Search a apple a day

Im Moment suche ich gerade nach einem neuen Lieblingsapfel. Leider ist die Sorte, die ich bisher immer gern gegessen habe, nicht mehr wirklich verfügbar und wenn doch, dann hat die Qualität nachgelassen. Wobei es mit der Sorte sowieso nicht einfach ist. Sie neigen bei zunehmender Reife zur Mehligkeit, was dann aber nicht mehr zu meinen bevorzugten Eigenschaften gehört. Aber beim Braeburn scheint das üblich zu sein. Wenn er aber frisch und der Grünteil der Schale noch nicht gelblich ist, gefällt er mir am besten. Saftig, säuerlich, super. Kriegste aber – zumindest hierorts – kaum noch. Außerdem habe ich bei manchen als Braeburn gelabelten Äpfeln den Eindruck, dass das keine sind. Das Schalenmuster sieht so ganz anders aus als gewohnt. Naja, ich suche also. Ein paar Sorten habe ich schon durch, ein paar Empfehlungen habe ich auch schon. Ich hatte die Problematik schon mal auf SoMe erwähnt. „Fräulein“, „Cox Orange“, „Wellant“ oder Topaz“ sind dabei als Vorschläge rausgekommen.

Da, wo man auch einzelne Äpfel kaufen kann, habe ich auch schon mal einzelne Sorten gekauft. Boskop wird nicht mein neuer Lieblingsapfel, Pink Lady auch nicht. Boskop kenne ich natürlich noch von gaaanz früher, ist aber nicht besser geworden. Pink Lady hat für mich immer ein Fehlaroma. Das passt aber zu meiner Ablehnung von „Markenäpfeln“. Mal sehen, was mir noch unterkommt.

Mittwochupdate

Mist, jetzt habe ich das am letzten Sonnabend bereitete und schon im letzten Blogbeitrag erwähnte Arbeits-Essen zwar gegessen, aber doch nicht fotografiert. Naja, tomatisierte Schmorgurke mit Kartoffeln eben … Wobei das „tomatisieren“ diesmal mit Tomatenmark erfolgte. Ich fand auch das lecker.

Süßkram auf Gelatinebasis gibt’s ja auch in einer angesäuerten Variante. Da greift beim Essen schon mal die Zitronensäure den Zahnschmelz an, damit sich die Bakterien, die den Zucker zersetzen und damit auch den Zahnschmelz und letztendlich den ganzen Zahn angreifen, gut einnisten können. Läuft das unter Win-Win oder oder Lose-Lose?

Fleischerbetrachungen

Handwerk hat doch immer wieder Vorteile gegenüber Industrie. Das eisregnende Wetter am Freitag führt dazu, dass ich das Haus nicht verließ und auch keinen Wochenendeinkauf erledigen konnte. Ich prüfte schon die „eisernen“ – eher „blechernden“ – Reserven, ob ich das Wochenende auch ohne Einkauf überleben kann. Allein liebgewonnene (und mit den Reserven nicht abbildbare) Gewohnheiten trieben mich doch am Samstag aus dem Haus und zum Einkaufen. Schwerpunkt waren frische Brötchen zum Frühstück (nur die Form der Mahlzeit, nicht der Zeitpunkt), aber ich verband das Angenehme mit dem Ungewohnten und ging da einkaufen, wo auch mein Lieblingsfleischer dealte. Neben Bestandteilen für den Sonntagmittag und meinen geliebten Bockwürsten* kam auch ein Stück geräuchertes Schweinefilet mit nach Hause. Nun kann man denken, dass geräuchertes Schweinefilet eine Art Standardprodukt ist. Lange Jahre habe ich bspw. die entsprechenden Produkte aus zwei größeren Regionalgroßfleischereien der Gegend gelegentlich durchaus gern gegessen. Aber irgendwie wurde die Diskrepanz zwischen meinem Geschmack und dem Produkt immer größer. Ob sich meine Rezeptoren gewandelt/entwickelt haben oder die Produkte mit der Zeit schlechter wurden, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Sagen wir es salomonisch: Vermutlich beides. Das Stück Filet von meinem Lieblingsfleischer war dann allerdings doch eine Offenbarung, was mich vermutlich die regionalindustriellen Produkten, die dank Supermarkt- und Discounterpräsenz einfacher zu bekommen sind, künftig nicht mehr genießen lässt.

Wodrin liegt eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen einem gepökeltem Schweinebraten und einem Kasslerbraten?

Sonntagmittag

Einmal ein klassisches Gericht. Kartoffeln, Gemüse zum Überfüllen und Fleisch. Oder auch Kartoffeln und Gemüse in einem, schließlich kann man die Erdäpfel auch zu den Gemüsen zählen, ihrer Aufgabe als „Sättigungsbeilage“ werden sie ja nicht wirklich gerecht.

Lauch-Kartoffel-Schmand am KotelettDer Besuch beim Lieblingsfleischer brachte u.a. dieses schöne Kotelett mit nach Hause. Als ich vom vorgelagerten Discounter rüberäugte, hatte ich zwar was anderes ins Auge gefasst, aber das fand sich dann nicht mehr in der Auslage, als ich endlich dort ankam. Nunja, da war wohl jemand schneller. Aber auch das Kotelett stellte sich als gute Wahl heraus.

Lauch-Kartoffel-Schmand am KotelettDas sieht zwar recht „naturell“ aus, ist aber dezent mehliert, sichtbar mit Pfeffer, aber auch mit Salz gewürzt. Reihenfolge aber anders herum. Also erst salzen und pfeffern und dann mehlieren. Anschließend kam es in eine gut vorgeheizte Pfanne mit einer Öl-Butter-Mischung und bruzelte da in aller Ruhe vor sich hin. Als das von unten so aussah wie auf dem Bild von oben, wurde das Fleischstück umgedreht und auf der anderen Seite genauso gebraten.

Lauch-Kartoffel-Schmand am KotelettDer Lauch wurde nach dem Putzen in Scheiben geschnitten. In einem Topf wurde etwas Butter geschmolzen und dann ein paar Speckwürfel mit angebraten. Speckwürfel sind für mich mittlerweile zu den einzigen „Brühwürfeln“ geworden, die wirklich „erlaubt“ sind. Sie liefern die sonst mit Brühe erzeugte Note und Würze. Als die Bauchspeckwürfel leicht angegangen waren, kamen die Lauchringe dazu, alles wurde gut angeschwitzt und dann bedeckelt gar gezogen. Ein dezenter Schuss Wasser, Salz und Pfeffer dienten der vorläufigen Vollendung. Als der Lauch gerade so noch nicht gar war, kamen vorgekochte Kartoffeln und der Schmand dazu. Im Nachhinein hätte es auch ein ordentlicher Schuss Sahne sein können. Wer die säuerliche Note mag, bleibt beim Schmand oder steigt auf Saure Sahne oder Creme fraiche um.

Das Kotelett war ohne vorheriges Klopfen zart und saftig. Mein Lieblingsfleischer liefert eben gute Qualität, die keinen Heckmeck braucht. Sicher auch einer der folgen der eigenen Tierzucht und Futtermittelerzeugung. Naja, und dem guten Umgang mit dem Tier, lebend und nach dem Schlachten. Das klingt zwar jetzt etwas brutal. Aber so ist das eben, wenn man Fleisch isst. Insgesamt ein sehr leckeres Mittag, dass auch noch für Montagmittag gereicht hat, dort allerdings mikrowellentauglich als Löffelgericht.

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*) Aber nur die vom Lieblingsfleischer. Neulich bin ich mal fremdgegangen und habe von einem anderen Filialfleischer (mit größerer Firma im Hintergrund) probiert. Neeeneeenee. Fremdgehen ist nicht in Ordnung, wenn man eine Liebe hat.

Frittiertes, gebratenes, karamellisiertes, aufgebrauchtes

Wie macht man aus etwas, das, wenn es das gäbe, einen Nutriscore von A+ bekommen würde, ein Produkt, dass nur noch C oder D bekommt? Ganz einfach: Man frittiert es. Und dabei heißt es doch immer: Frittieren macht alles besser. Oder war es das mit dem mit-Käse-überbacken? Egal. Schauen wir mal ins Regal einer Handelseinrichtung, greifen ungläubig hinein, kaufen, nehmen mit nach Hause und schauen nochmal:

Frittierte Bohnen und PaprikaDa sind zwei Plastikpackungen mit Gemüse mitgekommen, snackfähig. Und nicht nur das: Um die Gemüse attraktiv(?) zu machen, wurden sie vor dem Verpacken frittiert. Im Ernst: Die Bohnen und die Paprikastücke sind frittiert! Bei den Bohnen führte das übrigens zu einer gewissen Geschmacklosigkeit.

Frittierte BohnenMan kann die Konsistenz kaum beschreiben: sehr fein zu Staub zerfallend, leicht ölranzig im Abgang, das bohnige war nicht existent. Ganz anders beim Paprika.

Frittierte PaprikaDa schmeckte das Frittieröl richtig ranzig, die Paprika neigten außerdem zu einer gewissen Bitternes, am besten waren noch die roten. Läuft unter einmal probiert, nie mehr gekauft. Die Idee hatte ja was, aber die Ausführung …

Sonntagmittag

Neulich las ich, dass Chicorée ein Wintergemüse ist und eigentlich gerade Saison hat. Ein guter Grund, es mal wieder zu kaufen. Nur, was gibts dazu. Ich erinnerte mich an einen Rest Gemüsebrühe, die ich noch vom letzten Sonntag hüte und spielte mit dem Gedanken, ein richtiges Soßengericht daraus zu machen, ausnahmsweise mal nicht mit Stampfkartoffeln. 😉 Nur was dazu. Und weil ich auch schon – aus gutem Grund – lange keine Bratwurst mehr hatte, kam die dann mit dazu.

Chicorée-Apfel-Zum-Überfüllen mit Salzkartoffeln und BratwurstIhr dürft gern fragen, wie ich die Bratwurst so schön gleichmäßig ohne Fettfilm und ohne Heißluftfritteuse  hinbekommen habe. 😉 Die Salzkartoffeln sind Salzkartoffeln. Ganz klassisch. Der Chicorée ist frei extemporiert. Ich habe die zwei der weißgelben Gemüse halbiert und den unteren, strunkigeren Teil dann in etwas Butter angebraten, Salz, Pfeffer und etwas Zucker waren mit dabei. Als sich Bratspuren zeigten, habe ich eine fein geschnittene Schalotte noch mit dazu gegeben. Mein Blick fiel dabei auf das, was sonst noch so rumschwirrte und der Blick fokussierte sich auf einen alten Apfel. Da fiel mir eine Folge einer von Nigel Slater’s Kochsendungen ein, die u.a. die Botschaft hatte, dass Apfel und Schweinefleisch gut zusammen passen. Also schnibbelte ich den Apfel auch noch klein und gab ihn mit in die Pfanne. Alles wurde nochmal gut durchgeschwenkt und bekam dann einen Aufguss mit einem halben Glas Gemüsebrühe. Alles durfte einmal aufkochen und köchelte dann noch ein wenig vor sich hin. Nach ein paar Minuten gab ich die zerblätterten oberen Hälften vom Chicorée dazu, dass er sich auch noch ein wenig erwärme und dann konnte auch schon angerichtet werden.

Chicorée-Apfel-Zum-Überfüllen mit Salzkartoffeln und BratwurstAchja, irgendwann zwischendurch, vermutlich mit den Apfelstücken, kam auch noch eine halbe Chilischote dazu, für den gewissen Pfiffffff. Da kann jeder selbst überlegen, ob er das macht und wenn ja, in welchem Maße … Ich habe einen Hauch übertreiben. Aber feuerspeiend war es dann auch nicht.

Chicorée-Apfel-Zum-Überfüllen mit Salzkartoffeln und BratwurstDie Wurst wurde übrigens in der Mikrowelle gegart. Zumindest dem Gerät. Aber nicht mit der Funktion. Meine kann auch noch Grill (war es auch nicht) und Heißluft. Wie ein kleiner Umluftofen im Mikrowellenformat. Finde ich super und würde ich jedem, der über die Anschaffung einer Mikrowelle nachdenkt, empfehlen. Die Heißluftfunktion kostet zwar ein paar Euros mehr, aber für das tägliche Kleinklein ist es immer besser, als den großen Ofen anzuheizen. Den Nutzte ich im letzten Jahr quasi 1x. Für den sehr frischen Karpfen. Alles andere kam via umluftfähiger Mikrowelle.

Kisibisi, Nunocre und Edelgemüse

Nein, in der Überschrift befinden sich keine Tippfehler. Alles so, wie ich es mir vorgestellt habe. Dabei könnte die Frage aufkommen, was denn Kisibisi sei. Risibisi ist ein Standard: ein Gericht bzw. eine Beilage aus Reis und Erbsen. Manchmal ist auch noch mehr mit dabei. Und da stellte ich mir die Frage: Warum nicht auch mal anders? Im Gegensatz zu den Schinken-Sahne-Soße-Kochern und das Carbonara Nennenden, hab ich meiner Abwandlung auch einen neuen Namen gegeben: Kisibisi. Offenkundig ist statt Reis etwas mit dabei, das mit K beginnt. Zur allgemeinen Beruhigung: Es sind keine Kiwi (wobei grün und grün von Kiwi und Erbsen vielleicht zusammen passen würde) und auch kein Karfiol (ohje, ich bin zu lange österreichisch beschallt worden in der letzten Zeit, auf deutsch würde es dann wohl Bisibisi heißen, irgendwas mit Blumenkohl und Erbsen). Kräutersaitlinge sind es auch nicht, obwohl ein Saibling (man beachte den leicht anderen Buchstaben) durchaus eine Rolle spielte. Kraut und Kohl spielen auch keine Rolle. Okay, genug Textlänge geschunden: Es ist natürlich die Kartoffel.

Kartoffelwürfel in Salzbutter anbratenZwei Kartoffeln habe ich recht fein gewürfelt. Wer einen Pommesschneider zu Hause hat, jagt den Erdapfel einmal dadurch und würfelt dann. Das wird vermutlich gleichmäßiger. Die rohen Kartoffelwürfel kommen in die Pfanne mit gesalzener Butter zum Braten und Garen. Natürlich kann man auch gegarte Kartoffeln vom Vortag nehmen, dann gehts schneller und man kann zügiger durcharbeiten.

Mit ein wenig Milch ablöschenSind die Würfel fast gar und schön gebräunt, kommt ein kleiner Schuss Milch dazu. Dazu Gewürze nach Wunsch, wie für Bratkartoffeln. Wenn die Milch ein wenig eingekocht ist, kommen die Erbsen dazu.

Tk-Erbsen mit in die Pfanne gebenDirekt aus der Tk-Tüte in die Pfanne. Alles wird jetzt sanft gerührt, bis die MIlch fast völlig verschwunden ist. Sie gibt dem ganzen Gericht anschließend einen sahnigen Schmelz. Dann kann eigentlich schon angerichtet werden (abschmecken nicht vergessen).

Kisibisi mit Saibling, geräuchertDabei liegt etwas ausgelöster geräucherter Saibling. Irgendwie mein Lieblingsfisch. Man kann den Fisch auch direkt aufs Kisibisi legen, dass er leicht erwärmt wird. Macht das ganze noch leckerer.

Kisibisi mit RäuchersaiblingKisibisi. Mal sehen, was mir als nächstes einfällt. 😉

Die Frage aller Fragen

In den Sozialen Medien wird immer mal wieder darüber „diskutiert“, ob man eine bekannte Nuss-Nougat-Creme pur aufs Brot isst oder ob da noch Butter zwischen Aufstrich und Trägermaterial gehört. Da ich diese Zucker-Palmfett-Creme normalerweise nicht esse, habe ich mir mal ein kleines Glas gekauft und einige Varianten durchprobiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Frage ZuPaCre mit oder ohne Butter viel zu undifferenziert gestellt ist. Prinzipiell gibt es zwei Arten von Butter, und selbst, wenn man verarbeitete Formen wie Knoblauch-, Kräuter- oder Currybutter mal außen vor lässt, würde ich trotzdem die gesalzene Version in die Betrachtungen mit einbeziehen. Es stehen also zur Auswahl: Süßrahmbutter, mild gesäuerte Butter, Salzbutter und keine Butter. Bei der Wahl des Trägermaterials habe ich mich mal auf helle Brötchen beschränkt. Immerhin wurde dadurch die Butter zum gesündesten Bestandteil des Essens. 😉

Ohne Butter

Der pure ZuPaCreme-Genuss, wobei … So ganz auch nicht. Durch die lockere Porung des Brötchens gibt es da schon ein wenig eine Vermischung, was bei den Buttervarianten nicht passiert ist. So ein Brötchen bringt auch ein wenig Geschmack mit. Die Variante für Puristen.

Mit Süßrahmbutter

Die Variante der Butter ist nicht so einfach zu finden. Die am weitesten verbreitete Art ist die mild gesäuerte, die Süßrahmbutter ist eben nicht mild gesäuert. Sie wird deswegen auch gern für Sauce Hollandaise genutzt. Unter einer ZuPaCreme ist sie eigentlich entbehrlich. Sie verhindert zwar, dass die Creme zu tief ins Brötchen einsinkt, geschmacklich hat sie in vernünftiger Dosierung wenig beizutragen. Etwas Butteraroma eben …

Mild gesäuerte Butter

Diese leichte säuerliche Note hat was, sie gibt der ganzen Angelegenheit noch was schönes, frisches mit. Aber auch hier gilt: bei vernünfiger Dosierung ist der Effekt eher gering, vielleicht sollte man hier als Variante mal Mascarpone als Zwischenaufstrich probieren: genauso viel Fett wie Butter aber deutlich säuerliche Note.

Gesalzene Butter

Kennt ihr den Unterschied zwischen Karamell und Salzkaramell? So ein bisschen hat man auch den Effekt, wenn man die Creme auf gesalzene Butter gibt. Der Aufstrich wird dann nicht unbedingt salzig, aber das Salz gibt der süßen ZuPaCreme auf jeden Fall noch was mit und ist eine interessante Variante.

Für mich reichts. Ich habe die Creme jetzt hinreichend genossen, das nächste Mal frühestens mit Eintritt ins Rentenalter oder bei einem Krankenhausbesuch, wo man keinen Einfluss darauf hat, was einem zum Frühstück gereicht wird. 😉

Sonntagmittag

Bei recht angenehmem Wetter ging’s mal wieder vor die Tore der Stadt. Und es war gut so.

Wels, überbacken mit Tomate und Käse, auf Salzkartoffeln, Spargel und Sauce HollandaiseWenn ich mir das Bild so ansehe, sieht das ein bisschen wie eine Fußsohle mit Käse überbacken aus. Das wird dem Gericht auf dem Teller aber in keinster Weise gerecht. Das mit Käse und Tomate überbackene Welsfilet war sehr lecker und das Dreierlei Kartoffeln, Spargel, Hollandaise ist zur Zeit sowieso nicht zu schlagen, auch wenn die eine oder andere größere Firma daran beteiligt war. Ich sah das erste mal den Koch der Einrichtung und bin dadurch vielleicht etwas milde gestimmt.

P.S.: Kisibisi

Kisibisi geht natürlich auch mit Kartoffelstampf:

Kisibisi mit saurem BratheringHier mit käuflich erworbenem, sauer eingelegtem Brathering

Pulled Roul

„Das hat der Koch versaut“, könnte man einen Gast sagen hören, wenn das Essen auf dem Teller mal besonders unterirdisch ist. Aber es gibt andere Gründe. Und genau den Satz habe ich unlängst im Restaurant gehört. Von einem anderen Gast.

„Das hat der Koch versaut“, sagte der Gast mit freundlich, positiv ironischem Unterton, als er ein Interesse an einer angebotenen Eiskarte verneinte. Ich habs gehört, der Service vermutlich auch, aber ob es eine Wirkung haben wird? Ich wage es zu bezweifeln. Aber ich in froh darüber, dass ich offenbar nicht der einzige bin, dem die „normalen“ Portionen in der Gastronomie zu groß sind, also der einzige neben Senior/inn/en und Kindern.

Sonntagmittag

Das sollte mal wieder rustikal und handgemacht sein. Naja, „Hausgemacht“ – wie es auf der Karte stand – ist nicht handgemacht. Und wenn das Haus nicht auf die Garzeiten achtet, weil es wegen schlecht möblierter Dachetage keine Uhr lesen kann … Ich verheddere mich gerade in Klischees und Floskeln. Also nochmal von vorn. Darf ich vorstellen: Hausgemachte Rinderroulade mit Rotkraut und Salzkartoffeln. Könnten auch Petersilienkartoffeln gewesen sein.
Hausgemachte Rinderroulade mit Rotkohl und SalzkartoffelnAber, nun mal Soße bei die Roulade: Hättet ihr erkannt, dass das eine Rinderoulade hätte sein sollen?

Hausgemachte Rinderroulade mit Rotkohl und SalzkartoffelnOptisch und konsistenziell ein absoluter Fehlschlag. Ich weiß nicht, was da passiert ist: zu lange gegart oder zu viel Zartmacher ins Fleisch gearbeitet. Die Roulade hatte die Konsistenz eines zarten Klopses, die die Königsberger aus gleichem Haus vermissen ließen. Geschmacklich gings übrigens. Rindfleisch, Gurke, Speck, Würze waren schön und ausgewogen. Nur eben gefühlt schon vorgekaut. Die Roulade hätte man auch auf Felge essen können; Zähne brauchte man nur fürs Kraut, was aber in dem Zusammenhang eher positiv zu verstehen ist, gehörte der Rotkohl zu den besten Sachen auf diesem Teller.

Wenn schlechte Angewohnheiten so stabil sind wie das Haus wirkt

Nachdem meine Zunge infolge eines kleinen Hitzeschocks sich gerade verweigert, überhaupt etwas zu schmecken, bin ich auf die anderen Sinnesorgane angewiesen, die die Grundgeschmacksarten nicht wirklich ersetzen, aber doch treffllich ergänzen können. Neulich schmeckte zum Beispiel alles ein wenig nach Apfelessig, obwohl ich keinen an irgendein essen gemacht hatte.

Aber ich hatte ein wenig Todesmenü für meine Fruchtfliegenzucht angelegt: eine Mischung von Spüliwasser und Apfelessig und da lag letzterer ein wenig in der Luft und irritierte den aromeninteressierten Esser. Wie wir ja wissen, werden eben gerade auch die Feinheiten des Geschmacks nicht im Mund oder auf der Zunge entschieden, sondern in der Nase.

Wie komme ich drauf? Achja, die verbrühte Zunge. Das kam durch ein selbstfabriziertes Milchkaffeegetränk mit Schaum (einen der üblichen Standard-Begriffe würde ich nicht verwenden, da ich es frei Schnauze zusammenrühre). Kaffeemaschinenbauartbedingt erpresse ich erst einen doppelten Espresso, um danach einen halbvollen Becher mit Milch mittels der Dampfdüse zum einen aufzuwärmen und andererseits mit einer Schaumkrone zu versehen. Erfahrene Praktiker im Aufschäumgewerbe werden mir zustimmen, dass das Ergebnis des Düseneinsatzes im wesentlichen milchabhängig ist. Wobei ich dabei nicht von der sogenannten „Cappuccino-Milch“ rede, in die man nur einmal reinpupsen braucht und man hat Bauschaum, Hilfsstoffen sei Dank. Schrecklich.

Bei der puren Milch wirds da filigran, ich kann mich des Eindrucks nicht erwähren, dass das Milchschaumergebnis mit Bio-Milch besser ist als mit normaler, mit Sommermilch besser als im Winter. H-Milch kannste vergessen. Die anderen erwähnten sind mittlerweile alle ESL-Milch, also „länger haltbar“. Am besten funktioniert es doch noch mit einer traditionellen Milch ohne ESL und ohne Tetrapack aus dem Folienbeutel, wobei es fast egal ist, ob man 1,5%ige oder 3,8%ige nimmt (die Links sind keine Werbung sondern Information). Wenn der frequentierte örtliche Milchdealer aber mal frisches nicht hat, greife ich dann doch auf die Bios zurück; wie unlängst. Da dauert das Milchaufschäumen dann aber doch etwas länger. Man bläst Dampf ins Getränk und Dampf ins Getränk und Dampf ins Getränk … Was dann irgendwann zum Aufschäumen führt, aber – so kommen wir dann endlich auf den Eingangsgedanken zurück – eben nicht nur zu einem Heißgetränk, sondern zu einem Sehrheißgetränk, das dann auch – gut geschützt durch den Milchschaum und die doppelwandige Tasse, nicht wirklich abkühlen wollte. Die Folge ist eine (hoffentlich) temporäre Geschmacksdesensibilisierung und ein leichtes Lispeln … 😉

Vorher gabs aber:

Sonntagmittag

So schlecht habe ich lange nicht gegessen. Und es lag nicht nur am Essen, aber auch. Fangen wir mal mit der Logistik an, um das Problem mal von der Seite her einzugrenzen. Kurz vor 11 Uhr setzte ich mich in mein Auto, und war um 12:45 Uhr schon wieder zu Hause. Das mag für einen lokalen Restaurantbesuch durchaus ein angenehmes Zeitfenster sein, da es ja nur um die Einnahme eines schönen Mittags in angenehmer Atmosphäre geht. Wenn man dann aber noch berücksichtigt, dass – Hin- und Rückweg zusammengenommen – noch 80 Minuten Fahrtzeit abgezogen werden muss, wird’s kritisch. Außerdem kommen noch 10 Minuten Wartezeit zwischen dem Ende der Speisenaufnahme und dem Bemerken des Zahlungswunsches hinzu. Hat noch jemand mitgerechnet?
110 min. Gesamtvorgang
– 80 min. Logistik
– 10 min. Standby
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20 min. zwischen dem Betreten der Gaststätte und dem Ende des Essens. So lange wartet man manchmal nur aufs Essen und es ist eine gute Zeit. Aber naja.

Große Kohlroulade mit SalzkartoffelnZugegeben, die „Große Kohlroulade“ sieht auf dem Bild gar nicht mal so groß aus. Zumal die Kartoffeln aber auch groß waren. Schätzungsweise 500g Hackfleisch waren von mehreren Schichten Weißkohlblättern umgeben und dann gegart worden. Ob die Soße dabei einen Anteil hatte, möchte ich mal dahingestellt sein lassen.

Ich finde ja die Kohlroulade beim gelegentlich genutzten Fleischerimbiss schon groß, …

… würde hier aber den Fleischklops eher auf 250 g schätzen. Der weitere Vorteil der unteren Kohlroulade: Sie zeigt deutliche Bratspuren, was hier auch sehr viel mehr Geschmack hinterlässt. Die obige Gaststättenversion war eher fad.

Große Kohlroulade mit SalzkartoffelnMan sieht es ihr aber auch an: Da ist ja wirklich keine Farbe dran. Meine Mutter selig hat bspw. sogar die Hackfleischfüllung, bevor sie sie in die Kohlblätter einfüllte, noch ein wenig farb- und geschmacksgebend angebraten. Genau wie die dann gewickelten Rouladen, wo sollen sonst auch die guten Röstaromen herkommen. Und der Klops war 100 g schwer und ergab mit einer schönen Kohlschnibbel enthaltenen und wohlschmeckenden Soße zzgl. ein paar Salzkartoffeln ein vollwertiges Gericht.

Stellt sich also die Frage, welche Idee hinter der mästenden Portionsgröße steckt? Wer muss hier wem was beweisen? Das ist Unvernunft pur und bestätigt in selten so gut dargestellter Klarheit, dass die Empfehlung von Ernährungsexperten, nicht zu oft in Gaststätten essen zu gehen, durchaus seine Berechtigung hat. Und da ist auch das „Groß“ vor der Kohlroulade keine Ausrede. Die könnte auch ruhig ein Viertel so groß sein und trotzdem zum gleichen Preis verkauft werden. Aber nicht nur einfach verkleinern. Auch besser machen!

Die Krönung war das abschließende Bauerntheater. Als der Service den Teller sah, die Arme – Mudder Schulten nicht unähnlich – in die Hüften stemmte und griesgrämig schaute, warum denn nicht aufgegessen wurde …

Reste einer "Großen Kohlroulade mit Salzkartoffeln"Das ist übrigens der Teller, wie er zurückging. Und ich war satt. Ich hatte nichtmal Frühstück gegessen, der Hunger trieb einiges rein. Auf Wunsch wäre mir übrigens gern eine Transportverpackung zur Verfügung gestellt worden, um die Reste selbst einzupacken und mitzunehmen. Ich verzichtete großzügig. Genauso, wie auf künftige Besuche (außer, ich bekomme mal mit, dass vernünftige Portionsgrößen auf den Tisch kommen, aber nicht vorher). Ich hätte es aber auch früher wissen können.

Bleibt die Frage, warum es immer noch Gastronomie gibt, die sich über die Portionsgröße als über die Qualität des Essens definiert. Dabei hätte diese Gaststätte so gute Voraussetzungen für Qualität. Ihr Fleisch beziehen sie bspw. von meinem Lieblingsfleischer und die Kartoffeln von einem naheliegenden Erzeuger. Das ist doch schon mal richtig gut. Nur, was sie dann draus machen? Es bleibt die alte Hoffnung, dass Marx/Engels doch mal recht bekommt und irgendwann die Quantität in Qualität umschlägt. Und dass sich die Gäste auch irgendwann mal nicht nur rollend zu ihren rollenden Transportwägen bewegen wollen, sondern – zwar gut gesättigt – noch ein schönes Dessert reinpasst. Das gibt extra Umsatz für den Gastronom und mehr Freude bei den Gästen. Dass in der Gaststätte keine Dessertkarte gibt, wundert da überhaupt nicht.

Wiedereintritt in die Routine

Natürlich habe ich die Konfitüre nicht wegen des Deckels aus Presspappe (oder etwas ähnlichem) gekauft. Ehrlich gesagt fiel mir diese Eigenart erst beim Öffnen auf. Konfitüre mit PappdeckelGekauft hatte ich sie wegen des verarbeiteten Obstes und einer gewissen beworbenen Stückigkeit. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Also vom Inhalt des Glases.

Der Pappdeckel stellte sich allerdings als große Enttäuschung heraus. Image und Wirklichkeit gehen maximal möglich unterschiedliche Wege. Natürlich weiß ich, dass so ein purer Pappdeckel einigen Anforderungen nicht entspricht. Nicht entsprechen kann. Aber man kann das Glas ja auch noch durch eine (Alu-)Folie steril verschließen. Hauptsache, der Deckel schützt dann die Folie vor Beschädigung. Und dafür, dass der Deckel bleibt wo er ist, hatte er noch eine Halterung aus Pappe, auf der dann die Pflichtangaben zum Inhalt drauf standen. Aber nein, die Chance, etwas ökologischer zu sein, blieb ungenutzt.

Im Pappdeckel verbarg sich ein völlig normaler Blechdeckel. So schnell kommt man also vom positiven Image zum negativen. Anstatt Blech und Dichtungsgummi einzusparen, ist die Herstellung und Anbringung des Pappdeckels reinste Verschwendung. Es braucht manchmal so wenig, um eine an sich schöne Idee zu pervertieren und im schlimmsten Fall für den Öko-Gedanken noch einen Preisaufschlag aufs Produkt zu akzeptieren. Leider weiß ich nicht mehr, was ich für das relativ kleine Glas Konfitüre bezahlt habe …

Sonntagmittag

Zum Essen haben wir diesmal unser Städtchen wieder verlassen. Okay, es sind nur ca. 150 m gewesen. Aber immerhin. 😉

Unsere Regionalpresse hat dieser Tage einen interessanten Artikel veröffentlicht: Bratkartoffeln statt Pommes – wie Gastronomen Energie sparen wollen. Natürlich verstehe ich die Hintergründe für ein solches Verhalten, achte ich zur Zeit auch ein wenig mehr darauf, mit Energie zu Hause und auf Arbeit verantwortungsvoll umzugehen. Regelmäßig Lesende dieses Blogs oder fleißige, die sich jetzt mal durch meine Essensgehbeschreibungen der Vergangenheit arbeiten (ich empfehle diese Filterung) kennen meine Einschätzung der Bratkartoffellage in regionalen Gaststätten und Restaurants. Es gibt nur sehr, sehr wenige, wo es gute Bratkartoffeln gibt; die Riege der schlechten Bratkartoffeln ist dagegen lang: von in der Pfanne erwärmten Kartoffelstückchen über zu lange warmgehaltener Dörrware bis zu vorgewürzter Convenience-Beilage mit leichtem Folientütenaroma ist da alles dabei. So sei also im Rahmen der Energiesparmaßnahmen ein kulinarisches Desaster prophezeit, aber nicht erhofft. Wobei ich das auch nicht so wirklich glaube. Immerhin sind es nicht nur die Pommes, die durch die Fritteuse gezogen werden, gibt es doch auch Einrichtungen, wo bis auf das Salatbouquet (=Krautsalat aus dem 5-l-Eimer) doch alles, was auf dem Teller landet, durch’s heiße Fett gegart/finalisiert wird: Kroketten, Kartoffelspalten, panierter Fisch, Schnitzel, Steaks, …

In den ersten Januarwochen ist es manchmal nicht einfach, eine gastliche Stätte zum Zwecke der Mittagseinnahme zu finden. Völlig zu Recht gönne ich natürlich Wirtsleuten und Servicepersonal nach den anstrengenden Feiertagen auch mal etwas frei. Es ist aber auch schön, wenn nicht alle gleichzeitig zu machen und sie koordiniert in die Ferien gehen. Immerhin wird es für den Esswilligen offensichtlich auch immer schwieriger etwas zu finden, verschwinden doch immer mal wieder Atzungsstellen von der Bildfläche. Aber die Nachfrage scheint Anfang Januar auch nicht so groß zu sein: Die Gaststätte, die wir besuchten, hatte die Hälfte ihrer Fläche unzugänglich gemacht (was bei einem zweigeteilten Gastraum relativ einfach ist) und nur eine bewirtschaftet. Und auch dort war nicht alles wegreserviert.

Beim Essen entschied ich mich mal sehr rustikal. Wirklich regelmäßig habe ich das Gericht seinerzeit in meiner Schulzeit von der Schulküche vorgesetzt bekommen, danach habe ich es eigentlich nie mehr gegessen. Nur rund um die Jahrtausendwende habe ich es ein paar Mal zubereitet, ein Lieblingsmensch mochte es recht gern. Wobei: „zubereitet“ ist recht euphemistisch.

Grützwurst, Sauerkraut, SalzkartoffelnDas schwierigste ist wohl, darauf zu achten, dass beim Erwärmen nix anbrennt und das Salz im Kochwasser der Kartoffeln ist. Die Grützwurst kann man natürlich auch noch abschmecken, aber oft ist das entbehrlich. Das Sauerkraut hatte einen leichten Hawaii-Anteil, was ihm aber durchaus gut zu Gesicht stand. Wobei sich Hawaii in der klassischen Form widerspiegelte: Ananas. Ich vertrete zwar nach wie vor die Meinung, dass „Hawaii“ unbedingt auch der Zusatz für alle Gerichte mit Frühstücksfleisch sein müsste, aber das nur nebenher.

Das Gericht kam vollendet auf den Tisch und schmeckte lecker. So gut hatte ich es für mich nicht in Erinnerung. Vielleicht sollte ich doch mal geübte Aversionen gegen gewisse Speisen überdenken, vor allem, wenn sie aus früherer Jugend stammen. Dabei fällt mir aber gerade kein konkretes Beispiel ein, aber vielleicht gibt es noch sowas. Meine Ablehung den gelben Maiskörnern gegenüber ist neueren Datums und bleibt demzufolge erhalten. 😉

Weihnachtstrilogie

Wie jede gute Trilogie besteht auch meine aus 4 Teilen. Aber das kennen wir ja auch von anderen. Nehmen wir bespielsweise den Sender 3sat, an dem mittlerweile 4 Rundfunkanstalten beteiligt sind. Aber, so dort die Begründung, aus drei Ländern. Nehmen wir das mal als Muster für die Benamsung meiner Weihnachtstrilogie: Es waren drei Tage.

Die Grundstruktur ist eigentlich einfach und über Jahre bewährt. Wobei wir offensichtlich nicht zur übergroßen Fraktion der Kartoffelsalat/Bockwurst/Wiener-Esser gehören. Ich möchte aber nicht beschwören, dass das nicht irgendwann doch mal so war. Aber als das Silvesterhighlight auf den Heiligabend wechselte (Hintergrund: Ich war aus dem gröbsten raus und feierte Silvester nicht mehr „zuhause“.), muss es ja vorher etwas andere zum Abendbrot an diesem Vorfeiertag gegeben haben. Hier vermute ich mal die Kredenzung von KS&B, die Erinnerung ist aber doch schon etwas verblasst, zumal ich nie wirklich Freund der Kombination von Kartoffelsalat und lauwarmen Würstchen war.

Der Heiligabend fängt natürlich schon Mittags an und da wirds bodenständig. Und Grün. Wenigstens ein wenig Anspielung ans Fest.

2 Spiegeleier auf Spinat auf KartoffelnGanz wie früher, wurden die Kartoffeln (normale Salzkartoffeln) auf dem ansonsten noch leeren Teller erstmal „gemaust“ (mit der Gabel zerquetscht), bevor dann Spinat und Spiegeleier oben rauf kamen. Der Spinat wurde noch mit etwas gewürfelten, angebratenem weißen Speck verfeinert, in dessen Auslassfett dann die Eier gebraten wurden.

Am Abend dann der heimliche Höhepunkt des Weihnachtsmenüs. Und so einfach zubereitet.

Gebackener KarpfenSorry, das Licht war nicht so besonders am Abend. Oben sehen wir einen etwas über anderthalb Kilo schweren Karpfen, der gaaaaaaaaaaaaaanz kompliziert zubereitet wurde. Das hoffentlich küchenfertige Tier (also entschuppt und geleert) wird von außen und innen gesalzen, in den Bauch kam noch eine geviertelte Zwiebel (die aber nie gar wird). Das ganze platziert man auf Backpapier auf dem Backblech, versieht den Fisch oben noch mit ein paar Butterflöckchen, stellt das in den auf 170°C vorgeheizten Umluftofen und wartet, je nach Größe ca. eine halbe Stunde. Fertig. Das Baguettebrot war natürlich so wie es ist gekauft und kam nach 20 Minuten auf dem Gitter mit in den Ofen.

Gebackener KarpfenTest, ob der Fisch gar ist, sind einerseits die weißen Augen, andererseits das leichte Lösen der Flossen aus dem Fleisch. Fertig. Etwas schwierig ist es dann nur, den Fisch vom Blech auf den Teller zu bekommen. Das Schlachtfeld nach dem Essen habe ich mal nicht fotografiert. Die Gräten aus der oberen Hälfte des Fischs sind schon fies, aber man ist ja unter sich und dabei leiden dann ein wenig die guten Sitten. Aber der Genuss dankt es einem.

Am ersten Feiertag kommt ein edles Geflügeltier auf den Tisch. Früher™ war das auch gern mal ein Kaninchen, das wir unterm Jahr im Kleingarten hochgepäppelt hatten. Und dann sagt man noch „Mit dem Essen spielt man nicht!“ 😉 Später dann kamen Gans oder Ente auf den Tisch. Im Rahmen der Chillisierung des Weihnachtsfestes haben Vattern und ich dieses mal konsequent auf Convenience gesetzt.

Gänsekeule, Rotkraut, Kartoffelklößchen, SoßeJeder bekam eine Gänsekeule, aus deren Abtropfungen ich noch eine kleine Soße gezaubert hatte. In der fühlten sich die gummiartigen Kartoffelklöße („Frisch“-Ware) recht wohl. Das Rotkraut hatte Vattern besorgt und das war wirklich gar nicht so schlecht.

Gänsekeule, Rotkraut, Kartoffelklößchen, SoßeAuf wenn es auf dem 2. Bild nicht so aussieht, war doch die Haut ein wenig knusprig, alles war gut gewürzt, das Fleisch zart und im großen und ganzen gelungen. Und innerhalb von etwas über 30 Minuten auf dem Tisch (wenn man mal die Auftauzeit nicht mitrechnet).

Am zweiten Feiertag gibt es traditionell Fisch, im allgemeinen eigentlich gekocht, aber meine Versuche in den letzten Jahren fand ich alle eher etwas semi. Früher war es meist ein gekochter Zander mit weißer Soße und Petersilienkartoffeln.

Seeteufel in Schinkenmantel, Dillsoße, SalzkartoffelnDiesmal habe ich Seeteufel in sowas wie Parmaschinken eingewickelt und eine Dillsoße dazu „kreiert“. Die Salzkartoffeln sind standard.

Seeteufel in Schinkenmantel, Dillsoße, SalzkartoffelnDas mit dem Schinken und dem Fisch war wirklich eine gute Idee, wobei man vielleicht mal einen etwas weniger salzigen verwenden sollte. Der Seeteufel war ansonsten recht naturell gehalten. Die Soße war annehmbar, für ihre Herstellung schäme ich mich ein bisschen. In Summe kam dieses Gericht in unter 30 Minuten auf den Tisch.

Es wird besser

Das betrifft gleich mehrere Aspekte in meinem momentanen Krankenhausleben. Die Heilung schreitet voran, Komplikationen haben sich noch nicht eingestellt. Und auch das Essen wird besser. Damit meine ich zwar nicht unbedingt die gestern schon beschriebenen Hauptbestandteile, aber so ein paar Kleinigkeiten drumrum.
Angefangen hat es mit dem kleinen Feldsalat von gestern Mittag. Am Abend fiel es dann wieder etwas ab mit dem dritten Mal Rote Bete. 😉 Aber es lag auch eine Kiwi dabei, was die Sache doch wieder aufwertete. Heute früh konnte ich mich über eine schöne Banane freuen, die genau den richtigen Reifegrad hatte. So wie ich es mag.
Zum Mittag gab es u.a einen „Salatmix“, der mit Kraut und Möhrenstiftchen erst das Auge und dann den Gaumen erfreute. Auch die kleinen Erbschen, die sich unten noch anfanden, hebten die Stimmung. Weil aber auch nie alles perfekt sein kann, waren auch noch ein paar Maiskörner mit dabei – aber erfreulich wenige. Das Mahl beschlossen ein paar in geläuterter Raffinade soutierte Williamswürfel – eben gewürfelte Birnen, in Zuckersirup gekocht, ein Kompott.
Das Hauptgericht bildete ein mit grünem Gemüse (Gurke?) gefülltes Fischröllchen in einer dezenten sauce moutarde mit allerlei Kräutern („leichte Senfsoße“ hieß es profan auf dem Begleitzettel), dazu Pommes de terre salées („Salzkartoffeln“). Ich verneige mich vor der Kunst der Küche, habe ich doch auch schon mal probiert, ein Fischfilet in eine Art Roulade zu verwandeln, was regelmäßig misslang; vor allem, wenn es insgesamt keine riesigen Ausmaße annehmen sollte. Vielleicht hatte ich auch einfach nur den falschen Fisch für sowas. Der heute war dabei so zart und weich, aber durchaus auch strukturiert, dass ich eher ein Mittelding zwischen einer echten Rolle und einer Fischboulette vermute, was ausdrücklich keine Bewertung, sondern nur eine Feststellung ist.
So sitze ich wohlgesättigt auf der Kante meines Bettes, schreibe diesen Text nieder und überbrücke die Zeit bis zur nachmittaglichen Kaffeepause. Es wird Marmor-Rührkuchen geben. Der liegt hier nämlich auch schon. Wenn nicht zwischendurch ab und an Schwestern oder Pfleger vorbeikommen würden, irgendwas messen, oder einmal am Tag Ärzte, dann könnte dieser Rhythmus aus Chillen, Essen, Chillen, Essen, Chillen, Essen, Chillen, Essen, Chillen ein wenig an Cluburlaub erinnern. Letzten Donnerstag war ich dem Zustand sogar noch ein wenig dichter: Da kam ein Animateur … ähm … hust … ähm … Physiotherapeut und ich durfte mich unter Aufsicht und Fremdbestimmung bewegen. 😉

Fisch am Sonntag (31.05.2020)

Vattern hatte einen Tisch reserviert und so fuhren wir ein wenig nach außerhalb, um Sonntagmittag ein leckeres Mahl einzunehmen. Dabei war ich von Grübeleien und Zweifeln befallen. Leider war die Gaststätte beim letzten Besuch eher negativ aufgefallen und ich wollte sie eigentlich meiden, aber die 2. Chance hat natürlich auch jeder. So grübelte ich, was ich wohl am besten bestelle. Bestelle ich mir etwas anderes von der Karte? Oder nehme ich doch mein Lieblingsgericht, voll bewusst mit dem Risiko der Wiederholung der Enttäuschung, inkl. theatralischem Abgang.
Aber wie immer das Leben so spielt, gibt es natürlich noch weitere Varianten von dem, was dann so passiert. Punkt 1: Es gab eine neue Karte. Punkt 2: Es gab eine Spargelkarte. Punkt 3: Aber auch bekannte Gerichte von früher fanden sich auf der neuen Karte, unter anderem mein gebratener Zander mit Petersilienstampf. Da ging also die schwierige Entscheidungsfindung weiter. Aber das Schicksal in Form des Umfeldes mischte mit, und als Vattern’s Essenentscheidung zwischen zwei Gerichten schwanke und eins davon der Zander war, lenkte ich sein Interesse verstärkt auf diesen (es war sowieso seine 1. Wahl), und ich bestellte dann einen Mecklenburger Wels mit Spargel. So ging ich nicht das Risiko ein, das Flockenpürree ungegessen in die Küche zurückgehen zu lassen, konnte aber doch auch sehen, ob es das überhaupt noch gab.

Mecklenburger Wels unter Kräuterkruste, Spargel, Sauce Hollandaise, Salzkartoffeln
Mecklenburger Wels unter Kräuterkruste, Spargel, Sauce Hollandaise, Salzkartoffeln

Der Fisch war lecker, die Kruste zwar nicht ganz so krustig, wie sie hätte sein können, aber der Spargel war auf den Punkt und die Kartoffeln auch. Alles in allem ein leckeres Essen, das weit ab von einer Enttäuschung war. Insofern ist zumindest dieses Gericht ein Indiz dafür, die Gaststätte wieder ins Portfolio der Sonntagsmittagsessensstellen mit einzubeziehen. Aber nicht das einzige.
Gebratenes Zanderfilet mit Petersilienstampf
Gebratenes Zanderfilet mit Petersilienstampf

Auch der Zander auf dem Platz mir gegenüber war wunderbar gelungen und der Petersilienstampf bestand aus richtigen Kartoffeln und nicht irgendwelchen Flocken. Damit wurde bestätigt: The Return Of The Mountain. 😉

Speinat in da box (02.04.2019)

Wieso steht da statt Spinat Speinat in der Überschrift? Ich sollte doch Spinat mit Ei schreiben.

Unter dem Spinat findet sich übrigens noch eine Kartoffel-Quark-Käse-Mischung, so dass das ganze eigentlich Spinat mit Rührei und Salzkartoffeln heißen könnte, leicht vorgekaut.

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Det kan alltså störa din förmåga att utlösas, och det kan vara extremt dysfunktionellt. Om du upplever ett cialispris, prata med din läkare eller någon annan än din sexpartner, eftersom konsekvenserna kan vara livåldrande.

Immer unter dem Motto: Im Magen kommt sowieso alles durcheinander. Aber auf den Geschmackspapillen bereitet es durchaus Vergnügen. Und kauen wird ja auch überbewertet. 😉