Pulled Roul

“Das hat der Koch versaut”, könnte man einen Gast sagen hören, wenn das Essen auf dem Teller mal besonders unterirdisch ist. Aber es gibt andere Gründe. Und genau den Satz habe ich unlängst im Restaurant gehört. Von einem anderen Gast.

“Das hat der Koch versaut”, sagte der Gast mit freundlich, positiv ironischem Unterton, als er ein Interesse an einer angebotenen Eiskarte verneinte. Ich habs gehört, der Service vermutlich auch, aber ob es eine Wirkung haben wird? Ich wage es zu bezweifeln. Aber ich in froh darüber, dass ich offenbar nicht der einzige bin, dem die “normalen” Portionen in der Gastronomie zu groß sind, also der einzige neben Senior/inn/en und Kindern.

Sonntagmittag

Das sollte mal wieder rustikal und handgemacht sein. Naja, “Hausgemacht” – wie es auf der Karte stand – ist nicht handgemacht. Und wenn das Haus nicht auf die Garzeiten achtet, weil es wegen schlecht möblierter Dachetage keine Uhr lesen kann … Ich verheddere mich gerade in Klischees und Floskeln. Also nochmal von vorn. Darf ich vorstellen: Hausgemachte Rinderroulade mit Rotkraut und Salzkartoffeln. Könnten auch Petersilienkartoffeln gewesen sein.
Hausgemachte Rinderroulade mit Rotkohl und SalzkartoffelnAber, nun mal Soße bei die Roulade: Hättet ihr erkannt, dass das eine Rinderoulade hätte sein sollen?

Hausgemachte Rinderroulade mit Rotkohl und SalzkartoffelnOptisch und konsistenziell ein absoluter Fehlschlag. Ich weiß nicht, was da passiert ist: zu lange gegart oder zu viel Zartmacher ins Fleisch gearbeitet. Die Roulade hatte die Konsistenz eines zarten Klopses, die die Königsberger aus gleichem Haus vermissen ließen. Geschmacklich gings übrigens. Rindfleisch, Gurke, Speck, Würze waren schön und ausgewogen. Nur eben gefühlt schon vorgekaut. Die Roulade hätte man auch auf Felge essen können; Zähne brauchte man nur fürs Kraut, was aber in dem Zusammenhang eher positiv zu verstehen ist, gehörte der Rotkohl zu den besten Sachen auf diesem Teller.

Arme Würstchen, runder Fisch und flaches Schwein – mediterran

Es ist mal wieder Zeit, sich an ein vegetarisches(!) Ersatzprodukt heranzuwagen. Ich betone das vegetarisch deswegen ausdrücklich, weil es nicht nur den Makel hat (um das mal vorweg zu nehmen), dem carnivoren Vorbild in keinster Weise das Wasser reichen zu können. Diesmal sterben sogar Tiere für das Produkt. Zugegeben, nicht so viele, als wenn sie direkt verarbeitet werden, aber so ein Huhn, dass nur zum Eierlegen lebt, stirbt auch irgendwann (bzw. wird getötet). Ein Punkt mehr, irritiert über die Grundidee “Ersatzprodukt” zu sein.

Vegetarische Wiener auf blauem Teller mit SenfWir sehen ein vegetarisches Wienerle, auf Basis von Hühnereiweiß. Oder genauer: Hühnereieiweiß. Oder noch genauer: Aus Eiklar, getrocknet. Immerhin 8%. Mehr ist nur Wasser und Rapsöl. Zusammen mit anderen Bestandteilen ist das Würstchen also gut für die Verdauung. Der hohe Balaststoffanteil mittels Methylcellulose und Flohsamenschalen in Verbindung mit dem Wasser spricht für sich. Da kann sich manches Weißmehlerzeugnis eine Scheibe von abschneiden.

Vegetarische Wiener auf blauem Teller mit SenfEin großer Freund darmfreier Würstchen bin ich übrigens nicht. Natürlich ist es schwer, ein vegetarisches oder gar veganes Material zu erfinden, dass diesen Knack beim Anbiss erzeigt. Allerdings tut hier auch die Wurstmasse ihren Anteil daran, dass es vergebliche Liebesmüh wäre, noch eine knackige Hülle darum zu zaubern. Die Konsistenz ist – vornehm ausgedrückt – sowohl  beim Kalt- wie beim Warmverzehr eigentümlich. Man könnte es fast originell nennen, fehlt mir doch wirklich jeder Vergleich. Die Balaststoffträger bringen leider überhaupt keine Struktur ins Produkt, dass zwar eine gewisse Bissfestigkeit aufweist, aber ansonsten recht weit weg ist von einem Fleischgefühl.

Angebissene vegetarische Wiener auf blauem Teller mit SenfDer Anbiss sieht zwar ein bisschen strukturiert aus, im Mund merkt man aber schnell: da ist nix. Wobei es geschmacklich eigentlich ging. Wie so eine halbwegs gelungene Dosenwiener, nur in Trockenlagerung, der typische Wurstwassergeschmack ist aber trotzdem in Ansätzen vorhanden. Was aber auch nicht für das Produkt spricht. Gut, dass es nur die letzten Reste aus dem Senfbecher waren, die ich hier für das Foto zusammengekratzt habe, ansonsten wäre es schade um ihn gewesen.

RundumMeeresfrucht

Kann man eigentlich mediterran essen gehen, ohne bei einem Italiener oder Griechen einzukehren? Oder in den jeweiligen Ländern kulinarischen Urlaub zu machen? Die einen sagen so, die anderen so. Wichtig ist nur die Erkenntnis, dass es sie noch gibt. Die guten Produkte.

Erinnern darf ich an meine letzten Versuche mit Calamari. In einer Tiefkühltruhe entdeckte ich endlich mal eine Variante, die aus echten Tintenfischringen bestand. An der verzehrtauglichen Aufbereitung muss ich zwar noch etwas arbeiten (nicht nur deswegen kein Bild), aber die schmeckten trotzdem und vor allem: Die hatten Geschmack. Und Konsistenz. Manchmal lohnt es sich doch, etwas mehr Geld für Qualität auszugeben.

Sonntagmittag

Das gilt übrigens auch für das Mittag in einer Gaststätte. Aber wenn man da den richtigen Griff gemacht hat, springt einem das Essen förmlich in den Mund. Mit dieser Überleitung aus dem Überleitungsmuseum Tutow kommen wir zu diesem Teller:

Saltimbocca (mit Serrano Schinken und Salbei ummanteltes Schweinefilet) auf cremigem Safran-Risotto und gebratenem BlumenkohlZugegeben: Rein aus der Ansicht hätte ich es vielleicht nicht erkannt, aber jeder kann ja Saltimbocca (italienisch für “spring in den Mund”) machen, wie er will. Solange die Signiture-Eigenschaft irgendwie erhalten bleibt. In dem Falle umhüllte Schinken und Salbei eine Scheibe vom Schweinefilet, was sich auch recht gut machte. Unten drunter hatten wir einen Spiegel vom Risottoreis und irgendwo dazwischen sehr heißen und demzufolge frisch gebratenen Blumenkohl. Wirklich sehr heiß. Seehr heiß. Aber lecker.

Saltimbocca (mit Serrano Schinken und Salbei ummanteltes Schweinefilet) auf cremigem Safran-Risotto und gebratenem BlumenkohlDas Fleisch war zart und saftig, der Risotto schön schlotzig, der Schinken knusprig und der Salbei … Wie ist Salbei? Würzig? Aromatisch? Na, ihr wisst schon. Alles gut. Kann man essen. 😉

Qualität im Laufe der Zeit

Mal etwas ganz anderes. Früher™ war ich mal regelmäßiger Zuschauer eines Pay-TV-Senders namens Discovery Channel. Den hatte ich als Nutzer der ersten digitalen TV-Plattform Deutschlands namens DF1 kennen gelernt und mochte ihn sehr. Schöne, sicher auch aufwendig produzierte Dokumentationen, die nicht nur Wissenzuwachs brachten, sondern auch ein sinnlicher Genuss waren. Irgendwann wurde aus DF1 Premiere und später das immer noch existierende Sky. Seit kurzem gibt es zwar auch wieder ein TV-Programm namens DF1, das hat aber inhaltlich nix mit der damaligen Digitalplattform zu tun. Nur die Postadresse ist ähnlich. 😉

Aber es geht ja auch um den Discovery Channel. Ich weiß nicht mehr, wie lange es her ist, dass ich mein Digital-Abo kündigte und demzufolge auch das Programm nicht mehr sehen konnte. Jahrzehnte könnte es her sein. Seit einigen Tagen habe ich aber wieder die Möglichkeit, mit den Discovery Channel anzusehen. Ohne Sky, es gibt schließlich auch andere legale Wege. Mit einer Gewissen Vorfreude, gespeist aus alten Erinnerungen, wandte ich mich dem Programm zu und … Ach du Scheiße. Huch, da ist wohl ein Produkt zu oft “mit verbesserter neuer Rezeptur” mehr verschlimmert als verbessert worden. Ein Sammelsurium von Content, den man von anderen Sendern, die zur gleichen Firma gehören, auch schon kennt. DMAX, TLC, HGTV lassen grüßen. Es fehlt nur noch, dass in den Programmrandzeiten auch mal eine Folge Star Trek gelistet wird, gehört – im deutschsprachigen Bereich – ja auch Tele 5 mit ins Portfolio. Der Weg führte also von den Hochglanz-Dokus zum Fastfood. Insofern eine Entwicklung, die wir hier im Blog auch schon immer mal weider erwähnt haben, wenn auch meist aufs Essen bezogen.

Knabbereien

Neulich entdeckte ich irgendwo eine “Landwurst” mit dem Untertitel “wie in der guten alten Zeit” imd dachte mir: ‘Na, die nimmste mal mit und auseinander.’ Aber wie groß war meine “Enttäuschung”, dass sich die Zutatenliste bei der heimischen Lektüre als angenehm übersichtlich herausstellte. Die Wurst war eine Mischung einer geräucherten Salami mit der Fleischvorbereitung einer Krakauer, also mit großen Fleischstückchen und wenig Füllmaterial. Ich ließ sie noch ein paar Tage rumhängen und erfreute mich ihrer und ihrer 7 Zutaten dann als Snack beim Snooker gucken. Wirklich lecker, aber leider Aktionsware und demzufolge beim nächsten Einkauf sicher nicht mehr verfügbar.

Ebenfalls entdeckt und positiv überrascht haben mich grüne Flips aus Erbsen. Von der Form her Erdnussflips nicht unähnlich, hatten diese ein leichtes Erbsaroma und waren “nur” leicht salzig (was der ausgelobten Geschmacksrichtung entspricht). Da bin ich mal gespannt, ob es die auch mal in anderer Aromatik gibt. Ich könnte mir sehr gut eine gewisse Meerrettichschärfe in der Kombination vorstellen, hatte ich doch auch mal eine Phase der Wasabierbsenexzesse, getrocknete Erbsen, die mit einer Teighülle im Wasabi-Style – ähnlich entsprechenden Erdnüssen – ummantelt waren. Die Erbsflips zeichnen sich übrigens auch durch eine übersichtliche Zutatenliste aus, neben Erbsen und Salz sind nur 2 weitere Zutaten drin. Super.

Sonntagmittag

Das Sonntagsessen hatte natürlich ein paar mehr Zutaten, ist es aber auch komplexer zusammengesetzt. Frisches mediterranes Gemüse, in der Pfanne angeröstet, dazu in heißem Öl gebackene Kartoffelstäbchen, eine edle Kräuterknoblauchsauce und das unvermeidliche Salatbouquet mit feinen, aus dem Hinterhofgarten frisch geernteten Blattsalaten und Kräutern verfeinert … Das alles ist aber nur die Begleitmusik zu ein, zwei edlen Lammfilets, die aus 19000 km Entfernung extra für mich eingeflogen wurden … aber ich träume wohl.

Gegrilltes Lammfilet mit Kräuterknoblauchsoße, frisches mediterranes Pfannengemüse, SalatbeilageUm dem mediterranen Pfannengemüse ansichtig zu werden, musste man erst etwas Fleisch essen.

Gegrilltes Lammfilet mit Kräuterknoblauchsoße, frisches mediterranes Pfannengemüse, SalatbeilageIch hatte übrigens eine kleine Portion bestellt – die Karte bot Kinder- und Seniorenportionen an, obwohl ich keiner dieser Zielgruppen wirklich angehöre. Aber ich war mit Vattern da, also war die Klassifikation als Kind gesichert und die angepasste Bestellung wurde akzeptiert. Allein, sie kam nicht in der Küche an.

Gegrilltes Lammfilet mit Kräuterknoblauchsoße, frisches mediterranes Pfannengemüse, Salatbeilage5 (in Worten: fünf) Lammfilets aus Neuseeland, eine große Portion Pommes eine ebensolche Portion Pfannengemüse und ein kleiner Haufen Kraut-, Möhren- und Bohnensalat unter der Orangenscheibe.

Die Aufbereitung der Tiefkühlware erfolgte fachgerecht, die drei Becher mit den Salaten, wie man sie in jeder beliebigen Kühltheke kaufen kann, wurden unfallfrei geöffnet und jeweils ein Löffel voll auf dem Teller platziert. Alles kam wohltemperiert beim Gast an, das Fleisch war saftig, die Pommes heiß und knusprig. Nichts, was man nicht anderswo genauso hätte bekommen können. Aber die Convenience-Koordinierungsstelle der DEHOGA scheint gut zu arbeiten, so dass man das Gericht eben nicht woanders in der Nähe nochmal bekommt. 😉

Gegrilltes Lammfilet mit Kräuterknoblauchsoße, frisches mediterranes Pfannengemüse, SalatbeilageSo ging der Teller übrigens wieder zurück in die Küche zur inhaltlichen Entsorgung. Schade drum. Aber ich schätze mal, dass wäre der Anteil gewesen, den ich nicht bekommen hätte, wenn ich die bestellte kleine Portion erhalten hätte. Es ist schließlich nicht meine Aufgabe, mir wegen einer falschen Übermittlung mengenmäßig den Magen zu verrenken. Da half auch die ganze joviale Vertraulichkeit (so viel Körperkontakt zu einem Service hatte ich lange nicht mehr, und das eine Mal, wo es doch mehr gab, war es Sex) nichts.

Und letztendlich stellt sich die schon im letzten Artikel aufgeworfene Frage: Welches Gericht muss ich von der Speisekarte wählen, um heimischen Bauern beim Umsatz zu helfen?

Flaches bei Keeenichs

Manchmal hat man ja so Gedanken, was man gern mal machen möchte. Nur macht man es dann nicht, weil man nicht nerven will, oder Angst hat. Oder was auch immer. So spiele ich mit der Idee, beim nächsten Essengehen mal mit der Anspielung auf die heimischen Bauern bzw. die heimische Land- und Forstwirtschaft mit die Gerichte der Karte empfehlen zu lassen, die mit einem möglichst hohen Anteil Zutaten aus heimischer, regionaler Erzeugung daherkommen. Da ich aber schon weiß, wo es das nächste mal hingeht … Ich werde es nicht tun. Ich bin eben doch ein Schisssack. 😉

Aber in einer Gaststätte sitzen und durch die Gegend grinsen. Idealerweise passiert das nach einem guten Essen, manchmal aber auch schon davor. So wie neulich. An einem Tisch in meiner Blickrichtung sitzt ein älteres Paar, sie – wie immer – ein wenig feiner angezogen als er, und bekommen ihr bestelltes Essen. Was es genau war, habe ich nicht gesehen, aber er hatte offenbar ein Gericht erwischt, bei dem extra Soße in einer begleitenden Sauciere gereicht wurde (das Wikipedia-Bild trifft genau, was ich meine).  Er verteilte einen Teil davon auf dem Teller und streifte den anhängenden Schlusstropfen mit seiner Gabel vom Soßengefäß ab. Vielleicht nicht ganz stilecht, aber halbwegs elegant. Als er einige Zeit später wieder zur Sauciere griff und sich Soße nachgab, schaute er sich, das Soßenkännchen noch in der Hand, kurz verstohlen ein wenig prüfend um, um anschließend den Resttropfen schnell von der Tülle abzulecken. Es blieb wohl in der direkten Umgebung unbemerkt, selbst seine Frau war zu beschäftigt auf den Tellerinhalt fokussiert, um diesen kleinen Fauxpas mitzubekommen. Seine Blicke – Ausdruck absoluter Unschuldigkeit – waren einfach nur süüüß. Dass ich die Szene bemerkt hatte, blieb ihm offenbar verborgen. 😉 Es hob meine Stimmung aber merklich und ich musste immer wieder ein wenig lächeln, wenn ich in die Richtung des Tisches sah …

Sonntagmittag

Das letzte Gericht hat wahrscheinlich einen recht hohen Regionalanteil. Man erkennt es unter anderem sogar am Namen der Gerichte. Zumindest bei der kleinen Vorspeise, die ich mir mal wieder gönnte. Leider war das letzte Mal schon so lange her, dass ich gleich darüber hergefallen bin, mir fiel zu spät ein, dass ich das ja noch fotografieren wollte.

Carpaccio vom Useriner Damwild RückenDeswegen ist dieses Damwildcarpaccio schon ein wenig angeknabbert. Neben vielen anderen positiven Dingen, die man über diesen Teller sagen kann, ist die Speise nicht in einer Vignigrette ertrunken, wie ich es auch schon anderswo erlebt habe. Essig und Öl standen griffbnereit dabei, aber ich esse sowas ja nicht, um Vignigrette zu essen, es kommt mir auf die anderen Zutaten an, natürlich vor allem das Fleisch an. Die dezente Rucola-Auflage und die anderen Sachen hatten genau das richtige Maß und ich war sehr glücklich, mir diese kleine Vorspeise bestellt zu haben.

Als Hauptgericht gab es Königsberger Klopse. Die letzten sind noch nicht so lange her, aber die waren ein guter Antrieb dafür, es anderswo nochmals zu probieren. Und es gab den Klassiker, schön mit Rote Bete und Kartoffelstampf. Aber doch wieder ganz anders.

Königsberger Klopse vom Wildschwein auf Rote Bete Carpaccio mit KartoffelstampfAuf einem heißen Teller lag ein Carpaccio von Roter Bete, darauf fanden sich 4 Klopse, die mit einer schönen, wenn auch geringquantifizierten (es war wenig) Soße überdeckt waren, rundum dann ein paar Kügelchen zarten Kartoffelstampf. Lecker.

Königsberger Klopse vom Wildschwein auf Rote Bete Carpaccio mit KartoffelstampfWirklich eine schöne Idee und auch noch gut zubereitet. Da passte alles. Eine schöne Gelegenheit, nach dem Verzehr hinterher am Tisch zu sitzen und wohlig vor sich hinzugrinsen.

Schmorzeit III – Gulasch

Kennt ihr das: Man liest einen bestimmten Namen eines Gericht und hat sofort eine Assoziation und eine bestimmte Vorstellung von dem, was einem dann entgegenkommen soll – wenn man den Namen auf einer Speisekarte gelesen hat. Und selbst, wenn das Gericht so vielfältig in der Ausführung sein kann wie Pizza oder Soljanka, es gibt kleinste gemeinsamer Nenner, die man dann doch erwartet und erwarten kann. Tomatig-käsig belegter Teigfladen mit allerlei Extraauflagen oder eine säuerliche Gemüsesuppe mit fleischlich-wurstiger Einlage, um mal bei den Beispielen zu bleiben. Natürlich gibt es auch immer wieder Standardbegriffe, die nicht eindeutig sind. Immer wieder gern genommenes Beispiel ist das Jägerschnitzel, einerseits eine panierte und gebratene Jagdwurstscheibe, die gern zu Nudeln mit Tomatensoße serviert wird, andererseits ein eher klassisches Schnitzel, von einer Pilzsoße begleitet. Wobei wir hier mit dem Jäger schon ein wenig auf dem Weg zum …

Sonntagmittag

… sind. In einer Gaststätte, bei der ich in der Vergangenheit mal eine Verbindung zur Jagd mitbekommen zu haben glaubte, standen neben anderen auch zwei Wildgerichte auf der Karte. Ich entschied mich für das Wildgulasch mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen.

Feuriges Wildgulasch mit Apfelrotkohl und KartoffelklößenJa, ich weiß, Gulasch ist ein weites Feld, ähnlich wie Soljanka. Und die dicken, mehlgebundenen Soßen sind auch nicht mehr modern. Wer aber hier im Blog mal unter dem Stichwort Gulasch ein wenig durch mein Selbsterkochtes blättert, wird schnell fündig, dass man auch ohne Mehl sämige Soßen hinbekommt – wobei ich die sämige Soße als eines der Signature-Merkmale eines Gulasch’ unterstelle. Davon hatte das Wildgulasch allerdings so gar nichts. Es war eher auf dem Weg zu einem Ragout, waren die Fleischteile doch teilweise recht kleinteilig. Ein Vergleich zwischen einer geschossenen und gesprengten Wildsau drängt sich so sehr auf, dass ich ihn leider nicht zurückhalten konnte. Aber, das Fleisch schmeckte. Wirklich gut. Es war zart und saftig. Was will man mehr?!

Wobei die Frage vermutlich eher lauten sollte: Was will man weniger?

Feuriges Wildgulasch mit Apfelrotkohl und KartoffelklößenDer Sinn von Erbsen und Möhren erschloss sich mir nicht so völlig, zumal sie die Anmutung von Konservenware hatten, die weg musste. Geschmacklich hatten sie keinen Anteil. Ein bisschen schade um die Wildsau bzw. den Wildeber.

Schmorzeit II.

Beim Film gibt es den Effekt, dass Fortsetzungen – bis auf wenige Ausnahmen – meist nicht an den Erfolg und die Qualität des ersten Teils, der ursprünglich als allein stehend geplant war, herankommen. Dragonheart ist da ein sehr typisches Beispiel. Es gibt zahllose andere, bitte befragt da den Cineasten Euer Wahl.

Dass es an Personal in der Gastronomie mangelt, ist ein offenes Geheimnis. Das führt zu reduzierten Öffnungszeiten, längeren Wartezeiten und – so meine neue Idee in dem Umfeld – auch zu fallender Qualität. Da die Leute nicht nur im Service, sondern auch in der Küche fehlen, bekomme ich langsam den Eindruck, dass sich immer mehr Gaststätten bei der Essenzubereitung von guten Küchen zu Aufwärmstationen von Convenience entwickeln. Dabei wird die Dienstleistung des Essen-gehen-Könnens nach wie vor gut nachgefragt, erlebe ich doch öfter, dass Gaststätten gerade auch sonntagmittags ihre Angebote in zwei Schichten feilbieten. Wenn dann aber die “frisch zubereiteten Gerichte der Region” sehr kantinös beim Gast ankommen, ist das irgendwie schade.

Sonntagmittag

Die Vorrede muss natürlich nichts mit dem Sonntagsessen zu tun haben. Es waren Gedanken, die mir so durch den Kopf gegangen sind. Am Mittagstisch erlebte ich einen wirbelnden – im positiven Sinne – Service, der den Gästeandrang wunderbar beherrschte, alle in angemessener Zeit mit Essen und Getränken versorgte, Sonderwünsche entgegennahm, Lösungen für die kleinen Problemchen des täglichen Ablaufs fand und dabei noch freundlich und fröhlich daherkam. Ich finde es ja gut, wenn es bei recht stabilen Standardkarten auch immer noch “Tagesgerichte” gibt, die sich als Beilage zur Menükarte oder auf Tafeln im Gastraum präsentieren. Vor allem, wenn man nicht das erste Mal am Ort ist und alles Interessante aus der Karte schon gegessen hat.

So entdeckte ich diesmal auch was auf einer der aushängenden Tafeln, was ich mir auch bestellte:

Schweinebacke, Soße, Rotkraut, KartoffeltascheUnter der Soße befinden sich zwei Stücke Schweinebäckchen, zwei Kartoffeltaschen und ein weihnachtlich zimtiger Rotkohl begleiten diese. Das Tellerdesign ist hier auf keinen Fall geschützt – was ja in der gehobenen Küche durchaus mal der Fall sein kann, weswegen man die High-End-Kreationen dort nicht unbedingt einfach mal so fotografieren und dann veröffentlichen sollte. Hier wird die klassiche Dreiteilung eines Kantinentellers – nur eben ohne die Stege dazwischen – nachgeahmt. Böse bezungt würde ich meinen, dass sich dieser Gedanke nicht nur auf die Optik bezieht, habe ich aber in einer Kantine noch nie Schweinebäckchen erlebt. Allerdings ist mein letzter Kantinenbesuch schon etwas her. Der große Wurf war es nicht, aber es gingen zahlreiche Teller an die anderen Gäste und es wurde im Zwei-Schicht-System an dem Sonntag das Mittag gereicht. Nachfrage groß, Qualität sinkt. Grund unbekannt.

Winterliche Trilogie – Schmorzeit

Nein, keine Angst. Dies werden keine mehrteiligen Fangesänge. Wobei, wer weiß. Aber es gibt zumindest keinen Plan dafür. Mit dem neuen Jahr wurde in meinem momentanen Lieblingsrestaurant die Karte – nicht unerwartet – überarbeitet und wartet mit allerlei neuem auf.

Sonntagmittag

Schmorgerichte haben was. Und sie werden klischeesk immer gern mit der Winterzeit verknüpft. Warum auch immer. Aber es ist schön, dass es sowas gibt. Natürlich kann man entsprechendes auch selbst machen, aber dadurch, dass man das viel zu selten macht, fehlt ein wenig die Erfahrung für eine entspannende Routine und die Zubereitung wird zum Event, und man “steht stundenlang” in der Küche, was ja gar nicht sein muss, da sich die meisten Schmorgerichte eigentlich von allein zubereiten, wenn man sie erstmal auf den Weg gebracht hat.

Zart geschmorte Rinderschulter, kräftige Rotweinsauce, glasierte Karotten, nussiges KartoffelpüreeZwei butterzarte Scheiben einer Rinderschulter, begossen mit einem leckeren Jus, begleitet mit den bereits öfter erwähnten leckeren Möhren und einem besegelten nussigen Kartoffelstampf. Soulfood heißt sowas wohl.

Zart geschmorte Rinderschulter, kräftige Rotweinsauce, glasierte Karotten, nussiges KartoffelpüreeEs gibt wirklich wenige Situationen, bei denen ich beim und nach dem Essen ein wohliges Grinsen im Gesicht habe – hier kommt das öfter vor. Und das ist gut so. Vor allem auch mit dem Hintergedanken, dass man sowas schönes anderswo nicht bekommt. Ich prophezeie einen entsprechenden Verriss in einer Woche. 😉

Es lebe die Mittelmäßigkeit

Neulich gab es schon mal veganen Tintenfisch bei mir zum Testen. Das mit dem Testen setzen wir hier mal fort. Und beenden es. Aus Gründen.

Es gibt Produkte, die ein signiturehaftes Äußeres haben. Man sieht die Form und weiß sofort, was es ist. So auch dieses mal. Man guckt in die Pfanne und denkt: …

vShrimps in der Pfanne‘Aha, Blumenkohl.’ Denn nichts anderes (neben ein paar weiteren Zutaten, befindet sich in der Pfanne.

Dieses Mal gab es eine Veganversion Shrimps. Die bestehen im wesentlichen aus Wasser und Blumenkohl, was man leider auch gleich beim Öffnen der Verpackung bemerkt. Kennt ihr die Situation, 3 Stunden, nachdem ihr Blumenkohl gekocht habt, der kalte Kohldunst. Genau das. Braten ließen sich diese Dinger aber recht gut, sie wurden auch herrlich knusprig.

vShrimps in der PfanneLeider wird dafür wieder so viel Fett in der Pfanne empfohlen, dass man die Dinger hinterher entfetten sollte.

vShrimps beim AbtropfenDann noch “schön” servieren.

vShrimps mit CocktailsoßeSchade um die Cocktail-Soße. Wenn sie denn gut gewesen wäre. Insofern passte sie ins ganze, der Shrimpsersatz schmeckte nach nix, da ist man froh, dass McD Shrimps gerade im Sortiment hat und kann sich wieder schön einnorden. Wirklich gut sind die zwar auch nicht, aber um Klassen besser als die Blumenkohlvariante.

Und weil es neulich das Desaster mit den vTintenfischringen gab, haue ich mir doch mal ein paar echte in die Pfanne.

Tintenfischringe in der PfanneUmdrehen nicht vergessen.

Tintenfischringe in der PfanneUnd dann ab auf den Teller.

Tintenfischringe fertigSieht das nicht gut aus? War es aber nicht. Ich hatte Tintenfischringe á la Surimi erwischt. Die bestehen zwar aus Tintenfisch, aber fein zerkleinert und wieder zusammen gepresst. Der Vergleich mit dem Verhältnis Nackensteak vs. Fleischwurst hinkt weniger, als man denkt. Nur haben hier selbst beide Varianten noch Geschmack, eine Eigenschaft, die den Ringen völlig abging.

Sonntagmittag

“Vom Acker auf den Teller zum Gast. Essen muss bezahlbar bleiben.” – Eine Forderung von Gastwirten und der DEHOGA innerhalb der aktuellen Proteste. Vom Acker auf den Teller zum Gast. Schön wär’s.
Hähnchenbrust, Rahmchampignons, Pommes, GedönsEs gab Zeiten, da hätte das convenienteste auf diesem Teller – die Pommes – sogar ein regionales Produkt sein können, hatte doch ein bekannter Kartoffel-“Veredler” eine Produktionsstätte in der Region und mit den hiesigen Bauern Lieferverträge. Listen wir mal den Eigenanteil auf dem Teller auf (neben dem Erwärmen der Bestandteile). Der Rucola, die beiden Paprikastreifen, die Gurkenscheibe. Und das darauf drappieren von etwas Salatsoße. Der Krautsalat unten drunter, die Pommes und die Rahmchampignons sind genau so, wie man es in unzähligen anderen Gaststätten ganz genau so bekommt. Und selbst die Hähnchenbrust macht den Eindruck, dass sie genau so, wie sie da auf dem Teller aussieht, aus dem Tiefkühler gekommen zu sein und nur verzehrfertig aufgetaut und erhitzt zu sein. Die Konsistenz sprach eindeutig für Saftigkeitsverstärker, wie sie bei Industrieware typisch sind.

Im großen und ganzen schmeckte das ganze recht gut, war handwerklich gut auf den Teller gebracht. An der hiesigen Landwirtschaft ist das aber hunderte Kilometer an vorbei und sicher nicht nur deshalb sehr 08/15. Große Kochkunst war das nicht.

Vintenfisch und andere Rollen

Wer bei Reis, Erbsen und Möhren an Gerichte wie Risibisi denkt, ist noch nicht verloren. Man kann nämlich auch noch was anderes daraus machen.

vegane Calamari in der PfanneDiese kleinen Donuts in der Pfanne haben erstaunlicherweise etwas mit der einführenden Bemerkung zu tun. Und das, obwohl keine Möhren drin sind. Und auch die Löcher sind nicht mit Möhren hineingestochen.

Nach der Hälfte der Bratzeit und dem dann erfolgten Wenden sahen sie übrigens so aus:

vegane Calamari in der PfanneIch hätte ja weniger Fett genommen, aber es stand 4 EL auf der Packung. Zugegeben, ich habe einen der EL Rapsöl durch einen EL Butter ersetzt … Aber naja, die Küchenkrepp herstellende Industrie will ja auch leben.

vegane Calamari beim FettabtropfenOrdentlich entfettet erfolgte noch in der Küche ein erster Anbiss.

vegane Calamari, angebissenUm es gleich vorweg zu nehmen: Das mit der knusprigen Panade kriegen sie mittlerweile ganz gut hin. Das Innere hat – laut Produktbeschreibung – Reis und Erbsen als Basis, also besteht es – laut Zutatenliste – im wesentlichen aus? Genau: Rapsöl und Wasser. Und ob da schon das Rapsöl mit dabei ist, das ich zum Braten nehmen sollte? Wenn man die Panade vorsichtig abknabbert, bekommt man einen weißen Ring mit der Konsistenz von al dente gegarten Möhren und einer dezenten Allgemeinwürze. Es ist wohl auch Hefeextrakt drin. Dazu kommen diverse Pülverchen, an denen Sebastian Lege seine helle Freude gehabt hätte, die sicher auch natürliche Ursprünge haben, aber so weit denaturalisiert sind, dass ihre ehemaligen positiven Nährwerte in reine Funktionswerte (“gibt Struktur”, “bindet”, …) umgewandelt wurden.

Achso, ihr wollt wissen, was diese kleinen Donuts sein sollen? Und habt dabei noch nicht in der Bildbeschreibung geguckt? Dann sei es Euch erzählt: Vegane Calamari. Frittierte und panierte Tintenfischringe wären das Vorbild. Zugegeben, ich habe das Gericht noch nie mit einer so schönen knusprigen Kruste gegessen. Etwas fischiges Aroma hätte den Teilen gut getan, und etwas mehr Gummi in der Konsistenz. Da stimmte innen einfach gar nix. Außer vielleicht die Farbe.

Sonntagmittag

Diesmal etwas klassisches. Ein schönes Schmorgericht, eigentlich eine Möglichkeit für die Gastronomie, ihre ganze Qualität in die Waagschale zu rollen, mit einem Gericht, das gern gegessen wird, aber dessen Zubereitung sich niemand mehr wirklich die Arbeit machen möchte, auch, weil es dieses Gericht nur dann in gut gibt, wenn man größere Mengen davon zubereitet. So das Klischee.
Gefüllte Rinderroulade nach "Stargarder Art", Apfelrotkohl, Kartoffelkloß in kleinEine Rinderroulade “Stargarder Art” zierte den gut besoßten Teller, dazu ein leckeres Apfelrotkohl und ein Kartoffelkloß. Ich weiß nicht, wie viele Klöße es normalerweise gegeben hätte, fand aber das Ergebnis der “Bitte eine kleine Portion”-Bestellung sehr angenehm.  Gefüllte Rinderroulade nach "Stargarder Art", Apfelrotkohl, Kartoffelkloß in kleinDie Füllung bestand nicht klassisch aus Speck und saurer Gurke, es schien eher Wurzelgemüse zu sein, warum auch nicht. Mal etwas anderes. Alles passte gut zusammen (okay, die semmelbröslige braune Butter auf dem Kloß hättte noch etwas mehr Hitze haben können), Soße und Roulade bildeten eine schöne Symbiose.

Herbstliche Trilogie – Teil 5: Möhren, Steak, Pommes und ein politisches Essen

Ja, ich weiß, es ist mittlerweile Winter. Und nicht erst seit eben. Trotzdem.

Aus aktuellem Anlass heute (08.01.2024) mal ein Statement-Essen. Leichte, mediterrane Küche … Weil es draußen so kalt war. 😉

Es ist eins der Trivial-Gerichte, die ich hier öfter mal mache. Und soooo einfach und schnell. Topf mit Wasser erhitzen, wenn das Wasser kocht Salz und die abgezählten Spaghetti dazugeben, nochmal aufkochen, Deckel drauf und beiseite stellen. Auf die heiße Herdplatte kommt die Pfanne mit Öl und Butter, darein eine geschnittene Schalotte, nachfolgend zwei Spitzpaprika und 3 Cocktail-Tomaten – natürlich auch alles zerkleiniert. Salz und Pfeffer tun ihr übriges, ggf. noch etwas Nudelwasser. Sind das Gemüse gut angegart und die Spaghetti al dente, kommt es zur Vereinigung der beiden in der Pfanne, auch hierbei kann ruhig etwas Nudelkochwasser rüberschwappen. Alles gut durchschwenken, auf den tiefen Teller geben, mit Pecorino bestreuen und servieren. Voilà!

Da hatte ich wohl auch etwas zu wenig Nudelwasser in die Pfanne gegeben oder die Hitze zu groß gelassen. Es sind einige Nudeln ein wenig angebraten. Aber wer weiß? Vielleicht waren das dann gerade auch die besten beim Essen.

Warum ist das heute ein Statementessen? Nunja: Orignal italienische Spaghetti, spanische Spitzpaprika, holländische Cocktailtomaten, kretaisches Olivenöl, irische Butter, französisches Meersalz und französische Schalotten. Der Pfeffer kam aus der Mühle und ließ sich nicht mehr geografisch verorten. Gerichte mit solchen Zutaten wird es wohl künftig öfter geben, wenn ich durch demobedingte Staus mit recht unwürdigen Umständen zur Erleichterung meiner Blase gezwungen werde, obwohl es nur eines Fingerzeig bedurft hätte, mich ausnahmsweise nach 2 Stunden anerkanntem Warten vorbeizulassen.

Sonntagmittag

Zugegeben, das Essen ist schon etwas her. Aber es ist ein Gericht aus dem Standardteil der Karte … Und im Moment der Veröffentlichung dieses Posts hat mein Lieblingsrestaurants sowieso gerade Betriebsferien. Aber die sind ja auch mal zu Ende und für die Zeit danach kann das durchaus auch empfohlen werden.

Rib-Eye-Steak, medium, auf glasierten Möhren und Steakhauspommes r/wSteakgerichte gibt es übrigens im Baukasten. Die Zusammenstellung ist also von mir. Die Steakhauspommes sind einfach mal der Lust auf Pommes geschuldet gewesen, Ketchup und Mayo gibts standardmäßig dazu.

Rib-Eye-Steak, medium, auf glasierten Möhren und Steakhauspommes r/wUnter dem Rib-Eye-Steak finden sich glasierte Möhren. Ja ja, auch das grünliche ist eine Möhre. Gegarte Möhren sind ja eigentlich nicht so mein Ding, aber die sind lecker. Ich habe sie aber nicht auf blauen Dunst hin bestellt, ich kannte sie schon von der Roulade.

Von den vielen Steakarten finde ich ja Rib-Eye bzw. Entrecôte immer noch am interessantesten. Roastbeef oder Filetsteak haben aber durchaus auch ihre Berechtigung, ich finde sie aber in der Reihenfolge der Aufzählung langweiliger. Und im Gegensatz zum gern mal überwürzten Grillfleischstück aus einem Grillhaus kam hier das Steak relativ naturell aus der Küche, auf den Punkt gegart, sehr saftig und lecker. Wer genau hinsieht, wird die Salzflocken neben dem Grünzeug auf dem Fleisch erkennen. Reicht. Salz und Pfeffer kamen zwar auch noch an den Tisch, es brauchte ihrer aber nicht, wenn man vor allem das Fleisch genießen wollte.

Rib-Eye-Steak, medium, auf glasierten Möhren und Steakhauspommes r/wMedium und saftig. Was will man eigentlich mehr?! Und auch noch gut zubereitet und bebeilagt. Da ist die deutsche Färse doch nicht umsonst gestorben. Dazu die glasierten Möhren … Lecker.