Search a apple a day

Im Moment suche ich gerade nach einem neuen Lieblingsapfel. Leider ist die Sorte, die ich bisher immer gern gegessen habe, nicht mehr wirklich verfügbar und wenn doch, dann hat die Qualität nachgelassen. Wobei es mit der Sorte sowieso nicht einfach ist. Sie neigen bei zunehmender Reife zur Mehligkeit, was dann aber nicht mehr zu meinen bevorzugten Eigenschaften gehört. Aber beim Braeburn scheint das üblich zu sein. Wenn er aber frisch und der Grünteil der Schale noch nicht gelblich ist, gefällt er mir am besten. Saftig, säuerlich, super. Kriegste aber – zumindest hierorts – kaum noch. Außerdem habe ich bei manchen als Braeburn gelabelten Äpfeln den Eindruck, dass das keine sind. Das Schalenmuster sieht so ganz anders aus als gewohnt. Naja, ich suche also. Ein paar Sorten habe ich schon durch, ein paar Empfehlungen habe ich auch schon. Ich hatte die Problematik schon mal auf SoMe erwähnt. „Fräulein“, „Cox Orange“, „Wellant“ oder Topaz“ sind dabei als Vorschläge rausgekommen.

Da, wo man auch einzelne Äpfel kaufen kann, habe ich auch schon mal einzelne Sorten gekauft. Boskop wird nicht mein neuer Lieblingsapfel, Pink Lady auch nicht. Boskop kenne ich natürlich noch von gaaanz früher, ist aber nicht besser geworden. Pink Lady hat für mich immer ein Fehlaroma. Das passt aber zu meiner Ablehnung von „Markenäpfeln“. Mal sehen, was mir noch unterkommt.

Mittwochupdate

Mist, jetzt habe ich das am letzten Sonnabend bereitete und schon im letzten Blogbeitrag erwähnte Arbeits-Essen zwar gegessen, aber doch nicht fotografiert. Naja, tomatisierte Schmorgurke mit Kartoffeln eben … Wobei das „tomatisieren“ diesmal mit Tomatenmark erfolgte. Ich fand auch das lecker.

Süßkram auf Gelatinebasis gibt’s ja auch in einer angesäuerten Variante. Da greift beim Essen schon mal die Zitronensäure den Zahnschmelz an, damit sich die Bakterien, die den Zucker zersetzen und damit auch den Zahnschmelz und letztendlich den ganzen Zahn angreifen, gut einnisten können. Läuft das unter Win-Win oder oder Lose-Lose?

Fleischerbetrachungen

Handwerk hat doch immer wieder Vorteile gegenüber Industrie. Das eisregnende Wetter am Freitag führt dazu, dass ich das Haus nicht verließ und auch keinen Wochenendeinkauf erledigen konnte. Ich prüfte schon die „eisernen“ – eher „blechernden“ – Reserven, ob ich das Wochenende auch ohne Einkauf überleben kann. Allein liebgewonnene (und mit den Reserven nicht abbildbare) Gewohnheiten trieben mich doch am Samstag aus dem Haus und zum Einkaufen. Schwerpunkt waren frische Brötchen zum Frühstück (nur die Form der Mahlzeit, nicht der Zeitpunkt), aber ich verband das Angenehme mit dem Ungewohnten und ging da einkaufen, wo auch mein Lieblingsfleischer dealte. Neben Bestandteilen für den Sonntagmittag und meinen geliebten Bockwürsten* kam auch ein Stück geräuchertes Schweinefilet mit nach Hause. Nun kann man denken, dass geräuchertes Schweinefilet eine Art Standardprodukt ist. Lange Jahre habe ich bspw. die entsprechenden Produkte aus zwei größeren Regionalgroßfleischereien der Gegend gelegentlich durchaus gern gegessen. Aber irgendwie wurde die Diskrepanz zwischen meinem Geschmack und dem Produkt immer größer. Ob sich meine Rezeptoren gewandelt/entwickelt haben oder die Produkte mit der Zeit schlechter wurden, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Sagen wir es salomonisch: Vermutlich beides. Das Stück Filet von meinem Lieblingsfleischer war dann allerdings doch eine Offenbarung, was mich vermutlich die regionalindustriellen Produkten, die dank Supermarkt- und Discounterpräsenz einfacher zu bekommen sind, künftig nicht mehr genießen lässt.

Wodrin liegt eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen einem gepökeltem Schweinebraten und einem Kasslerbraten?

Sonntagmittag

Einmal ein klassisches Gericht. Kartoffeln, Gemüse zum Überfüllen und Fleisch. Oder auch Kartoffeln und Gemüse in einem, schließlich kann man die Erdäpfel auch zu den Gemüsen zählen, ihrer Aufgabe als „Sättigungsbeilage“ werden sie ja nicht wirklich gerecht.

Lauch-Kartoffel-Schmand am KotelettDer Besuch beim Lieblingsfleischer brachte u.a. dieses schöne Kotelett mit nach Hause. Als ich vom vorgelagerten Discounter rüberäugte, hatte ich zwar was anderes ins Auge gefasst, aber das fand sich dann nicht mehr in der Auslage, als ich endlich dort ankam. Nunja, da war wohl jemand schneller. Aber auch das Kotelett stellte sich als gute Wahl heraus.

Lauch-Kartoffel-Schmand am KotelettDas sieht zwar recht „naturell“ aus, ist aber dezent mehliert, sichtbar mit Pfeffer, aber auch mit Salz gewürzt. Reihenfolge aber anders herum. Also erst salzen und pfeffern und dann mehlieren. Anschließend kam es in eine gut vorgeheizte Pfanne mit einer Öl-Butter-Mischung und bruzelte da in aller Ruhe vor sich hin. Als das von unten so aussah wie auf dem Bild von oben, wurde das Fleischstück umgedreht und auf der anderen Seite genauso gebraten.

Lauch-Kartoffel-Schmand am KotelettDer Lauch wurde nach dem Putzen in Scheiben geschnitten. In einem Topf wurde etwas Butter geschmolzen und dann ein paar Speckwürfel mit angebraten. Speckwürfel sind für mich mittlerweile zu den einzigen „Brühwürfeln“ geworden, die wirklich „erlaubt“ sind. Sie liefern die sonst mit Brühe erzeugte Note und Würze. Als die Bauchspeckwürfel leicht angegangen waren, kamen die Lauchringe dazu, alles wurde gut angeschwitzt und dann bedeckelt gar gezogen. Ein dezenter Schuss Wasser, Salz und Pfeffer dienten der vorläufigen Vollendung. Als der Lauch gerade so noch nicht gar war, kamen vorgekochte Kartoffeln und der Schmand dazu. Im Nachhinein hätte es auch ein ordentlicher Schuss Sahne sein können. Wer die säuerliche Note mag, bleibt beim Schmand oder steigt auf Saure Sahne oder Creme fraiche um.

Das Kotelett war ohne vorheriges Klopfen zart und saftig. Mein Lieblingsfleischer liefert eben gute Qualität, die keinen Heckmeck braucht. Sicher auch einer der folgen der eigenen Tierzucht und Futtermittelerzeugung. Naja, und dem guten Umgang mit dem Tier, lebend und nach dem Schlachten. Das klingt zwar jetzt etwas brutal. Aber so ist das eben, wenn man Fleisch isst. Insgesamt ein sehr leckeres Mittag, dass auch noch für Montagmittag gereicht hat, dort allerdings mikrowellentauglich als Löffelgericht.

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*) Aber nur die vom Lieblingsfleischer. Neulich bin ich mal fremdgegangen und habe von einem anderen Filialfleischer (mit größerer Firma im Hintergrund) probiert. Neeeneeenee. Fremdgehen ist nicht in Ordnung, wenn man eine Liebe hat.

Dolce vita holiday

Nach Pfingsten hatte ich noch Urlaub, andere mussten arbeiten, und fragten nach einer Mittagsmöglichkeit. Da fiel mir doch ein kleines Fischrestaurant ein.

Gebratener Saibling an Bratkartoffeln und GurkensalatKeine Angst, ich singe jetzt nicht „Alle Jahre wieder“ aber im Blog finden sich bereits mehrere Fotos dieses Gerichts. Ein wundervoll gebratener Saibling, dazu ebenso bereitete Bratkartoffeln, und ein Gurkensalat nebst Meerrettich, Kräuterbutter und Zitrone. Für jeden Geschmack also etwas dabei.

Gebratener Saibling an Bratkartoffeln und GurkensalatAn dieser Stelle darf ich neben dem super Fisch aus eigener Aufzucht auch noch die Bratkartoffeln erwähnen, die wunderbar knusprig auf den Tisch kamen und nicht wie bei anderen als in der Pfanne aufgewärmte Kartoffelscheiben. Auch sowas wie Bratkartoffeln wollen gemacht sein können.

Mittwochmittag

Eigentlich sollte es dieses Zutaten schon früher geben, aber nun kamen sie endlich in die Verarbeitung.

Lauch mit Bratwurst, Zwiebeln und Schmand an QuetschkartoffelnZwei Stangen Lauch, drei dicke Frühlingszwiebeln, eine rote Zwiebel, fünf Bratwürstchen, Schmand und ein paar Gewürze ergaben – in zwei Pfannen zubereitet – die Beilage zu den Quetschkartoffeln. Die Zwiebeln wurden – klein geschnitten – in etwas Butter angeschmurgelt, dann kamen die Lauchrollen dazu und gut bedeckelt simmerte es sich gar. In der zweiten Pfanne briet ich die klein geschnittenen Bratzwürste an, bis sie gut gebräunt waren. Letztendlich vereinigte ich die Pfanneninhalte, schmeckte mit Salz und Pfeffer ab, nachdem ich ganz zum Anfang schon etwas Salz in die Bratbutter gegeben und etwas Kümmel den Lauchröllchen nachgeworfen hatte. Etwas Schmand machte alles gefälliger.

Lauch mit Bratwurst, Zwiebeln und SchmandDie Quetschkartoffeln entstammen der Schnellversion via Mikrowelle und bekamen nur etwas Butter und Milch dazu. Im Gegensatz zu Stampfkartoffeln wurden sie nicht gestampft, sondern mit einer Gabel gequetscht, etwas Salz und Muskatnuss wurden dabei mit eingearbeitet.

Lauch mit Bratwurst, Zwiebeln und Schmand an QuetschkartoffelnMeine Kräuter sind leider aus … Nach dem Leerräumen und Abtauen des Tiefkühlers müssen jetzt erstmal die Vorräte wieder aufgebaut werden.

Donnerstagmittag

Eine Packung Spitzpaprika (rot, orange, gelb) und eine Packung Tomaten warten schon etwas länger auf ihren Verzehr, so dass ich eher an eine Verarbeitung als an eine direkte Verspeisung dachte. Also würfelte ich zwei rote Zwiebeln und ließ diese in etwas Butter mit Salz angehen. Dann schnibbelte ich die Paprikas dazu und gab Paprikapulver (diesmal nur edelsüß) dazu. Damit nix anbrennt, kamen die geviertelten Cocktailtomaten dazu, alles wurde durchgerührt und bei kleiner Hitze bedeckelt vor sich hinköcheln gelassen.

Tomatensoße in der MacheDieses Bild stand auch in den Sozialen Medien unter der Überschrift „Gottes Werk und Teufels Beitrag“. Tomate und Paprika (und wenn man so will auch die Zwiebel) waren hier „Gottes Werk“, die hellgelben, fast weißen „Einlagen“, bspw. unten am Bildrand, sollten „Teufels Beitrag“ sein: Eine sehr klein geschnittene Kartoffel. Die garte in aller Ruhe mit und gab nach dem Pürieren und dem nachfolgenden Aufkochen eine schöne Bindung, ohne sich geschmacklich zu exponieren. Damit das mit der Bindung gelingt, nehme man eine mehligkochende Sorte. In der ebenen Form habe ich die Soße noch ein wenig köcheln lassen, eine Spur Zucker dazu gegeben (zur Abrundung) und dann war, als die Pasta auch fertig war, ein Mittagessen gelungen.

Pasta mit Tomatensoße (+Extra) und ParmesanspänenParmesan ergänzte den Tellerinhalt auf das beste und die nächsten Tage habe ich nochmal etwas Soße, in die ich dann ggf. auch noch eine Einlage verbaue. Mal sehen.

Pasta mit Tomatensoße (+Extra) und ParmesanspänenDen Parmesan habe ich der Einfachheit halber mit dem Sparschäler gehobelt, den hatte ich ja schon wegen der Kartoffel draußen …

Pasta mit Tomatensoße (+Extra) und ParmesanspänenHmm, wie der auf der heißen Pasta noch etwas vor sich hin schmilzt. Lecker. Ohne viel Schnickschnack.

Donnerstagabend

Als ich am Dienstag Fisch essen war, nahm ich auch noch etwas aus der Auslage mit. Natürlich nicht einfach so, ich habe es bezahlt! Etwas unkonventionell habe ich es dann auf einen Salat gelegt. Das war die leichtere Variante zur Bratkartoffel, die auch sehr schön gepasst hätte. Aber das entsprechende Gericht aus der Gaststätte findet sich hier auch im Blog mehrfach.

Forellenfilet nach Matjesart auf Salat mit Dressing (Extradippers)Ist diese Abendsonne nicht super?! Ich musste noch ein Buch unterlegen, dass meine Unterlage eine kleine Schräge bekommt, dass das Licht besser aufs Essen fällt.

Wenn man hier etwas mit „Kochen“ bezeichnen könnte, dann eigentlich nur das Dressing. Den Salat (Miniromano) habe ich auseinander genommen und gewaschen. Dann habe ich die beiden Fischfilets darauf drappiert und den Salat, der nicht mehr auf den Teller passte, als Dipp-Dippers ins Glasschälchen geömmelt.

Forellenfilet nach Matjesart auf Salat mit Dressing (Extradippers)Das Dressing erinnert an eine klassische Vignaigrette: Senf, weißer Balsamico, Salz und Hafersirup wurden in einem dichtschließenden und schüttelfähigen Behältnis vermischt und anschließend mit Rapsöl und dem Restöl vom Fisch durch ordentliche Schüttelei emulgiert. Honig wäre statt des Hafersirups auch eine Idee gewesen. Oder Agavendicksaft. Da ich mal wieder zu viel Essig genommen hatte, kam nach dem Abschmecken noch mehr Sirup in die Flüssigkeit, der dann auch noch eingeschüttelt wurde.

Forellenfilet nach Matjesart auf Salat mit DressingDas Ergebnis haftete schön am Salat und konnte gut aufgedippt werden. Kräuter, eine fein gewiegte Schalotte oder ähnliches wären eine schöne Ergänzung im Dressing gewesen.

Forellenfilet nach Matjesart auf Salat mit Dressing (Extradippers)Hatte ich schon erwähnt, dass das kein Matjes ist? Wobei der Hering eine gewisse Vorbildfunktion hat. Wir sehen zwei sehr rosane, ich möchte fast sagen pinke Forellenfilets, die nach Matjesart verarbeitet wurden, und sehr zart und delikat sind. Sehr lecker, kann ich unbedingt empfehlen.

Samstagabend

Den Samstag verbringe ich mit einem üppigen Frühstück und ohne Mittag. Dafür gab es etwas grillmäßiges am Abend. So muss ein gesundes Essen aussehen.

Mariniertes Nackensteak auf Kopfsalatblättern, Dressing separatDie beiden Nackensteaks hatte ich mariniert bei meinem Lieblingsfleischer erworben, bei dem man das auch kann. Das Fleisch ist vernünftig, ich weiß, wo die Tiere stehen (+/- 15 km) und wo die ihr Futter (im wesentlichen) her haben. Das Fleisch kam so groß aus der Pfanne raus, wie ich es hineingepackt habe und nichts suppte aus. Aber genug gelobhudelt. Die rötliche Marinade fand ich eher so semi. Dafür war das Kräuter/Knofi-Teil super. Immerhin. Der Kopfsalat war ein Kopfsalat (wir sehen hier nur einige äußere Blätter). Den Rest gibt es die Tage. Das Dressing könnte euch fast bekannt vorkommen. Wir sehen es weiter oben schon einmal, diesmal mit etwas Schlagsahne und den flüssigen Resten aus der Grillpfanne „gestreckt“. Super Idee.

Mariniertes Nackensteak auf Kopfsalatblättern, Dressing separatDas Fleisch hatte ich auf den Punkt hinbekommen. Ein zarter rosa Schimmer war stellenweise erkennbar, ansonsten war es aber „durch“, aber nicht trocken. Qualität des Produktes und rechtzeitiges Entfernen aus der Pfanne sei Dank. Grünzeug und hochwertiges Protein in der Kombination, was will man mehr?! Das empfiehlt der Ernährungsberater! Die Ernährungsberaterin hätte alles gern etwas feiner und nicht so rustikal. Zum Beispiel in Essgröße zerzupfte Salatblätter und vielleicht eher Geflügel oder Fisch … Aber grundsätzlich findet sie das auch nicht schlecht. 😉

Sonntagmittag

Es war heiß und drückend … Es gab Obst. Und sehr viel später noch einen Low-Carb-Protein-Riegel.

Bockwurst als Low-Carb-Protein-RiegelNatürlich ist die BoWu auch von meinem Lieblingsfleischer. Mittlerweile die einzig wahre.

Bockwurst als Low-Carb-Protein-RiegelUnd das, obwohl sie nicht immer 100%ig gleich ist. Aber sie ist die beste.

Sorry für den langen Artikel. Der kommende wird wieder kürzer.

Eigentlich … und ganz was anderes

Eigentlich sollte es ganz was anderes geben. In einem anderen Kochblog hatte ich einen wunderschön (fast zu schön) aussehenden Linseneintopf gesehen und der erinnerte mich daran, dass ich selbst schon lange keinen mehr gekocht hatte. Beim Wochenendeinkauf am Freitag erwies sich dann die Ladenauswahl als kontraproduktiv, was diese Idee anging: weder Suppengrün als auch Suppenrot (=Suppenfleisch) waren vorrätig. Aber immerhin habe ich die Linsen gekauft. Sie werden jetzt als mahnende Erinnerung, unbedingt mal wieder Linsensuppe zu kochen, im Vorratschrank verweilen. Vermutlich spielte bei der unzureichenden Produktauswahl auch ein wenig der Internationale Frauentag eine gewisse Rolle. Wenn man 2 Stunden vor einem Feiertag – und der Frauentag ist hierzulande ein echter Feiertag – einkauft, braucht man sich nicht zu wundern, dass es an Frischware schon ein wenig mangelt.

Produkttest

Schon ein wenig länger fermentiert bei mir im Kühlschrank (hoffentlich nur sehr dezent) ein Kokos-Dingens vor sich her. Interessanterweise wird es auf der Packung nicht als Joghurt-Alternative bezeichnet, obwohl es vermutlich eine sein soll. Finde ich gut, dass sich hier das Produkt als eigenständig präsentiert.

Joghurt-Alternative aus KokosUnd ich muss zugeben, das Produkt ist wirklich interessant, ich werde – so vorhanden – auch mal die aromatisierten Versionen testen, denn die „naturelle“ ist vielversprechend.

Zutatenliste Joghurt-Alternative aus KokosWobei die Zutatenliste mal wieder entlarvend ist. Zum einen positiv: 5 Zutaten hat man in dem Bereich, wenn man die anderen pflanzlichen Produkte mit einbezieht, eher selten. Zum anderen: Man nehme viel Wasser, etwas modifizierte Stärke und Pektine für die Konsistenz und 8,7% Kokos im Gesamtprodukt, säuert alles und fertig. Und dafür dann DER Preis. Dafür ist die Masse im Becher schön weiß und hat fast die Beschaffenheit von Pudding. Das Mundgefühl ist von einer dezenten Schleimigkeit bestimmt, was wahrscheinlich nicht dem Kokos, sondern eher den pflanzlichen Bindemitteln anzulasten ist. Der Kokosgeschmack ist sehr unspürbar und lässt sich mittels einer geeigneten Aromatisierung sicher gut überdecken bzw. einbauen. Das Nährstoff-Profil über die Standardangaben hinaus wäre mal sehr interessant.

Noch mehr Senf dazu

Bei meinem aktuellen Senf habe ich unlängst noch eine interessante Bedruckung gefunden.

"Ich bin aus 20% recyceltem Material" auf einer SenfpackungDa bleibt zu hoffen, dass sich diese Äußerung wirklich nur auf die Verpackung bezieht und nicht auf den Inhalt. So ganz eindeutig ist das nämlich nicht. 😉

Sonntagmittag

Nachdem es also keinen Linseneintopf gab, fanden sich am Sonntagvormittag einige Möhren, einige Kartoffeln, zwei Zwiebeln, ein Kohlrabi und etwas gemischtes Hack in der Küche. Was sich schälen und kleinschneiden ließ, wurde dies auch, wobei ein wenig Speck nicht geschält, aber klein geschnitten wurde. Der kam dann mit ein wenig Öl und dem Hackfleisch zuerst in die Pfanne und durfte ein wenig maillardieren. Dann folgten die Zwiebeln und als die auch ein wenig glasig wurden, folgte der Rest. Ein wenig Würze aus Salz, Pfeffer, Kümmel; Majoran und geräuchertem Chili kam als Begleitung mit in die Pfanne, dazu ein wenig Wasser, damit nichts ansetzt. Aufköcheln, Deckel drauf und weiter köcheln lassen, bis das Gemüse 95% gar ist. Dann beim Abschmecken feststellen, dass es doch etwas viel Chili gewesen ist und versuchen, es mit ein wenig Schmand zu neutralisieren. Tk-Kräuter dazu und fertig ist ein einfaches, aber schmackhaftes Tellergericht. Oder Pfannengericht.

Durcheinanderpfanne mit gemischtem Hack, Möhre, Kohlrabi, Kartoffel, Zwiebel, Schmand, Kräutern, Chili, Speck, ...Die dezente Bindung kommt natürlich auch durch die Kartoffeln, die einer mehligkochende Sorte angehören.

Durcheinanderpfanne mit gemischtem Hack, Möhre, Kohlrabi, Kartoffel, Zwiebel, Schmand, Kräutern, Chili, Speck, ...Natürlich hätte man aus dem Hackfleisch auch ein paar Frikadellen, aus Möhre und Kohlrabi Beilagengemüse und aus den Kartoffeln Petersilienkartoffeln oder Kartoffelbrei machen können … Aber im Magen kommt sowieso alles durcheinander. Warum also nicht auch schon auf dem Teller?

MHD Kochen

Sonntagmittag

Ihr kennt das: Im Kühlschrank steht ein Becher Schmand und das MHD ist heute. Was tun? Natürlich fängt man nicht mit dem Becher selber an. Aber ein paar Klassiker gibts ja immer.

Wohlschmeckende Gerichte enthalten oft Zwiebel. So wurde eine große Zwiebel gepellt, gewürfelt und dann in Rapsöl sanft angeschwitzt. In der Zeit würfelten sich 1 Kohlrabi und drei Kartoffeln. Ein Stückchen Knackwurst (mit Knoblauch) kam auch noch unters Messer. Das Mise en Place war erledigt. Als die Zwiebeln glasig waren, kamen die Wurststückchen und nachfolgend die Kartoffel- und die Kohlrabiwürfel dazu. Alles wurde angeschwitzt, mit ein wenig Wasser abgelöscht, dass es nicht anbrennt und dann bedeckelt unter gelegentlichem Umrühren gegart (die Kartoffeln waren das Indiz der Garung). Salz, Pfeffer, etwas Kümmel und Majoran waren dabei auch zugegen.

Als die Kartoffeln (mehligkochend) gar waren und beim Umrühren anfingen zu zerfallen, kam der Becher Schmand dazu (½er hätte auch gereicht). Mit etwas Chili kam noch ein dezenter Pfiff hinein und mit Salz wurde abgeschmeckt. Abschließend noch ein paar Tk-Kräuter …

Kartoffeln, Kohlrabi, Zwiebel, Knackwurst, Schmand, GewürzeJa, ich weiß, dass sieht ein wenig wie Kartoffelsalat aus, ist aber warm und schmackhaft. Ursprünglich sollte es noch was dazu geben, aber das ruht nach wie vor im Tiefkühler und harrt einer späteren Verwendung.