Pastarezepte haben den großen Vorteil, dass sie meist schnell und einfach zuzubereiten sind und lecker schmecken. Natürlich sollten die Zutaten stimmen, sonst wird das nix.
Apropos Zutaten: Neulich erwarb ich mal ein Gläschen Sanddornmeerrettich, der mich geschmacklich nicht sonderlich vom Hocker riss. Als ich ihn aber mit etwas Majonäse mischte, wurde es fast eine kulinarische Offenbarung. Natürlich wurde er dadurch etwas milder, aber auch der fruchtige Sanddorn-Geschmack kam umso besser hervor und beides passte wunderbar aufs Brot mit Bratenaufschnitt oder Roastbeaf. Aber das nur nebenbei.

Ja, ich habe Lauch in dünne, lange Streifen geschnitten. Immerhin soll es ja Spaghetti geben.

Und dafür wird ein Topf mit Wasser und eine Pfanne gebraucht. Wasser zum Kochen bringen und salzen, Pfanne vorheizen.

Für die Soße noch etwas Paprika und Schalotten vorbereiten.

Kocht das Salzwasser, kommen die Spaghetti hinein.

Haben sich die Spaghetti soweit erweichen lassen, unter Wasser zu gehen, können die Lauchspaghetti nachgereicht werden.

Das Öl wird in die heiße Pfanne gegeben.

Die Schalotten, ggf. mit etwas Knoblauch kommt ins Öl und wird gut angeschwitzt, auch etwas angebräunt. Dann kommen die kleingeschnittenen Paprikaschoten dazu.

Ist es etwas trocken in der Pfanne, wird mit dem Wasser aus dem Nudeltopf abgelöscht.

Hier kam noch etwas Tomatenmark dazu, zum einen als Geschmacksgeber, zum anderen als Bindemittel für die Soße … sorry: den Beiguss. 😉 Das Mark wird mit angeröstet, etwas Paprikapulver ergänzt die geschmackgebende Anwesenheit.

Mit ordentlich Nudelwasser wird dann abgelöscht …

… so dass sich eine cremige Soße ergibt. Also nicht zu viel Wasser, aber auch nicht zu wenig. Eine halbe Chilischote kam auch noch mit hinein.

Dann sind die Nudeln auch al dente und werden tropfnass aus dem Topf in die Pfanne gehoben.

Und schon sind wir fast fertig. Alles ordentlich durchmischen …

… und dann sieht es in der Pfanne gut aus. Dabei sollte man die Chilischote im Auge behalten, immerhin will man später nicht raufbeißen.

Mangels Parmesan im Haus habe ich ein paar Frühlingszwiebelrollen rüber gestreut. Und immer noch muss man die Chilischote im Auge behalten, sie ist noch drin.
Zur allgemeinen Beruhigung: Vor dem Verzehr habe ich den kleinen Scharfmacher entfernt. Er gab dem Gericht noch ein bisschen Pfiff mit, hätte aber wohl auch gut von Anfang an mit in die Pfanne gelangen können. Nur mal so als Idee.
Schlagwort: Paprika
Wichtigstes Kochutensil: Die Pfanne (mit Deckel)
Beim Schnibbeln und beim Ziehenlassen kann der Geist durch die Gegend schweifen und kommt dann auch mal gern zum Philosophieren. Gedankenfetzen, die man irgendwann angedacht wurden, kommen und verbinden sich zu ganzen Gedanken oder auch zu Meinungen. Natürlich spielt dabei das Kochen und das Bloggen darüber eine gewisse Rolle, sonst würde ich es nicht hier schreiben.
Wenn man so eine paar scharfe, dünne Knacker, eine rote Paprika und zwei Kartoffeln in kleine Ringe oder Würfel schneidet und dabei resümiert, was man so in den letzten Tagen, Wochen und Monaten so auf diversen Kochblogs und dazu gehörigen Twitter-Accounts gelesen hat, kann man sich des Eindrucks nicht erwähren, dass der Gedanke, dass Essen immer mehr eine Modeerscheinung, eine neue Pop-Kultur oder etwas ähnliches ist, den ich neulich mal irgendwo las. Dagegen ist zwar grundsätzlich nicht viel zu sagen, aber es gibt doch ein paar Entwicklungen, die bedenklich stimmen.
Während die Pfanne auf einer Herdplatte gut erhitzt wird (heiß, aber nicht zu heiß), fallen einem ein paar Beispiel ein. Dazu gehört die unreflektierte Präsentation von Produkten aus großtechnischer Herstellung (um mal das Wort „Lebensmittelindustrie“ zu vermeiden), die vor allem durch diverse Hilfs- und Zusatzstoffen auffallen, die die Produktion einfacher und billiger machen, die aber für den Esser überflüssig sind und nicht ins Essen gehörten, wenn man es vernünftig hergestellt hätte. Oder die Superfrüchte, denen irgendwelche Superwirkungen unterstellt werden, und deren Vertreiber ihren Modehype ausnutzen und überteuert verkaufen. So sinnlos.
Genau wie die Verquickung von Werbung und Blog. Nichts gegen die Werbung als Finanzierungsmöglichkeit für sein Internetangebot, aber wenn der Blogger nicht sauber zwischen Werbung und Beiträgen trennt, weil er teilweise selbst nicht mitbekommen hat, dass er zu Werbezwecken missbraucht wurde, finde ich die Kommerzialisierung doch eher kritisch. Sicher genießen es manche auch, missbraucht zu werden, wie anders sind sogenannte „Kooperationen“ sonst zu verstehen. Der Begriff „commercially launched posts“ geht mir durch den Kopf, als ich die Wurstschnibbel in die Pfanne gebe und leicht auslasse. Okay, mir ging eher „kommerziell initiierte Beiträge“ durch den Kopf, mein Englisch ist ja nicht so groß (My english is very small.). Den Rest erledigte ein Online-Übersetzer.
Wenn sich etwas Fett in der Pfanne zeigt, kommen die Paprika- und die Kartoffelwürfel hinzu. Alles wird gut durchgeschwenkt und dann mit Deckel eine gute Viertelstunde auf die schwach erwärmte Herdplatte gestellt. Beide Gemüse sollen fast gar ziehen. Ab und zu kann zwischendurch alles mal durchgerührt oder -geschwenkt werden. Nebenher philosophiere ich weiter. Sicher kann nicht jeder Blog einfach nur „Berichte aus der Küche“ liefern. Damit wäre die Vielfalt der Foodblogs doch recht eingeschränkt (eine kleine Auswahl). Jeder muss sein eigenes Konzept finden und weiter entwickeln. Und es wird immer Sachen geben, die einem weniger oder mehr gefallen als andere.
Der Pfanneninhalt bleibt trotz Deckel eher trocken. Also nehme ich zwei Tomaten, schneide sie in kleine Würfel und gebe sie mit in die Pfanne (unterrühren oder -schwenken). Ein bisschen Salz ergänzt die Beigabe. Der Deckel kommt wieder rauf. Irgendwie entwickelt sich das Gericht so, wie ich es mag: Einfach, natürliche Zutaten bilden die Mehrheit, je höher Lebensmittel verarbeitet wurden, desto weniger kommen sie beim Essen oder Kochen vor. Einfache, aromatische Küche. Wenn ich was kompliziertes auf dem Teller haben will, gehe ich essen. Zumindest versuche ich es. 😉 Das ist meine Philosophie. Und deswegen brauche ich für ein leckeres Essen manchmal auch nur eine Pfanne mit Deckel.
Die Tomaten haben etwas Soße in die Pfanne gebracht, die Kartoffeln sind weich, also kann abgeschmeckt und finalisiert werden. Salz, Pfeffer, Paprika, eine Spur Zucker runden den Geschmack ab.

Und weil mir alles doch nun etwas zu fl+üssig geworden ist, freue ich mich darüber, dass ich mehlig kochende Kartoffeln für das Gericht verwendet habe. Also wird die Hitze unter der Pfanne etwas intensiviert und der Pfanneninhalt mit ein wenig Nachdruck umgerührt. Nach ein wenig Zeit bindet die Stärke der sich leicht auflösenden Kartoffeln die Soße.

Den Vorgang kann man so lange weiter treiben, bis die gewünschte Schlotzigkeit erreicht ist. Entweder flüssiger lassen oder eben cremiger. Etwas Grünzeug obendrauf macht den Blick auf den Teller noch Appetit anregender.
Da das Essen vor der Moral kommt, wird jetzt erstmal gegessen. Die Gedankenfetzen landen wieder im Vorratsspeicher. Vielleicht mache ich irgendwann mal einen ausführlichen Artikel draus. Guten Appetit.
Schnell und gut
Beim Bearbeiten der „drögen“ Bilder fallen mir noch ein paar weitere auf, zu denen ich noch keinen Blogbeitrag geschrieben habe. Es geht eigentlich um Fast Food, aber mal wieder im besten Sinne. Auch gutes Essen kann so schnell vorbereitet sein und alles dauert nicht länger wie Nudeln kochen.
Das Prinzip ist einfach und eigentlich viel zu oft beschrieben: Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen, Salz hinein und dann die Pasta al dente garen. Dazu nimmt man 100 g Trockenpasta, 10 g Salz und 1 l Wasser pro Person. Während sich das Wasser erwärmt, stellt man schon mal gleich eine Pfanne mit auf und gibt dort etwas Olivenöl hinein, dass man langsam, aber nachhaltig erwärmt (nicht zu heiß!). Mit einem Auge auf dem Topf mit dem Nudelwasser greifen wir uns einige Cocktailtomaten, vielleicht auch ein paar Snackpaprika, auch ein Rest Salatgurke darf es sein, oder was man sonst noch so mag und was vorhanden ist. Hier nutzen wir nur Cocktailtomaten.
Und eine Schalotte pro Nase. Die wird geschält, klein gewürfelt und ins erwärmte Olivenöl gegeben, damit sie glasig werden kann. Nebenher kocht vielleicht auch das Nudelwasser, so dass wir das Salz und danach die Pasta hinzu geben können. Sprudelnd kochen lassen. Nebenher Schneiden wir die Tomaten kleiner. Cocktail- und ähnlich große werden nur halbiert, größere geviertelt und noch größere auch vorher noch gepellt. Alles kommt dann gleich in die Pfanne mit dem Olivenöl und den Schalotten und wird etwas durchgeschwenkt.
Ist die Pasta al dente, wird sie mit einem Schaumlöffel oder ähnlichem Küchenutensil direkt aus dem Kochwasser in die Pfanne gegeben.

Alles wird gut durchgeschwenkt und mit wenig Salz, Pfeffer, Paprika, Chili, … gewürzt. Weniger ist hier manchmal auch mehr. Dann kommt noch etwas Parmesan üben drüber.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, muss er dafür nicht gerieben werden. Und schon mal gar nicht muss fertig gerieben gekaufter genutzt werden! Diese Parmesanspäne entstanden beim Bearbeiten eines Stückes Käses mit einem Sparschäler. Einfach mal austesten! Die Späne (auch von anderen Hartkäsen) kann man auch gut zum Garnieren u.ä. nutzen.
Zum Schluss kommt noch etwas Grünes in Form einiger – leicht zerzupfter – Basilikum-Blätter mit in die Pfanne. Durchschwenken und essen. So schnell ist gutes Essen fertig. Kleine Anfangsbedingung: Die Qualität der Ausgangsmaterialien muss stimmen. Aber dann gehts schnell und einfach. Wie die Ungarn schon lange sagen: „Gute Zutaten, halbe Arbeit.“ Oder so ähnlich.

Und die Varianten sind so vielfältig. Guten Appetit.
Fastfood / Slowfood
Wenn man mal schnell was zum Essen braucht, sollte man sich irgendwann vorher mal etwas Zeit – ganz prophylaktisch – investiert haben. Auch wenn es nur am Vortag war. Eine Variation zum Thema.

Beginnen wir aber mit dem schnellen Teil, also dem zweiten. Hier kochen bereits ein paar Spirelli-Nudeln in hinreichend heißem und salzigem Wasser, was die beilagige Basis des kleinen schnellen Essens werden soll.

In der Pfanne werden Scheiben von Paprika-Salami nachhaltig erwärmt. Ob das eine gute spanische (Chorizo) oder italienische oder ungarische oder … ist, bleibt dem persönlichen Geschmack und dem Gehalt des Kühlschrankes überlassen. Im konkreten Fall zerläuft eine ungarische.

Die Salami wird ein wenig angeröstet, wer möchte, kann das sich bildende flüssige Fett auch vor der weiteren Verarbeitung entsorgen.

In dem Topf befindet sich eine Tomatensoße, die ich am Vortag mit wenig Hitze und viel Zeit zubereitet habe. Ganz Slow und gemütlich wurde dazu eine gewürfelte Schalotte in etwas Olivenöl angeschwitzt. Die eine oder andere Stelle als Quelle der Röstaromen ist durchaus gewünscht. Dann wurden die Zwiebeln etwas beseite geschoben und auf dem gleichen Topfboden ein Esslöffel Tomatenmark angeröstet. Etwas Paprikapulver darf auch dabei sein. Dann wird der gesamte Topfinhalt gut durchgemischt. Ergänzt wird alles mit einer guten Handvoll (halbierter) kleiner Tomaten (Cocktail, Dattel, …), einer Chilischote nach Wahl und Form und einer Espresso-Tasse voll Ananassaft. Deckel drauf, kleine Hitze an und dann ignorieren. Vielleicht gelegentlich mal umrühren. Wichtig ist, dass die Hitze so klein ist, dass nichts anbrennt. Nach mindestens einer Stunde freundlicher Abgeschiedenheit (ich habe ein angenehmes Nickerchen gemacht) wird alles kräftig durchgerührt, wer möchte, püriert alles. Davor sollte man aber die Chili-Schote rausnehmen, außer, man möchte es sehr scharf. Abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer, Zucker und ggf. ein paar Tropfen Balsamico-Essig (mag man es etwas saurer, wird hier der weiße empfohlen, oder man nimmt eine nicht so schöne Farbe in Kauf). Fertig. Kann man einfrieren, kann man sich aufs Brot streichen. Kann man aber auch in die Pfanne mit den Wurststücken geben.

Alles wird durchmischt und kann dann schon angerichtet werden.

Der Parmesan wurde diesmal gehobelt. Ein Sparschäler leistet dabei gute Dienste. Die Soße ist der aromatisch, auch ohne die Paprikawurst. Die kleinen Tomaten haben außerhalb der Saison doch das meiste Aroma. Und das Tomatenmark hilft da sicher auch. Gerade auch für die Bindung ist es ebenfalls wichtig.
Aufgepeppte Bratkartoffeln
Flüchtige Betrachter würden das, was da in der Pfanne schmurgelt, als Bratkartoffeln identifizieren.

Das ist im wesentlichen auch richtig, aber man muss sie ja auch nicht immer so machen, wei man sie immer macht, sondern variieren. Deswegen blicken wir mal genauer hin. Aber Vorsicht! Nicht mit der Nase an den Monitor stoßen!

- Bratkartoffel
- viele Zwiebelwürfel
- gewürfelte gelbe/orange Paprika
- Chilischote (rechtzeitig wieder raus nehmen!)
- gehackte gelbe Tomate
Das gibt dem ganzen mal eine feurige, fruchtige Note. Natürlich wird das Gericht traditionell vollendet:

Das macht Spaß, ist mal was anderes und man freut sich wieder auf „normale“ Bratkartoffeln. 😉
Brennende Liebe – Etwas gelöscht und die Sache mit der Nudel
Dass der Gott des (herzhaften) Kochens vor den Genuss immer das Zwiebelschneiden gesetzt hat, ist auch nicht immer verständlich. Aber immerhin hilft es. Dies sind übrigens drei normale Zwiebeln, die grob in Würfel geschnitten wurden. Das muss nicht schick sein, da sie sich im Laufe der Zubereitung sowieso auflösen soll. Die Paprika ist schon nur optional, gern auch in gelb oder Orange oder auch gar nicht.

Und ob man wirklich zwei Chilischoten verwenden muss, bleibt auch dem Koch und vor allem dem späteren Esser überlassen. Aber sie sind ja relativ groß, also nicht so scharf – eine Einschätzung, die sich später als falsch herausstellte.

Während des Schneidens der Zwiebel erhitzt sich auf dem Herd schon mal ein Topf, der dann zügig hintereinander mit Öl (raffiniertes Rapsöl) und den Hähnchenherzen befüllt wird. Sie sollten möglichst schnell etwas Farbe bekommen, also viel Hitze und wenig umrühren.

Haben die Herzen (das funktioniert übrigens auch mit Fleischwürfeln oder anderen bratfähigen Sachen) etwas Farbe bekommen und Bratspuren auf dem Topfboden hinterlassen, werden sie dem Kochgefäß entnommen.

In diesen Bratensatz kommen nun bei unveränderter Hitzezufuhr die gewürfelten Zwiebeln. Sollte kaum noch Öl im Topf sein, hilft vorher ein wenig Nachschub.

Sind die Zwiebeln gut angeschmort und leicht gebräunt, schiebt man sie etwas beiseite und gibt Tomatenmark sowie Paprika (je nach Vorliebe edelsüßen oder scharfen oder eine Mischung aus beiden) hinzu und röstet die leicht an, bevor man alles mit den Zwiebeln vermischt.

Zum Ablöschen reicht etwas Wasser, vielleicht eine kleine Tasse voll. Rotwein wäre auch eine Maßnahme, oder Gemüse-/Tomatensaft. Von Bananenlikör sei abgeraten.

Dann wird alles gut durchgerührt und aufgekocht. Das ist ein guter Zeitpunkt für die Zugabe der Gemüse und würzenden Schoten.

Jetzt dürfen auch die Herzen wieder mit dazu.

Nochmal alles gut durchrühren und dann auf geringer Hitze und unter einem Deckel in aller Ruhe vor sich hin köcheln lassen. Das kann, je nach verwendetem Fleisch, durchaus ein wenig dauern. Und auch die Hähnchenherzen verlieren irgendwann von ihrer Gnubbligkeit und werden zart und weich.

Wem das ganze noch zu unflüssig ist oder zu wenig fruchtig, kann übrigens auch noch ein paar klein geschnittene Cocktail-Tomaten dazu gehen. Größere Tomaten würde ich schälen.Auch Gewürze wie etwas Majoran und/oder Thymian sind gern gesehen. Wer genau hinguckt, entdeckt auch das Lorbeerblatt, dass ich mitgekocht habe.

Irgendwann sind auch die Zwiebeln verkocht und zerschmolzen. Kräftiges Umrühren unterstützt den Prozess. Auch wenn es so aussieht, aber in der nachfolgend abgebildeten sämigen Soße ist nichts weiter drin als bisher beschrieben. Die Bindung kommt wohl vor allem durch die Zwiebeln und das angeröstete Tomatenmark.

Wem jetzt doch beim Abschmecken (Salz, Pfeffer, Paprika, Chili usw.) auffällt, dass anfangs die Peperoni-Menge doch zu groß war, kann die Schärfe mit der Zugabe von Frischkäse oder gewürfeltem Gouda (o.ä.) mildern. Beides sollte sich natürlich auch noch auflösen.

Dann kann auch schon angerichtet werden. Etwas Pasta hat man ja meist im Hause.

Feurige Liebe (wenn man die Herzen mal als Symbole dafür nimmt und mit der Chili etwas übertrieben hat).

Guten Appetit.
Frische Tomaten, leichte Pasta
Bei den Außentemperaturen isst man gern etwas leichter. Die Anregung zu nachfolgendem Gericht habe ich mal irgendwo im Fernsehen gesehen. Ich hatte allerdings nur noch das Grundprinzip im Hinterkopf, die Würzung kam frei Schnauze hinzu.

So eine bunte Tomatenmischung findet man gelegentlich mal im Supermarkt. Die beiden kleinen Paprika ebenso. Und ein paar der roten Tomätchen stammen schon von meiner Pflanze auf dem Balkon.

Sieht doch so schon richtig lecker aus. Aber wir wollen ja kochen. Wobei diese Früchte nicht mal wirklich erhitzt werden. Nur ein wenig. Erst einmal wird alles schön klein geschnitten. Es empfiehlt sich die Verwendung eines möglichst scharfen Messers, damit man die Tomaten nicht auspresst, sondern wirklich klein schneidet.

Dazu kommt auch noch eine ebenso fein gewürfelte Schalotte.

Alles wird auf dem Teller gut vermischt und dann mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, ein paar Tropfen Crema di Balsamico (oder Balsamico-Essig und etwas Zucker) gewürzt. Ich habe auch noch etwas Chayenne-Pfeffer dazu gegeben.

Nun wird die Pasta gekocht. Dazu setzen wir pro Portion 1 l Wasser auf.

Wenn das Wasser kocht, kommt ebenfalls pro Person 10 g Salz dazu.

100 g Pasta, im aktuellen Fall Muschelnudeln, kommen auch noch hinzu.

Jetzt stellt man den Teller auf den Topf als eine Art Deckel, muss aber ein wenig aufpassen, dass a) die Nudeln durchaus etwas sprudeln, aber b) nicht überkochen.

Der Tellerinhalt wird auch etwas durchmengt, während er sich langsam erwärmt. Irgendwann (Packungsbeschriftung und Garprobe) sind die Nudeln al dente.

Das Wasser wird abgeschüttet.

Nun geben wir den Tellerinhalt kurz mit in den Topf und mengen alles gut, aber schonend durch.

Dann kann auch schon angerichtet werden.

Etwas Schnittlauch ergänzen das Gericht sehr gut. Man könnte es vermutlich auch mit Parmesan probieren. Erfrischend, lecker, würzig. Guten Appetit.
Deutsche Nudel beflügelt
Naja, der Titel stimmt natürlich wieder mal nicht so ganz und ist der krampfhafte Versuch der Originellität. Auch wenn man den Umweg über den angliphilen Sprachraum nehmen muss, wo die Deutschen auch mal gern als „Krauts“ bezeichnet werden. Und damit genug der Wortklauberei. Wir fangen an mit dem Kraut.

Vom schon bekannten Spitzkohl werden wirder ein paar Blätter entfernt, so dass sie eine gute Portion zu ergeben scheinen. Letztendlich kommt aber eine Portion für zwei heraus. Die Erfahrung vom Endergebnis zeigt, dass es ruhig etwas mehr Kohl, als auf diesem Bild zu sehen ist, hätte sein können.

Außer den Kohlblättern verarbeite ich noch eine Spitzpaprika und etwas eingefrorene Brühe. Und Nudeln. Und eine Hähnchenbrust.

Die Kohlblätter werden in „Flecken“ geschnitten, der Paprika klein.

Vor dem Hintergrund aus Spitzpaprika und Spitzkohl werden noch eine Schalotte (oder mehr) und etwas Knoblauch (oder mehr) kleingeschnitten. Die wandern dann zusammen mit etwas Butter und Öl in die vorgeheizte Pfanne.

Treten erste Bräunungserscheinungen auf, können Kohl und Paprika dazu gegeben werden.

Zucker, Salz, Paprika und eine gehackte getrocknete Chilischote kommen hinzu.

Alles wird gut durchgerührt und dann leicht anschmoren gelassen.

Zeigt der Kohl erste Bräunungserscheinungen, wird mit etwas Brühe abgelöscht.

Nicht wundern: Die Brühe war teilweise noch gefroren. 😉 Wenn das dann geschmolzen ist, kommt der Deckeln drauf.

Der Pfanneninhalt schmurgelt jetzt bei kleiner Hitze vor sich hin.

Zeit genug, die Nudeln zu kochen.

Sie sollten bei der Fertigstellung noch sehr al dente sein. Auch die Hühnerbrust bedarf einer Vorbereitung. Eine Brust wird in dicke Tranchen geschnitten und dann in etwas Stärke gewälzt. Etwas Würze kann auch schon verwendet werden. In der Pfanne ist etwas Rapsöl.

Die Nudeln kommen dann in die Krautpfanne.

Die Hähnchenbruststücke werden noch mit etwas Butter durch die Pfanne geschwenkt.

Dann kann alles zusammen kommen.

Die portionsweise auf Tellern anrichten geht natürlich auch.

Vor dem Anrichten sollte natürlich abgeschmeckt werden. Spätestens hier sieht man aber auch, dass es anfangs ruhig etwas mehr Kohl hätte sei können.

Guten Appetit. Klassisch wäre das Gericht übrigens mit breiteren Bandnudeln oder selbst gemachten Nudelflecken in der Größe der Kohlflecken. Aber man kann auch variieren, sollte aber dann vielleicht den Originalnamen nicht verwenden. 😉
Eintopf, Einpfann, Einform?
Die einfachsten Dinge sind manchmal doch die besten. Aber das ist ein Gedanke, der hier schon öfter durch die Artikel geisterte. Und sicher auch weiter geistern wird. Gute Grundzutaten, einfache Zubereitung, leckeres Gericht. Diesmal als vollwertige Mahlzeit zu einem anderen Gericht, dass neulich leider fotofrei geblieben ist.
Alles fängt an mit einer Auflaufform.

In diese geben wir ein paar halbierte rohe Kartoffeln.

Diese Kartoffeln werden mit Salz, Rosmarin, Pfeffer und ggf. anderen backofenfesten Gewürzen versehen.

Dann kommt etwas Rapsöl darüber und alles wird gut vermengt.

Wer hat, nimmt jetzt ein passendes Gitter, dass er über die Auflaufform legt. Wer sowas nicht hat, packt das nachfolgende im Ofen nicht darüber, sondern daneben.

Auf dieses Gitter kann geschickt eine Hähnchenkeule platziert werden.

Dann verrührt man etwas Öl mit Salz, Pfeffer, Paprika und ggf. anderen interessanten Gewürzen und pinselt die Keule damit ein.

Das alles kommt jetzt für ca. 35-40 Minuten in den auf 170°C aufgeheizten Heißluftofen. Spätestens, wenn man keinen Heißluftofen hat, sollte man bei Ober- und Unterhitze Kartoffeln und Hühnerbein wirklich nebeneinander legen. Heißluft geht aber sehr viel einfacher.
Dann muss eigentlich nur noch angerichtet werden. Zu den Backkartoffeln gibt es noch das hier schon erwähnte Tzatziki.

Guten Appetit.
Summer in the city … ähm … platter
Das Wetter heute Mittag war fast sommerlich, zumindest, wenn man es durch die geschlossenen Fenster beobachtete: Sonne satt und leicht mit Wölkchen bepuderter blauer Himmel. Da dachte ich, mach doch mal was sommerliches zu Mittag.

Scharfe Salami, ein paar Datteltomaten, eine spitzpaprika, eine Schalotte, ein paar Knoblauchzehen und natürlich die Pasta. Mehr braucht man fast gar nicht. Achso: Olivenöl, Salz (wenig), Pfeffer (mehr) und was man sonst noch so denkt, gehören natürlich auch noch so hinein.
Apropos Pasta. Dreimal dürft ihr raten, wann ich die geschenkt bekommen habe. Aber bitte dreimal! Nicht gleich beim ersten Mal rausbekommen. 😉

Kommen wir aber zur Zubereitung. In einer Pfanne wird das Olivenöl nachhaltig, aber nicht zu stark erhitzt.

Dann kommen die klein geschnittene Schalotte und der Knoblauch, auch zerkleinert, hinein.

Ein Stückchen von der scharfen Wurst wird in Würfel geschnitten und ebenfalls hinzu gegeben.

Der Paprika wird wird ebenfalls klein geschnitten und hinzu gegeben.

Auch die Tomaten (halbiert) dürfen nicht vergessen werden.

Alles wird einmal durchgerührt, dann die Hitze klein gestellt und der Deckel darauf gegeben.

Nun ist es Zeit, die Pasta nach Vorschrift zuzubereiten, sie sollte noch gut al dente sein, wenn sie aus dem Wasser kommt. In der Pfanne gart sie anschließend noch ein wenig nach. Denn dort kommt sie hinein.

Auch das wird alles nochmal durchgerührt, ohne die Nudeln zu zerstören.

Man könnte jetzt direkt aus der Pfanne essen. Probieren und abschmecken geht auf jeden Fall so. Kräuter, Parmesan oder ähnlichen können dem Essen auch noch beigegeben werden.

Man kann es aber einfach nur auf einem Teller anrichten und genießen. Guten Appetit. Ich hatte fast mit dem Gedanken gespielt, auf dem Balkon zu speisen … Das Thermometer meinte aber: „Du spinnst, wenn Du das machst.“
