Schnelles Mittag, auch mal am Sonntag

Das Kochblog-Universum hat schon einige, sehr vielfältige Bewohnende. Vergleiche mit einschlägigen SciFi-Serien und -Filmen oder deren Parodien vermeide ich mal, das führt nur zu Missverständnissen. 😉 Und die sind sowieso vielfältig, zumal Begrifflichkeiten nicht immer so eindeutig sind. Dabei meine ich diesmal nicht mein Lieblingsthema Gyros, der natürlich nur echt vom Drehspieß sein kann, wie der Name schon unterstellt. Alles andere ist Pfannengeschnetzeltes, nach Gyrosart gewürzt. Immer mehr amüsiere ich mich über offenbar A.I.-generierte Blogs oder Blogs, die mit extralangen Artikeln und offensichtlich A.I.-aufgehübschten bzw. generierten Bildern glänzen und versuchen, ein Zubrot zu erwirtschaften. Da sind mir die handgemachten und nicht ganz so perfekten schon sehr viel lieber. Aber auch hier ist man vor Faux pas nicht gefeit.

Ein breites Grinsen zaubern mir immer wieder Themen wie „Original Soljanka Rezept“ oder feinfühliger „Das Original-DDR-Rezept für Tomatensoße“ oder das ursprüngliche Rezept Bolognese oder Chili con carne auf’s Gesicht. Das Kommentieren zu den Beiträgen habe ich aufgegeben. Noch lustiger wird es, wenn oben drüber „Original“ steht, im Artikel dann aber nach Herzenslust variiert wird. Wie bei vielen gewachsenen Gerichten gibt es meist kein „Original“, und selbst durch Einheitsparteien gelenkte Staaten hatten eine erstaunliche Varianz in der Zubereitung von Gerichten. Da gab es nicht nur regionale, sondern auch zeitliche Unterschiede. Sicher, man kann ja manchmal eine Art Essenz aus allen verfügbaren Rezepten eines Gerichtes ziehen, aber das wird dann so abstrakt, dass es auch nicht stimmig wird. Meist sind die kleinsten gemeinsamen Nenner aller Varianten eines herzhaften Rezeptes Salz und Pfeffer, bei allen anderen Zutaten hat jeder was eigenes. Oder wo sind die echten Unterschiede zwischen Soljanka (in all ihren Varianten) und Minestrone. Immerhin kennen wir es bei gefüllten Nudeln ja auch, die regional variierend als Wan Tan, Ravioli, Maultaschen, Dim Sum oder letztendlich auch als Mac’n’Cheese daherkommen, zu Bällchen geformt, paniert und frittiert. Letztendlich könnte man den Gedanken zusammenfassen, dass Rezepte mit „Original“ im Titel nur dann wirklich seriös sind, wenn es etwas völlig frei selbst entwickeltes ist und es in der Floskel „Mein Original“ daherkommt.

Wie komme ich drauf? Dieser Tage las ich einen Artikel über cremige Pasta. Möchte man sowas essen? Wo doch immer alle dringend darauf hinweisen, dass Pasta unbedingt al dente zubereitet werden muss. Cremig wäre doch dann eigentlich viel zu lange gekocht. Oder meint Pasta vielleicht doch das ganze Gericht? In meinem Kopf haben sich die Begriffe „Pasta“ und „Nudeln“ synonym verknüpft, in einem Anflug von Präzisierung hängt die Unterscheidung eher an der Herkunft der Teigwaren. So wurden in dem Rezept auch nicht die Nudeln cremig sondern „nach Packungsanleitung“ gekocht; in dem Zustand kamen sie aber mit einer cremigen Soße in Verbindung. So erklärt sich die Verbindung von cremig mit Pasta und ich baue wohl mal meine Vorurteile ein wenig um, indem ich Pasta nicht nur als Nudeln sondern auch als Nudelgericht synonymisiere. Interessanterweise hat damit das italienische Wort „Pasta“ eine gewisse Parallele mit dem englischen „intelligence“, das ja auch im deutschen mehrere, teils weit auseinanderliegende Bedeutungen hat. Vielleicht sollte man es (ähnlich wie „pregnant“ nicht mit „prägnant“ übersetzt werden sollte) auch nicht mit „Intelligenz“, sondern mit „Nachrichtendienst“ übersetzen. Gerade auch in Verbindung mit A.I. fände ich die Übersetzung als K.N. viel treffender. Der ehemalige Sprachhüter Bastian Sick – ältere erinnern sich – nannte sowas mal „falsche Freunde“, wenn englische und deutsche Begriffe sehr ähnlich klingen, aber doch sehr verschiedene Bedeutungen haben.

Sonntagmittag

Nach der Geistesleistung 😉 braucht’s auch was „vernünftiges“ in den Magen. Immerhin verbraucht das Hirn gut ein Drittel der gesamten Energie, die der Mensch so aufnimmt. Wobei das vermutlich ungenau formuliert ist. Also vielleicht nochmal besser: Immerhin setzt das Hirn gut ein Drittel der gesamten Energie um, die der menschliche Organismus als ganzes umsetzt. Ob damit dann immer nur Geistesleistungen gemeint sind oder „nur“ der Kopf als großer Wärmeabstrahler, sei mal dahin gestellt. Und dann kommt u.U. immer noch die heiße Luft dazu, die in Worte codiert manchen Mündern entfleucht. Da ist es vermutlich gut, dass ich Übertragungen von Parteitagen nicht folge, die doch auch zu großen Heißlufterzeugern mutieren (bzw. es von vornherein sind). Über manchen müsste man waagerechte Windräder installieren, um der aufsteigenden Hitze gleich einer Weihnachtspyramide die Energie zu entziehen, um damit Wärmepumpen anzutreiben, die dann die heiße Luft absaugen und energetisch nutzbar machen. Wobei das keine neue Idee ist und schon so gemacht wird (bis auf das nutzbar machen). Meist finden solche Veranstaltungen in klimatisierten Räumen statt und es gibt gekühlte Getränke. Beide Geräte (Klimaanlage und Kühlschrank) sind physikalisch-technisch gesehen Wärmepumpen.

Sonntagmittag – der zweite Versuch

Jetzt aber zum Essen. Wobei: ein wenig hei´ße Luft ist auch dabei. Heiß und trocken. Die Kartoffeln und zum Ende hin auch die Wurst kamen in den Heißluftofen.

Ofenkartoffeln, Rahmkohlrabi, KäsebockwurstDabei waren die Kartoffeln nach dem Schälen in engem Kontakt mit etwas Öl, Salz und Rosmarin, die Wurst kam naturell (wenn man das bei Wurst so nennen kann) in den Ofen, nachdem von den 30 min. für die Kartoffeln 22 vorbei waren.

Ofenkartoffeln, Rahmkohlrabi, KäsebockwurstDer Kohlrabi war geschält und grob gewürfelt. In einer Pfanne wurde eine geschnittene Schalotten angeschwitzt, dann mit einem Becher Schlagsahne abgelöscht und die der Kohlrabi leicht köchelnd in der Sahne gegart, bis er den nötigen Gargrad erreicht und die Sahne schön eingedickt ist. Salz und Pfeffer, am Ende auch etwas Chili geben Geschmack und Pfiff. Achja, und etwas Petersilie – für’s Auge.

Ofenkartoffeln, Rahmkohlrabi, KäsebockwurstDie Kartoffeln waren wirklich so klein. Und nach dem Schälen erst recht. Natürlich hätte man auch durch Vierteln Kartoffelspalten draus machen können. Aber wer hat das noch nicht gemacht? 😉

Feinfrost mit

Wenn bei einem Fertiggericht für die Pfanne drauf steht, dass man 4 Esslöffel Wasser dazugeben soll, wieviel Wasser gebt ihr dazu? Ich frage für meine Besteckschublade.

Fertiggericht mit Reis, Hähnchen, asiatischDas Gericht war „ohne künstliche Zusatzstoffe“ und auch ganz lecker. Kann man mal essen. Lief unter „Hähnchen süß-sauer mit Reis“. Es kann an meinem etwas durcheinander geratenen kulinarischen Tagesablauf am Samstag* gelegen haben, aber wirklich satt bin ich davon nicht geworden. Womit ich nicht auf die Menge anspiele, die war in Ordnung. Aber die sogenannten „Sättigungsbeilagen“ (hier: Reis) sind eben nicht für die Sättigung zuständig, sondern sorgen zügig für neuen Appetit (um das Wort „Hunger“, das an dieser Stelle falsch wäre, zu vermeiden).

Fertiggericht mit Reis, Hähnchen, asiatischDas Gemüse war recht knackig, alles gut abgeschmeckt. Das Geflügel hatte eine etwas eigentümliche, für Fertiggerichte aber nicht unübliche Konsistenz. Vielleicht wäre es eine Idee für die Firma, „Halbzeuge“ herzustellen, in dem Fall stelle ich mir die gleiche Mischung, nur ohne Fleisch vor, dass man dann aber selber frisch anbrät und dann die Reis-Gemüse-Soßen-Mischung darüber gibt. Könnte das Fertiggericht, dass es dann nicht mehr ist, verbessern. Ich erinnere mich, dass andere Hersteller mal solche Produkte hatten, allerdings mit totgegartem Gemüse aus Glas oder Dose.

Nochmal zurück auf die Ausgangsfrage: Wieviel Wasser sind 4 Esslöffel?

LöffelgrößeEine exakte Menge anzugeben, wird schwierig, offenbar hat die Standartisierung bei Esslöffeln noch nicht um sich gegriffen. Oder wir hatten in der DDR einfach die größeren Löffel. Bei der größten DDR, die es je gab, würde es mich nicht wundern.

Sonntagmittag

Wo wir gerade beim Tiefkühlhersteller ohne Zusatzstoffe waren. Die knusprigen Riesenfischstäbchen sind bei denen auch nicht schlecht.

Knusperfisch, Sahnekohlrabi, BackkartoffelWährend das Fischstück und die halbierten Kartoffeln im Ofen heißluftumwedelt buken, schwitze ich die Kohlrabiwürfel in etwas Rapsöl an und gab dann einen Becher Schlagsahne, Salz, Thymian und Pfeffer dazu. Dann köchelte das ganze so lange wie der Fisch im Ofen war zur Reduktion und Garung vor sich hin. Fertig.

Knusperfisch, Sahnekohlrabi, BackkartoffelZugegeben, bei den Kartoffeln musste ich etwas tricksen, ich hatte die mit 7 Minuten Verspätung mit in den Ofen gelegt, was dann ca. 14 Minuten Garzeit bedeutete und nicht reichte. Aber ein kleiner Schuss Mikrowelle im Anschluss (ohne den Fisch) reichte, um sie fertig zu garen. Das nächste mal gehen sie früher mit hinein und werden auch etwas ölbenetzt. Der Kohlrabi war nach den 20 Minuten in der Sahnereduktion bissfest, aber nicht mehr knackig, also eigentlich genau auf den Punkt.

Knusperfisch, Sahnekohlrabi, BackkartoffelUnd er war einfach nur lecker. Ich mag Kohlrabi, zumal es ihn in Portionsgröße zu kaufen gibt. Da die losen Möhren meist etwas reudig aussehen und die Beutel gefühlt 3 kg beinhalten, wovon mir dann 5/6 vergammelt, gibts lieber den Rabi. Wobei die Sahnesoße schon etwas feist ist. Aber Kohlrabi enthält kein Fett, Kartoffel auch nicht, und der Fisch kam aus dem Ofen … 😇

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*) Ich war arbeiten, das geliebte Samstagsfrühstück fiel weg und wurde durch Bäckerimbiss ersetzt. Zum Abend gab es dann „was richtiges“, eben die Tiefkühltüte.

Plan und Wirklichkeit (Teil 3756)

Eigentlich sollte es was anderes geben. Aber dann kam das eine zum anderen und … Ich habe noch geerbten sauer eingelegten Brathering, zu dem ich einen Kohlrabi-Kartoffelstampf machen wollte. Nachdem sich dann doch der gesamte Becher Sahne über die gedämpften Kartoffel- und Kohlrabi-Würfel ergossen hatte, plante ich spontan um.

Sonntagmittag

Kurz überlegte ich, ob ich eine schnell gegarte Kartoffel zur Verbesserung der Konsistenz nacharbeite, aber dann dachte ich an die daraus folgende Portionsvergrößerung und schob den Brathering wieder in den Kühlschrank. Diesem entnahm ich dann eine Hähnchenbrust, die ich grob teilte, salzte, pfefferte und gut anbriet. Währenddessen rührte und stampfte ich den recht flüssigen Kartoffelbrei gut durch, in der Hoffnung, er bindet noch ein wenig ab. Immerhin ballte sich alles zur Erkenntnis zusammen: 1 große Kartoffel, 1 kleiner Kohlrabi und 1 Becher Sahne sind keine ausgewogene Mischung. Zumal es auch noch eine festkochende Kartoffelsorte war; und der Kohlrabi noch ein klein wenig al dente. Die beiden hatte ich übrigens über wenig Wasser gedämpft, was ihrer Aromatik durchaus zugute kam. Das Endergebnis kann sich sehen lassen.

Kartoffel-Kohlrabi-Creme mit gebratener HühnerbrustNennen wir es Kartoffel-Kohlrabi-Cremé mit gebratener Hähnchenbrust. Messer und Gabel für die Hähnchenbrust (hätte ich aber auch vorher in mundgerechte Stücke schneiden können), den Löffel für die Cremé, die sich dann aber beim Essen als durchaus gabeltauglich erwies.

Kartoffel-Kohlrabi-Creme mit gebratener HühnerbrustFür einen Kartoffelbrei zu flüssig, für eine Suppe zu fest. Also Cremé. 😉 Man muss sich nur zu helfen wissen. Die Cremé war klassisch gewürzt: Salz, Pfeffer, Muskat. Ein paar TK-Kräuter zum Schluss darüber, mehr für die Optik als für den Geschmack.

Harmonie der Zusammenstellung

Wenn man ein Gericht kochen möchte, das bspw. aus verschiedenen Gemüsesorten besteht, dann kann man sich den Überlegungen hingeben, was wie am besten miteinander harmoniert, sich aromatisch gegenseitig ergänzt, wessen Texturen am besten zueinander passen. Um ein möglichste breites Spektrum abzudecken, kann man natürlich auch versuchen, Gegensätze zu kombinieren, Kontrapunkte zu setzen, so dass man beim Essen hin- und hergerissen wird, auf dem Weg zum vollendeten Genusserlebnis. Oder: Man nimmt einfach das, was weg muss. 😉

Dabei sollte man sich aber gut über die unterschiedlichen Garzeiten Gedanken machen. Nichts ist schlimmer, als wenn das eine schon langsam verkocht, während das andere noch sehr al dente ist. Hinterher ist man schließlich immer schlauer. Und satt. Eine schöne Kombination.

Leer, aber gut erwärmt: die PfanneEntgegehn einer These, die ich kürzlich erst aufwarf, beginnt offensichtlich nicht jedes herzhafte Gericht mit Zwiebeln schneiden. Das hat in diesem Fall den Grund, dass noch einiges zwiebeliges dazukommt. Aber wir fangen diesmal mit einer gut, aber nur sanft erhitzten Pfanne an.

Speck in der PfanneIn diese kommt etwas gewürfelter Bacon. Leider ist der hier etwas fettarm geraten. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch wegen des Geschmacks, wird das alles mit etwas Butter aufgepeppt.

Etwas Butter dazuSie ist übrigens auch der Grund für die dezente Hitze unter der Pfanne. Schmelzen soll sie schon, aber nicht verbrennen. Und es kommt ja jetzt nur noch Gemüse dazu, da kann man sanft was garen.

Kohlrabistücke dazugebenDas ist eine gewürfelte Kohlrabiknolle. Die kann man ruhig etwas länger angaren lassen, bevor die zweite Hauptzutat dazu kommt. Ansonsten … al dente und so.

Lauch dazugebenDer Lauch bringt neben seinen typischen Eigenheiten auch das zwiebelige mit. Kommt er doch botanisch auch aus der gleichen Familie. Hoffe ich mal. Das alles, was jetzt in der Pfanne ist, wird schön langsam geröstet und immer mal wieder (aber nicht zu oft!) durchgeschwenkt.

Alles gut durchschwenkenIrgendwann, wenn man wenig geschwenkt hat, zeigen sich erste Röstspuren.

Pfanneninhalt angebratenDas kann auch gern noch etwas verbreiteter der Fall sein. Ihr wisst ja: Maillard und Geschmack und so. Da gleich auch noch der große Geschmacksgleichmacher und -dämpfer dazu kommt, ist etwas zu viel Geschmack durchaus wünschenswert. Deswegen kam auch noch vor dem ganzen Schwenken Pfeffer und Knoblauch dazu. Salz erübrigt sich wegen des Bacons meistens.

Sahne ein wenig einköcheln lassenSo ein wenig Sahne (=1 Becher) schadet ja auch nie. Und da das ganze doch etwas flüssig (und der Kohlrabi noch recht bissfest) ist, lässt man das bei kleiner Hitze sanft vor sich hin köcheln, um die Sahne zu reduzieren und nebenbei die Kartoffeln für die Beilage zu garen.

Fast fertig, sahniges Kohlrabi-Lauch-GemüseIrgendwann hat der Pfanneninhalt die gewünschte Schlotzigkeit und wir können zur Finalisierung übergehen. Das heißt: abschmecken und …

Kräuter drüber, nicht nur für's Auge… Grünzeug drüber. Die Kartoffeln sind auch gar, werden mit Milch und Butter zerquetscht und sollten ein Kartoffelstampf ergeben.

Kohlrabi-Lauch-Gemüse an KartoffelstampfEs wurde allerdings etwas stückig. Offensichtlich hatte sich eine festkochende unter den mehligkochenden Kartoffeln versteckt.

Kohlrabi-Lauch-Gemüse an KartoffelstampfUnd so ein Klecks Kartoffelstampf ist doch immer wieder gern was feines, sonst wäre das ganze auch noch Lowcarb gewesen. Schmackhaft war es sowieso. Morgen gibts dann nochmal das gleiche. Und irgendwann zeige ich euch mal meine schnelle Variante, kleine Portionen Kartoffelbrei aus vieleicht nur einer oder zwei Kartoffeln in wenigen Minuten zuzubereiten. Am längsten dauert das Schälen …

 

Etwas Obst ist immer gut

Auf meiner sehr subjektiven Lieblingsrestaurant-Liste aus der Region gehört das hier mit einem Gericht beschriebene nach aktueller Festlegung auf Platz 2. Die Liste berücksichtigt nur die in den letzten Monaten/Jahren mehr oder weniger regelmäßg besuchten Gaststätten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da mir durchaus bewusst ist, dass ich – aus den verschiedensten Gründen – einige potenziell Top5-verdächtige Restaurants noch nicht besucht habe. Aber so ein gepflegtes Wildgericht ist doch immer wieder lecker.

Rehbeinscheibe, Pilz-Gemüse, KartoffelgratinUnter den beiden kalten Grilltomaten verbergen sich eine Rehbeinscheibe und ein Kartoffelgratin, dazwischen sortierten sich einige Pilze, die mittels einiger Gemüsestücke von Paprika, Zucchini und Aubergine aufgepeppt wurden. Etwas Jus begleitete das Fleisch.

Rehbeinscheibe mit PreiselbeerenGut versteckt unter Preiselbeerkonfiture und Petersilienblättern findet sich im Essverlauf der Röhrenknochen, der das Fleischstück als Rehbeinscheibe identifiziert. Kräftig wild im Geschmack, dabei zart im Biss. Einfach nur herrlich. Und in Summe mit den Beilagen trotzdem nicht sehr mächtig.

Und Obst hat ja noch nie geschadet.

Birne Helene mit VanilleeisDas kommt in Form einer Birne Helene mit Vanilleeis und einer Spur schokobesoßter Schlagsahne auf den Tisch.

Birne Helene mit VanilleeisLeider war die Birne relativ geschmacksfrei, aber da steckt man nicht drin. Leicht in einem aromatisierenden Sud angekocht, hätte hier vielleicht geholfen. Aber dabei gilt es, das Maß im Auge zu behalten, um nicht zum – sicher auch lecker möglichen – Birnenkompott abzugleiten.

Nächsten Sonntag geht’s ins Blaue, wobei die Floskel nicht stimmt. Ob am Zielort viel blau ist, wird sich zeigen. Gemeint war eher, dass ich bisher noch nie in der Gaststätte war. Die Karte liest sich auf jeden Fall interessant und die Bilder versprechen urige Gemütlichkeit. Und bis dahin wird auch noch selbst gekocht. Einiges harrt seiner Verarbeitung, aber morgen ist auch ein Feiertag mit Selbstverpflegung. Ich bin genauso gespannt wie ihr … 😉