Boah!

Ist datt warm! Wobei es so warm eigentlich gerade noch gar nicht ist, aber die hohe Luftfeuchtigkeit macht es doch unangenehm und drückend. Und die Auslegware wellt sich, dass man fast stolpert … Kenne ich aber auch so. Eigentlich ein schöner Tag, etwas in der Küche zuzubereiten, dass den Ofen über Stunden und die Kochplatten hinreichend lange in Betrieb hält, einen schönen Braten mit Schmorkohl als Beilage. Nungut, da habe ich jetzt mal bei mir selber abgeschrieben, den Gedanken hatte ich tagsüber am Sonntag schon auf SoMe veröffentlicht. Aber so ein bisschen gingen meine Gedanken für das Sonntagmittag schon in die Richtung, da ich etwas im Kühlschrank hütete, was gut zu Sauerkraut und Kartoffelbrei harmonierte. Aber offenbar nicht nur dazu.

In der Woche lachten mich beim Einkaufen ein paar Pfirsiche freundlichst an und erbaten Mitnahme. Dass eigentlich keine Pfirsichsaison ist, merkte ich dann beim Versuch des Verzehrs. Das führte dann auch wieder zu einem SoMe-Post:

 

 

Post by @DirkNB
View on Mastodon

 

Schon komisch. Zur Zeit dauert die Phase zwischen hart und welk bei Pfirsichen offenbar nur ca. 5 Minuten und das fand dann nachts gegen 4:23 Uhr statt, ein Zeitpunkt, wo man eigentlich zu schlafen pflegt.

Sonntagmittag

Dafür habe ich meinen beheizten Mixer reaktiviert. Lange stand er nur rum, aber diesmal standen auch noch eine Packung kleiner Snack-Tomaten in 3 Farbtönen und noch ein paar Cocktailtomaten rum, die auch irgendwie weg mussten. Also alles hinein und fertig war die Tomatensoße.

Spaghetti, Tomatensoße, KnackertranchenZugegeben, ganz so einfach war’s nicht, das Gerät hüpfte auch ab und zu ganz schön über den Tisch, aber irgendwann wurde es recht ruhig im Becher und nur noch das leise Blubbern vom Kochen und der rührende Mixeinsatz waren zu hören. Die Snacktomaten hatten einen hohen Anteil an orangen und gelben Früchten, was die Farbe erklärt. Den guten Geschmack erkläre ich auch noch mit der Zugabe von 1 Chilischote, Salz, Zucker, Pfeffer, Schalotte, Knoblauch und einem guten Schuss Olivenöls am Ende. Die Konsistenz war Teamwork zwischen dem kräftigen Mixer und einer kleinen mehligkochenden Kartoffel, die ich mit hinein warf (natürlich geschält).

Spaghetti, Tomatensoße, KnackertranchenEffektiv blubberte alles ca. 1 h im heißen Mixer. Anfangs und nach ca. einer dreiviertel Stunde drehte ich das Mixwerk mal auf heftig. Nach dem zweiten Mal stellte sich dann auch die Konsistenz ein. Eigentlich gebe ich in meine Tomatensoße auch immer noch gern eine rote Paprika, aber die sahen beim Einkauf am Freitag schon im Laden eher altersgerecht als frisch aus, so beließ ich es dabei.

Spaghetti, Tomatensoße, KnackertranchenDie Wurst garte ich übrigens bei den Spaghettis mit. Zumindest teilweise. Sie kam mit ins kalte Wasser und kurz bevor es kochte, nahm ich sie raus. Dann kamen Salz und nachfolgend die Nudeln hinein, die dann auch erstmal aufkochten. Als der Schaum fast den oberem Topfrand erreichte, kam die Wurst wieder rein, ein Deckel drauf und die Herdplatte aus. So zog dann alles zur Vollendung. Jaaaaa: Nudeln müssen nicht in sprudelndem Wasser kochen!

Knollen, Bittergemüse und Tk-Fund

Diesmal muss ich eine Lanze für die Kartoffel brechen. Wobei ich auch anderweitig brechen möchte, aber der Reihe nach. Die Kartoffel – die deutscheste* unter den Beilagen, die Soße aufzunehmen haben (neben Reis und Pasta) – ist gesünder als ihr Ruf. Angehangen ist ihr der Ruf als Kohlenhydratschleuder, aber sie ist doch besser. Natürlich hängt es immer ein wenig auch an der Art der Zubereitung, die sehr vielfältig ist. Zum Beispiel kann man in der Kombination Kartoffel-Ei mit die hochwertigste Proteinkombination überhaupt zu sich nehmen. Auch enthält sie eine Reihe Vitamine (C, B) und Mineralstoffe (K, Mg). Man sollte sie nur schonend und nicht zu nass garen, gerade Vitamin C ist hitzeempfindlich und wasserlöslich.

Die Kartoffel lässt sich auch gut verarbeiten. Wer kennt nicht Kartoffelflocken und die daraus abgeleiteten Produkte. Kartoffelstärke kann man hier auch mit aufzählen. Das läuft dann aber schon alles unter „Hochverarbeitung“. Die kann gern mal zur Pervertierung des ursprünglich recht guten Ausgangsproduktes führen. In den SoMe wurde ich da bspw. auf ein Schnellgericht aufmerksam, das mir noch einen alten Ohrwurm in den Gehörgang schraubte: „Deckel auf, heiß Wasser drauf, und in 5 Minuten tischt man auf …“ Leute mit besserem Gedächtnis als ich werden bemerken, dass ich da zwei sehr ähnliche Produkte in einen Topf geworfen habe, aber egal. „Die 5-Minuten-Terrine – … ’ne gute Idee …“  Nee. Waren nicht mal in diesen Bechern noch „echte“ Kartoffelflocken drin?

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"Dieser Becher mit orangem Pulver ist eine neue(?) „Geschmacksrichtung“ aus dieser Produktlinie. Ich musste erstmal wirklich die Packung lesen, wie man das richtig „zubereitet“. Mein letztes Ding ist Jahrzehnte her. Besser geworden sind sie nicht. Ein kleines bisschen Verpackungssprech-Lehre gefällig?

In der (privaten) Kulinarik ist ja einiges erlaubt, vor allem, was die Namesgebung betrifft. Angedicktes, aromatisiertes Wasser mit Spuren von Öl und Ei wird als Sauce Hollandaise bezeichnet, in der Pfanne gebratenes Geschnetzeltes mit griechischer Gewürzmischung als „Pfannengyros“ (weder gegrillt, noch vom Drehspieß). Mischen wir also mal Kartoffelmehl mit einer orientalischen(?) Gewürzmischung.


Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"
„Deckel auf, heiß Wasser drauf …“

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"5 Minuten warten.

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"Bis hierhin war alles gut. Aber dann musste das auch noch gegessen werden … Selten war so viel Abstand zwischen Beschriftung und Erwartung. Ich habe nachvollziehbar in diesem Blog schon recht viel Kartoffelbrei gemacht und ebenfalls schon (weniger dokumentiert) Döner gegessen. Zumindest mit den hier regional verfügbaren hatte das geschmacklich nix zu tun.

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"Kannste vergessen. Welchen Sinn haben derartige Produkte? Den Körper mit mehr als Fett, Kohlenhydraten und Salz versorgen? Nein. Sättigen? Nein. Geschmacklich bereichern? Nein.

Während beim Becher wenigstens noch ein Anflug von Breistruktur spürbar war, ist beim nächsten Produkt die Kartoffel vollständig denaturisiert. Samstagabend zum Fernsehen mal ein paar schöne Kartoffelchips sind ja mal eine Idee, aber selbst die bekommen manche Abfüller nicht mehr richtig hin. Aber statt aus dünnen Kartoffelscheiben kann man auch was auch Kartoffelmehl „zaubern“.

Cheesecracker "Chili Cheese"Sieht gut aus, oder? Typischer Fall von Kindermund: „Das schmeckt schön.“ Man möchte korrigierend eingreifen und berichtigen: „Das schmeckt nicht schön sondern gut!“, aber man soll ja Kinder auch nicht zum Lügen animieren. Wobei die Würzung sogar noch geht, aber das kartoffelmehlhaltige Trägermaterial hinterlässt nicht nur ein mehliges Gefühl, sondern auch einen vergleichbaren Geschmack im Mund. Stapelchips (ich mag sie auch nicht) haben da noch Struktur, aber eine vergleichbare Aromatik bei einer höheren Gröbigkeit. Einfach nur gute Chips sind auch nicht so einfach, sollten aber das Ziel sein.

Cheesecracker "Chili Cheese"Diese „Häppchen“ sind übrigens superdünn und hohl. Frau Doktor Heide Rezepa-Zabel bezeichnet vergleichbare Schmuckstücke als „Schaumgold“ oder „Hohlgold“ oder so ähnlich.

Sonntagmittag

Ganz tief im Tiefkühler (deswegen heißt das Ding wohl auch so) fand ich noch eine kleine Entenkeule, die eine dringende Verarbeitung erheischte. Hinzu kam weißes Bittergemüse und säuerliche Kartoffel.

Entenkeule, Chicorée, SchmandkartoffelnSchmandkartoffeln, Chicorée und die Keule. Alles recht einfach zubereitet, aber der Abwasch hinterher war doch schon etwas größer. Ich weiß gar nicht, wieso.

Entenkeule, Chicorée, SchmandkartoffelnBei der Keule hatte ich mir überlegt, sie langsam zu garen. Wesentlicher Hintergrund war eine Live-TV-Sendung, die 2 Stunden zur Mittagsstunde lief und so den zeitlichen Rahmen lieferte. Ich belas mich und fand eine Kombination aus 80°C/3-4h. Da aber mein kleiner Heißluftofen/Mikrowelle nur bis 95°C runter geht, habe ich es mit 2,5 h probiert, zum Ende kam dann noch 10-15 min. bei 230°C hinzu, irgendwie musste ich die Keule ja knusprig bekommen. Was übrigens gut gelang. Zuanfangs hatte ich sie nur ein wenig in der Haut eingeschnitten und gesalzen, nachdem sie über Nacht im Kühlschrank aufgetaut war. 2 Stunden hätten vermutlich auch gereicht. Aber sie war doch recht gut.

Entenkeule, Chicorée, SchmandkartoffelnAls sich die Garzeit der Keule ihrem Ende näherte und die TV-Sendung abmoderiert war, legte ich den geputzen und halbierten Chicorée in eine sehr gut gebutterte Pfanne, in die ich auch etwas Salz und Zucker gestreut hatte. Zuerst auf die Schnittfläche und – als die wie auf dem Bild gebräunt war – dann auf die Rückseite. Ein paar mehligkochende Kartoffeln hatte ich geschält und geviertelt sowie dann über Wasser mit Rosmarin gedämpft. Schmand, Salz, Pfeffer, Tk-Petersilie, etwas vom Bratfett des Chicorée, das abgetropfte von der Keule (die lag im Ofen in einer kleinen Auflaufform) kamen in die Kartoffeln zum Stampfen und durchrühren. Fertig zum Anrichten.

Sonntagabend

Da musste noch mehr weg, also gab es einen kleinen Tomatensalat. In einem Anflug von Ungeplantheit hatte ich die kleinen Mozzarellakugeln, die eigentlich vorgesehen waren, schon vor Tagen gesnackt. Also kam Feta dazu.

Kleiner Tomatensalat aus gelben Tomaten mit FetaKlein gewürfelte Schalotte, weißer Balsamico (ich weiß, sowas gibt es eigentlich gar nicht), Salz, Pfeffer und als letztes etwas Olivenöl machten diese Schüssel (genauer: deren Inhalt) zu einem leckeren Abendbrot.

____
*) Wie viele als deutsch gelesene Nahrungsmittel hat auch die Kartoffel eine Migrationsgeschichte und kommt aus Südamerika/Peru; ähnlich wie das Bier, das man in einer Vorläuferform schon beim Bau der Pyramiden in Ägypten kannte.

Posturlaubswoche

Die erste Woche nach dem Urlaub: Ich habe sie überlebt. 😉 Mittags und abends gab es ein wenig Convenience, was an einem Tag in einem Worst-of beinahe gegipfelt wäre. Ich stand auf einem Parkplatz in der Nähe des hiesigen Schachtelwirts „Zur Goldenen Möwe“ und klickte mir in der App einiges zusammen. Mehr oder weniger lustlos. Als ich das Ergebnis und die dabei zusammengekommene Summe betrachtete, schloss ich die App und holte mir anderswo einen Döner. Das war dann auf jeden Fall gesünder. Und weniger, aber auch ausreichend. Dabei war das halbe Jahr eigentlich um und ich hatte ein wenig Lust auf McD, aber es lockte nix wirklich.

Sonntagmittag

Das mit dem Convenience setzte sich auch am Sonntagmittag fort. Das lag aber an einer Geburtstags-Grill-Einladung für den Abend, die unterschwellig empfahl, sich beim Mittag etwas zurückzuhalten. Eine Wurst weniger hätte es zwar dann auch getan, wie die Geschichte zeigte, aber wenn man schon mal zwei da hat …

Käsekrakauer, Krautsalat, BratkartoffelnKleines Rätsel: Wie lange hat die Erstellung dieses Tellers gedauert, von der rohen, ungeschälten Kartoffel an und Bratkartoffeln aus „Pellkartoffeln“ zuzubereiten? Genau: Unter 30 Minuten. Also: Zwei Kartoffeln (festkochend) schälen und in Scheiben schneiden. Die kommen in ein mikrowellengeeignetes Gefäß mit Deckel (mit Dampfabzug) und für 3:30 min in die Mikrowelle. In der Zeit heizt eine Pfanne mit Butter/Öl vor und 1 Schalotte wird zerkleinert. Die gegarten Kartoffelscheiben werden vereinzelt und kommen in die mittelheiße Pfanne. Da meine Mikrowelle auch eine Heißluftfunktion hat, kamen dann die Würstchen bei 200°C Heißluft für 6 Minuten ins Gerät zum erwärmen. Als die Kartoffelscheiben fast fertig sind, kommen die Zwiebelwürfel dazu und werden auch noch gegart. Dann kann auch schon angerichtet werden. Würzen zwischendurch nicht vergessen.

Käsekrakauer, Krautsalat, BratkartoffelnDer Krautsalat war natürlich ein fertiger und nahm in dem Kontext eine Doppelrolle ein: einmal als (pseudo-)gesunde Gemüsebeilage und als Dessert, bei knapp 10 % Zucker im Produkt hat er vermutlich mehr Zucker als so manche andere Nachspeise … 😉

Urlaub 2026 (3/3)

Was habt ihr eigentlich vor Vorstellungen, wenn das Wort „Urlaub“ fällt? Ganz klischeeesk kommen da doch immer ein paar Standard-Assoziationen. Mein Urlaub hatte so nix davon. Aus Gründen. Dafür wurde es wohl einer der preiswertesten, die ich je gehabt habe. Das teuerste war wohl die Übernachtung meines Autos in meiner Stammwerkstatt (was aber mit dem Urlaub an sich nix zu tun hatte). Eine zwar irgendwie geplante, aber doch dann fast zufällige Zusammenkunft mit Happy End, ein klein wenig lustig. Immerhin erzeugte es ein breites Grinsen nicht nur in meinem Gesicht.

Lecker gekocht wurde auch. Ich hatte da noch ein paar Chilischoten am Strauch, ich habe es neulich schon mal erwähnt. Auf dem Grünmarkt erstand ich ein paar sehr schöne Fleischtomaten unterschiedlichster Geometrie, für die Proteine kam dann noch etwas Bio-Rinderhack dazu. Mehr braucht es fast nicht. Für den Geschmack ergänzte ich auch noch Schalotte und Knoblauch, Salz, Pfeffer und eine Spur Zucker ist klar.

Spirelli mit Tomaten-Chili-Hackfleisch-SoßeDas Hackfleisch wurde im Topf gut angebraten, ein wenig Olivenöl half dabei. Die gewürfelte Schalotten und ein paar zerkleinierte Knoblauchzehen gaben eine aromatische Grundnote. Als das Fleisch leicht bräunte, kamen gehackte Chilischoten und die zerteilten Tomaten hinein. Wenn man sich nicht die Arbeit der Häutung macht, sollte man zumindest die Teile mit Haut recht klein schneiden. Allerdings kocht dann doch alles so lange vor sich hin, dass sich selbst Tomatenhaut ein wenig auflöst (rühren nicht vergessen).

Spirelli mit Tomaten-Chili-Hackfleisch-SoßeAuch wenn die Soße ein wenig plörrig ausschaut: Ich habe keinen Tropfen Wasser (der etwas ähnliches) in den Topf gegeben. Als die Tomaten (ja, okay: Tomate = Wasser, schnittfest) dazu kamen, kam auch sehr zügig ein Deckel auf den Topf, der die Flüssigkeit festhielt und damit maßgeblich zur Soßenbildung beitrug.

Nachdem alles eine gaaanze Weile vor sich hin geköchelt hatte, wurden noch die Nudeln gekocht, Teile Soße mit ihnen in einem Topf vermengt und dann auf den Teller getan.

In den letzten Jahrzehnten habe ich mir offenbar angewöhnt, meine Autos zu individualisieren. Eine Beule hier, ein Kratzer dort, … Das zieht sich wie ein roter Faden durch meine bisherigen 4 Autos (aktuelles eingeschlossen). Das bekam vor einigen Wochen seine persönliche Note im Innenraum, was sich auf die Bedienelemente im Lenkrad bezog. Vermutlich beim Aussteigen kam ich denen wohl mit meiner Jacke zu nahe und riss dabei den Knopf für die Lautstärkeregelung mit. Unschön. Funktional war das nicht das größte Desaster, hab es ja noch den Regler an der Mittelkonsole, aber toll ist anders. Der Weg führte mich in die Werkstatt und stellte die offenbar vor größere Probleme, die es per se eigentlich nicht hätte geben sollen. Die Maximallösung wäre die Erneuerung des Lenkrades gewesen, aber es stellte sich heraus, dass die Bedienbauteile auch separat erhältlich sein mussten. Müssten. Da mein Pkw seine Erstzulassung vor etwa 4,5 Jahren hatte, sollte das mit den Ersatzteilen kein Problem sein. Sollte. Es schien damals aber auch schon ein Auslaufmodell (es kommt die Jahreszahl 2017 bei der Typenreihe vor) zu sein. Aber selbst das ist ja noch keine 10 Jahre her … Am Auto waren noch ein paar andere Kleinigkeiten zu erledigen, die aber auch nicht dringend waren, und so suchte die Werkstatt nach dem Ersatzteil und ich wartete.

Solche Hackfleisch-Tomaten-Chili-Soßen kann man ja nicht in Portionenmengen herstellen, dass geht nur in viel mehr. Also gab es noch einen weiteren Auftritt.

Spaghetti mit Tomaten-Chili-Hackfleisch-SoßeWer genau hinguckt (oder mit einfach glaubt), wird feststellen, dass die Soße hier einen etwas sämigeren Eindruck macht. Dies zu erreichen, war auch meine Idee, der Weg war vorher unklar. Diesmal habe ich es mal mit einer Tomatenmehlschwitze probiert. In eine kleine, tiefe Pfanne kam etwas Tomatenmark zum Anrösten und wurde dann mit etwas Mehl vermischt weiter erwärmt. Damit es dann nicht anbrannte, kam vorsichtig etwas Wasser dazu. Es bildete sich eine rote Mehlschwitze, in die ich dann die Tomaten-Hackfleischsoße einrührte. Fertig.

Spaghetti mit Tomaten-Chili-Hackfleisch-SoßeDiesmal kam auch noch etwas geriebener Bergkäse dazu. Mmmmh.

Als sich mein Urlaubsbeginn abzeichnete, suchte ich nochmal die Werkstatt auf, um dann doch einen Termin für die anderen Sachen zu machen, unabhängig davon, ob das Bedienteil vorhanden ist oder nicht. Als ich für dessen Wahrnehmung einige Tage später dort erschien, schauten mich zwei Augenpaare ernst an. Meister und Monteur versuchten zumindest ernst zu bleiben, als sie einen kleinen Pappkarton leerten, aus dem das offenbar ebenfalls gerade eingetroffene Bedienersatzteil fiel. Zufälle gibts. Es war wohl auch gar nicht so einfach, es zu bekommen, da es selbst für Markenwerkstätten nicht zu besorgen war. Mehrere Nachfragen meiner Werkstatt bei denen hatte das ergeben. Wo es letztendlich her war, weiß ich nicht, aber es war da, sah neu und original aus und ich bin glücklich. Was will man mehr?!

Sonntagmittag

Zum Abschluss des Urlaubs gab es dann noch was feines. Naja, tun wir zumindest so, wobei schon feine Sachen dabei waren. Aber wenn man mit denen nicht so ganz fachgerecht umgeht … Und es gab noch eine grooooße Überraschung.

Salzkartoffeln, Spargel, Soße Hollandaise, Nackensteak, TomatensalatBeelitzer Spargel, Pribslebener Nackensteak, Salzkartoffeln und ein kleiner Tomatensalat. Die Gemüse wurden noch mit etwas „Sauce Hollandaise“ verfeinert. Naja.

TomatensalatDer Tomatensalat ist gaanz einfach. Drei Tomaten, entstrunkt und mundgerecht zerteilt, drei Frühlingszwiebeln, Salz und Pfeffer. Etwas Zeit. Mehr nicht.

Salzkartoffeln, Spargel, Soße Hollandaise, NackensteakBeim Nackensteak meines Lieblingsfleischers kam eine Grillpfanne zum Einsatz, beim Schälen des Spargels ein Sparschäler. Offenbar aber ein wenig zu sparsam. Ein wenig schlusig wars dann doch. Kartoffeln und Spargel habe ich mal nur gedämpft. Dank der aromatischen Soße war hier eine weitere Würzung überflüssig. Nicht.

Salzkartoffeln, Spargel, Soße Hollandaise, NackensteakDie Sauce Hollandaise kam direkt aus der Mikrowelle. Ich war sehr erwartungsvoll. Aber naja. Wahrscheinlich ist die Mikrowelle schuld. Oder die Mondphase. Oder das komische Wetter. Dabei zeichnete die Hollandaise etwas aus, was bei den Fertigsoßen nicht mehr üblich zu sein scheint. Selbst die lukullischen „Spitzenprodukte“ sind laut Schnellrecherche beim Einkaufen mittlerweile butterfrei, was für eine holländische Buttersoße eigentlich kein Qualitätskriterium ist.

Zur Erinnerung: Eine würzende Reduktion wird zusammen mit Eigelb unter gesteuerter Wärmezufuhr schaumig aufgeschlagen. Da hinein kommt dann nach und nach unter ständigem Rühren flüssige Butter. Abschmecken. Fertig. Kein Wasser, kein Pflanzenfett, keine Stärke, nix. War gut. Ist gut. Bleibt gut. Hauptzutat bei den Fertigsoßen in Flasche, Glas und Pappkarton ist Wasser, eingedickt mit modifizierter Stärke, etwas Eigelb ist auch noch dabei, dazu Sonnenblumenöl (wenn’s gut ist) oder Palmfett. Den Rest erledigen Würze und Aromen. Und dann das!

Sauce Hollandaise mit 8%(!) ButterButter in einer Hollandaise! Wer hätte das noch geglaubt? Okay, das Original hätte eher 80% Butter und nicht 8%, aber man darf sich ja auch mal über Kleinigkeiten freuen. Zumal es die Hausmarke einer Supermarktkette ist, unter der das vertrieben wird, was meine These unterstützt, dass diese Produkte teilweise besser sind als entsprechende Markenprodukte. Bezogen auf Milchkaffee habe ich das schon vor längerer Zeit ausgeführt.

Trotzdem sind die Standardzutaten für eine Soße Hollandaise in der Minderheit, gestreckt mit Wasser, Bindemittel und Aroma. Plörrig kommt die Soße auch daher. Ich muss mich wohl doch mal wieder in einer Eigenerstellung probieren.

 

Quatsch mit Soße, einiges Inneres in wandernden Kontext

Nachdem ich im letzten Beitrag die etwas plörrige Soße alla Hollandaise eines bekannten Herstellers bemerkt hatte, griff ich bei einem der dieswöchigen Einkäufe mal ins Regal, um eine „normale“ Hollandaise des gleichen Herstellers zu ergreifen. Die letztwöchige war wohl „für Gemüse“ und war nicht das „“Original““*. Zwei Bemerkungen zum Vorgang im Supermarkt: 1. Ich stellte das Paket nach der Lektüre der Zutatenliste wieder ins Regal. 2. 😡🤬👹💣💥🤢🤮☠️

Es ist doch sehr bedauerlich, dass „Sauce Hollandaise“ offenbar durch keinerlei halbwegs verbindliches Regelwerk auf irgendeine Art für die Industrie definiert ist. Das wird der Grund dafür sein, dass uns deswegen unter dem Namen jeder mögliche Scheiß verkauft wird. Entschuldigt den etwas ausfallenden Ausdruck, aber was sich manche Firmen erlauben, den Leuten anzudrehen, läuft unter Betrug. 5% Eigelb und 15% Öl (was in einer Hollandaise nix, aber auch gar nix zu tun hat) sind die Anteile der wertgebenden Zutaten. Hinter den beiden Zutaten kam noch einiger (mengenmäßiger Kleinkram). Davor, und demzufolge mit mehr als 15% Anteil (schätzungsweise mind. 70% (in Worten: Siebzig Prozent)) eine Zutat, die in einer Hollandaise ebenfalls nix zu tun hat: Dihydrogenmonoxid. Hydrogenlauge. Oxyhydrogensäure. Vulgo: Wasser. Ich nehme mir mal diese „“Hollandaise““ als Maßstab für die Qualität der anderen Produkte unter der gleichen Marke, was einer Aufnahme in meine Not-To-Buy-Liste gleichkommt. Pfui.

Sonntagmittag

Das o.g. und einige andere Aspekte brachten mich dann dazu, am Sonntag eine Art von Soße selbst zu ziehen. Es vereinfachte die Sache, dass ich mir doch mal wieder Stampfkartoffeln gönnte, eine Begleitung, die in meiner Welt Soße in größeren Mengen überflüssig macht. Ich hätte das Gemüse also auch grillen können, es hätte genauso gepasst. Aber die Protein- und Nährstoffquelle wurde schon gebraten, da durfte das gesunde Zeuch ein wenig aromatisch baden.

Stampfkartoffeln, Paprikagemüse, LeberLeber vom Schwein, Paprikagemüse und die 2432. Version von Stampfkartoffeln, diesmal auf eine Art, die ich so noch nie gemacht hatte, mit einem ganz neuen Ergebnis. Durchaus empfehlenswert. Wobei auch die Leber eine kleine Neuheit ist für mich, da ich sie sonst noch nie zubereitet hatte, wenngleich auch schon öfter mit Genuss gegessen.

Stampfkartoffeln, Paprikagemüse, LeberDie Scheibe Schweineleber wurde vor dem Braten ein wenig gesalzen, gepfeffert und bemehlt und dann sanft, aber nicht allzu sanft, in einer Pfanne mit Butter und Öl gebraten. Für’s nächste Mal werde ich sie vermutlich in Tranchen schneiden und dann als „Medaillons“ braten, dann sind sie wenigstens überall gleich dick. Wobei die unterschiedlichen Dicken auch ihren Vorteil haben. Während in den zentralen Regionen eine gute Saftigkeit vorhanden ist, wird es in den Außenbereichen etwas bissfester, was durchaus auch seinen kulinarischen Reiz hat.

Stampfkartoffeln, Paprikagemüse, LeberFür’s Paprikagemüse habe ich nur je eine rote, orange und gelbe Paprika geputzt und klein geschnitten. Im Topf kamen mit etwas Olivenöl noch zwei kleingewürftelte Schalotten zum glasig werden, dann die Paprikawürfel dazu, ein wenig Salz und Pfeffer kam auch in den Topf, alles wurde durchgerührt, gut bedeckelt und ab und zu im Topf gewendet. Ein wenig „Mehlschwitze“ kam dann auch noch dazu, um die sich bildende Flüssigkeit ein wenig zu bändigen, das Bild zeigt, dass das nicht ganz gelang. Was will man auch schon von einem Produkt, dass irgendwie nach Vogelfutter aussieht, auch schon erwarten? 😉

Bei den Stampfkartoffeln habe ich mich von einem am Vormittag gelesenen Artikel über Ofenkartoffeln inspirieren lassen. So habe ich ein paar mehligkochende Erdäpfel gut gewaschen und bei 190°C für eine dreiviertel Stunde (die Kartoffeln waren nicht so groß wie klassische Ofenkartoffeln) in den Ofen bei Umluft gelegt. So zumindest der Plan. Etwa 3 Minuten vor Ablauf der Zeit knallte es erstaunlich laut im Ofen – eine der Kartoffeln war förmlich explodiert. Die Schale lag fast völlig entleert auf dem Gitter, etwas zerzaust war ihr Inneres aber im wesentlichen zusammen geblieben. Aber nur im wesentlichen. Ein Teil hatte sich im gesamten Ofen verteilt, was eine kleine Putzorgie auslöste. Aber man soll sich eben doch daran halten, was in dem Artikel steht: „Stich rundherum ein paar Löcher in die Kartoffeln. So kann beim Backen Dampf entweichen und sie platzen nicht auf.“ Also das nächste Mal mit Löchern in der Schale.

Da die Kartoffeln aber auch gar waren, habe ich sie aus dem Ofen genommen, entpellt und dann nur mit einem Löffel mit Butter vermengt. Am Ende kam dann noch Petersilie dazu. Achja, und gesalzen habe ich sie bei der Butterzugabe auch noch. Diese doch sehr weichen und sehr trockenen Kartoffeln sogen die Butter auf wie nix und es ergab sich ein sehr, sehr feines Püree ohne Kartoffelpresse u.ä. Hilfsmittel. Allein durch das Einrühren der Butter. Milch/Sahne habe ich mal weggelassen, wären aber sich auch denkbar gewesen. Aber ich brauch ja noch Weiterentwicklungsmöglichkeiten für’s nächste Mal. Und das wirds geben!

______
*) Doppelte Anführungszeichen, weil ja selbst das „Original“ nix mit dem Original zu tun hat.

Durcheinanderwochenende wegen Jubiläum

Für’s Sonntagsgericht hatte ich eine Idee, musste mich aber erstmal versichern, ob ich die Begrifflichkeit, die ich verwenden wollte, richtig in ihrer Bedeutung in Erinnerung hatte. Also gab ich die beiden Worte in die Suchmaschine (Ecosia) ein und gleich als 2. Ergebniseintrag fand ich einen Eintrag eines Kochblogs, dem ich auch so folge. Da standen die beiden Wörter im Titel, dahinter dann „Das Original-Rezept“. Also muss ich auf der richtigen Spur sein, wenn ich hier das einzig wahre und richtige Rezept gefunden habe und die Bilder dazu dem entsprachen, was ich erwartet habe. Mein Rezept ist übrigens kein Original, höchstens originell, aber ich wollte ja auch nicht das Rezept nachbauen, sondern nur die Idee.

Das Wochenende war kulinarisch etwas durcheinander, da ich Freitag eine Art Zwangsurlaub einlegte. Und das kam so: Als ich Anfang April 2001 meinen jetzigen Arbeitgeber verpflichtete, mich zu beschäftigen und dafür auch noch zu bezahlen, geschah das „nach“ bzw. „in Anlehnung an“ TV-L. Darin gibt es einen Paragrafen, der im 25. Jahr einen Tag Sonderurlaub verordnet. Den hatte ich am Freitag. Ein schöner Anlass, mein geliebtes Samstagsfrühstück auf den Freitag vorzuverlegen, was dann aber die Frage aufwarf: Was machst du (also ich) am Sonnabend? Ein Blick in die Vorräte ergab Pasta pomodoro yelli matschi. 😉

Samstagmittag

Eigentlich müsste es wohl Spaghetti pomodoro giallo e formaggio di palude heißen, wenn ich der genutzten Übersetzungsseite mein Anliegen richtig rübergebracht habe. Besitzer oder Nutzer einer italienischen Zunge mögen sich wundern, aber die Auflösung folgt sogleich.

Spaghetti, gelbe Tomatensoße, geriebener MoorkäseDie Spaghetti sind übrigens eine Mischung aus Vollkornspaghetti und so einer eher flachen Form, die vermutlich nicht Plattspaghetti heißt. Beide Sorten befinden sich in meinem Spaghettivorratsgefäß, so dass ich den Namen nicht genauer eruieren kann. Beide kamen in den Topf mit kochendem Salzwasser und wurden – nicht ganz nach Vorschrift – gekocht.

Spaghetti, gelbe Tomatensoße, geriebener Moorkäse

In einer Pfanne schmurgelte in einer Mischung aus Butter und Olivenöl (klassische Verbindung von Nord- und Süditalien) eine zerkleinerte große Schalotte mit Salz, Pfeffer und zwei ebenfalls klein geschnittenen Knoblauchzehen bei mäßiger Hitze. ‚Garen, aber nicht bräunen‘ war das Motto. Als die Zwiebel weich war, kamen eine Menge geviertelter kleiner gelber Cherrytomaten dazu, die – gut eingerührt – eine Weile auch bedeckelt vor sich hin köchelten. Zur Effektverstärkung kam dann auch noch etwas Safr… ähm … hüstel … ähm … räusper … Kurkuma dazu. Irgendwie bekam das alles auch noch eine gewisse Sämigkeit beim kurzen, unbedeckelten Einkochen. Zum Ende kam die tropfnasse Pasta dazu, wurde gut durchgeschwenkt und dann auf den Teller gebracht.

Spaghetti, gelbe Tomatensoße, geriebener Moorkäse

Der Käse ist übrigens kein Parmesan oder etwas ähnliches. Eine regionale Manufaktur bietet einen Moorkäse feil, den ich im gut gekühlten Zustand über die Parmesanreibe zog. Er erinnert ein wenig an Feta, nicht ganz so kräftig und auch nicht ganz so salzig. Dafür auch nicht so bröselig. Als er später Zimmertemperatur angenommen hatte, bemerkte man schon, dass es eigentlich ein Weichkäse ist, den man dann nicht mehr hätte reiben können. Aber er war lecker, so dass ich den Rest nach dem Essen langsam wegsnackte …

Sonntagmittag

Kommen wir also zur Neuinterpretation eines Klassikers bzw. eines Standards. Wobei es nicht mal sowas ist. Klauen wir also die Eigenart eines Gerichts und verpflanzen es auf ein anderes. Ich darf vorstellen: Hamburger Riesenfischstäbchen mit Kartoffelstampf:

Backfischfilet, Spiegelei, StampfkartoffelnDas „Hamburger Schnitzel“ ist bekannt? Einfach nur ein paniertes Schnitzel mit einem Spiegelei drüber. Das „Riesenfischstäbchen“ ist ein Ofenbackfischfilet eines bekannten Herstellers, nach Packungsaufdruck zubereitet.

Backfischfilet, Spiegelei, StampfkartoffelnDer Kartoffelstampf ist mit freundlicher Unterstützung durch meine Mikrowelle bereitet, die die Kartoffeln garte. Dann kamen Würze, Kräuter, Milch und Butter dazu.

Backfischfilet, Spiegelei, StampfkartoffelnDas Spiegelei sieht ein wenig knusprig aus, was ich so eigentlich gar nicht mag. Aber es ist nicht knusprig. Auch wenn es so aussieht. In der Pfannenvorheizphase ist mir durch eine kleine Verlängerung derselben bei sanfter Hitze die Butter ein wenig in Richtung Nussbutter entwichen, die dann den optischen Effekt des knusprigen Spiegeleis ergab. Es ist aber nur die Optik.

Samstag und Sonntag mal wieder zwei Gerichte aus der schnellen Küche. So langsam muss ich meine Phantasie mal wieder in die etwas aufwändigere Richtung lenken. Oder mal wieder Essen gehen. 😉

 

Prost und französisch-italienische Küche

Manchmal liest man völlig ernst gemeinte Texte und muss dann doch vor Lachen aufpassen, dass man nicht vor Lachen auf der Tastatur bzw. auf dem Tablet aufschlägt. Mir ist das diese Woche passiert und vermutlich ist die Nacherzählung nicht mal einen Bruchteil so lustig wie ich es in der Situation empfunden habe. Den auslösenden Artikel gibt es hier, er ist zwar hinter einer Paywall, hinter die ich aber auch nicht geguckt habe. Der Anrisstext reicht. Es geht um die Limo „Sprite“:

Sprite bekommt ein Marken-Refresh. Mit neuem Logo, Packaging, Sound und Allianzen im Szene- und Gastrobereich will die Marke bei jungen Leuten wieder Fuß fassen.

Tolllllllll. Ich empfehle eher eine Rezeptüberarbeitung. Halb so süß und mit Zitronensaft, vielleicht auch noch eine Spur Limette. Aber dann wird’s 7up zu ähnlich, aber das kann man seit dem Fifty-fifty-Mix Zucker/Süßstoff auch nicht mehr mit Genuss trinken. Davon abgesehen, dass das Süßniveau auch viel zu hoch ist.

Sonntagmittag

Normalerweise bemühe ich mich ja um einen möglichst hohen Eigenanteil beim Essen, aber diesmal … Nunja, ich habe es mit einer gewissen Kreativität versucht auszugleichen. Aber seht selbst.

Bio Bœuf Bourguignon, Spirelli und ErbsensalatWir sehen Bio Bœuf Bourguignon mit Spirelli und Erbsensalat. Die Kreativität liegt im Erbsensalat. Allerdings war ich da genauso kreativ wie eine KI und habe nur bekannte Sachen neu verbunden. Aber dazu unten mehr.

Bio Bœuf Bourguignon, Spirelli und ErbsensalatDas Bœuf Bourguignon habe ich nicht selbst gemacht. Nicht mal selbst gekauft. Immerhin habe ich mich redlich bemüht, das Glas auf zu bekommen, was schwierig genug war. Irgendwann – mich deucht, es wäre Weihnachten gewesen – bin ich mal damit beschenkt worden. Es kommt aus einer Gourmet Manufaktur in der Region, wobei Region mal 35 km Umkreis meint. Auch die Rinder für das Bœuf liefen wohl da rum. Soweit Daumen hoch. Leider bin ich nicht ganz so gewohnt im Umgang mit würzenden Kräutern, aber irgendeins war da ein wenig im Überschwang dabei, was den Genuss ein wenig minderte, aber es ist jammern auf hohem Niveau.

Die Pasta wurde nach Packungsanleitung zubereitet und al dente gegart, dann entwässert und anschließend mit dem (noch kalten) Bœuf vermengt. Auf dem Herd wurde alles dann sanft gerührt erhitzt. Fertig. Damit alles noch ein wenig einen noch gesünderen Touch bekommt, gab es einen Gemüsesalat dazu.

Bio Bœuf Bourguignon, Spirelli und ErbsensalatWobei: Gemüse? Erbsen. Es ist nur eins: Erbsen. Die habe ich im Dampf über dem heiß werdenden Nudelwasser aufgetaut und dezent gegart. Nebenbei habe ich etwas Wasser mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt und eine Schalotte sowie eine Knoblauchzehe fein gewürfelt dazu gegeben. Dazu kam ein heller Essig und die Erbsen. Da ich zu viel Flüssigkeit hatte, habe ich noch ein paar von den Tk-Erbsen direkt (noch gefroren) dazu gegeben. Das kühlte alles schnell ab und am Ende merkte man keinen Unterschied mehr.

Das Salatrezept war – zumindest mit den Erbsen – für mich neu, ich habe aber eine Rezeptur aufgegriffen, die ich von früher kannte. Damals wurden aber al dente vorgegarte Möhrenwürfel oder blanchierte Schnibbelbohnen so als kalte Speise angerichtet. Ich hatte das auch schon versucht.

Käffchen und ein Mittag – klassisch

Macht sowas jemand anderes auch? Durch einen Einkaufszufall und aus Neugierde habe ich gerade zwei 1-kg-Tüten Kaffeebohnen im Haus – zwei sehr unterschiedliche Marken. Unterschiedlich im Geschmack, unterschiedlich in der Herkunft, unterschiedlich in der Geschichte und unterschiedlich im Image. Lasst sie mich L(inks) und R(echts) nennen (weil die Marken auch mit den Buchstaben anfangen). Am Sonntag zum Nach-Mittags-Käffchen dachte ich mir so: Warum eigentlich nicht auch mal beide?! Also gab ich Bohnen beider Sorten in die Kaffeemühle und die Sache nahm ihren Lauf. Beides verband sich recht gut, die aromatischere und die kräftigere verschmolzen förmlich. Heißt das dann eigentlich „Blend“?

Sonntagmittag

Als ich dieser Tage durch die regional erreichbaren Shoppingmalls trabte, fiel mir ein schönes Entrecôte ins Auge. Da dachte ich mir: Nimmst es doch mal mit, hatte ich schon lange nicht mehr. Die Frage nach der Gemüsebeilage löste sich dann beim Wochenendeinkauf und alles war schick. Wobei, so ganz schick auch nicht. Ich mag nicht, wenn auf dem Geschirr Geschirr steht … Aber manchmal muss das wohl so.

Rib-Eye-Steak, Schmorgurke, KartoffelstampfDa ich noch ein kleines Stückchen richtige Butter da hatte, verarbeitete ich die Kartoffeln mal wieder zu Kartoffelstampf, etwas Milch halb bei der Konsistenz, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss bei Geschmack und Optik. Der kleine Klecks brauner Soße sind Reste aus der Pfanne vom Steak.

Rib-Eye-Steak, Schmorgurke, KartoffelstampfEigentlich heißt es ja: „Wenn man nach der Zubereitung von Steak in der Pfanne nicht die Küche neu renovieren muss, was die Pfanne zu kalt.“ Aber auch für die Zubereitung von Steaks gibt es viele Methoden. Neulich sah ich mal eine bei einem frankophilen Fernsehkoch aus dem englischen Fernsehen. Da wurde mit weniger Hitze gearbeitet und es war auch schön, wenngleich auch anders. Leider habe ich außer das mit der weniger Hitze nicht sehr viel mehr behalten und wollte auch keine Mediatheken durchsuchen, was schwierig geworden wäre, war das Steak nicht der Hauptakteur in der Folge. Ich habe also in meinen Erfahrungen gekramt und dann folgendes gemacht: Pfanne mit Öl (reichlich) moderat erhitzt, Steak gut abgetrocknet, gesalzen und mit Mehl bestäubt, Steak in die Pfanne gegeben. Da habe ich es in Ruhe gelassen. Nach einigen Minuten schaute ich nach, ob es sich vom Boden gelöst hatte. Da das der Fall war, habe ich mal kurz drunter geschaut, es weiter schön gebräunt und nur ein wenig in der Pfanne bewegt. Erst, als mir der Bräunungsgrad gefiel, habe ich es umgedreht und nun auch die zweite Seite gebraten. Nach einigen Minuten habe ich das Öl weitgehend aus der Pfanne entfernt und etwas Butter dazu gegeben. Pfeffer kam auch noch aufs Fleisch. Alles wurde schön zum Glänzen gebracht und beiseite gestellt.

Rib-Eye-Steak, Schmorgurke, KartoffelstampfVorher hatte ich bereits eine Salatgurke nackig gemacht und erst der Länge nach geviertelt. Anschließend wurde sie in dicke Scheiben geschnitten und einer Pfanne mit Butter, Schalotte, Knoblauch und Salz überantwortet. Eine gute Handvoll kleiner Tomaten wurde geviertelt und kam hinterher. Etwas Pfeffer und Zucker rundeten alles ab und es wurde bei geringer Hitze so lange vor sich hin geschmurgelt, bis es so aussah wie auf dem Bild (ca. 25-30 Min).

Als sich alles dem Finale näherte habe ich noch schnell eine kleine Portion Stampfkartoffeln mit besagter richtiger Butter, etwas Milch, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss zubereitet. Das geht ja dank Mikrowelle recht fix. Fertig war das leckere Sonntagsessen.

Wurscht, Milchkaffee und Sonntagsessen – inkl. Montags-P.S.

Manchmal wundert es mich doch, wenn ich bei bestimmten Discountern (meist) Fleischprodukte in den normalen Warenregalen finde, die ich gefühlt eher im Kühlregal verorten würde. Brühwürste sind so ein Beispiel. Nun bin ich aber zur Zeit auf einem Trip, dass ich gar nicht mehr so viel Wurst esse. Ausnahmen bestätigen die Regel. Zwei grobe Gedankenstränge führen zu dieser Einstellung: Einmal der hohe Anteil versteckter Fette, zum anderen das Vermindern von Nitriten und deren Ablegern (vulgo u.a. Pökelsalz). Beides nicht so gut für den Körper. Eine der Ausnahmen, die ich gelegentlich mal mache, ist Schinkenkrakauer, je gröber, desto besser. Der Fettgehalt ist nicht sooo groß (13% gegenüber 30%+x bei zwei anderen gerade im Haus befindlichen), dafür ist aber gut Pökelsalz drin. Am besten kaufe man die Wurst im Stück, und da gibt es zwei „Unterarten“, die einer Unterscheidung bedürfen (s.o.). Natürlich gibt es eine Vielzahl von Herstellern (vermutlich sind das gar nicht so viele) und demzufolge auch Rezepten. Aber mir ist, als ich neulich mal auf ein ungewohntes Produkt ausgewichen bin, etwas aufgefallen.

Krakauer (genauer: Schinkenkrakauer, lecker)Die echte polnische Krakauer gibt es in kühlpflichtig und in nicht kühlpflichtig. Die Optik bei beiden ist recht ähnlich, aber nach dem Verkosten kann ich von der nichtkühlpflichtigen nur abraten. Natürlich kann man sich die Frage stellen, warum sie einmal gekühlt gelagert werden muss und einmal nicht, allein am Einschweißen in Plastik kann es nicht liegen – das sind beide. Zutatenvergleich habe ich unterlassen bzw. müsste mir erst die schlechtere von beiden neu kaufen, was ich nicht tue. Aber die Variante aus dem normalen Warenregal war bei weitem nicht so lecker wie die Kühlvariante. Sehr viel dröger im Biss und im Mundgefühl, man hatte das Gefühl, da noch ordentlich Majonäse raufschmieren zu müssen. Das ist mir bei der gekühlt verkauften Variante noch nie passiert. Also: In Zukunft immer nur die gekühlte Variante. *KnotenindenEinkaufszettelmachen*

Milchkaffee

Das Thema hatte ich schon öfter. Grundtenor: Die Hausmarken der Discounter und Supermärkte (zumindest bei mir in der Region) sind besser als die kalten Milchkaffees von bekannten Markenherstellern bzw. unter bekannten Labeln. Kürzere Zutatenliste, rainforestalliancezertifiziert usw. Kommen ja alle auch aus der selben Molkerei und haben bei gleichen Typen auch gleiche Zutatenlisten.

Nun ist mir beim Rumspielen mit der Bestell-App eines Supermarktes aufgefallen, dass sie neben Marken-Milchkaffees auch Becher (250 ml) in der Discountmarke des Supermarktes und Plastikflaschen (330 ml) in der Hausmarke haben. Beide kommen aus der selben Molkerei und haben die selbe Zutatenliste (bei gleichem Typnamen). Da die Behältnisse unterschiedlich groß sind, vergleichen wir die Literpreise, dankenswerterweise in der App ersichtlich. Der Milchkaffee im Becher kostet demnach 3,00 €/l, der im Fläschchen 3,91 €/l, also fast ⅓ mehr. Nur wegen der anderen Marke? Oder der anderen Konfektionsgröße? Wobei, bei der Nachrecherche beim Schreiben dieser Zeilen ist mir doch ein Unterschied zwischen beiden Rezepturen aufgefallen: Der Discountbecher enthält mehr Kaffee als die Hausmarkenflasche. Prozentual. Aber ist der Milchanteil wirklich so teuer, dass das den Preisunterschied erklärt? Immerhin sind bei der Hausmarke zwei Prozentpunkte mehr drin. Von der fettarmen. Und es ist ein Hauch weniger Zucker drin. Rundungsfehler? Sollte ich doch mal in den Supermarkt gehen, kann ich ja mal den Geschmacksvergleichstest machen.

Sonntagmittag

Achja, das leidige Thema: „Was esse ich am Sonntag?“ Gekocht hatte ich schon am Sonnabend etwas, das gabs aber erst (planmäßig) Montagmittag auf Arbeit. Der Sonntagvormittag fand mich für Kühl- und Vorratsschrank (stehen erfreulicherweise gleich nebeneinander) und mit der grooooßen Denkblase über’m Schädel: „Watt nu?“

Schlemmerfilet, SpitzkohlkartoffelnDa braucht man sich nicht zu wundern, wenn dann auf den ersten Blick eigentümliche und ein wenig übervegetabile Gerichte dabei herauskommen. Aber es war recht schmackhaft, also gehts. Links ist ein klassisches Schlemmerfilet eines groooßen Tiefkühlherstellers. Irgendwas mit Spinat und Tomate-Mozzarella. Der Belag ist mir ein wenig beim Anrichten verrutscht, also kam das Fischfilet zum Vorschein. Rechts eine Mischung aus Spitzkohl und Kartoffeln.

Schlemmerfilet, SpitzkohlkartoffelnDie verrutschte Auflage schuf die Chance, doch mal das pure Fischfilet zu probieren. Und ich muss sagen: Es ist Fischfilet. Nunja. So erwartbar. Die Auflage war dann sehr spinatig, ein wenig tomatig und mozzarellabewürfelt, letzteres hatte eher Auswirkungen auf Konsistenz und Mundgefühl. Es ist ein wenig Schade, dass das sachgerechte Erwärmen den Eindruck der industriellen Herstellung, der sich im tiefgekühlten Zustand doch bot, nicht wirklich verwischen konnte. Die Auflageplatte zerfloss nicht und lag genauso am Ende auf dem Fisch wie am Anfang. Nur loser.

Schlemmerfilet, SpitzkohlkartoffelnWährend der Fisch im Öfchen wärmte und buk, kam in eine Pfanne etwas Butter, Bauchspeck, Knoblauch und Schalotte und wurde angeschmurgelt. Die letzten drei Sachen waren gewürfelt, was bei der Butter auch wenig sinnvoll ist, da sie in der Pfanne sowieso schmolz. In Streifen geschnittener Spitzkohl ergänzte den Pfanneninhalt, dazu kamen Salz, Pfeffer, Kümmel und eine Spur Chili für den Pfiff. Als der Kohl zusammen gefallen war, kamen die gekochten Kartoffelstücke dazu und wurden beim Einrühren auch noch ein wenig zermanscht. Ein wenig Flüssigkeit war nämlich in der Pfanne entstanden bzw. zugegeben. Letzteres in Form eines Schusses Apfelsaft (mit Birne).

Fazit: Ausbaufähig, aber lecker. Und für „keine Idee beim Wochenendeinkauf“ doch recht gut.

P.S.: Montagmittag

Noch vom vorhergehenden Wochenende war noch was über geblieben, genauer: gar nicht erst verarbeitet. Also kam das jetzt ran und wurde zu einem Mittag auf/für Arbeit. Irgendwas mit Gurke, Kartoffel, Tomatenmark, Knoblauch und Schalotte. Ein wenig Butter war auch hier dabei. Das gibts aber erst am morgigen Dienstagmittag.

Heute gab’s doch noch die Spitzkohlreste. Rezeptlich in der Idee von „Krautfleckerl“, nur ohne Fleckerl, andere, verfügbare Pasta tat es auch.

Pasta, Spitzkohl u.a.Die Nudeln wurden normal gekocht und dann in einer Pfanne mit dem Krautrest von Sonntag vermengt und schön angebraten. Dass da noch ein paar Stückchen Kartoffeln (rechts, fast oben) dabei waren, störte nicht. Die rötlichen Spirelle waren übrigens Linsennudeln. Hatte ich so noch nicht, waren aber gar nicht mal so schlecht. 100% rote Linse, die anderen Nudeln waren irgendwas mit Dinkel.

Pasta, Spitzkohl u.a.Ein gewisser Flüssiganteil wäre noch eine Idee gewesen, aber das Nudelwasser war schon im Ausguss und anderes stand in unserer Tee-Küche auf Arbeit leider nicht zur Verfügung. 😉

Resteverwertung und Frisches

Wie heißt eigentlich die Mahlzeit – in Analogie zum Brunch – zwischen Mittag und Abendbrot. Und ich meine nicht die Kaffeepause oder den 5-O’Clock-Tea oder so. Gibts da auch eine Zusammenziehung zwischen Lunch und Dinner? Lunner? Dinch? Okay, das Essen am Sonntag hat die Form eines Mittags, aber der Zeitpunkt … die Innere Uhr in Ergänzung mit medialen Beeinflussungen führten doch zu einem späääten Lunch.

Geht es Euch eigentlich manchmal auch so, dass ihr Euch wundert, was so hauptsächlich an Geschirr oder Besteck genutzt wird (meist erkannt beim Ausräumen des Geschirrspülers), obwohl ihr dem eigentlichen Zweck nicht nachgehen`? Mir geht das bei Kuchengabeln so. Meist finden sich so 4 oder 5 davon beim Ausräumen im Besteckkorb (von den 6, die ich in der Besteckschublade maximal habe) und dabei habe ich nicht mal Kuchen gegessen … Aber für manche Sachen sind die kleinen Gabel einfach mal besser. Und keine Angst: Für Pudding nehme ich immer noch den (Tee-)Löffel.

Sonntagmittag

Das war diesmal ein wenig aufwändiger, aber eigentlich auch wieder nicht. Immerhin begannen die Vorbereitungen schon am Dienstag oder Mittwoch … Naja, Vorbereitungen ist als Begriff vielleicht etwas übertrieben. Aber an zwei Tagen der vergangenen Woche schuf ich die Reste, die ich am Sonntag verarbeitete. Die hatten übrigens die Form von 4 Brötchen in 2 Sorten, zwei Weizenbrötchen und zwei malzgefärbte (vulgo: „dunkle“) mit ein paar körnerigen und saatlichen Einlagen. Die Grundidee der Verarbeitung war Semmelknödel, aber das für’s Drumrum erworbene weitere Essen sprach dagegen. Nichts dabei, was eine schöne Soße erwarten ließ. Und Knödel ohne Soße … geht gar nicht.

Also kramte ich ein alten physisch vorliegenden Koch-„Blog“ mit Kochgrundlagen heraus. Wer kennt ihn nicht? Ich spiele natürlich auf das Buch „Ich helfe Dir kochen“ von Hedwig Maria Stüber an, das mir in der 29. Auflage vorliegt. Mittlerweile gibts auf jeden Fall über 40, wenn nicht mehr. Dort fand ich einen Semmelauflauf, der zwar in die süße Richtung ging, aber darauf konnte ich aufbauen.

BrötchenauflaufDas fertige Produkt sieht doch gar nicht so schlecht aus. Wie kam es dazu? Die 4 Brötchen habe ich grob gewürfelt. Dann habe ich ca. ½ l Milch lau erwärmt, mit ein wenig Würze (Pfeffer, Salz, Kurkuma, Knoblauchgranulat) versehen und die Brötchenwürfel darin eingeweicht. Nach einer knappen halben Stunde verklepperte ich 4 Eier mit einer gewürfelten Schalotte, geriebenem Parmesan und etwas gewürfeltem Tiroler Bauchspeck. Die Mischung kam dann auf die durchgeweichten Brötchenwürfel und wurde gut untergemischt. Aber Vorsicht! Nicht zu heftig. Ein bisschen Struktur sollte erhalten bleiben. Anschließend kam alles in die leicht gefettete Form und wurde noch ein wenig butterbeflockt und parmesanberieben. Nach 30 min. bei 180°C Umluft kam dann das zum Vorschein, was wir auf dem Bild sehen.

BrötchenauflaufDas Aufschneiden ergab, dass es vielleicht noch 2-3 min. länger hätte sein können. Flüssigkeit gab es keine mehr, aber stellenweise war es doch ein wenig „klitschig“. Was aber auch nicht wirklich schlimm war. Mal sehen, wie sich die Reste nach dem Aufwärmen machen.

Als der Auflauf im Ofen war, kam das Steak in eine gut vorgeheizte Pfanne und wurde da nach den Regeln der Kochkunst unter Beeinflussung eigener Wünsche und dem allgemeinen Zeitmanagement zubereitet. Am Ende wurde auch noch ein Päckchen Bohnensalat entkorkt. Irgendwo im Blog habe ich schon mal nachgewiesen, dass ich den auch selbst machen kann. Also gab es hier mal gekauften. Der quietscht wenigstens immer so schön beim Kauen. Ist mir bei selbst gemachtem noch nicht passiert.

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufDer Auflauf, das Steak (hier in Form eines Rumpsteaks) und der Bohnensalat. Ein schönes Sonntagsessen.

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufEs ist das schöne an diesen Silikonformen, dass man die nach dem Backen aufklappen kann. Finde ich gut. So kommt man sehr viel einfacher an den Inhalt. Ein bisschen gebröselt ist es trotzdem. Der Pfannenwender war eben nicht wirklich gut im Schneiden. Ist aber auch nicht seine Kernkompetenz. Er wendet ja lieber Pfannen. Ähm … in(!) Pfannen!

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufÜbrigens bestätigte sich mal wieder, dass das Rumpsteak nicht zu meinen Lieblingsfleischstücken gehört. Es war zwar (fast) perfekt zubereitet, aber irgendwie werde ich damit nicht warm.

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufVielleicht etwas zu zart rosa, ein wenig weniger Hitze wäre eine Idee gewesen. Aber der Brötchenauflauf belegte das Heißluftgerät und so musste ich das Fleischstück in der Pfanne garziehen lassen. Saftig war’s, zart auch. Aber ich ziehe das Rib-Eye-Steak (vulgo-1 Entrecôte) vor.

P.S.: Montagmittagresteresteverwertung dank spontan Homeoffice wegen Wetter

Brötchenauflauf mit BratwurstNochmal aufgebacken der Auflauf und die Bratwurst lagerte schon eine Woche im Kühlschrank vom letzten Wochenende und rief: „Verbrauch‘ mich!“ Der Auflauf war immer noch leicht klitschig. Vielleicht hätte er auch beim Aufbacken ein wenig mehr Hitze abbekommen können …