Aus zwei macht keins

Man kann natürlich auch zwei Getränke miteinander kombinieren und es kommt etwas neues, feines, leckeres dabei heraus. Es gibt in der Tontechnik aber auch sogenannte Phasendreher, was bedeutet, dass sich – meist durch einen Fehler – bei einem Stereosignal die beiden Kanäle gegenseitig fast auslöschen. Dieser Vergleich ging mir durch den Kopf, als ich eine Mate-Cola aus einer bekannten Preiswertbrauerei probierte.
Der Zutaten-Check: Wasser, Zucker, Kohlensäure führen die Liste an. Mit Glukose-Fruktose-Sirup folgt dann eine Zutat, die unabhängig vom sonstigen Testergebnis einen erneuten Kauf ausschließt. Mit E 150d als Farbe, Phosphorsäure als Säuerungsmittel und natürlichem Aroma folgen alte Bekannte. Mate-Extrakt, Koffein, Kaffee-Extrakt und Tee-Extrakt machen die Aufzählung komplett.
Der Brennwert liegt mit 41 kcal/100 ml im für diese Getränke normalen Bereich. Gar nicht normal ist allerdings der Geschmack, der weder sinnvoll nach Mate noch nach Cola schmeckt. Da habe ich schon anderes getrunken. Andererseits passt es damit wunderbar ins Image der herstellenden Brauerei, von deren Bieren ein ähnliches Klischee zu herrschen scheint. So könnte man vom Corporate (Geschmacks-)Design reden. Allerdings verstehe ich bekannterweise von Bier gar nichts …

Den Senf dazu gegeben

Es geht doch nichts über Designs, die den Betrachter vor weitere Rätsel stellen. Auf einer Einkaufstour und mit meiner kleinen Colatestreihe im Hinterkopf finde ich eine kleine Dose, auf der relativ eindeutig die Worte „Cola“ und „Premium Quality“ stehen. Schnell wurde klar, dass das nicht die vielgerühmte Premium-Cola war, immerhin befand sich auch noch ein Wort vor der „Cola“, dass aber dank des Designs nicht eindeutig identifizierbar ist. Es könnte das englische „nature“ sein oder das eher deutsche „naturell“.
Der Vorteil von Dosenware ist, dass sie anders schmeckt als PET-Flaschen-Ware. Ein weiterer Pluspunkt der Dose liegt in ihrer Undurchsichtigkeit. So fällt erst beim Umfüllen in ein Glas auf, dass das Getränk einen eher „dünnen“ Eindruck macht. Das könnte u.a. daran liegen, dass lt. Zutatenliste der klassische Colafarbstoff E150d nicht enthalten ist. Wasser, Zucker und Kohlensäure sind aber als übliche Verdächtige mit dabei. Karamellzuckersirup, Zitronensaftkonzentrat, Koffein und natürliche Aromen (enthält Senfsamenöl) beschließen die Aufzählung der Ingredienzien.
Es kommt, wie es kommen musste: Obwohl die die Limonade nicht als solches gekennzeichnet ist, prägt sie doch ein deutlicher Citrusgeschmack. Das kann man mögen, gehört aber so deutlich nicht in eine „normale“ Cola, und sei sie auch noch so Premium. Andere werben ja sogar noch mit dem Citrus-Kick auf der Flasche. Zum Vorteil gereicht dem Getränk, dass es mit 37,3 kcal/100 ml den bisher geringsten Energiegehalt hat. Dafür gibt es einen extra Kick Koffein, ist der Wert im Vergleich zum Durchschnitt doch erhöht (32 mg/100 ml). Nun ja, der österreichische Hersteller stellt auch Energy-Drinks her, da kann schon mal was abfärben. 😉

Süßer Ossi

Es gibt sie wohl schon seit 1958, die Grundstoffe kommen nach wie vor aus Miltitz, mittlerweile einem Stadtteil von Leipzig. Abgefüllt wird sie in Schmalkalden. Dabei ist die heute zu besprechende Cola eher ein neuzeitliches Produkt. Verwirrung komplett? Na, dann wollen wir mal auflösen.
Das namensgebende Original gibt es seit 1958 und wurde in der DDR entwickelt. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von parallelen Produkten aus dem gleichen Hause. Die Ursprungscola kann ich ja irgendwann mal auseinander nehmen, wenn ich bei den zusätzlich aromatisierten Koffeingetränken angekommen bin, hat sie doch ein ausgesprochenes Zitrusaroma. Aber es gibt sie mittlerweile auch ohne: Vita Cola Pur.
Die etikettierte Zusammensetzung entspricht den anderen üblichen Verdächtigen: natürliches Mineralwasser, Zucker, Kohlensäure, E150d, Phosphor- und Citronensäure, Koffein und natürliche Aromen. Entsprechend ist der für eine Cola typische Geschmack. Aber diese Cola hebt sich aus der breiten Masse doch etwas heraus: Es ist die süßeste der bisher getesteten Vertreter, was sich auch aus dem bisher höchsten Kaloriengehalt (46 kcal/100 ml – üblich sind 42 kcal/100 ml) ablesen lässt.
Wer also ein wenig auf seine Energiezufuhr achten will oder sollte, dem gilt hier eine kleine Vorsicht. Wobei die große Vorsicht ganz grundsätzlich gilt, aber das dürfte ja klar sein und für alle Colagetränke gelten. Zuckerfreie Sorten werde ich übrigens nicht besprechen. Die sind doch einfach nur eklig.

Zwei in einem – Sehr ähnlich und doch anders

Augenscheinlich habe ich mich ein wenig in eine kleine Reihe hineingesteigert, aus der es wohl keinen echten Ausweg gibt. Also muss ich den Weg weiter gehen bis an sein noch nicht abzusehendes Ende. Aber, nicht nur, um mal etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen, gibt es heute einen Cola-Doppeltest.
Die Gemeinsamkeiten
Beide Marken hatten mal ein besonderes Image. Das ist aber schon eine ganz schöne Weile her. Mittlerweile nimmt man sie nur noch als zwei unter vielen wahr, das Niveau der Handelsmarken der Discounter haben sie aber noch nicht. Ansonsten sind eine Reihe weiterer Parallelen zu sehen, zum Beispiel die Zutatenliste: natürliches Mineralwasser, Zucker, Kohlensäure, Farbstoff E150d, Säuerungsmittel Phosphorsäure, Aroma Koffein und natürliches Aroma finden sich auf beiden Etiketten.
Die Unterschiede
Während die eine noch mit etwas Zitronensäure mitsäuert, hat die andere Ascorbinsäure (=Vitamin C) mit im Wasser. Im Supermarkt kommt die eine im echten Mehrweg-PET daher, während die andere Einwegpfandflascheumwandet ist. Auch die Geschmäcker sind unterschiedlich. Während aus dem Hause Sinalco eine handwerklich dem Standard entsprechende Cola kommt, die durchaus munden kann, hängt die Afri-Cola ihrem Image hoffnungslos hinterher. Auch hier wird aber auf guten Niveau produziert, die aromatische Verfremdung könnte vom höheren Koffeingehalt kommen, aber auch einer anderen Zusammenstellung der bei den „natürlichen Aromen“ subsumierten Zutaten geschuldet sein.
Alles in allem kann man zusammenfassen: Man kann beide trinken und es sind Colas.

Erfrischende Resteverwertung

So, liebe Kochfachleute, eine Fachfrage: Was ist das?
Erfrischende Reste
Wie wäre es mit ein paar Details?
Details?
Bingo! Es ist püriert und demzufolge nichts mehr zu erkennen. Aber es ist als Getränk, gut gekühlt, eine erfrischende Labung für Zunge und Seele. Die Aufklärung folgt.
Es ist im wesentlichen eine Restverwertung, nur das Glas mit dem Joghurt (250 g) war noch original zu. Aber zuerst kam eine grob geschälte (es waren also noch grüne Stellen dran) und grob zerteilte halbe Salatgurke und ein halber Eisbergsalat in den Blender/Mixer/Pürierer. Wenn das klein ist, wird es mit Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt und der Joghurt hinzugegeben. Alles nochmal kräftig aufmixen, abschmecken und fertig.
Prost.

Mal was anderes

Warum müssen Rosmarinkartoffeln eigentlich immer aus dem Ofen kommen? Diese Frage stand heute Mittag mitten in der Küche rum, als ich darüber nachdachte, was ich vor(!) dem Wochenendeinkauf zu mir nehme, um nachher nicht wieder zu viel zu kaufen. „Leerer Magen kauft zuviel“, ist ja eine alte Weisheit. So ergriff ich die Erdäpfel und schob die Frage ein wenig beiseite, damit sich keiner dran stößt. Schälen geht ja immer.

Geschälte Kartoffeln

Wir sprachen aber von Rosmarinkartoffeln. Von meinem Ausflug in den Kräuterkarten auf dem Balkon habe ich nicht nur dieses einen Ast diesen Krauts sondern auch ein paar Salbeiblätter mitgebracht.
Rosmarin, Salbei und Knofi im Dämpfer

Die Knoblauchzehen fanden sich noch in der Küche. Das ganze habe ich mit 100 ml Wasser aufgegossen. Dann kamen die Kartoffeln im Dämpfeinsatz oben drüber.
Wasser und Kartoffeln dazu

Deckel drauf und alles bei voller Kraft ca. 10 Minuten kochen lassen. Wer das Gericht mit Topf und Dämpfeinsatz oder Sieb zubereitet, sollte die Kräuter vielleicht grob hacken, ich habe zwischendurch einmal kurz den Mixer auf Touren gebracht und schnell wieder herunter geregelt.

In einem kleinen Topf wird in heißem Olivenöl eine klein gehackte Schalotte angeschwitzt.
Schalotte in Öl

Die Zwiebel kann ruhig etwas Farbe nehmen, nur verbrennen sollte sie nicht.
Gebräunte Schalotte

Dort hinein geben wir die gedämpften und aromatisierten Kartoffeln.
Gegarte Kartoffeln dazu

Mit einem Kartoffelstampfer wird die Masse zerkleinert und vermischt.
Gestampft und gemischt

Ist das Zwischenergebnis zu trocken, kommt noch etwas gutes Olivenöl dazu. Immer einen Schuss dazu geben und dann mit dem Löffel unterrühren, bis einem die Konsistenz gefällt.
Mit Olivenöl cremig gerührt

Dann wird abgeschmeckt. Sollte einem das Produkt an dieser Stelle nicht schmecken, sollte der Gedanke aufblitzen, dass bis hierhin das Salz vergessen wurde. Also kommt eine gute Prise dazu, auf Wunsch auch Pfeffer und andere Aromate.
Vergessenes Salz dazu

Nochmal alles gut durchrühren und es kann serviert werden.
Kartoffelbrei mit Olivenöl

Für eine Beilage fehlt mir heute die Idee. Aber man kann einen Klecks Kartoffelbrei auch gern mal so essen. Zwischendurch hatte ich kurz überlegt, den Brei – als er noch etwas fester war – irgendwie in eine Form zubringen und dann zu überbacken, aber manchmal ist man ja auch faul. Lasst Euch doch mal was einfallen.

Lateinisiertes Abendbrot aus der sartaginem ferream

Wenn 10 Zähne sich in ein Abendbrot hauen, dann kann es als besonders lecker hervorgehoben werden. Um ein Stück aus dem Essen herauszulösen, braucht man alle Schneide- sowie die beiden oberen Eckzähne. Und wenn wir die 10 Zähne, die man zum Essen braucht, mal grob durch ein griechisches und ein lateinisches Wörterbuch jagen, wird daraus dekadent … 😉
Etwas dekadent war das Abendbrot heute schon. So süüüüsssssssss.Aber beim Fleischer des Tages lagen süße Stückchen in der Auslage. Ich musste einfach zugreifen.
Wisst ihr eigentlich, wofür das T in dem Namen steht? Ganz einfach: Weil Tomaten wundervoll dazu passen. Die hatte ich noch im Haus und kamen später halbiert zum Einsatz. Aber erstmal zum Fleisch. Das wurde gesalzen und mit Öl umhüllt. Dann habe ich meine Eisenpfanne (anderswo haben wir neulich gerade darüber geschrieben) herausgeholt und mittels meiner Induktionsplatte auf 140°C erhitzt (wenn man der Einstellung glaubt).
In der Pfanne sind immer ein paar Ölreste, und als die anfingen zu rauchen, kam das Fleisch hinein.
T-Bone-Steak roh in der Pfanne
Es qualmte ein wenig aus der Pfanne, aber so muss das sein. Was der Brater vor der Pfanne jetzt braucht, ist Gelassenheit und Ruhe. Idealerweise verbannt er sich zur Passivität, nur die Augen dürfen aktiv bleiben. Während das Fleischstück vor sich hin brutzelt, sollte man es nicht anfassen, nicht hoch heben oder gar wenden. Nur beobachten. Und auch die anderen Sinne, vor allem die Nase einsetzen. Es kommt die Zeit – das dauert schon ein bisschen – der angenehmen Gerüche aus der Pfanne. Dann darf man vorsichtig gucken, wie die Unterseite aussieht. Hat sie den gewünschten Bräunungsgrad erreicht und ist die seitliche Schnittfläche bis ca. zur halben Höhe verfärbt, darf das Stück einmal umgedreht werden.
Einmal umdrehen
Nun gilt es, das Fleisch so lange weiter zu braten, bis es so weit gegart ist, wie man es wünscht (Daumenballenvergleichsmaßstab). Dann kommt das Fleisch auf einen Teller zum Ruhen. Die Zeit kann man nutzen, um halbierte Tomaten auf die Bratspuren in die Pfanne zu legen.
Tomate gegrillt
Sind auch hier die Schnittflächen leicht angebräunt, können sie als Beilage zum Fleisch gelegt werden.
Tomate-Bone-Steak
Pfeffer drüber. Lecker. Punkt.

Erfolgreich (2 mal aktualisiert)

(Aktualisierungen unten)

So ein schöner, geruhsamer Sonntag bietet nach entsprechend sonntäglicher Geruhsamkeit die Möglichkeit, mal ein wenig liegen gebliebene Korrespondenz zu erledigen. Wenn ich auch allen Antragstellern einen abschlägigen Bescheid zukommen lassen musste, ein wenig zu denken geben mir die entsprechenden E-Mails schon. Worum gehts?
Seit einiger Zeit, genauer seit 1. März 2011, betreibe ich mit herdnerd.de einen Kochblog im erweiterten Sinne. Grob zusammengefasst koche ich einerseits, was ich fotografisch abbilde und beschreibe. Andererseits esse ich auch fremd erkochtes und erdreiste mich, einen Kritiker zu geben, seien es Restaurants, Gaststätten oder in Supermarkt und Discounter erworbene Produkte.
Das scheint ein paar Leute zu interessieren. Die Zugriffszahlen steigen zwar stetig, aber langsam an. Wenn ich mir entsprechende Äußerungen anderer Kochblogs ansehe, ist meine Seite eher ein kleines Licht. Aber ich bin zufrieden und freue mich über jeden Leser und jede Reaktion. Aber nicht nur Koch- und Esswillige sind auf die Seite aufmerksam geworden, auch die Werbeindustrie schaut vorbei und schreibt komische E-Mails. Ziel ist es meist, Artikel und Informationen werbenden Charakters oder gleich richtige Werbespots im Blog zu platzieren.
Als die erste dieser Nachfragen ankam, dachte ich noch ‚Huch!‘ und fühlte mich irgendwie leicht geehrt. Damals spielte ich noch mit dem Gedanken, sowas mal zu machen. Aber dann kamen mir wieder meine Zugriffszahlen in den Sinn und ich begriff den Unsinn solcher Angebote. Außerdem gibt es ja auch noch den bekannten Spruch „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“, was mir als Folge der Werbung sicher nicht erspart geblieben wäre. Also rang ich mich zu einer Meinung durch: Solange ich es mir leisten kann, den Blog werbefrei zu gestalten, wird das bis zur letzten Konsequenz durchgezogen, spätestens auch, um die Unabhängigkeit zu erhalten.
Schöne Angebote gab es:

Hallo,
gerne möchte ich dich zur Teilnahme am MARKE(gelöscht) Gorgonzola Blogger-Rezeptwettbewerb einladen. Als Gewinn winkt eine kulinarische Reise für Zwei an den Lago Maggiore.

oder auch:

Wir haben eine witzig-illustrierte Informations-Grafik zur Grillsaison entwickelt, die sich sehr schön in einem Blogeintrag einpflegen lässt.

Die Grafik ist wirklich witzig: 630 Pixel breit und 10235 Pixel lang. Sehr blogfreundlich! Wäre das Bild so breit wie eine Klorolle, würde die Länge für einen guten Stuhlgang ausreichen. Das durchsichtig undurchsichtige Verhalten der Agentur (die Grafik sollte auf dem Server liegenbleiben, wo sie lag) ließ mich den Gedanken an die angebotenen 25 Euro das Klo runterspülen, was prima zum Format der Grafik passte.

Wir unterstützen unseren Kunden auf seinem Weg, in der Online-Welt bekannter zu werden – schlagen jedoch einen unkonventionelleren Weg ein, weg von der klassischen Bannerwerbung.
Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach thematisch passenden Seiten, die einen relevanten Beitrag für ihre Leser veröffentlichen wollen.

Das heißt, ich soll in meinem Blog einen (wohlwollenden?) Artikel über den Auftraggeber schreiben. Product placement, Schleichwerung, Vermischung von redaktionellen Beiträgen und Werbung oder welches unlautere Zeug soll hier passieren? Nicht mit mir!
Apropos Agentur. Manchmal frage ich mich bei der Gelegenheit, was für Leute bei solchen Werbeagenturen beschäftigt sind. Okay, die meisten haben sich in ihren E-Mails erst mal kurz vorgestellt, aber das meine ich auch nicht. Die Situation ist doch so: Eine Agentur schreibt ein Medienunternehmen an, um mit diesem in geschäftliche Verbindungen zu treten. Ist es da nicht mehr üblich, einen guten Eindruck bei der Begrüßung zu hinterlassen? „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“, spricht der Volksmund doch so treffend. Wenn aber dann die Erstkontakts-E-Mails einerseits wie Rundmails aussehen (selbst, wenn es welche sind, müssen sie nicht so aussehen), andererseits ein Sammelsurium der beliebtesten Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler sind, überlegt man schon, was man vom Absender hält.
Das letzte Zitat ist übrigens durch meine Schnellkontrolle gelaufen. Unkorrigiert sah es so aus:

Wir unterstützen unseren Kunden auf seinem Weg in der Online-Welt bekannter zu werden- schlagen jedoch einen unkonventionelleren Weg ein, weg von der klassichen Bannerwerbung.
Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach thematisch passenden Seiten, die einen relevanten Beitrag für Ihre Leser veröffentlichen wollen.

  1. da wäre ein Komma sinnvoll (erweiterter Infinitiv mit zu)
  2. entweder Bindestrich (ohne Leerzeichen) oder Gedankenstrich (vorher und hinterher ein Leerzeichen) – hier wohl eher ein Gedankenstrich, also fehlendes Leerzeichen
  3. Tippfehler, da fehlt ein s
  4. kleines i bitte, das große wäre richtig, wenn ich als Adressat angesprochen wäre, was hier nicht der Fall ist

Ein Zitat habe ich noch (Originalkopie ohne Änderungen):

Ich würde den Werbeclip gerne auf Ihrer Webseite platzieren. Wir haben ein recht üppiges Budget zur Verfügung. So kann ich hier 150€ pauschal anbieten bei einer Laufzeit bis zum 7.7.
Melden Sie sich doch bitte schnellstmöglich bei mir zurück dann besprechen wir alles weitere.

Ich weiß nicht, was aus den 150€ geworden wäre, wenn die entsprechenden Zugriffszahlen bekannt geworden wären. Nicht viel vermutlich. Deswegen sei es hier nochmal in aller Deutlichkeit gesagt: Ich habe kein Interesse an sowas. Lasst das, wenn ihr nicht komische Antworten bekommen wollt.
P.S.: Liebe Agenturen! Ich habe mal in die Zugriffsstatistik vom herdnerd.de geschaut. Die bestbesuchteste Seite (nach der Startseite) ist die, wo die Links zu den anderen Kochblogs stehen. Auf Platz drei folgt die Seite mit Rezepten, wo ich eine teure Küchenmaschine verwende, und der erste Einzel-Artikel folgt dann. Die Überschrift lautet „Geile Brüste“. Mehr braucht man, denke ich, nicht zu wissen.
Aktualisierung (09.07.2013): Heute bekam ich noch eine E-Mail von einem Geldanbieter, der mir noch nichts weiter geschrieben hatte. Der Text ist an Unpersönlichkeit kaum zu überbieten. Keine Anrede (außer einem unverbindlichem „Hallo“), keine Erwähnung des Blogs, auf den sich die einschleimende einschmeichelnde Nachricht bezieht.

ich bin vor kurzem auf Deine Website aufmerksam geworden – und sie gefällt mir gut!

Da werde ich mal zurückfragen müssen, auf welchen meiner drei Blogs sich die Äußerung bezieht. Schön blöd, dass in allen drei Impressums die gleiche Kontakt-E-Mail-Adresse steht. 😉
Mein Mail-Provider hatte die E-Mail übrigens in den Spamordner geschoben. Als ich sie mir genauer angesehen habe, stellte ich fest, warum: Die Links, die in der E-Mail vorkommen, sehen sehr kryptisch aus. Und wenn dann noch hinter einer niedergeschriebenen Webadresse mit normaler Struktur ein Link liegt, der nicht dieser Webadresse, sondern einer Spam-typischen Adresse entspricht, braucht man sich nicht zu wundern.
Aktualisierung (14.07.2013): Heute kam die Antwort auf die bei der vorherigen Aktualisierung erwähnte Mail zurück. Wobei ich jetzt nicht genau weiß, ob ich mich mit dem Satz richtig ausgedrückt habe. Also: Meine E-Mail-Antwort kam zurück. Wegen Unzustellbarkeit.

A message that you sent could not be delivered to one or more of
its recipients. This is a permanent error. The following address
failed:

Was ist das bloß für ein komischer Laden? Und dann las ich neulich noch, ein anderer Foodblogger hat sich bei denen registriert … Mal warnen.

Beinahe nordisch gewordener Südeuropäer

Ihr kennt die Situation: Es ist Sonntagabend, aus irgendeinem sehr angenehmen Grund wart ihr Sonnabend nicht einkaufen und der letzte davor Einkauf ist schon etwas her. Da erfolgt der innere Hilfeschrei: „Ich muss verhungern!“ Nach dem der verklungen war, setzte die Inventur ein. Denn meist erfolgt bei mir dieser Schrei schon zu einem Zeitpunkt, wo der gelassene Betrachter der Szenerie noch mindestens eine vierköpfige Familie mit einem mehrgängigen Menü hätte versorgen können. Aber man hat ja auch nicht immer Lust, die eine oder andere Zutat zu verarbeiten, auch wenn man sie im Haus hat.
Eine kleine Packung mecklenburgischer Paprika (sowas gibt es wirklich), ein paar genauso mecklenburgische Tomaten und ein Eisbergsalatkopf aus dem elterlichen Garten (mithin auch mecklenburgisch) wanderten neben einer Limette (sinnloserweise) und zwei Schalotten ins Abwaschbecken.
Gemüse in der Wäsche
Allerdings stand mir nicht unbedingt nach Salat der Sinn. Stellt sich also die Frage nach dem Ziel. Aber ich hatte eine Idee. So landete alles im Mixbecher.
Gemüse im Mixbecher
Der kundige Kocher wird feststellen, dass das fast die Zutaten für eine Gazpacho sind. Das dachte ich mir auch so, nur dass eben statt der Gurke der Salat drin war. Das sollte gehen. Also versah ich alles noch mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, einen ordentlichen Schuss Olivenöl, Balsamico-Essig, Zucker, Tomatenmark und ein paar Flöckchen Chili. Der Deckel wurde fest verschlossen, der Motor angeworfen.
Alles püriert
Nun nochmal mit den Gewürzen abschmecken, ggf. ein paar Eiswürfel mit hinein geben. Natürlich kann man das Endprodukt auch eine Weile im Kühlschrank vor sich hin ziehen und abkühlen lassen.
Normalerweise gehört in ein Gazpacho noch (Weiß-)Brot, gern auch vom Vortag. Da es daran ebenso mangelte und mir nur eine Packung Knäckebrot ins Auge fiel, beließ ich es dabei und kredenzte es unbebrotet.
Gazpacho mit Salat
Wer weiß, welche Wirkung das Knäcke in der Masse gehabt hätte.

Top in Mathe

Morgens einen kalten Milchkaffee, eine meiner kleinen Sünden. Normalerweise trinke ich sie ja, um wach zu werden, aber manches bekomme ich vorher doch schon mit.
Stichwort Zutatenliste. Die Kleinigkeiten am Ende ignorieren wir mal. Vorn stehen aber 80% Milch, 15% Kaffee und 7% gebrannter Zucker. Allein diese Zutaten machen also schon 102% aus …
Wer mal eine Salami gegessen hat, wird die Angabe gelesen haben, dass 100 g dieser Wurst aus beispielsweise 149 g Schweinefleisch hergestellt wurde. Ich weiß nicht, ob ich luftgetrockneten kalten Cappuccino trinken möchte.