Heute sei auch mal das Frühstück als erste Mahlzeit des Tages dokumentiert, obwohl es etwas ausuferte. Aber egal. Es ist doch etwas Zeit, mich zu disziplinieren. Und wer weiß, wie alles kommt, wenn der Urlaub vorbei ist.

Das sind TK-Himbeeren, die gibt es auch ohne Zucker oder den noch ungesünderen Fruktose-Zusatz. Wie ich heute beim Einkaufen feststellen durfte, ist das bei Beerenmischungen schwierig, sowas ohne Fruktose zu bekommen, zumindest nicht bei der Kette, wo ich heute war. Das andere in der Schüssel sind Haferflocken, offensichtlich schon etwas vorgeschrotet.

Das übergieße ich mit einem halben Becher Joghurt (natürlich meine ich die 500 g Becher). Diese gelblichen Bruchstücke oben drauf sind gefriergetrocknete Mango-Stückchen und – wie sich später herausstellte – in diesem Zusammenhang entbehrlich.

Die werden auch ein wenig in den Joghurt gedrückt, da sie sich noch mit Flüssigkeit vollsaugen sollen. Das lasse ich also einen Moment stehen und erledige unterdessen andere morgendliche Verrichtungen.

Vor dem Verzehr wird alles nochmal gut umgerührt, das Rosa kommt dann von den Himbeeren. Lecker fruchtig und an die mangelnde Süße gewöhne ich mich sicher noch.
Allerdings war ich heute früh doch etwas hungriger, so dass mir die Schale mit dem Joghurt nicht gereicht hat.

Aber so eine schöne Scheibe Vollkornbrot mit Harzer ist doch auch was herrliches. Und da der so gut wie kein Fett drin hat, ist auch eine Zwischenschicht GuteButter erlaubt. Mmmmhhh. Lecker.
Das Mittag ist dafür kaum erwähnenswert. Auf Grund des üppigen Frühstücks und des zu erwartenden geschmackvollen Abendbrotes hielt ich es mit einer Handvoll Nüsse, ein paar Gemüsefragmente (ich schnibbelte für’s Abendbrot) und ein bisschen was fleischiges eher klein.
Die Zeit bis zum Abendbrot befasste ich mich dann unter anderem mit Kochen (und ich fürchte, das Produkt wird in den nächsten Tagen noch ab und an auftauchen).

Beinscheibe im Suppentopf – so beginnen viele gute Eintopfgerichte. Und in die Richtung soll es gehen. Ob man es anbrät (wie hier) oder nicht, ist der jeweiligen Suppe geschuldet. Hier passte es mit dem Braten.

Sieht das nicht schon lecker aus. So schön gebräuntes Fleisch. Aber es ist noch nicht alles.

Zur Suppe gehört Wasser. Das ist hier mit drauf. Dazu zwei Schalotten, ein paar Pfefferkörner und wenig Salz. Dann kam der Deckel drauf und nach einmaligem Aufkochen durfte das alles leicht vor sich hin simmern.

Nach ca. einer halbe Stunde (könnte auch länger gewesen sein) kam das geschnibbelte Gemüse dazu. Die üblichen Verdächtigen: Möhre, Lauch, Sellerie und die fein gehackten Stiele der beigelegten Petersilie.

In dem Becher links befinden sich Tellerlinsen. Die habe ich dann nach dem Studium der Packung gleich mit hinein gegeben. Da stand was von 45 Minuten bis gut drauf.
Tja, und dann wieder aufkochen lassen, Deckel drauf und leise vor sich hin simmern lassen. Ab und zu mal umrühren. Ich habe es wohl in der ganzen Zeit ein oder zweimal gemacht. Und dann abschmecken und abschalten. Abgeschmeckt habe ich mit Salz, Kurkuma, Paprika und einer klein geschnittenen Tomate. Nach deren Zugabe habe ich alles nochmal aufkochen lassen und dann die Herdplatte abgestellt und alles auskühlen lassen.
Als es eine vernünftige Esstemperatur erreicht hatte, gab es Abendbrot.

Zartes Fleisch, natürlich vom Knochen gelöst, und eine leckere Suppe, was will man mehr? Noch eine Portion. Ich fürchte, das gibts zur Abwechslung morgen schon zum Frühstück … 😉
Internes: Andere Kochblogs
Dem geneigten Lesenden wird schon aufgefallen sein, dass es hier auch eine Seite in diesem Angebot gibt, die relativ aktuell die Themen zahlreicher anderer Koch- und Foodblogs auflistetet. Natürlich habe ich hier nicht händisch die Links zusammengetragen und mühsam dort veröffentlicht. Es steckte ein bisschen Rechen- und Programmierpower dahinter. Dabei griff ich auf ein Tool zurück, dass leider seit seiner Veröffentlichung 2011 durch den Entwickler nicht mehr betreut wird. Das Tool zwang mich lange, auf einer alten PHP-Version zu verweilen, da sie unter PHP 7.x nicht mehr lief.
Das Problem ist jetzt gelöst. Meinen momentanen Urlaub nutzend habe ich mich rangesetzt und eine neue Lösung ausgeknobelt. Es basiert zwar auch wieder auf fremden Tools, aber die sind bisher von ihren Programmierern gepflegt. Nur die Datenaufbereitung musste ich völlig neu machen, aber ich glaube, es ist geglückt. Ich werde es die nächste Zeit beobachten. Und einen Vorteil hat die neue Variante auch. Während sonst nur zwei- oder dreimal in der Woche die Seite aktualisiert wurde, passiert das nun im Schnitt mindestens einmal am Tag.
Wer also einen schnellen Überblick möchte, was auf anderen Koch- und Foodblogs so los ist, schaue auf diese Seite. Und für die Anbieter solcher Webseiten, die noch nicht mit dabei sind: einfach die Infos zum Blog (Link, Name, Feed) direkt an mich:
Tag 1 (21.10.2019)
So, es geht los. Knallhart und ohne Rücksicht auf Verluste. 😉 Und da es das Frühstück sicher öfter in ähnlicher Form gibt, sei es nur textlich erwähnt: Joghurt mit TK-Heidelbeeren (natürlich die ungesüßten), Haferflocken und Banane.
Zum Mittag gabs dann Brokkoli-Bowu-Pfanne.

Das Grünzeug sind die klein geschnittenen Stile und Strünke des Brokkoli. Das weißlich-lilane eine in Scheiben geschnittene Schalotte. Das Fett unten drunter ist Ölivenöl. Da kann man ruhig etwas besseres nehmen, da die Pfanne nicht sehr stark erhitzt werden muss.

Ist das Kleinzeug gut angeschwitzt und ggf. auch etwas angebräunt, kommen die geteilten Brokkoli-Röschen oben rauf, etwas Salz und Pfeffer und ein kleiner Schuss Wasser.

Deckel drauf und dann in aller Ruhe bei geringer Hitze vor sich hin garen lassen. Nach einigen Minuten kann man dann die in Scheiben geschnittene Bockwurst mit unter den Deckel werfen. Die muss ja nur warm werden.

So zieht dann alles so weit gar, wie man es möchte. Ein bisschen Erfahrung zur Einschätzung des Gargrades haben wir ja alle. Man kann natürlich auch immer mal prüfen, in dem man den Brokkoli am Stiel anpiekt. Aber dann sollte man doch etwas mehr Wasser oder Brühe zugeben, denn bei jedem Deckellüften geht da einiges verloren.

Das da auf dem Löffel ist Frischkäse mit Meerrettich. Der wird untergerührt.

Und schon kann man guten Appetit wünsche. Das hat auf jeden Fall besser geschmeckt als es aussieht. 😉
Abends ein Rührei mit Lachs und Vollkornbrot.

Das war auch besser als es das Bild der Lichtverhältnisse wegen verspricht. Vielleicht jage ich noch die Grafikbearbeitung rüber, mal sehen, ob die noch was rausholen kann. Das Grünzeug ist übrigens Dill, dem Lachse geschuldet.
Aktualisierung
Sach ich doch, manchmal ist es ganz einfach:
Rosa Wildschweinrücken (20.10.2019)
Mit pilzigen Fleischgerichten habe ich es aber die letzten Tage. Diesmal ist es laut Karte „Rosa gebratener Wildschweinrücken“. Das klingt interessant, aber auch gefährlich. Und das nicht nur, weil ein wenig Jagd und damit Schusswaffengebrauch eine Rolle spielen könnte. Auch das Gericht selber bzw. seine Hauptzutat beherbergt ein gewisses Risiko.

Aber erstmal sieht es schon recht ansprechend aus. Das gut gebräunte unten sind Serviettenknödel, die offensichtlich nochmal angeröstet wurden. Für ein Knödelgericht gab es vielleicht etwas wenig Soße, aber lecker war’s trotzdem. Die Pilze verstecken sich übrigens unter dem „Wildschweinrücken“. Und da lag jetzt nicht der Hase im Pfeffer, sondern der Lachs in der Pfanne. Zu lange.
Schweinelachs ist ein sehr, sehr, sehr mageres Stück Fleisch aus dem Rücken von Wild- wie Hausschwein und neigt zur Dröchheit. Da ist die Idee, es rosa zu garen (wengleich man das mit Schweinefleisch ja eigentlich gar nicht macht) keine so schlechte Idee. Der Punkt zwischen rosa und durch (=dröch =trocken) ist quasi Sekundensache und selbst die Lagerung unter einer Warmhaltung oder auf einem heißen Essgeschirr kann hier einen Grenzübertritt zwischen genial und Schuhsohle bewirken.
Rosa war mein Fleisch jedenfals nicht mehr, als es mir unter die Augen kam. Die entsprechende Auswirkungen waren vor allem an der ersten und der letzten Tranche zu bemerken. Auch hier hätte vielleicht ein etwas mehr an Soße ein klein wenig retten können.
Endlich mal ein kleiner Fehler. Ich habe in dem Restaurant schon so viele tolle Speisen gegessen, da war das mal überfällig. 😉
Pasta Bolo (18.10.2019)
Das heutige Gericht am Mittag ist vermutlich dichter an den neuen Ernährungsrichtlinien dran als es auf den ersten Blick scheint. Vermutlich hätte ein schöner Gemüsesalat vorneweg die Bilanz auf supergut erhöht, aber das wollte ich dann doch nicht. Wenn’s eine echte Bolo gewesen wäre, hätte man sich die Vorspeise auch gedanklich sparen können, ist doch die Original-Bolo recht Möhrenreich.

Und die Tomatenwürfel reißen es dann auch nicht raus.
Wichtiger Teilaspekt ist natürlich die Auswahl der Pasta, weil eigentlich geht Pasta gar nicht.

Man sieht es ihr nicht an, aber es ist die Vollkornfussili, die aber erlaubt ist, ausreichend Eiweiß und Gemüse vorausgesetzt.
Halber Broiler plus (17.10.2019)
Unter gewissen Aspekten und leicht toleranter Sichtweise entspricht dieses Essen sogar den neuen Ernährungsrichtlinien, wenn auch die Gewichtsverhältnisse nicht ganz stimmen und sicher einiges verbesserungsbedürftig wäre. Aber so ganz grundsätzlich …: eine gute Eiweißquelle und Gemüse (könnte vielleicht etwas mehr sein). Der Vorteil des gegrillten halben Hähnchens ist, dass ein Teil des Hautfettes nicht mehr mit dabei ist. So darf man die leckersten Stellen mit der knusprigsten Haut guten Gewissens naschen. Je unknuspriger, desto nicht essen.

Legt man alles auf die Goldwaage, sollte man nicht nur die unknusprigen Hautstellen liegen lassen, sondern auch Teile des Fleisches für die nächste Mahlzeit aufheben. Beim Dressing sieht es auch nicht so gut aus. Wir könnten uns natürlich einbilden, dass es nur aus Joghurt, Kräutern und etwas gutem Sonnenblumenöl besteht; ich fürchte aber, dass da mehr drin ist, was die Sache etwas verwerflicher werden lässt. Aber noch sind wir in dieser Woche, die nächste wird dann geplant Hardcore-Ernährungsumstellung. Da stören keine Arbeitsabläufe. Nur ich und mein Essen. Und gute Beschäftigung für zwischendurch (damit ich nicht aus Langeweile anfange, Regeln zu brechen). 😉 Andere nennen sowas Urlaub. 😉
Zander mit Rosmarin-Kartoffeln (15.10.2019, abends)
Man soll sich ja ständig fortbilden und so verschlug es mich ins Landeshauptdorf und – da mehrtägige Bildungsveranstaltung – in ein dortigen Hotel. Das Restaurant bot auch eine kleine Abendkarte feil: zwei Vorspeisen, vier Hauptgerichte und zwei Nachspeisen. Ich wählte den Zander.

Was ich positiv zu bemerken habe, ist die richtige Lage des sehr naturell gebratenen Fisches auf dem Teller. Die scheinbare Leere auf dem Essgeschirr ist ebenfalls positiv zu vermelden, gab es doch den Zugang zum Salatbuffet als Selbstbedienung inklusive. Und das war gar nicht so verkehrt. Übersichtlich, aber frisch, gut sortiert und bspw. auch mit gegrillten Zucchinischeiben und gegrillter Paprika. Knackig frische Blattsalate, Gurke, Tomate, ein paar Mischungen und anderes ergänzten das Angebot.
Man hätte sich auch nur beim Salatbuffet den Wanst vollschlagen können. Das hätte mit 10,50 € zu Buche geschlagen. Da könnt ihr jetzt mal den Zanderpreis inkl. Salat schätzen.
Apropos: Der Zander war saftig, die Rosmarin-Kartoffeln auf den Punkt und schön rosmarinig. Es waren nicht unbedingt Filets, dafür waren sie zu grätig. Sollten es aber sein. Über die knusprig leckere Haut philosophiere ich mal nicht. Mangels Existenz.
Norwegische Kartoffelsuppe (14.10.2019)
Manchmal ist man doch versucht, sich einige Sachen schön zu denken. Das könnte auf die Suppe im doppelten Sinne zutreffen. Allein der erste Blick…

Nehmen wir aber den Löffel zu Hilfe, kommen doch die guten Sachen zum Vorschein. Und mit etwas geänderten Gewichtsanteilen käme sie auch meiner aktuellen Ernährungsrichtlinie näher, müsste dann aber sicher teurer verkauft werden.

Die Kartoffelsuppe prägten nicht nur eine passende Dillnote sondern auch ein paar Shrimps und einige Fischwürfel unterschiedlicher Herkunftssorten. Sellerie und Möhren und vermutlich noch einiges andere Gemüse ergänzten die Suppe auf leckere Art.
Jägersteak
Eine der grundlegenden Philosophien der von mir zu beachtenden Ernährungsregeln ist, grob pauschalisiert, die folgende: Gemüse, dass der Magen voll ist und Eiweiß, dass er lange beschäftigt ist. Und vielleicht noch ein paar Kohlenhydrate für die Seele. 😉 Pilze gehen natürlich auch. Immerhin ist gerade Pilzsaison. Aber für geschmackvolle Pilze braucht man natürlich eine gute Basis, zum Beispiel einen Bratensatz. Den habe ich heute mal mittels eines Rib-Eye-Steaks hergestellt.

Es sieht zwar nicht ganz so aus, das „Auge“ ist nur zu erahnen, aber das übrige drumrum deutet doch intensiv auf Rib-Eye-Steak.

Unter großer Hitze und mittels etwas hocherhitzbarem Öl wird es in der Pfanne von beiden Seiten gut gebräunt. Und die Pfanne bekommt davon natürlich etwas ab.

Zm Fertiggaren wandert das Steak in den leicht vorgewärmten Ofen (80°C), in der Zeit kommen die Pilzstücke mit etwas Salz in die Pfanne, bei der die Hitzezufuhr in etwa halbiert wurde.

Sind sie etwas zusammen gefallen, kommen die Zwiebeln hinzu, zur Geschmacksverbesserung ist auch etwas Pfeffer und/oder Knoblauch empfehlenswert.

Immer etwas durchrühren und vor sich in braten lassen.

Das weiße Zeug ist ein Frischkäse. Neulich beim Einkaufen habe ich einen mit 3% Steinpilzen und ohne Aroma gefunden. Das ist der übrigens. Passend für den übrigen Pfanneninhalt.

Der Frischkäse ummantelt beim Erwärmen die Pilze und so ist eine schöne, eiweißreiche Beilage zum Steak entstanden.

Das wurde auch noch mit Salz und Pfeffer verfeinert und einfach mal angeschntten.

Schön rosa und saftig. Wie ich es mag.
Natürlich sind die Pilze nur ein Alibi-Gemüse. Auch die Zwiebel reißt es nicht wirklich raus. Deswegen habe ich hinterher noch ein paar Möhren geknabbert. Das war dann aber auch des guten genug. 😉
Ochsenbäckchen (12.10.2019)
Sonne auf dem Teller, was will man eigentlich mehr?! Nunja, wenn es nur Sonne gewesen wäre, hätte ich mir doch noch was zum Essen dazu bestellt, hier kam aber der gefüllte Teller und wurde dann von der Sonne beschienen. Nicht zu unrecht übrigens.

Unter dem Gesichtspunkt der neuen Ernährungsregeln, die ich mir auferlegt habe (mit fachlicher Unterstützung) geht das Gericht übrigens schon in die richtige Richtung. Nicht 100%ig, aber immerhin. Wenn man den Teller in der richtigen Reihenfolge leer macht. Ein Ochsenbäckchen in drei Tranchen lagen auf einer schönen Portion Wirsingkohl, drüber ein paar Möhrenstreifen. Nebenbei gab es auch noch etwas Bratensoße. Und da die Kartoffeln – hier in Form von Stampfkartoffeln mit Einlage – so halb positiv zu bewerten sind, hätte ich mir ohne schlechtes Gewissen nach Fleisch und Kohl auch den halben Stampf zu Gemüte führen können. Da ich vorweg aber schon an meiner Maracuja-Schorle genippt hatte (geht gar nicht, nur hinterher erlaubt) ist es dann doch der ganze geworden. War sowieso egal, da ich bereits andere Regeln missachtete. 😉 Aber wenn’s schmeckt.
