Wer kennt das kleine Örtchen nicht, zumindest vom Namen her: Beelitz.
Die gefühlte Hauptstadt des brandenburgischen, wenn nicht des gesamten ostdeutschen Spargelanbaus liegt unweit Potsdams am Kreuzungspunkt der B2 und der B 246, die Autobahnen 9 und 10 sind auch nicht weit weg. Dem Kulinariker ist der Ort hauptsächlich wegen des edlen Gemüses bekannt, aber unter dessen Strahlkraft beherbergt es auch die deutsche Dependance eines niederländischen Eindosers ehemals gesunder und leckerer Grundzutaten.
Die Hauptstadt ist nicht weit, und so ist es kein wunder, dass man auf die Idee kam, zwei der wichtigsten berlintypischen Erzeugnisse zu einem zu verbinden: enerseits das Blech, was die Bundes- und Landespolitiker dort reden und zum anderen die Currywurst.
Unter einer Marke, die bisher eher für Dosensuppen und Fertiggerichte (vor einigen kann man kulinarisch nur warnen, der verwendete Kartoffelpamps ist eklig) bekannt ist, hat jetzt „Curry-Bockwurst mit Currysoße“ in zwei Varianten eingedost: klassisch und scharf.
Der kundige Esser fragt gleich zurück: Curry-Bockwurst? Ja, Curry-Bockwurst! Steht so auf der Dose. Der Wikipedia-Artikel klärt uns auch darüber auf, dass nicht nur Bratwürste sondern auch Brühwürste Basis für das Gericht sein können. Die Bockwurst gehört dazu. Aber Wikipedia schreibt auch, dass die Wurst gebraten oder frittiert werden soll, was mit Bock- wie auch anderen gepökelten (rötlichen) Würsten eher suboptimal ist, können doch dabei krebserregende Nitrosamine entstehen. Deswegen soll man ja auch Wiener, Bochwurst & Co. auch nicht grillen.
In den Dosen hat natürlich die Soße die absolute Oberhand (das Produkt kommt schließlich von einem Suppenhersteller). 37% des Inhaltes sind die Bockwurst. Bei den restlichen Zutaten (Tomatenmark, Wasser, Zucker, modifizierte Maisstärke, Branntweinessig, Apfelsaftkonzentrat, Speisesalz, Gewürze, Guarkenmehl, Bockshornklee und Paprikaextrakt). Der Sammelbegriff „Gewürze“ und die Stärke wären genauer zu hinterfragen, was sich dahinter verbirgt. Aber irgendwo sollte sich ja auch das Curry verbergen. 😉
Auf der Webseite zum Gericht wird die Lager- (April 2016) und Outdoorfähigkeit gelobt, dazu fehlt mir bei den Zubereitungsformen irgendwie das In-der-Dose-Erhitzen. Wer hat schon immer eine Mikrowelle und passendes Geschirr beim Camping dabei? Einen Kochtopf nehmen und rührendes Erhitzen geht aber auch. Ideal dafür auch wieder ein schon erwähnter Berliner Politiker – rumeiern und heiße Luft produzieren. In der Versuchsküche habe ich mal – der Übersichtlichkeit wegen – eine Pfanne zum sanften Erwärmen genutzt, auch, weil sie schon ungenutzt rum stand.

Zum Geschmackserlebnis. Fangen wir mit der positiven Erkenntnis an. Der Klassik-Version – nur die habe ich erstmal getestet – ist eine tomatig-würzige Grundnote nicht abzusprechen, auch eine leichte, Curry angelehnte Schärfe ist angenehm spürbar. Punkt. Ansonsten ist die Soße – sicher auch der industriellen Herstellung geschuldet – ein charakter- und substanzloses etwas, das allerdings gut an den Bockwurstscheiben haftet. Was sie aber auch muss, denn ohne die Soße schmecken diese quasi nach nichts, auch das Mundgefühl einer Bockwurst will sich partout nicht einstellen, einzig der Hauch einer Zähigkeit bei der Pelle erinnert entfernt an die Knackigkeit des Vorbildes. Schade um jedes Tier, dass dafür sterben musste.


Nicht ganz ohne Eigennutz möchte ich an dieser Stelle auf den Currywurstburger verweisen, dessen Rezept und Zubereitung, gerade auch von der Soße, aber auch von der Wurst, sicher auch Basis für eine entsprechende Konserve sein könnte. Das Grundproblem würde aber auch damit nicht gelöst: Durch die Dosenlagerung vermischen sich alle substanzgebenden Aromen im Laufe der Zeit miteinander, die Wurst laugt aus, so dass spätestens am Ende der Lagerfrist auch nur ein Einheitsbrei unter dem Blechdeckel zum Vorschein kommt.
Pasta eglefino pomodori i paprika
Hiermit entschuldige ich mich schon mal bei allen italienischen Muttersprachlern. Aber ich versuche nur, von Speisekarten zu lernen, die unter dem Label „italienisch“ allerlei mehr oder weniger leckeres anbieten. Mein Übersetzer brachte dabei für das deutsche „Paprika“ nur das italienische „paprika“ hervor, es soll aber noch mehr Entsprechungen geben.

Die Zubereitung war denkbar einfach, aber nur, weil schon ein bisschen was vorbereitet war. Dem Tiefkühlschrank entnahm ich ein Schellfischfilet (es gehen natürlich auch andere festkochende Fischsorten), dass ich leicht antauen ließ, um es anschließend zu säubern und in mundgerechte Stücke zu zerschneiden. Nebenher wurde ein Liter Wasser zum Kochen gebracht, in dem 10 g Salz aufgelöst wurden. Dort hinein kamen dann 100 g getrocknete Pasta (alte Faustregel: 1l Wasser, 10 g Salt, 100 g Pasta pro Person), die nach Vorschrift leicht al dente gekocht wird.
In der Zeit wandern die Fischstücke in eine Pfanne mit etwas Butter und werden angebraten. Wer nur Kochfisch mag, aber keinen Bratfisch, lässt das. Hat der Fisch die gewünschte Bratintensität, wird die vorbereitet Soße in der gewünschten Menge darauf verteilt und mit erhitzt. In dieser zieht der Fisch dann gar. Ist Pfanne groß genug, kann die fertige Pasta auch noch mit dazugegeben werden, damit man sie nochmal schön durchschwenken kann. Wenn nicht, gibt man sie einfach auf einen Teller und entleert die Fisch-Soße-Pfanne darüber. Da das Auge auch mit isst, darf die Petersilie nicht fehlten.
Die Frage ist nur, wo kommt jetzt die fruchtig aromatische Soße her? Die fällt öfter mal als Halbfertigessen an: Das Problem, das es zu bewältigen gilt: Mal wieder zu viel eingekauft, vor allem Tomaten und Paprika. Also werden Schalotten klein gehackt und in Olivenöl angedünstet. Tomaten und Paprika werden auch zerkleinert und in den Topf mit den Schalotten gegeben. Alles wird bei geschlossenem Deckel etwas schmoren gelassen. Fängt das Gemüse an zu zerfallen, wird es mit einem Pürierstab oder auf andere Art und Weise zu einer Soße verarbeitet, mit etwas Tomatenmark aromatisiert und mit Salz, Pfeffer, Zucker sowie etwas Balsamico-Essig abgeschmeckt. Dann sollte man alles nochmal gut durchkochen lassen. Insgesamt steht die Soße eine knappe halbe Stunde auf dem Herd und köchelt. Sollte sie wider Erwarten zu dickflüssig werden, Wasser oder Tomatensaft dazu gehen. Dann in Vorratsgefäße anfüllen und gekühlt bzw. gefroren lagern.
Irgendwann mach ich das nochmal als Fotokochstory …
Trau keinem Navi
Es war einmal ein Samstag im Juni, die Sonne lacht, die Temperaturen waren angenehm, über den blauen Himmel trieben ein paar ungefährlich weiße Wölkchen. Genau das Wetter, um mal an seine Grenzen zu gehen (bzw. zu fahren), den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und nicht nur das Leben, sondern auch die wunderschöne Gegend zu genießen. Der Weg führte nicht nur an diversen Seen der mecklenburgischen wie auch der Feldberger Seenlandschaft vorbei, sondern in Carwitz auch zu einem fruchtig-leckeren Blutorangeneis und einem Schoko-Vanille-Softeis, dass beim Schlecker wunderbarste Erinnerungen an seine Jugend auslöste.
Wer beim spontan vor Ort beschlossenen kulinarischen Ziel aber zum Navi greift, um es zu erreichen, wird sich des Eindruckes nicht erwehren können, dass mindestens ein Geländewagen notwendig wird, um später den Heimweg zu bewältigen. Glaubt man den elektronischen Orientierungshilfen zu viel, landet man auf diversen Waldwegen, die zwar auch dahin führen, wohin man will, aber doch Zweifel in eine baldige Rückkehr aufbauen. Deswegen rate ich zu den unten angegebenen Routentipps.

Diesen Ausblick hatte übrigens der Autor dieser Zeilen von seinem Sitzplatz aus. Wem jetzt ein Gedanke nach paradiesischen Verhältnissen durch den Kopf geht, der hat nicht völlig unrecht. Auf der Terrasse sitzt man wirklich sehr angenehm, Teile sind sogar überdacht. Und wen die Muße packt, der kann sich an das klare Wasser des Sees stellen, um Fische und Wasserwanderer beim Schwimmen zu beobachten. Der Ort ist wirklich so idyllisch, dass selbst Handynetze ihren Dienst versagen und man sich in aller Ruhe den leiblichen Genüssen widmen kann, nur begleitet durch das Zwitschern der Vögel, das Rauschen eines nahe gelegenen Wehrs und dem Klappern gelegentlich vorbei radelnder Touristen.
Ein großes Plus sei gleich zum Anfang dem Service ausgesprochen. Während man anderswo gern mal nach seinem ersten Getränk dann doch verdurstet, wurde hier der Gast aufmerksam umsorgt. Leere Gläser wurden sehr zügig bemerkt und auch auf Sonderwünsche wurde eingegangen. Der einzige kleine Schatten, der die Situation verdunkelte, scheint bei dem Bild fast ein Paradoxon zu sein, aber auch hier – wie leider in weiten Teilen der regionalen Gastronomie – hat es sich noch nicht herum gesprochen, dass zu dem guten Espresso, den es gab, eigentlich auch immer ein kleines Glas Wasser gereicht wird.
Wo wir gerade beim Wasser sind: Wenn man die klein geschnittenen Wurstreste des Frühstückbüfetts – zum Restaurant gehört auch ein kleiner Hotelbetrieb – mit heißem Wasser überbrüht, noch etwas Gemüse sowie saure Gurke reinschnippelt („Was die Säure angeht, schmeckte es nach reingekipptem Weckwasser des Gurkenglases.“ – der Esser) und alles aufkocht, wird das noch lange keine gute Soljanka. Nichts gegen die Wurstschnippel, aber „Hähnchenbrühe“ war noch nie die Basis einer guten Suppe. Da sollte am Rezept gefeilt werden. Und ob der Scampispieß mit Salatbouquet und Toast für 4,80 € wirklich in ein solches Restaurant gehört, bleibt auch eine offene Frage. Wobei, eigentlich nicht. Die Antwort lautet: Nein. Für den Preis kann man das Gericht – auch wenn es nur eine kleine Vorspeise ist – nicht in der Qualität anbieten, die dem Rest der Speisen zu eigen ist.
Wie definiert der geübte Kulinariker die perfekte Bratkartoffel? Knusprig in heißem Fett gebratene vorgekochte Kartoffelscheiben, mit etwas Zwiebel, Speck und ein paar Gewürzen verfeinert – dies sollte einer guten Beschreibung nahe kommen. In einer Zeit, in der auch bei mir die Genussreife noch nicht sehr ausgebildet war, versuchte ich mich mal an diesen Fast-Fertig-Bratkartoffeln, die in Alu-Tüten verpackt und vakumiert auf ihre Zubereitung warten. Bei diesen fiel mir ein Fehlaroma auf, dass ich ob seiner Herkunft bzw. seines Entstehens nicht genau einsortieren kann. Einen Hauch davon durchzog auch die gebratenen Erdäpfel auf meinem Teller, der ansonsten durchaus lecker gefüllt war. Aber man muss ja bei einem nächsten Besuch keine Bratkartoffeln nehmen. Der Reis als Beilage ist da durchaus besser.
Satt wird man aber auf jeden Fall. Das drückt sich auch in der sehr kurzen Dessertkarte aus, die wegen der Portionen des Hauptgerichtes nicht gebraucht wird. Da lässt man sich abschließend doch lieber den schon oben erwähnten Espresso oder einen Cappuccino kommen, die mit ihrem kräftigen Aroma und ihrem Koffein die Verdauung befördern und den Schwung auf einen kleinen Waldspaziergang mitbringen. Der führt übrigens u. a. an einem Grenzpfosten zwischen dem Großherzogtum Mecklenburg und Preußen vorbei, als kleines geschichtsträchtiges Schmankel. Grenze ist da übrigens heute noch, nur die Länder heißen anders.
Die Zufahrt zur „Krüseliner Mühle“/“Krüseliner Seeschänke“ sollte übrigens über mecklenburg-vorpommersches Gebiet erfolgen. Der brandenburgische Weg ist selbst und gerade für das Auto eher beschwerlich, wobei es im klassischen Sinn befestigte Straßen sowieso nicht gibt. Wer in sein Navi Koordinaten eingeben kann, nutze diese: 53.267189 N, 13.416102 E; die guten haben auch eine Gaststättenliste drin, die findet den naturnahen Ort auch. Aber achtet bei der Routenführung darauf, dass ihr über Orte namens Mechow oder das dann doch brandenburgische Beenz fahrt und nicht über Thomsdorf! Habt ihr einen Geländewagen, dürfte das aber dann auch egal bzw. eine Herausforderung sein. Frei nach dem Motto: Allradantrieb ist, wenn Du dort lang fährst kannst, wo Dich der ADAC nicht mehr retten kann.
Nachgemacht: Dosengulasch
So ein richtiges Gulasch braucht schon seine Zeit. Dieses war nach gut anderthalb Stunden fertig. Wobei nach einer Stunde schon mal genascht werden konnte. 😉 Die Idee ist nicht von mir, aber die Freundin eines Kochs hat es wohl mal aus ihrer Familie mitgebracht.
Aber das Dosengulasch muss erstmal auf den Herd, natürlich in einen Topf.

Da köchelt es schon langsam und leise vor sich hin. Wichtig ist, dass der Deckel geschlossen bleibt, da sonst die Wärme zu schnell entweicht. Aber erfreulich für den neugierigen Blogleser: Der Deckel ist aus Glas, man kann also auch so reingucken.

Da sind sie: die Dosen, die wie in einem Gulasch sanft in Hähnchenbrühe (=Leitungswasser) vor sich hinköcheln. Glaubt ihr nicht? Doch:

Begleitet von etwas Küchenkrepp und den abgeweichten Etiketten schwimmen in dem Topf 3 Dosen. Und das seit einer guten Stunde leicht köchelnd. Ich habe mal eine herausgefischt:

Da steht sie. Etwas mit kaltem Wasser wurde sie abgeschreckt und ruhen gelassen. Jetzt wird sie mit aller vorsicht geöffnet. Sie könnte noch unter Druck stehen.

Gefüllt ist sie mit einer leckeren, wenn auch noch etwas hellen Karamell-Soße. Lässt man die Dosen eine halbe Stunde länger köcheln, wird sie auch noch etwas dunkler.

Stellt sich nur noch die Frage, was ursprünglich in den Dosen war: gezuckerte Kondensmilch. Die gibt es im Supermarkt Eurer wahl zu kaufen. Hier habe ich die kleinen Dosen genommen. Zur Größenwahrnehmung sei erwähnt, der Topf oben hat keine 20 cm im Durchmesser.
Laut Fernsehkoch™ brauchen die großen Dosen gezuckerte Kondensmilch gute zwei Stunden. Man sollte auch immer mehrere gleichzeitig machen, die Dosen halten in der gekochten Form auch noch eine ganze Weile. Über ein Eis verteilt, als Brotaufstrich oder wofür man auch immer noch Karamell-Soße braucht: Hier habt ihr eine.
Es ist noch Soße da
Soße ist wichtig, vor allem für uns Mecklenburger und Vorpommern. Ohne Soße geht gar nicht. Schön ist, dass die internationale Küche so viele Gerichte bereit hält, bei denen sich fast wie von allein Soße bildet. Schmorgerichte sind eine Kategorie, wo dergleichen passiert, wenn man nichts verkehrt macht. Inspiriert von einem italienischen Rezept und in Gedenken an einen früheren Versuch (noch ohne Bilder) sowie initiiert durch ein Angebot eines Fleischers habe ich mich versucht, dem Ossobuco weiter anzunähern.
Dreh- und Angelpunkt ist entgegen der rustikalen Variante keine Beinscheibe vom Rind, sondern vom Kalb. Genau das fand ich in einer Fleischtheke, erwarb es und bereitete es zu. Dazu gehörte zuerst ein Bemehlen und in wenig Öl anbraten.

Nebenher wird diverses Wurzelgemüse und etwas durchwachsener Speck gewürfelt und nach und nach in die Pfanne gegeben.

Hier habe ich mal mit Speck und Tomatenmark angefangen (Zwiebel und Paprika wäre auch noch eine Idee, aber wie wollen ja kein Gulasch herstellen). Sind Mark und Speck angeschwitzt, kommt das Gemüse dazu.

Lauchstangen, Möhren, Petersilienwurzeln sind scheibliert und halbiert, werden mit angebraten und dann mit div. Gewürzen gewürzt.

Salz, Pfeffer, Paprika, Kräuter der Provence und etwas Knoblauch kommen dazu, anschließend wird alles mit so viel Wasser abgelöscht, dass der Pfanneninhalt halbwegs bedeckt ist. Deckel drauf nicht vergessen.

Ein Umrühren vorher schadet übrigens nicht. Vorsicht nur, dass die Beinscheibe nicht zu stark strapaziert wird. Die Hitze wird auch herunter geregelt, so dass der Pfanneninhalt jetzt ein gutes Stündchen zart vor sich hin schmurgelt.

Irgednwann sieht derPfanneninhalt dann so aus, hier kann durchaus noch etwas Wasser oder eine andere geeignete Flüssigkeit (Brühe, Rotwein) nachgegossen werden.
Das Gemüse wird weich geschmort, das Fleisch fällt schon fast vom Knochen.

Mit einer Gabel kann man das Gemüse schon grob zerkleinern, später wird es sowieso noch weiter zerkleinert und ggf. auch püriert.

Nachdem nochmal Wasser aufgegossen und alles gut durchgerührt wurde, wird abgeschmeckt. Dann entfernen wir nach Möglichkeit die Beinscheibe bzw. die Teile davon und lagern sie auf einem Teller aus.

Der Pfanneninhalt kann jetzt mit einem Kartoffelstampfer weiter zerkleinert werden, natürlich bieten sich auch ein Pürierstab oder ein anderer Mixer an. Ich habe nur gestampft und noch etwas saure Sahne untergerührt. Dann kann angerichtet werden.

Ich gebe zu, es war etwas zu viel Soße. Aber dafür konnte das ganze Gericht mit dem Löffel gegessen werden. Das Fleisch war soooooo zart, man brauchte weder Gabel noch Messer. Natürlich könnte man auch etwas Pasta, Polenta oder ein paar Klöße dazu machen … Soße ist genug da.
Was kleines zum Knabbern
Sicher, man kann sie sich auch aufs Brot legen, aber wie jede gute Salami schmeckt sie in der größten Not auch ohne. Nachfolgende fand ich in den Auslagen eines hiesigen regionalen Fleischers, der sie auch selber hergestellt hatte. Vielleicht tat ihr auch gut, dass sie ein wenig schon rumlag und dadurch leicht luftgetrocknet war. So sei zu empfehlen: Rindersalami.

Sie sieht etwas unscheinbar aus, auf dem Bild erst recht, waren die Lichtverhältnisse beim Fotografieren eher suboptimal. Aber gibt es nicht viel unscheinbare Würste deutschlandweit, die dafür umso leckerer sind. Hier ist das der Fall.
Ein Tipp an den Fleischer: So lassen und vorsichtig lufttrocknen. Nachkaufprognose: Sicher.
Die Wende wär‘ misslungen
Irgendwer hat mir mal erzählt, dass er einen Artikel gelesen hat, dass Menschen einen (psychischen) Schaden haben, wenn sie andauernd ihr Essen fotografieren. So etwas kann man jetzt wichtig nehmen, oder einfach auch ignorieren. Immerhin habe ich heute die Zwischenschritte nicht fotografiert, es war auch etwas experimentell, was da auf den Teller kam. Und am Ende auch nicht das, was ich mir zwischendurch vorstellte.
Stampfkartoffeln mit sauer eingelegtem Brathering sollte es geben. Letzteren hatte ich aber nicht selber gemacht, so legte ich alles in eine neue Variation des Kartoffelgerichts. Erdäpfel wurden gegart, Milch wurde erwärmt und wie gewohnt gewürzt. Butter wurde bereit gehalten. Während es Rezepte gibt, die Butter und Kartoffeln im Verhältnis 1:1 verwenden, versuche ich mal den Ansatz, den Zwiebelanteil zu erhöhen. 2 rote Zwiebeln und 1 Gemüsezwiebel werden in etwas Rapsöl in einer Pfanne angeröstet, sie können ruhig etwas bräunen. Mit Salz sollte und mit einem Hauch Knoblauch kann man hier würzen.
Die gegarten Kartoffeln werden wie Stampfkartoffeln zubereitet, nur mit der Milch ist man etwas sparsamer, der Brei wird fester. Dann werden die geschmorten Zwiebeln unter gemischt. Das ist dann zwar kein Kartoffel-Zwiebel-Verhältnis von 1:1, aber kommt dem schon etwas näher. Was danach nicht mehr so gelang, war die Idee, diese Masse dann noch in einer Pfanne anzubraten. Spätestens das Wenden wäre kritisch geworden. Aber immerhin formte die Pfanne nochmal den Stampf und wärmte ihn. Die aromatischen Bratspuren blieben beim Wendeversuch in der Pfanne und so wurde der Versuch an dieser Stelle abgebrochen.
Ein essbares Ergebnis wurde es trotzdem, durch die Form konnte man auch mal anders dekorieren.

Schnittlauch und Petersilie ergänzen das Gericht aufs angenehme, allerdings bemerkt man kaum den Unterschied zwischen Bratfisch und Stampf.

Hier sieht man es etwas besser, auch den hohen Zwiebelanteil bei den Stampfkartoffeln. Geschmeckt hat es. Und am gerösteten Kartoffelbrei arbeite ich noch.
Immer gut essen
Frisch ist natürlich immer das beste. Wie immer bei solchen Aussagen stimmen sie meist nicht zu 100%, es gibt immer die Ausnahme von der Regel. Allerdings gibt es meist mehr „Ausnahmen“ zu kaufen, als es wirklich welche gibt. Da gibt es bei den verschiedenen Konservierungsmethoden unterschiedliche Beispiel.
Klassisches Beispiel aus dem Tiefkühlbereich ist Spinat. Durch seine Blattstruktur verliert er frisch sehr schnell viel von seinen wertvollen Inhaltsstoffen, der tiefgekühlte hält diese meist besser. Bei den Dosen sei die Tomate genannt. Vollreif in die Blechhülle gekommen ist das Produkt besser als eine aus den nicht vollreif geflückten frischen hierorts gekochten Soße. Zu beachten: Rohe und gekochte Tomaten haben durchaus unterschiedliche, in beiden Fällen positiv auf den menschlichen Körper Einfluss nehmende Wirkungen.
Für die Vermarktung ist bei den Konserven, vor allem bei denen, die aus ernährungsphysiologischer Sicht eher nicht sinnvoll sind, dann alles erlaubt, was den Umsatz steigert. Ein Beispiel seien glasverpackte Pilze, die ich mal geschenkt bekommen habe. Irgendwann bin ich mal gespannt, wie schleimig diese sein werden, aber ich schiebe dieses Ereignis noch ein wenig vor mir her.

Nimmt man die Plasteverzierungen ab, ist es doch nur ein normales Glas.

These: Je besser einen Konserve konserviert ist, desto weniger wertvolle Inhaltsstoffe (Vitamine etc.) sind noch enthalten. Die Frage stellt sich jetzt: Diese „knackigen“ Pilze: Wie lange sind sie wohl haltbar?
Fürs Protokoll: Wir schreiben den 15.05.2013. Ein paar Tage steht das Glas schon hier rum, ich glaube, ich bekam es zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Also ist es vermutlich Ende 2012 oder Anfang 2013 abgefüllt. Wie lautet das Mindesthaltbarkeitsdatum?
Ist es vielleicht der 21.01.2014? Oder der 21.01. 2015? Oder doch nur der 21.07.2013? Oder sind die gar schon abgelaufen? Mitnichten! Ich hoffe, ihr sitzt gut. Hier die Lösung: Immer gut essen weiterlesen
Da biste Vlad
Oft verfilmt, oft beschrieben, noch öfter persifliert: Die Legende vom Grafen Dracula. Wobei es nicht nur eine Legende ist. Man könnte es auch anders sagen: Jeden gute Legende hat auch einen wahren Hintergrund. Basis aller Dracula-Geschichten ist wohl ein gleichnamiges Buch von Bram Stroker. Seinem Stammbaum entsprangen dann eine ganze Reihe von Vampirgeschichten, -serien und -filme. Das ehemals lebende Vorbild und Inspirationsquelle ist Vlad III. Drăculea, ein walachischer Fürst aus dem 15. Jahrhundert.
Silberkugeln, ein Pflock durchs Herz oder Knoblauch – so sehen die Kryptonite aus, die selbst Graf Duckula vertreiben bzw. in seine Schranken weisen. Früher war es auch noch helles Sonnenlicht, das scheint aber heutzutage eher zu Identifikation durch Glitzereffekt zu dienen als wirklich den Blutsauger zu vernichten.
Auch der Knoblauch scheint seine Wirkung ins Gegenteil gewandelt zu haben, glaubt man einem bekannten Wursthersteller. Bei einem Discounter ist im Moment eine Wurst im Angebot, die mit dem Dracula-Sujet für sich wirbt. Wer jetzt hinter dem Slogan „weckt den Vampir in dir“ eine Blutwurst oder etwas vergleichbares vermutet, wird allerdings bitter enttäuscht. Das literarisch-cineastische Vorbild förmlich negierend, soll hier doch eine Knoblauch-Salami unters Volk gebracht werden. Da biste Vlad weiterlesen
Gegrillt wird überall, Hauptsache: Es gibt Strom
Der wichtigste Gedanke vorweg: Vom Holzkohlegrill schmeckt sowas natürlich besser. Er will aber dann auch richtig bedient werden. Der Elektrogrill ist steuerbarer, und wenn man weiß, wie man ihn richtig einstellt, ist das Grillen einfacher.
Entgegen der irgendwo gemachten Ankündigung kamen heute aufgrund der personellen Situation doch nur zwei Steaks auf den Grill, neben ein paar anderen Kleinigkeiten. Die Entscheidung dazu wurde vereinfacht, da eine Spezialität doch noch bis zum Wochenende haltbar ist (und ggf. bis dahin sogar noch besser wird). Da man nicht nur Fleisch grillen kann, waren ein paar einfache Vorbereitungen nötig, das hielt sich aber in Grenzen, so dass die Anfangssituation schnell hergerichtet war. Bis zum heraufziehenden Gewitter war dann auch alles im Kasten bzw. im Magen. 😉

Die Grillplatte heizt vor, Paprika und ein paar Frühlingszwiebeln sind vorbereitet, das Fleisch nimmt in der Küche langsam aber sicher Zimmertemperatur an.

Je eine rote, gelbe und grüne Paprika wurden gedrittelt und ein wenig beschnitten, dass sie nachher gut auf den Grill zu liegen kommen. Die Frühlingszwiebeln sind der Länge nach halbiert. Alles wird mit etwas Öl benetzt.
Die abgeschnittenen Reste vom Paprika und ein paar Tomatenscheiben bilden zusammen mit einem Dressing nach Wahl einen kleinen Gemüsesalat, der später als Beilage dient.

Das ölbenetzte Gemüse kommt zuerst auf den Grill. Hier stört es nicht, wenn es etwas länger drauf bleibt. Auch könnte es einfacher zwischendurch entfernt und später wieder aufgewärmt werden.

Der Platz in der Mitte ist für das Fleisch reserviert. Wenn alles gleichzeitig verzehrt werden soll, muss man mit der Reihenfolge des Auflegens ein wenig aufpassen und ein gutes Gespür für die Zeit haben. Man kann aber auch alles gleichzeitig auflegen, dann wird eben nacheinander gegessen. Da hier die Fleischstücke sowieso gleichmäßig aufgeteilt werden sollten, kam alles zugleich auf den Grill.

Am T-Bone-Steak gab es eine recht stabile Fettschicht, etwa dort, wo das Fleisch zu den gelben Paprika zeigt. Die wurde im Abstand von ca. 3 bis 5 cm eingeschnitten, damit sich das Grillgut nicht zusammenzieht und dann wellt. Bei einem Rumpsteak kann das auch notwendig sein.
Apropos Rumpsteak: Das war vorher mariniert und dementsprechend schnell konnte es umgedreht werden, trotz der leicht gedrosselten Temperatur auf dem Grill.

Auch die Frühlingszwiebel sieht schon gut aus. Das sieht nach einer Kombination der beiden aus.

Das Rumpsteak kam schon recht früh wieder runter vom Grill, das T-Bone-Steak konnte dann auch umgedreht werden. Die unten zu sehenden Bratspuren wurden aber auch nicht verschenkt. Bevor die Frühlingszwiebeln auf das Fleisch kamen, lagen sie noch direkt auf der Stelle, lösten die geschmackvollen Reste ab und wurden dadurch zusätzlich aromatisiert.

Nachdem das Rumpsteak einen Moment geruht hat, wurde angerichtet. Sieht doch lecker aus und so schön bunt.

Der frei werdende Platz auf dem Grill wurde mit Paprika aufgefüllt. Aber lange braucht das T-Bone auch nicht. Auch dieses wurde der menschlichen Energieversorgung zugeführt.
Nur für’s Protokoll sei noch der Anschnitt dokumentiert. Bild 1 – Das Rumpsteak

Bild 2 – Das T-Bone-Steak

Der herum fließende Saft bezeugt die Saftigkeit.
Kleine Anekdote am Rande: Das Verkosten des T-Bone-Steaks brachte eine irgendwie besondere, ungewohnte Geschmacksnote zum Vorschein. Es schmeckte intensiv, aber irgendwie anders. Bis dem Grillmeister auffiel, dass noch gar kein Salz auf dem Fleisch war. Danach hatte es wieder den erwarteten, guten Geschmack. Aber ohne Salz, dass sollte man bei guten Fleischstücken wirklich mal probieren.
