt werden Beschriftungen, die an die oben schon erwähnten Kaffeeklassiker erinnern, mit diesen aber im allgemeinen nicht viel zu tun haben. Es ist eben eine eigene Kategorie, die sich dem auf Aufmunterung hoffenden bietet.
Beim Einkauf entdeckte ich eine Variante, die ich bisher noch nicht kannte. Unter dem Namen eines, wenn nicht des größten deutschen Kaffeerösters standen mehrere Geschmacksrichtungen neu kalte Kaffeegetränke im Kühlregal, die mich zugreifen ließen. Unter dem Markennamen pranken die Buchstaben „latte macchiato“ sowie die Unterscheidungen „classico“ und „caramel“ auf dem 230-ml-Becher. Die landeten dann erstmal im Kühlschrank zur wohligen Temperierung.
Karamell mag ich sehr gern. Aber nur, wenn er aus Zucker und (im Idealfall gesalzener) Butter hergestellt wurde. Aber dieses Getränk zeigte sich so penetrant aromatisiert, dass ich diese Geschmacksrichtung wohl nicht nochmal kaufen werde. Aber auch das unaromatisierte Getränk hinterließ eher einen lauen Geschmackseindruck. Ein Blick auf die Zutatenliste löste das Rätsel aber schnell auf: Es stand kein Aroma drauf. Aber nicht nur das: Da war nicht mal richtiger Kaffee drin, sondern eine „Kaffeezubereitung“, die lt. Audruck aus Wasser und Kaffeeextrakt bestand. Das geht besser.
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Markenhersteller minderwertigen Kaffeeextrakt verwenden, während Produzenten, die auch zum Beispiel Discounter beliefern, direkt aufgebrühten Kaffee in ihre Portionsfläschchen fließen lassen. „Einmal zurück in die Produktentwicklung, das geht besser“, würde ich da mal sagen. Aber was kümmert die schon das Geschriebsel eines kleinen Bloggers.
Gute Idee – schlechte Idee: Dressing
Fein gewiegte Schalotten, dazu eine Vinaigrette aus dem guten Tutower Senf, einem leckeren Balsamico-Essig und guten Olivenöl. Das ist, mit ein paar Kräutern und Gewürzen versehen, durchaus eine leckere Angelegenheit.
Und um es sich möglichst einfach zu machen, kann man die Vignaigrette-Zutaten auch in einen Mixbecher werfen und mit einem Pürierstab verarbeiten. Das geht schnell und die Mischung wird perfekt.
Allerdings sollte man die fein gewiegte Schalotte nicht mit hinein tun. Das ergibt zwar ein schönes cremiges Dressing, durch den Balsamico-Essig sieht es aber aus wie Kinderkacke. Wohlschmeckend, aber optisch nicht der Bringer. Merken!
Kartoffel mediteran
Manchmal isst man ja einfach nur so, was man sich gekocht hat. Diesmal sollte das auch so sein. Aber das Ergebnis war doch einigermaßen lecker, so dass ich zumindest ein Endbild (oder auch zwei) und eine Beschreibung nachtragen möchte.

Den gegarten Kartoffeln beigemengt wurden in recht viel Olivenöl angeschwitze Schalottenwürfel. Das Öl ersetzt auch gleich die sonst übliche Butter oder Sahne. Dann kommen noch grob zerkleinerte ungefärbte schwarze Oliven hinzu. Die waren mit Stein und wurden beim entsteinen sowieso zerkleinert.

Salz, Pfeffer, Schnittlauch ergänzen und würzen den Brei.
Das Garen der Kartoffeln passierte diesmal im Dampf. Geht ja auch recht schnell. Dem zu Dampf erhitzen Wasser waren Rosmarin und Salbei zugesetzt, damit die grob geteilten Erdäpfel schon mal eine gewisse Grundaromatisierung erfahren.
Das selbe in grün
Gestern gab es Auflauf, da war noch was über. Die scharfe Salami war allerdings alle, dafür fanden sich im Tiefkühler noch ein paar dicke Bohnen. Da dachte ich mir: ‚Das muss auch gehen.‘ Also habe ich angefangen wie im vorherigen Blogeintrag, allerdings ohne Gnocchi vorkochen. Also habe ich die Soße, die Gnocchi und die Bohnen in die Auflaufform geschichtet.

Da kommt dann auch wieder die andere Hälfte der Soße drauf.

Und der Parmesan wird auch wieder drüber gehobelt.

Da die Gnocchi noch roh und die Bohnen noch leicht gefroren waren, war der ganze Kram eine knappe halbe Stunde bei 170°C im Umluftofen.

Und die Bohnen sind wirklich grün.

Guten Appetit.
Hotter Gnocchi-Auflauf mit arrabiater Tomatensoße und scharfer Wurst
Es wird, denke ich mal, langsam Zeit, manche Zutaten doch auch mal selber herzustellen. Natürlich gibt es auch bei einigen Sachen gute Fertigware, die man nicht viel besser selber herstellen kann, aber die Gnocchis, die ich da hatte, waren irgend wie auch nur essbar. Also macht man mal was anderes draus.
Als erstes werden die Gnocchis nach Vorschrift gekocht. Wenn man es hin bekommt, auch gern einen Hauch weniger als vorgeschrieben.

Parallel dazu bereitet man die Auflaufform vor, deren Boden man mit etwas scharfer Tomatensoße bestreicht, die man irgendwann mal gekocht und dann tiefgefroren hatte.

Darauf kommen die gekochten Gnocchi (das geht vermutlich auch mit Gnocchiresten vom Vortag oder so.

Darüber verteilt man nach Gusto Scheiben scharfer Paprikasalami, gern auch anderes.

Nun wird alles mit dem anderen Teil der Tomatensoße überschüttet.

Stellt sich beim nächsten Bild die Frage, was hat der Sparschäler mit dem Parmesan zu tun?

Nein, Parmesan muss man nicht schälen, man kann den das Küchengerät aber dazu nutzen, Käsehobel herzustellen und anschließend über dem Auflauf zu verteilen.

Natürlich hätte man ihn auch reiben können, aber warum? Dann kommt alles für ca. eine viertel Stunde in den 170°C heißen Umluftofen. Zum Ende hin sollte man aufmerksam schauen, damit man den Kochvorgang unterbricht, wenn der Käse die gewünschte Bräune erreicht hat.

Damit wäre der Auflauf auch schon fertig.

Varianten sind mannigfaltig denkbar. Schnell und einfach war’s, wenn man die richtigen Zutaten im Haus hat. Und solche Tomatensoße sollte man immer im Tiefkühler haben. Geht auch ganz schnell und ist oft genug hier im Blog gezeigt worden.
Männer, Brasilien, aber kein Fußball
Es gibt so Gerichte, die macht man am besten nur, wenn man hinterher die Küche nicht selbst putzen muss. Also geht man entweder auswärts essen oder hat eine Perle (in welchem Sinn ich das jetzt auch immer meine). Da ich das alles vor der Zubereitung aber nicht wusste, habe ich folgendes Gericht trotzdem gekocht.
Beim Fleischer meines Nichtvertrauens (ja, manchmal bin ich meinen Vorsätzen nicht treu) gab es Roastbeaf kiloweise, aber auch noch recht roh. Also ganz roh. Aber am Stück. Und das lockte mich doch. Immerhin war es extra aus Südamerika importiert worden. Rein optisch hatte ich etwas Glück.

Das Roastbeaf war nämlich in einem nicht öffenbaren Karton mit nur kleinem Sehschlitz. Da kauft man das Rind im Sack.

Dieses Stück schönen Fleisches lässt sich, zumindest der Theorie nach, recht einfach zubereiten. In 99% aller Rezepte wird alles von allen Seiten gut angebraten und dann im Ofen fertig gegart. Wie neulich schon mal bei einem Steak praktiziert, habe ich den Braten bei 80°C Ober-/Unterhitze ins Rohr geschoben. Dazu wird aber erstmal die Fettschicht eingeschnitten.

Zuvor habe ich das Stück nur etwas trocken getupft. Bitte wascht das Fleisch nicht! Entgegen gängigen Empfehlungen ist das Waschen von Fleisch entbehrlich. Evtl. vorhandene Keime werden nur noch besser verteilt durch das Abspülen mit Wasser. Immerhin wird das Fleisch so stark erhitzt, dass es dadurch desinfiziert wird.
Das Stück kommt auf den Rost des vorgeheizten Ofens. Es empfiehlt sich, die Einstellung des Ofens zu prüfen, ob er wirklich 80°C erreicht, wenn man das einstellt. Dazu hilft ein Fleischthermometer, dass man anfangs ohne Fleisch in den aufgeheizten Ofen hält.
Ist der Ofen richtig temperiert, kommt das Fleisch hinein.

Das Stück wird idealerweise mit einem Fleischthermometer versehen. Ohne wird es schwierig. Damit man beim Erreichen der richtigen Temperatur nicht zu aufgeschreckt wird, schließlich soll es auch noch eine Beilage geben, hilft es, erstmal eine etwas geringere als die Zieltemperatur einzugeben, wenn man ein Thermometer mit Weckfunktion hat.

So habe ich 52°C als Ziel eingegeben. Das eigentlich wäre 56°C, aber ich brauchte diese Vorwarnung. Dann heißt es warten.
Warten.
Warten.
Später wird auf 56°C umgestellt.
Wenn dieser Wert im Kern des Fleischstückes erreicht ist, ist es rosa. Dann kann man den Ofen eigentlich ausschalten.

Der Ofen ist aus, das Fleisch aber noch drin. Jetzt gehts um die Beilage: Rustikale Bratkartoffeln.

Kartoffeln werden gewaschen, gebürstet, geschält (oder auch nicht) und grob geteilt. Außerdem braucht man noch eine Pfanne mit Deckel.

Die Pfanne wird vorgeheizt, mit Öl versehen und dann mit den Kartoffelstücken beschickt.

Mit drin bei den rohen Kartoffelstücken liegen noch Salbei und Rosmarin. Die Hitze wird reduziert und der Deckel aufgesetzt.

Bei geringer Hitze und sehr gelegentlichem Umrühren oder Schwenken werden die Kartoffeln gegart und gebräunt.
Das gibt Zeit, die Pfanne für das Roastbeaf anzuheizen.

Hier kommt ordentlich Feuer drunter und ein hitzebeständiges Öl bzw. Butterschmalz rein.
Schauen wir doch mal nach dem Fleisch.

Beim flüchtigen Blick in den Ofen scheint das Fleisch nur etwas geschrumpft zu sein, außerdem wirkt es außen etwas angetrocknet. Aber den Effekt hatten wir bei o.g. Steak vom Februar auch schon. Das Fleisch kommt direkt aus dem Ofen in die heiße Pfanne.

In der heißen Pfanne wird das Fleisch jetzt von allen Seiten kräftig angebraten.

Auch die Seitenflächen sollten nicht vergessen werden.

Das spritzt alles doch ein wenig und qualmt aus der Pfanne. Aber was muss, dass muss.
Sind alle Seiten angebraten, kommt das Roastbeaf zum Ruhen in Alufolie.

Jetzt ist Zeit, die Beilage fertig zu stellen. Der Deckel wird von der Pfanne entfernt und unter gelegentlichem Schwenken oder Rühren werden die Kartoffelstückchen aufgeknuspert.

Außerdem wird gewürzt. Eine klein geschnittene Schalotte, zwei Knoblauchzehen und Salz reichen.

Das wird noch etwas geschwenkt, bist die Zwiebeln den gewünschten Bräunungsgrad erreicht haben. Dann kann man die Pfanne noch ohne Deckel auf kleiner Hitze etwas ruhen.
Kommen wir zurück zum Fleisch. Das wird aus der Alufolie genommen und dann nicht zu dick aufgeschnitten.

Den Fleischsaft aus der Folie habe ich übrigens zu den Bratkartoffeln in die noch heiße Pfanne gegeben und die nochmal gut durchgeschwenkt. Sie haben dadurch zwar etwas Knusprigkeit eingebüßt, aber durchaus an Aroma gewonnen.

Und schon kann angerichtet werden.

Über das bisher ungewürzte Roastbeaf kommt noch etwas Meersalz oder Fleur del sel. Etwas Sahnemerrettich könnte man auch noch dazu reichen. Der Salat ist entbehrlich. 😉 Guten Appetit.
