Oma’s Hühnersuppe (05.09.2019)

Ob meine Oma diese deppenapostrophierte Hühnersuppe wirklich so gemacht hat, kann ich nicht wirklich erinnern. Als quasi später Enkel erlebte ich meine Omas bei meinen Eltern zu Hause sonntags speisend, frühere Erlebnisse, so vorhanden, entziehen sich meinem Gedächtnis. Bruchstücke von Spaghetti in Tomatensoße aus der Dose (was damals noch schmeckte) und Bratstulle schwirren in dem Zusammenhang durch den Kopf.
Aber Muttern konnte schöne Hühnerbrühe machen und meine eigenen sind auch nicht schlecht.

Was den selbst zubereiteten meist fehlt, ist das finale Grünzeug. Geschmacklich ist sie trotzdem etwas besser, das wird aber an der Zutatenauswahl liegen.

Was nicht heißen soll, dass die heute fertig gekaufte schlecht war. Im Gegenteil: die ist auch richtig gut, wenngleich die Nudeln vielleicht etwas zu groß waren, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wenn die Suppeneinlage größer als ein Standardlöffel ist, besteht Flucht- und damit Kleckergefahr und das muss nicht sein.
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Die Suppe war vollmundig aromatisch und nur deswegen nicht so gut wie meine, da sie nicht mit einer verdienten Legehenne des Volkes zubereitet und stundenlang leise vor sich hin geköchelt war. 😉

Box 3 (07.08.2019)

Möhre, Zucchini, Brokkoli-Röschen, Bohnen, Paprika, Champignons, Bambus, Kohl, Zwiebel, Sprossen, Mu-Err-Pilze – alles einmal durch den Wok gezogen und damit knackig frischer Begleiter zu etwas Pasta und etwas Hühnerfleisch. Und Sojasoße.

Achja: Und alles in Pappe. 😉

Das macht anfangs das Essen etwas schwierig aber spätestens im Magen kommt doch alles durcheinander.

Vielleicht hätte ich doch besser Reis genommen. Die Menge Soße hätte es handhabbarer gemacht.

Nudelbox mit Bolo (05.07.2019)

Ob sowas wirklich das richtige Abschiedsessen ist? Nunja, es geht „nur“ in den Urlaub. Aber ich werde eine Weile ohne die Becher, Alu-Assietten u.ä. auskommen müssen. Ich werde es überleben. 😉

Wobei ich das Gericht nicht schlecht machen will. Leckerness ist durchaus vorhanden. Nur gab’s heute keine Kräuter mehr. Und die gewünschte Nudelform war auch nicht da. Sowas habe ich noch nie erlebt.

Diese Röhrchen sind für den Becher einfach zu groß, man kann nicht vernünftig umrühren. Geschmeckt hat es trotzdem.
Bye, bye Einkaufscenter mit Imbissangeboten. Willkommen Urlaub. Mal sehen, was es da zum Mittag gibt.

Box 7 (25.06.2019)

Spät, aber dann doch. Wobei es das Mittag gar nicht so spät gab, aber danach kam dann irgendwie das eine zum anderen.
Da lieferte das Mittag aber auch die Vorlage. Zur klassischen Chinapfanne (gebratene Nudeln, Gemüse, Hühnerfleisch) kommt in Box 7 noch Soße.

Davon ist anfangs allerdings nichts zu sehen. Zumal es die Wahl zwischen einer süß-sauren und einer pikanten Variante gab.

Erfahrungsgemäß ist die süß-saure Soße eher rötlich, so dass das zweite Bild darauf hindeutet, dass ich mich für die pikante entschieden habe. Es ist eine Art Sojasoße, die aber auch eine gewisse Schärfe hatte. Gar nicht schlecht. Kommt auf die Liste „kommt mal wieder“.

Box 3 (26.04.2019)

Tja, viel zu erzählen ist eigentlich nicht. Der Kollegenrat wollte asiatisch, und so habe ich mal Box 3 bestellt.

Eines der chinesischten Gerichte, die vermutlich vor Ort absolut unbekannt sind. Chop Suey. Hier in der Version mit Pasta.

Schön gemüsig, etwas Hühnchen, Nudeln, … Alles, was glücklich macht. Manchmal braucht man es ja.

Box 6 (16.04.2019)

Es gibt die schöne Idee, sich in chinesischen Restaurants immer die gleiche Nummer zu bestellen, ohne vorher auf die Karte zu schauen. Mal sehen, was dann jeweils kommt. Ein entsprechendes, aber negatives Erlebnis hatte ich mal mit einem Essenbringdienst, wo wir aus einer älteren Karte bestellten, mittlerweile hatte der Lieferant neu durchnummeriert. Wir haben es überlebt, den Lieferdienst gibt’s schon lange nicht mehr.

Das sieht auf den ersten Blick nicht so besonders aus, was einem leicht verlängertem Transport geschuldet war, da jemand noch etwas wollte von einem Stand, den eine längere Warteschlange belagerte. Ich habe gehört, dass die panierten Hühnchenstücke knusprig in die Papppackung kamen, spätestens auch durch die süß-sauer Soße klebte später doch alles.

Auch die Pasta hat sich gut mit der Soße voll gesogen. So war alles schön schlotzig und mundete trotz der kleinen Abstriche recht angenehm.

Pasta mit Carbo … Neehe (12.04.2019)

Sorry, aber ich weigere mich, das Gericht Carbonara zu nennen. Was übrigens keinerlei Aussage über die Qualität ist. Eine schöne Schinken- oder Speck-Sahne-Soße ist ein guter Begleiter zur Pasta und stellt damit ein eigenständiges Gericht dar. Aber es ist keine Carbonara. Höchstens eine deutsche Carbonara. Genau wie deutsches Chili con carne mit Mais und Paprikawürfel (eigentlich gehören nicht mal Bohnen wirklich hinein) oder deutscher Cappuccino mit Filterkaffee und Sahnehaube oben drauf.

Die Präsentation im Rahmen der Möglichkeiten wie immer sehr ansprechend. Die Würfelchen in der Sahnesoße scheinen wirklich Speckwürfel zu sein.

Im großen und ganzen lecker, aber mit leichtem Fehlaroma, bei dem ich nicht weiß, was es ist und wo es her kommt. Es könnte irgendein Kraut sein oder irgendwas aus der Speckherstellung. Mich stört ein sehr ähnliches Fehlaroma auch bei manchen Sülzen aus dem Glas.
Aber egal. Nudeln in Speck-Sahne-Soße ist eine wohlschmeckende Pasta-Variation. Nur der Verkaufsname ist irreführend.

Fussili mit Gulasch (05.04.2019)

Der Kollegenrat entschied heute für Pasta und ich mich für „Gulasch“. Das ist so schlecht nicht, hat aber manchmal mit den Eigenheiten eines Schweinefleisch-Gulasch zu kämpfen. Die kleinen Würfelchen neigen zur Trockenheit, obwohl sie in der Soße liegen.

Aber der erste Eindruck ist wie immer ansprechend und schmecken tut es auch. Vielleicht wäre eine Annäherung an die Klassiker und damit die Verwendung von Rindfleisch eine Idee.

Vermutlich gibt es gute Gründe dagegen, sonst würde man es ja machen. Aber wer Schinken-Sahne-Soße als Carbonara verkauft…

Geblatene Nudeln mit Flühlingslollen (04.04.2019)

Ja, ich habe den flachen Gag wirklich gemacht. Und ich setz‘ noch einen drauf: Ich verstehe die Chinesen nicht. Nennen sie ihr Hauptnahrungsmittel ‚Reis‘ und können gar kein ‚R‘ sprechen. Sorry, aber es ist spät und ich habe die heutige Mittagsstory vergessen online zu stellen.

Frühlingsrollen, darunter ein paar gebratene Nudeln mit einem Hauch scharfer Soße.

Wenn man zwei Rollen gegessen hat, kommt man auch an die Nudeln. Aber in diesen Pappboxen ist es meist recht eng.
Man soll zugegebenerweise nicht immer nach Äußerlichkeiten gehen, aber die Quelle dieser fernöstlichen Köstlichkeiten (die so in Fernost vermutlich keiner kennt) ist interessant zu beobachten. Das Teamwork hinterm Tresen ist so multikulturell, dass die „Amtssprache“ dort zumindest zeitweise Deutsch ist, als kleinster gemeinsamer Nenner.
Nachdem meine geliebte Box 5 auch nicht mehr das ist, was sie mal war, teste ich gerade die Alternativen aus, wenn der Kollegenrat den Mittagstisch von dort ordert.

Spirellis mit Tomatensoße und Jagdwurstwürfel (11.03.2019)

Da hätte ich doch heute beinahe verpasst, das Essen zu fotografieren. Deswegen sieht es doch schon etwas angeknabbert aus. 😉

Es handelt sich um eine Variation des Kantinenklassikers Nudeln mit Jägerschnitzel (Ost) und gefiel mit einer tomatenfruchtigen Soße und unpanierter Jagdwurst in Würfelform. Die klassische Variante hatte den warmgehaltenen Transport bei weitem nicht so gut überstanden: Die Panade aufgeweicht und die Nudeln zu einem Pudding verschmolzen.
Aber durch die getrennten Fächer kam alles in besserem Zustand an als man hätte befürchten können. Die Nudeln trennten sich einfach bei der Berührung mit der Soße, nur dass etwas wenig Rangierplatz in der Packung war. Aber langsam kommt man in Übung und bräuchte nicht mehr diese überdimensionierten Teller mancher Restaurants. 😉