Einfach, aber auch gut

Manchmal kommt man irgendwohin und denkt, die Zeit ist stehen geblieben. Dann ist man da und möchte, dass die Zeit wirklich stehen bleibt. Meist sind es nur Kleinigkeiten, die sowas auslösen, aber die sind ja auch gelegentlich das wichtigste. Da sitzt man in einer Gaststätte, schaut aus dem Fenster und dann das:
Blick aus dem Fenster
Blick aus dem Fenster
Ok, für das Wetter (es lagen auch noch einige Schauer in der Luft) kann die Gaststätte nicht, aber es gibt eben Tage, da passt einfach alles. Und es war ein herrlicher Tag. Schöne Bilder sind entstanden. Das Wetter war sehr schön, schlechtes spielte sich zwar im Blickwinkel, aber doch weit genug entfernt ab.
Und weil alles Gute nie beisammen ist, wurde zum Abend nach einer Gaststätte gesucht, die das Glücksniveau wieder auf ein erträgliches Maß senken sollte. Immerhin ist das dort durchaus auch eine touristische Region, wenn auch noch nicht sehr stark erschlossen, was für die Gegend spricht. Aber bei einigen Ecken drängt sich eine kleine passende Erschließung geradezu auf. Immerhin waren vorhandene Bänke und Toiletten sauber und gepflegt, Papierkörbe, Hundeabfallbeseitigungshilfen waren vorhanden und gerüstet.
Die aufgesuchte Gaststätte machte von außen einen einfachen, aber aufgeräumten Eindruck, eine Dorf- oder Ausflugsgaststätte stellt man sich so vor, wo es dann Wiener mit Kartoffelsalat und warme Limo gibt. Immerhin gab es auch noch ein Schild „Imbiss“ am Gebäude, der wohl auch mit bewirtschaftet würde, wenn denn Saison ist. Nach dem Eintreten bestätigte sich der bisherige Eindruck: Einfach, aber gepflegt, mit dem Charme der 1990er Jahre und einer langen Fensterfront, die den Blick auf den See genießen ließ. Ein Billard- und Spielautomatenraum ergänzte die dorfgaststättliche Atmosphäre.
Kollege Volksmund meint gelegentlich: „Der erste Eindruck trügt.“ „Teils, teils“, kann man da drauf antworten. Die Speisekarte überraschte dann doch. Neben mehreren Seiten allerlei Getränke gab es genau eine Seite Essen: 2 Suppen, ein Steak, drei Schnitzel, eine Roulade, ein Wild- und ein Fischgericht. Sollte hier wirklich mal umgesetzt sein, was man sich als Gast nur wünschen konnte: Wenige, dafür handwerklich und frisch zubereitete Gerichte, dafür öfter mal wechselnde Speisekarten? Es schien so, stand doch oben drüber „Osterkarte“.
Die Suppen waren schnell aufgeteilt, die Hauptgerichte ausgewählt. Das Spiel konnte beginnen. Die Getränke kamen nach einer kurzen, aber sympathischen Beratung zügig. Saisonal herausgefordert, stand natürliche eine Spargelcremesuppe auf dem Programm. Die war sicher selbst gekocht, konnte aber einen gewissen Convenience-Anteil auch nicht ganz verbergen. Das war aber auf einem akzeptablem Level, immerhin braut man sich ja bei einem Ragout Fin die Worchestersoße auch nicht selber. Die Soljanka kam gehaltvoll und bunt gemischt daher, die einzige kleine Bemängelung lag im beiden Suppen beigelegten Toast, der sicher gern noch ein wenig länger der aufknuspernden Hitze ausgeliefert gewesen wäre.
Als Hauptgerichte gab es Roulade mit Rotkohl und Klößen auf der einen und Schnitzel „Jäger Art“ mit Kroketten auf der anderen Tischseite. Bei dieser Bezeichnung sei eine kleine Erläuterung angebracht, ist doch das Jägerschnitzel als Begriff nicht eindeutig und vor allem regional unterschiedlich belegt. Stünde allein der Begriff auf der Speisekarte, wäre ob der Geografie des Ortes eher eine panierte und gebratene Jagdwurstscheibe mit Tomatensoße zu erwarten gewesen. Aber es war eine Pilzsoße annonciert, eng verbunden mit einem richtigen Schnitzel, was die Spannung ob seiner Zubereitung beinahe knisternd spürbar machte, gibt es sowas doch auch schon fertig in beinahe jeder Tiefkühltruhe.
Dosierte, aber kräftige Klopfgeräusche aus Richtung Küche deuteten nicht die Befreiungswünsche des Kochs, wohl aber dessen frische Zubereitung des Schnitzels an. Schade nur, dass es dann offensichtlich frittiert wurde. Den (Fertig-)Kroketten wurde diese Behandlung auch zuteil, hier aber wohldosiert und so nah vor dem Servieren, dass sie von der Hitze das zuviel hatten, was den Suppen evtl. fehlte. Dafür gab es eine kleine – und einzig mögliche – Gemeinsamkeit zwischen der Spargelcremesuppe und der Pilzsoße, die ein wenig am ansonsten guten Gesamteindruck nagte.
Zum Nagen braucht man gute Zähne, und wer mal Zahnschmerzen hat, sollte auf einer Gewürznelke kauen. Nun hatte zwar keiner Zahnschmerzen, aber für eine Prophylaxe wurde gesorgt. Bei der Zubereitung von Rotkohl kann man unterschiedlich herangehen, was die über den Kohl hinaus gehenden Zutaten betrifft. Nelken gehören sicher auch hinein, aber wohldosiert und nicht fünf pro Portion. Dem gegenüber standen aber handgeformte Klöße und vom Chef höchstselbst gewickelte Rouladen, die all das in richtigem Maße enthielten, was hinein gehört, das entsprechend positive Geschmackserlebnis inklusive.
Zum Abschluss dann wie immer ein doppelter Espresso und ein Cappuccino. Leider streikte wohl gerade die Milchpumpe, so dass auch hier auf einen Espresso umgeschwenkt wurde. Dafür hab es dann auch noch einen Aquavit und einen Gebirgskräuter zur Verdauung. Angesagt war jeweils ein doppelter, aber manchmal sind die Augen doch etwas schlechter beim Einschenken, so dass der Flüssigkeitsstand doch deutlich über dem Eichstrich stand. So deutlich, dass das allein mit der leicht erhöhten Temperatur der Getränke nicht erklärt werden kann. 😉
Der Caffé kam aromatisch und wohltemperiert auf den Tisch, allein, der kleine Servicetest misslang, so dass die beiden kleinen Schwarzen „trocken“ runtergewürgt werden mussten; das „Würgen“ aber nur des Wortspiels wegen, war doch am Espresso selbst nichts zu bemängeln. So endete der Tag doch noch an einer wunderschönen Stelle unserer heimischen Gegend, von der wir hier doch sehr viel und sehr schöne haben. Wenn man denn mal mit dem Auto in südöstliche Richtung unterwegs ist, lohnt ein kleiner Ausflug an den Oberuckersee und in die Seegaststätte am Quast (53.204206, 13.887316). Webseite oder ähnliches gibt es nicht, deswegen mal nur die Koordinaten. Für Radler oder Wanderfreunde seien die Bahnhöfe „Warnitz, Bahnhof“ oder „Warnitz, Uckermark“ (lt. Karte gibt es diese zwei) oder „Seehausen“ empfohlen.
 

Hommage an die Heimat

Irgendwann in den 1990er Jahren sah ich mal ein Präsentationsvideo meiner Heimatstadt Neubrandenburg. Dort hieß es so schön, dass die Stadt an den Hauptverkehrsströmen von Skandinavien nach Südeuropa und vom Atlantik nach Russland liegt. Oder so ähnlich. Angespielt wird auf die ringförmige Kreuzung zweier bedeutender Bundesstraßen, der B 104 und der B 96. Damals. Und wie es sich für eine solche Kreuzung gehört, sind es vier Straßen*), die sich hier vereinen aus den vier Himmelsrichtungen.
Neubrandenburg – Die Stadt der vier Tore. So heißt sie doch auch immer noch. Und wenn man die beiden Mauerdurchbrüche nicht mitzählt, hat unsere beinahe preisgekrönte Stadtmauer**) vier Stadttore aufzuweisen, die auch irgendwie unstimmig zu sein scheinen, außer, man nimmt an, der Ring hätte sich im Laufe der Geschichte etwas gedreht. Das Friedländer Tor zeigt eher nach (Alten-)Treptow, das Treptower Tor nach Stavenhagen, das Stargarder Tor nach (Neu-)Strelitz und das Neue Tor nach (Burg) Stargard. Aber wer die alten Wege weit vor den Bundes- und Fernverkehrsstraßen kennt, der weiß, dass doch alles stimmt.
Die Zahl Vier scheint doch irgendwie mit Neubrandenburg sehr eng verbunden zu sein. Aber da ist sie nicht die einzige. Der Tollensesee gehört auch mit dazu, unser Kulturfinger, Sportvereine, die schon Weltmeister hervorgebracht haben und vieles andere mehr gehören auch dazu. Kulinarisch möchte ich mich, was den Ruhm der Stadt betrifft, mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Zwei der auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Getränke***) aus der Stadt gibt es nicht mehr, die Firmen sind pleite bzw. verkauft. Immerhin gibt es im weiteren Umfeld Deutschlands nördlichstes Weinanbaugebiet, aber das gehört nicht wirklich zu Neubrandenburg. Die große Bäckerei in der Stadt hat europaweit Kunden, nur steht da meist der Hersteller so direkt nicht auf den Produkten.
Wie wäre es mal mit einem typisch Neubrandenburger Gericht? Es sollte aus vier wesentlichen Zutaten bestehen, die irgendwas mit der Stadt oder der näheren Region zu tun haben. Mit dem Gedanken trage ich mich schon eine Weile. Mehrere Ideen wurden geboren und verworfen****). Aber jetzt ist es endlich so weit: In Kürze kann die Kreation bestaunt und nachgekocht werden. Etwas anderes mit 4 Buchstaben wird bei der Präsentation helfen: EiTV. Die kommende Folge, übrigens eine Jubiläumsausgabe, wird das Gericht nachmachbar zeigen. Es ist einfach herzustellen, hat aber einen Nachteil: Eine Zutat ist sehr saisongebunden. Wir hoffe, EiTV noch in der diesjährigen fertig zu bekommen. Morgen wird gedreht.
_____________________
*) Wer genauer hinsieht, auch damals schon, sieht natürlich sechs Straßen, denn auch die B 197 und die B 192 sind mit der Stadt verbunden, aber naja …
**) Die Sache mit dem UNESCO-Weltkulturerbe ist doch vom Tisch, oder?
***) Cherry Lady und die Neubrandenburger Biere
****) Das „Datzesuppe“-Rezept war schon sehr ungewöhnlich. Obwohl es ein konkretes Vorbild hatte, ich glaube aus der österreichischen Küche.

Eine Röstkartoffel hätte auch nicht geschadet

Auf der Facebookseite vom Herdnerd schrieb ich tagsüber ein Wortspielrätsel, es sei hier zur Einleitung wiederholt:

„Ey Keule! Ein schweinischer Witz!“
„Essen Sie gerne Wild?“
„Nein, lieber ruhig und langsam.“
Frage: Was wurde gekocht? Es stecken fast alle Bestandteile drin und auch die Zubereitung.

Ihr habt 5 Sekunden Zeit, nochmal zu überlegen.
5
4
3
2
1
Die Lösung: Wildschweinkeule nach der Niedrigtemperaturmethode. 😉 Dazu gab es ein Rotweinsoßenwurzelgemüsemus.
Dazu kommt erstmal die (ausgelöste) Wildschweinkeule, die vorher mit Salz bestreut wurde, in eine heiße und mit hitzebeständigem Öl benetzte Pfanne.
Wildscheinkeule anbraten
Hier geht es da drum, der Außenhülle ein paar schöne Röstaromen zu verpassen. Macht sich später sicherlich auch gut in der Soße.
Das Fett schön heiß
Das Fett kann ruhig so heiß sein, dass es fast raucht. Es geht nur um die Kruste, die aber von allen Seiten.
von allen Seiten anbraten
Ist das Fleisch rundum gebräunt, nimmt man es heraus und lässt es etwas ruhen. Dann kommen die kleingeschnittenen Gemüse in die Pfanne: Möhre, Lauch, Petersilienwurzel, Sellerie, Zwiebel, Knoblauch, … Auch das wird etwas gesalzen.
Wurzelgemüse anrösten
Alles gut und heiß anrösten. Dabei hilft gelegentliches Umrühren, damit nichts anbrennt.
Schön durcheinander
An einer freien Stelle wird dann auch noch Tomatenmark mit etwas Paprika (je nach Vorliebe Rosenpaprika und edelsüßer Paprika in der bevorzugten Mischung) angeröstet.
Tomatenmark und 2x Paprika anrösten
Hier gilt es, streng darauf zu achten, dass nichts anbrennt. Das schmeckt dann eher suboptimal.
Anrösten, aber nicht verbrennen
Besser etwas früher als zu spät wird das Gemüse mit dem Tomatenmark vermischt.
Unter das Gemüse gemischt
Auch eine Chilischote (Größe nach persönlichem Befinden) kann nicht schaden. Entweder ganz (um sie irgendwann wieder rauszufischen) oder auch vorgeschnitten.
Auch eien Chilischote darf nicht fehlen
Dann kommt das Fleisch wieder aufs Gemüsebett und alles wird mit Rotwein (und Wasser) abgelöscht.
Fleisch wieder hinein und mit Rotwein angießen
Viel muss es nicht sein, aber zwischen dem Gemüse sollte er sichtbar werden, während alles einmal aufkocht.
Einmal aufkochen lassen
Dann gehts bei 80 bis 100°C in den Backofen (Umluft).
Ab in den Ofen
In der Zeit, wo sich der Braten im Rohr befindet, wird er mehrmals mit Rotwein übergossen. Das Gemüse soll nicht trocken liegen.
Ende der Ofenzeit, zwischendurch mehrfach übergossen
Zum Ende hin habe ich die Temperatur auf 160°C hochgedreht, um noch etwas Farbe aufs Fleisch zu bekommen. Sollte es schon durch das anfängliche Anbraten eher dunkel geworden sein, erübrigt sich der Vorgang. Die wichtige Frage, die Euch jetzt durch den Kopf geht, ist die nach der Dauer des Aufenthalts des knapp 800 g schweren Fleischstücks im Ofen. Ich weiß es nicht, da ich vergessen habe, auf die Uhr zu schauen. Von Gefühlen geleitet wird es so anderthalb bis zwei Stunden drin gewesen sein.
Fleisch zum ruhen in Alufolie
Das Fleisch wird der Pfanne entnommen und in Aulufolie eingewickelt, damit es warm bleibt.
Soßenbestandteile in Topf
Die Soße kommt in einen Topf und wird hier fertig gestellt. Was ihr drauß macht, ist Eure Sache. Ich habe den gesamten Pfanneninhalt püriert und ein delikates, wenn auch etwas dünnflüssiges Mus (also für Mus war es dünn-, für Soße aber zu dickflüssig) etwas gezauberstabt. Weniger Gemüse hätte eher eine Soße ergeben. Oder ich hätte mehr Rotwein in der Ofenphase zugeben sollen, aber die halbe Flasche reichte auch.
Bei weniger Gemüse wird's soßiger
So gab es Pamps, der mit Salz, Pfeffer, Zucker, Balsamico-Essig, Zitronensaft u.a. abgeschmeckt wurde.Das nachfolgende Bild zeigt den Versuch einer Anrichtung und gibt den Hinweis, dass eine mehlig kochende Kartoffel beim Anrösten hätte mit dabei sein dürfen, dann hätte sich der Pamps nicht so getrennt.
Bratenscheiben auf Gemüserotweinmus
Wider erwarten schmeckte es aber recht gut. Auf die Bratenscheiben kam noch etwas Fleur de sel und zur Garnitur etwas Salbei.
Bratenscheiben auf Gemüserotweinmus
Guten Appetit. Mir hat’s geschmeckt. An der Optik hätte man noch feilen können.
P.S.: Dieser Artikel entstand unter dem Einfluss von „etwas“ kalifornischem Zinfandel (2012). Das ist eben immer die Krux, wenn man Soße mit weniger als einer Flasche Rotwein macht … *hicks*

Big Steak Sandwich – nur zum Gucken

Meine kleine Antwort auf all die Bäcker-, Bistro-, Croque-, Döner- usw. Produkte, von denen man unbedingt sehen möchte, wie der jeweilige Entwickler sie unfallfrei vorisst. Das geht einfach nicht! Irgendwas kleckert oder krümelt doch immer runter. Dabei könnte das Gesamtkunstwerk durchaus als ernährungsphysiologisch wertvoll durchgehen.
Drei Scheiben Brot mit Aufstrich
Drei Scheiben Vollkornbrot sind doch schon mal eine gute Basis für eine gute Mahlzeit. Dazu kommen als gestrichene Aromaten Senf, Dänische und normale Remoulade (links), Grillsoße und Dänische Remoulade (Mitte) und englische Pickles (rechts). In der Zeit, als die Stullen beschmiert wurden, ruht bereits ein hinreichend großes Steak bei guten 80°C im Ofen, das vorher schön angebraten wurde. Vor der weiteren Verwendung wird das Steak halbiert.
Zwei halbe Steaks aufs Brot
Dazu kommt dann noch etwas Grünzeug, hier leckerer Feldsalat.
Feldsalat
Nun wird gestapelt. Erst die mittlere Scheibe auf die rechte …
Zwei Etagen
… und dann die dritte Scheibe mit 180°-Dreher oben drauf.
Fertig: Big Sandwich
Jetzt wird alles etwas zusammen gedrückt und kann gegessen werden.
Abgebissen
Dieser Abbiss ist unter Aufbringung allen Geschicks entstanden, um noch das Bild hinzubekommen. Die Verspeisung des Restes glich eher einer Völkerschlacht. Aber lecker wars trotzdem. Die saure Note durch die Pickles, die alternativ auch gern durch Balsamico-Essig dargestellt werden kann, mag ich gern im Steakburger.
Wir lernen aber, dass man auch Burger nicht zu hoch bauen sollte. Da gab es doch schon mal Probleme mit höheren Turmbauen. Stichwort Babylon.

Antagonisten

Aus unserer ständigen Reihe „Wortsalat mit Quasselsoße an roten Beten“ heute die Episode: Man guckt eben doch nicht ungestraft Fernsehwerbung. Dazu ein paar einführende Worte. Die kleine Vorsilbe „un-“ verkehrt den Sinn eines Wortes in sein Gegenteil. Aber es gibt Ausnahmen; manchmal haben diese Antagonisten auch eigene Begriffe. Ein typisches Beispiel ist das Wortpaar „Feuer“ und „Wasser“. Aber es gibt mehr:
lecker – bäh
pflanzlich – tierisch
frisch – alt
chemisch – natürlich
usw. usf.
Und dann gibt es plötzlich eine Firma, die Feuer und Wasser vermischt, um im Bild zu bleiben. Ein antagonistisches Pärchen würde mir übrigens noch einfallen: Margarine und Butter. Ok, ganz spontan ist diese Idee nicht, die erwähnten Wortpaare orientieren auch schon darauf. Aber jetzt habe ich sie in der Wewrbung entdeckt: Margarine mit 21% Butter. Das Image des pflanzlichen Brotaufstrichs völlig pervertierend wird hier auf der Suche nach breiteren Käuferschichten ein geschmacklicher GAU produziert.
Butter mit zugesetztem (Raps-)Öl gibt es bekannterweise schon etwas länger. Das macht sie auch gekühlt streichfähig. Der Ölanteil liegt hier bei etwa 15%. Diese Aufstriche gibt es auch in einer sogenannten „Light“-Version (worin sich die Leichtigkeit ausdrückt, verstehe ich nicht), wo Teile der Butter durch ein nicht näher definiertes pflanzliches Fett ersetzt werden. Nachteil: Das schmeckt schon deutlich nach Margarine. Bei der neuen Margarine mit Butterzusatz nähert man sich jetzt aus der anderen Richtung.
Die Margarine mit Butter schmeckt laut einem Pressetext „lecker“ und „… enthält auch gutes Pflanzenöl und ist auch gekühlt streichzart.“ Was ist gut an Pflanzenöl? Um es in einen streichfähigen Zustand zu versetzen, ist eine chemische Behandlung notwendig. Nur die wenigstens pflanzlichen Fette sind bei Zimmertemperatur fest, die einen haben aber einen deutlichen Eigengeschmack (Kokosfett), die anderen werden umweltbedenklich erzeugt (Palmfett). Also ist wohl doch Chemie in der Margarine. Außerdem hat dieses Streichfett normalerweise keinerlei Vorteile gegenüber Butter, was den Fett- oder Kaloriengehalt betrifft. Natürlich gibt es auch Sorten, die unter 85% Fettgehalt liegen. Reingemischtes Wasser hilft da bei dieser Schönung sehr. Nur: Wasser und Öl verbinden sich eher nicht, also werden auch noch Emulgatoren hinein gemischt, was die „Gutebutter“ (frei nach Jochen Malmsheimer) alles nicht braucht.
Bei all den guten Zutaten müsste übrigens Margarine entschieden billiger als Butter sein. Der Blick ins Supermarktregal wirft dann doch die Fragen auf, was am realen System falsch läuft …

Winterabschluss – Heißes Beinfragment

Der Winter neigt sich seinem Ende zu und so hatte ich mal Lust, ein klassisches Schmorgericht zu zaubern. Und da ich hier im Blog wohl noch nie meinen weißen Schmortopf gezeigt habe, ist das doch mal ein schöner Anlass, den auf den Herd zu stellen und anzuheizen.
Schmortopf
Öl und Fleisch tun ihr übriges für einen schönen Ansatz. Im konkreten Fall sind es zwei süße Beinscheiben, die ich meinem Fleischer abschwatzte. Naja, die Überredungskünste lagen einer Handvoll Dollar Euro.
Beinscheiben anbraten
Wenn dieses beiden nicht wirklich klassisch sind für ein Schmorgericht, man hätte sie – rein optisch – auch kurzbraten können. Sieht das nicht lecker aus?
Beinscheiben angebraten
Aber, was gehört noch zu einem schönen Schmorgericht? Natürlich gewürfeltes Wurzelwerk.
Wurzelwerk mit anrösten
Sellerie, Lauch, Möhre in mundgerechter Form ergänzen den Topfinhalt und werden mit angeröstet. Dieses Schicksal ereilt auch das Tomatenmark.
Tomatenmark mit anrösten
Das sorgt sicher auch für Geschmack, bildet aber ebenfalls die Basis für die Bindung im fertigen Gericht. Das Mark darf aber nicht anbrennen. Also wird es alsbald richtig untergerührt.
Tomatenmark untergerührt
Damit aber wirklich nichts anbrennt, kommt noch ein schöner Schuss Rotwein hinzu …
Rotwein hinzu
.. und für etwas mehr Flüssigkeit auch noch etwas Brühe.
Brühe hinzu
Nochmal alles gut – soweit es geht – durchrühren.
Durchgerührt
Dann kommt der Deckel drauf und wir geben allem bei geringer Hitze Zeit. Viel Zeit.
Deckel drauf
Zwischendurch entschloss ich mich, noch ein paar Tomaten mit hinein zu geben.
Tomaten dazu
Halbieren erübrigt sich, früher oder später platzen die Dinger sowieso; gut, wenn dann der Deckel auf dem Topf ist.
Schmoren mit Tomaten
Salz, Pfeffer, Paprika und weitere Gewürze eigener Wahl kann man entsprechend allgemein gültiger Empfehlungen dazu geben. Wenn das Fleisch vom Knochen fällt, ist das Gericht fertig.
Schmorbein fertig
Wer bei diesem Bild genau hinschaut, wird evtl. sehen, dass da was fehlt: Die „Auster des Fleischers“. Das kann mehrere Ursachen haben. Zum einen löst sich bei hinreichend langer Schmurgelzeit das Mark in den Knochen auch vollständig auf und gibt sicher seinen Anteil an der Bindung der Soße. Zum anderen kann sich der Koch auch nach ca. 30 Minuten Schmorzeit diese Delikatesse selber einverleiben. Mmmhhh.
Die beiden Beinscheiben wurden mit aller Vorsicht in Vorratsgefäße umgehoben und die Soße nochmal aufgekocht und dann gleichmäßig verteilt. Nach dem Abkühlen kamen beide zum späteren Verzehr bestimmt in den Kühlschrank. Da diese Kochsession schon etwas her ist, habe ich eine Portion auch schon gegessen. Ein paar Kartoffelwürfel dienten als Soßenträger.
Mahlzeit
Dieses Bild ist mit einem eher ungeeigneten Handy unter ungünstigen Lichtverhältnissen gemacht worden. Es schmeckte bedeutend besser als es auf dem Bild aussieht. Die Kartoffeln befinden sich unter dem Röstgemüse, ein paar Stücke sind ja zu sehen …
Update: Zur zweiten Scheibe gab es übrigens mehr Licht und schönes Kartoffelpüree.
Geschmorte Beinscheibe mit Kartoffelpüree
Für das Püree habe ich Zwiebelwürfel und Knoblauch in einem Topf mit etwas Öl leicht angebräunt, dann eine ordentliche Butterflocke dazu gegeben, mit etwas Milch abgelöscht und alles mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt. Hinzu kamen die gegarten Kartoffeln, die dann gestampft wurden. Dabei ggf. noch etwas Milch nachgeben und zum Schluss abschmecken. Das Kartoffelpüree kann ruhig etwas trockener sein, es gibt ja genug Soße …

993 Meter

Fangen wir mit dem positiven an: Es ist doch schön, auch die kulinarischen Dienstleister immer mal wieder innovativ sind und neue Varianten eigentlich bekannter Speisen auf den Markt werfen. Die Pizza bietet sich an, um vielfach neue Zusammenstellungen zu probieren.
Pizza 1
Da wird auch mal gern, wie gerade in einem entsprechenden Angebot eines hiesigen Pizzaservices zu sehen, auf eine „normale“ Salamipizza noch Kirschtomaten, Büffelmozzarella und frischer Basilikum zu legen. Das entsprechende Bild findet sich unter diesem Link (Pizza Italia di Bufalo mit Salami, fruchtigen Kirschtomaten, feinem Büffelmozzarella und frischem Basilikum).
Nicht nur, dass es eine gaaaanz leichte Diskrepanz zwischen dem Bild auf der Webseite und dem, was einem dann aus dem Karton anlacht, gibt. Aber wir stellen auch mal wieder fest, dass sich nicht jedes Gericht für einen Lieferservice eignen, genau wie diese Pizza.
Saftige Pizza
Dank der wässrigen Kirschtomaten und des sicher auch noch Wasser abgebenden Mozzarellas war nicht nur der Pizzakarton völlig durchnässt, sondern auch der Pizzateig war eine einzige Matschepampe mit Rand.
Bei aller positiv zu bewertenden Innovationskunst, aber werden neue Produkte bei einem Pizzaservice nicht auch mal auf Transportfähigkeit untersucht? Offensichtlich nicht, sonst gäb’s ja auch keine Pommes im Lieferdienst …
Durchgefallen
Apropos: Über die Büffeligkeit des Mozzarellas wage ich mal keine Aussage, die Salami wirkte aber auch sehr preiswert und das Basilikum war alles, aber nicht frisch. Und dann 6,90 € für sowas bei knapp 1000 m Anfahrt … Gesamturteil: Durchgefallen!

Manchmal muss man eben suchen

Der Sucher kulinarischer Genüsse in der Region hat es manchmal auch schwer. Diesmal waren wir zu dritt unterwegs. Reuterstädtisch ging es diesmal über Bundesstraßen Richtung Süden, aber das Glück war uns nicht hold. Im ursprünglich geplanten Restaurant hing ein Zettel an der Tür: Wegen Büffettauslieferung warmes Essen erst ab 19 Uhr (es war noch 2 Stunden bis dahin). Das nächste hatte noch Winterferien bis 21.03., so fiel mir eine Empfehlung ein, die schon länger auf der to-eat-Liste stand.
Die Fahrt dahin war etwas abenteuerlich, wurde man durch das Navi über einige Nebenstraßen einer mecklenburgischen Kleinstadt in eine lange Sackgasse gelenkt. Aber der Weg war richtig, plötzlich fiel der Name des Ziels in des Fahrers Augen. Ein Parkplatz war schnell gefunden, der Gastraum konnte geentert werden. Ein Tisch fand sich schnell, rückblickend würde ich sagen, dass sich durchaus eine vorherige Reservierung lohnen würde, vor allem zu Zeiten, an denen sowieso viel los ist.
Die Speisekarte war angenehm übersichtlich: eine Handvoll Vorspeisen, zwei Suppen, zwei Pasta- sowie ein paar Fisch- und Fleischgerichte, bei denen man sicher immer etwas findet. Selbst eine Dessertauswahl stand zur Verfügung. Wir teilten das Essen unter uns auf, und harrten des kulinarischen Entertainments. Jeder nahm eine Vorspeise, ein Hauptgericht und auch gleich das Dessert. Bei den Getränken kam der erste kleine Servicetest mit dazu: Eine Schorle, die so nicht auf der Karte stand.
Der Rest dieses Artikels wird langweilig. Die frisch gebratenen Garnelen auf dem Salat zur Vorspeise waren auf den Punkt gegart, die beiden Suppen erschlossen sich spätestens ab dem zweiten Löffel und stimulierten mit Wohlgeschmack und Nachvollziehbarkeit ihrer namensgebenden Bestandteile die Zunge der Esser. Selbst das beigelegte Brot war eine Wucht. Die als Hauptgericht gereichte Pasta war wie sie sein sollte und lecker, die Maishähnchenbrust saftig, das beigelegte Gemüse auf den Punkt und die grünen Schupfnudeln passten zum Cranberry Jus wie das Rote zum Grünen bei der Ampel. Als drittes im Bunde kamen geschmorte Ochsenbäckchen auf den Tisch, deren Zartheit in Zusammenhang mit dem Rotweinjus und den Kräutersaitlingen sowie dem kleinen Kartoffelgratin hervorragend mundeten.
Der rote Faden des wirklich sehr guten Essens fand im Dessert seinen krönenden Abschluss. Egal, ob das Vanilleeis mit Beerenfrüchten, der gratinierte Ziegenkäse mit Feigensenf oder die Cremé Brûlée mit einem selbstgemachten Sorbet daneben. Man kann alles unter einem Sammelbegriff zusammenfassen: Perfekt. Man müsste wirklich sehr stark suchen, um hier irgendwelche Mängel zu finden. Da half auch kein Blick auf die Tische der anderen Gäste. Was man dort zu sehen bekam, wie zum Beispiel ein Rumpsteak, schien alles auf dem gleichen hohen Niveau der Küche zu liegen.
Aber der Service. Wenn es denn überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann das: Die Zeitspanne zwischen dem Servieren der abschließenden koffeinhaltigen Verdauungshelfer und der nächsten Aufmerksamkeit unserem Tisch gegenüber war etwas zu lang. (Da mussten wir jetzt ganz schön suchen, um überhaupt etwas zu finden.) Ansonsten kam das, was wir erlebten, dem sehr nahe, was man unter dem Begriff perfekter Service verstehen kann. Müßig, es an den vielen angenehmen Kleinigkeiten festzumachen, die passiert bzw. nicht passiert sind, aber auch genau so sein sollten. Selbst die kleine Fallen, die wir aufbauten, wurden bravourös gemeistert. Leere Getränkegläser wurden gesehen und die Nachbestellung aufgenommen, mit dem Abräumen des Salattellers entschwundene Besteckteile wurden ersetzt, zwischen Hauptgericht und Dessert wurde nach einer kleinen Pause sowie nach dem Dessert nach einem Kaffeewunsch gefragt und zum Abschluss-Espresso kam selbstverständlich das Wasser. Auch während des gesamten Essens war die Aufmerksamkeit auf die Gäste gerichtet, was sich u.a. darin ausdrückte, dass die Bedienung selbst beim Dessert noch wusste, wer was bestellt hatte und nicht nachfragen musste.
Aber irgendeinen Fehler musste das Restaurant Leddermann in Waren doch haben, wenn schon nicht beim Service und auf der Speisekarte, dann doch vielleicht im Sanitärbereich. Aber auch hier durfte ein Niveau erlebt werden, dass selten ist und bisher in der Geschichte dieser kleinen Restaurantkritikrubrik noch nicht vorgekommen ist. Der Ausflug in die Specker Straße 71 in Waren lohnt sich immer, eine Reservierung vorher aber sicher auch.

Majoaufschnitt

Ein kulinarischer Höhepunkt ist Fleischsalat vermutlich nicht wirklich. Fleischbrät, Majo, Gürkchen und im Idealfall noch ein paar Kräuter und Gewürze. FleischsalatMeist hat auch noch die Majonäse die absolute Mehrheit an diesem Salat, der mit dem üblichen Sinn, den man dem Wort „Salat“ unterstellt, aber so gar nichts gemein hat.
Bei Fleischsalat gibt es auch noch Unterschiede in der Qualität, vor allem bei den gekauften Varianten. Neben den Sorten Standard, mit Kräutern und mit Salzgurke unterscheiden sie sich in der Form des verwendeten Bräts, was leider meist so einfach keins ist. Irgendeine anonyme Fleischwurst oder Lyoner wird in dünne Scheiben und dann in Streifen geschnitten und zu dem Salat verarbeitet.
Was soll das?! Kann man da nicht vernünftige Schnittformen rein bringen, so dass man wenigstens was zu kauen hat. Der Verdacht liegt nahe, dass hier wirklich einfach nur Scheibenwurst weiter verarbeitet wurde anstatt beim halbwegs frischen Fleischwurst-Produkt anzufangen.
Für alle diejenigen, die sich diesen Salat auch noch aufs Brot schmieren wollen, gibt es seit einiger Zeit derartige Salate schon in einer Form, bei der die Einlage in kleine Würfel geschnitten wurde, so dass eine gewisse Streichfähigkeit erreicht wurde. Meist sind diese Würfel so klein, dass eine undefinierbare und charakterfreie Masse entsteht. Eiersalat, Tunfischsalat, Fleischsalat, Käse-Obst- oder Geflügelsalat gibt es in der Form.
Nun habe ich noch etwas entdeckt, was eine Weiterentwicklung durch die Brotbelagsindustrie darstellt. Fragen wir uns also mal, was passiert, wenn in die Majonäse des Fleischsalates (es gibt auch eine Eiersalatform) Rindergelantine eingearbeitet wird? Genau. Wir erhalten einen Salat, der eine schnittfeste Masse darstellt:
Fleischsalat in Scheiben
Beworben wird das übrigens mit dem Vorteil, dass damit der Fleischsalat bestens für unterwegs ist. Die haben wohl alle ihren Knigge nicht gelesen! Fleisch- und vergleichbare Salate gehören sowieso nicht aufs Brot, das wird ggf. eher dazu gegessen. Außerdem ist dieser „Aufschnitt“ auch geschmacklich nicht der Bringer, es scheint gut Wasser mit verarbeitet zu sein. Da liebe ich doch den Fleischsalat von meinen Fleischer (nicht das obige Bild). Halb so viel Majo (oder sogar noch weniger) wie bei den Simulanten aus dem Kühlregal und handwerklich erzeugte Fleischwurst als Grundlage.

Deutsche Nudel beflügelt

Naja, der Titel stimmt natürlich wieder mal nicht so ganz und ist der krampfhafte Versuch der Originellität. Auch wenn man den Umweg über den angliphilen Sprachraum nehmen muss, wo die Deutschen auch mal gern als „Krauts“ bezeichnet werden. Und damit genug der Wortklauberei. Wir fangen an mit dem Kraut.
Kraut entblättert
Vom schon bekannten Spitzkohl werden wirder ein paar Blätter entfernt, so dass sie eine gute Portion zu ergeben scheinen. Letztendlich kommt aber eine Portion für zwei heraus. Die Erfahrung vom Endergebnis zeigt, dass es ruhig etwas mehr Kohl, als auf diesem Bild zu sehen ist, hätte sein können.
Kohl und Brühe und Paprika
Außer den Kohlblättern verarbeite ich noch eine Spitzpaprika und etwas eingefrorene Brühe. Und Nudeln. Und eine Hähnchenbrust.
Kohl und Praprika geschnitten
Die Kohlblätter werden in „Flecken“ geschnitten, der Paprika klein.
Zwiebeln und Knoblauch
Vor dem Hintergrund aus Spitzpaprika und Spitzkohl werden noch eine Schalotte (oder mehr) und etwas Knoblauch (oder mehr) kleingeschnitten. Die wandern dann zusammen mit etwas Butter und Öl in die vorgeheizte Pfanne.
Zwiebeln und Knoblauch leicht anschwitzen
Treten erste Bräunungserscheinungen auf, können Kohl und Paprika dazu gegeben werden.
Kohl und Paprika dazu
Zucker, Salz, Paprika und eine gehackte getrocknete Chilischote kommen hinzu.
Würzen
Alles wird gut durchgerührt und dann leicht anschmoren gelassen.
Kohl anschmoren
Zeigt der Kohl erste Bräunungserscheinungen, wird mit etwas Brühe abgelöscht.
Brühe hinzu
Nicht wundern: Die Brühe war teilweise noch gefroren. 😉 Wenn das dann geschmolzen ist, kommt der Deckeln drauf.
Deckel drauf
Der Pfanneninhalt schmurgelt jetzt bei kleiner Hitze vor sich hin.
Schmurgeln bei geringer Hitze
Zeit genug, die Nudeln zu kochen.
Nudeln garen
Sie sollten bei der Fertigstellung noch sehr al dente sein.  Auch die Hühnerbrust bedarf einer Vorbereitung. Eine Brust wird in dicke Tranchen geschnitten und dann in etwas Stärke gewälzt. Etwas Würze kann auch schon verwendet werden. In der Pfanne ist etwas Rapsöl.
Hühnerbrust anbraten
Die Nudeln kommen dann in die Krautpfanne.
Nudeln in das Kraut
Die Hähnchenbruststücke werden noch mit etwas Butter durch die Pfanne geschwenkt.
Hähnchenbrust mit Butter
Dann kann alles zusammen kommen.
Pfanne komplett
Die portionsweise auf Tellern anrichten geht natürlich auch.
Portion
Vor dem Anrichten sollte natürlich abgeschmeckt werden. Spätestens hier sieht man aber auch, dass es anfangs ruhig etwas mehr Kohl hätte sei können.
Nudel-Kraut-Pfanne mit Hähnchenbrusttranchen
Guten Appetit. Klassisch wäre das Gericht übrigens mit breiteren Bandnudeln oder selbst gemachten Nudelflecken in der Größe der Kohlflecken. Aber man kann auch variieren, sollte aber dann vielleicht den Originalnamen nicht verwenden. 😉