Wurscht, Milchkaffee und Sonntagsessen – inkl. Montags-P.S.

Manchmal wundert es mich doch, wenn ich bei bestimmten Discountern (meist) Fleischprodukte in den normalen Warenregalen finde, die ich gefühlt eher im Kühlregal verorten würde. Brühwürste sind so ein Beispiel. Nun bin ich aber zur Zeit auf einem Trip, dass ich gar nicht mehr so viel Wurst esse. Ausnahmen bestätigen die Regel. Zwei grobe Gedankenstränge führen zu dieser Einstellung: Einmal der hohe Anteil versteckter Fette, zum anderen das Vermindern von Nitriten und deren Ablegern (vulgo u.a. Pökelsalz). Beides nicht so gut für den Körper. Eine der Ausnahmen, die ich gelegentlich mal mache, ist Schinkenkrakauer, je gröber, desto besser. Der Fettgehalt ist nicht sooo groß (13% gegenüber 30%+x bei zwei anderen gerade im Haus befindlichen), dafür ist aber gut Pökelsalz drin. Am besten kaufe man die Wurst im Stück, und da gibt es zwei „Unterarten“, die einer Unterscheidung bedürfen (s.o.). Natürlich gibt es eine Vielzahl von Herstellern (vermutlich sind das gar nicht so viele) und demzufolge auch Rezepten. Aber mir ist, als ich neulich mal auf ein ungewohntes Produkt ausgewichen bin, etwas aufgefallen.

Krakauer (genauer: Schinkenkrakauer, lecker)Die echte polnische Krakauer gibt es in kühlpflichtig und in nicht kühlpflichtig. Die Optik bei beiden ist recht ähnlich, aber nach dem Verkosten kann ich von der nichtkühlpflichtigen nur abraten. Natürlich kann man sich die Frage stellen, warum sie einmal gekühlt gelagert werden muss und einmal nicht, allein am Einschweißen in Plastik kann es nicht liegen – das sind beide. Zutatenvergleich habe ich unterlassen bzw. müsste mir erst die schlechtere von beiden neu kaufen, was ich nicht tue. Aber die Variante aus dem normalen Warenregal war bei weitem nicht so lecker wie die Kühlvariante. Sehr viel dröger im Biss und im Mundgefühl, man hatte das Gefühl, da noch ordentlich Majonäse raufschmieren zu müssen. Das ist mir bei der gekühlt verkauften Variante noch nie passiert. Also: In Zukunft immer nur die gekühlte Variante. *KnotenindenEinkaufszettelmachen*

Milchkaffee

Das Thema hatte ich schon öfter. Grundtenor: Die Hausmarken der Discounter und Supermärkte (zumindest bei mir in der Region) sind besser als die kalten Milchkaffees von bekannten Markenherstellern bzw. unter bekannten Labeln. Kürzere Zutatenliste, rainforestalliancezertifiziert usw. Kommen ja alle auch aus der selben Molkerei und haben bei gleichen Typen auch gleiche Zutatenlisten.

Nun ist mir beim Rumspielen mit der Bestell-App eines Supermarktes aufgefallen, dass sie neben Marken-Milchkaffees auch Becher (250 ml) in der Discountmarke des Supermarktes und Plastikflaschen (330 ml) in der Hausmarke haben. Beide kommen aus der selben Molkerei und haben die selbe Zutatenliste (bei gleichem Typnamen). Da die Behältnisse unterschiedlich groß sind, vergleichen wir die Literpreise, dankenswerterweise in der App ersichtlich. Der Milchkaffee im Becher kostet demnach 3,00 €/l, der im Fläschchen 3,91 €/l, also fast ⅓ mehr. Nur wegen der anderen Marke? Oder der anderen Konfektionsgröße? Wobei, bei der Nachrecherche beim Schreiben dieser Zeilen ist mir doch ein Unterschied zwischen beiden Rezepturen aufgefallen: Der Discountbecher enthält mehr Kaffee als die Hausmarkenflasche. Prozentual. Aber ist der Milchanteil wirklich so teuer, dass das den Preisunterschied erklärt? Immerhin sind bei der Hausmarke zwei Prozentpunkte mehr drin. Von der fettarmen. Und es ist ein Hauch weniger Zucker drin. Rundungsfehler? Sollte ich doch mal in den Supermarkt gehen, kann ich ja mal den Geschmacksvergleichstest machen.

Sonntagmittag

Achja, das leidige Thema: „Was esse ich am Sonntag?“ Gekocht hatte ich schon am Sonnabend etwas, das gabs aber erst (planmäßig) Montagmittag auf Arbeit. Der Sonntagvormittag fand mich für Kühl- und Vorratsschrank (stehen erfreulicherweise gleich nebeneinander) und mit der grooooßen Denkblase über’m Schädel: „Watt nu?“

Schlemmerfilet, SpitzkohlkartoffelnDa braucht man sich nicht zu wundern, wenn dann auf den ersten Blick eigentümliche und ein wenig übervegetabile Gerichte dabei herauskommen. Aber es war recht schmackhaft, also gehts. Links ist ein klassisches Schlemmerfilet eines groooßen Tiefkühlherstellers. Irgendwas mit Spinat und Tomate-Mozzarella. Der Belag ist mir ein wenig beim Anrichten verrutscht, also kam das Fischfilet zum Vorschein. Rechts eine Mischung aus Spitzkohl und Kartoffeln.

Schlemmerfilet, SpitzkohlkartoffelnDie verrutschte Auflage schuf die Chance, doch mal das pure Fischfilet zu probieren. Und ich muss sagen: Es ist Fischfilet. Nunja. So erwartbar. Die Auflage war dann sehr spinatig, ein wenig tomatig und mozzarellabewürfelt, letzteres hatte eher Auswirkungen auf Konsistenz und Mundgefühl. Es ist ein wenig Schade, dass das sachgerechte Erwärmen den Eindruck der industriellen Herstellung, der sich im tiefgekühlten Zustand doch bot, nicht wirklich verwischen konnte. Die Auflageplatte zerfloss nicht und lag genauso am Ende auf dem Fisch wie am Anfang. Nur loser.

Schlemmerfilet, SpitzkohlkartoffelnWährend der Fisch im Öfchen wärmte und buk, kam in eine Pfanne etwas Butter, Bauchspeck, Knoblauch und Schalotte und wurde angeschmurgelt. Die letzten drei Sachen waren gewürfelt, was bei der Butter auch wenig sinnvoll ist, da sie in der Pfanne sowieso schmolz. In Streifen geschnittener Spitzkohl ergänzte den Pfanneninhalt, dazu kamen Salz, Pfeffer, Kümmel und eine Spur Chili für den Pfiff. Als der Kohl zusammen gefallen war, kamen die gekochten Kartoffelstücke dazu und wurden beim Einrühren auch noch ein wenig zermanscht. Ein wenig Flüssigkeit war nämlich in der Pfanne entstanden bzw. zugegeben. Letzteres in Form eines Schusses Apfelsaft (mit Birne).

Fazit: Ausbaufähig, aber lecker. Und für „keine Idee beim Wochenendeinkauf“ doch recht gut.

P.S.: Montagmittag

Noch vom vorhergehenden Wochenende war noch was über geblieben, genauer: gar nicht erst verarbeitet. Also kam das jetzt ran und wurde zu einem Mittag auf/für Arbeit. Irgendwas mit Gurke, Kartoffel, Tomatenmark, Knoblauch und Schalotte. Ein wenig Butter war auch hier dabei. Das gibts aber erst am morgigen Dienstagmittag.

Heute gab’s doch noch die Spitzkohlreste. Rezeptlich in der Idee von „Krautfleckerl“, nur ohne Fleckerl, andere, verfügbare Pasta tat es auch.

Pasta, Spitzkohl u.a.Die Nudeln wurden normal gekocht und dann in einer Pfanne mit dem Krautrest von Sonntag vermengt und schön angebraten. Dass da noch ein paar Stückchen Kartoffeln (rechts, fast oben) dabei waren, störte nicht. Die rötlichen Spirelle waren übrigens Linsennudeln. Hatte ich so noch nicht, waren aber gar nicht mal so schlecht. 100% rote Linse, die anderen Nudeln waren irgendwas mit Dinkel.

Pasta, Spitzkohl u.a.Ein gewisser Flüssiganteil wäre noch eine Idee gewesen, aber das Nudelwasser war schon im Ausguss und anderes stand in unserer Tee-Küche auf Arbeit leider nicht zur Verfügung. 😉

Resteverwertung und Frisches

Wie heißt eigentlich die Mahlzeit – in Analogie zum Brunch – zwischen Mittag und Abendbrot. Und ich meine nicht die Kaffeepause oder den 5-O’Clock-Tea oder so. Gibts da auch eine Zusammenziehung zwischen Lunch und Dinner? Lunner? Dinch? Okay, das Essen am Sonntag hat die Form eines Mittags, aber der Zeitpunkt … die Innere Uhr in Ergänzung mit medialen Beeinflussungen führten doch zu einem späääten Lunch.

Geht es Euch eigentlich manchmal auch so, dass ihr Euch wundert, was so hauptsächlich an Geschirr oder Besteck genutzt wird (meist erkannt beim Ausräumen des Geschirrspülers), obwohl ihr dem eigentlichen Zweck nicht nachgehen`? Mir geht das bei Kuchengabeln so. Meist finden sich so 4 oder 5 davon beim Ausräumen im Besteckkorb (von den 6, die ich in der Besteckschublade maximal habe) und dabei habe ich nicht mal Kuchen gegessen … Aber für manche Sachen sind die kleinen Gabel einfach mal besser. Und keine Angst: Für Pudding nehme ich immer noch den (Tee-)Löffel.

Sonntagmittag

Das war diesmal ein wenig aufwändiger, aber eigentlich auch wieder nicht. Immerhin begannen die Vorbereitungen schon am Dienstag oder Mittwoch … Naja, Vorbereitungen ist als Begriff vielleicht etwas übertrieben. Aber an zwei Tagen der vergangenen Woche schuf ich die Reste, die ich am Sonntag verarbeitete. Die hatten übrigens die Form von 4 Brötchen in 2 Sorten, zwei Weizenbrötchen und zwei malzgefärbte (vulgo: „dunkle“) mit ein paar körnerigen und saatlichen Einlagen. Die Grundidee der Verarbeitung war Semmelknödel, aber das für’s Drumrum erworbene weitere Essen sprach dagegen. Nichts dabei, was eine schöne Soße erwarten ließ. Und Knödel ohne Soße … geht gar nicht.

Also kramte ich ein alten physisch vorliegenden Koch-„Blog“ mit Kochgrundlagen heraus. Wer kennt ihn nicht? Ich spiele natürlich auf das Buch „Ich helfe Dir kochen“ von Hedwig Maria Stüber an, das mir in der 29. Auflage vorliegt. Mittlerweile gibts auf jeden Fall über 40, wenn nicht mehr. Dort fand ich einen Semmelauflauf, der zwar in die süße Richtung ging, aber darauf konnte ich aufbauen.

BrötchenauflaufDas fertige Produkt sieht doch gar nicht so schlecht aus. Wie kam es dazu? Die 4 Brötchen habe ich grob gewürfelt. Dann habe ich ca. ½ l Milch lau erwärmt, mit ein wenig Würze (Pfeffer, Salz, Kurkuma, Knoblauchgranulat) versehen und die Brötchenwürfel darin eingeweicht. Nach einer knappen halben Stunde verklepperte ich 4 Eier mit einer gewürfelten Schalotte, geriebenem Parmesan und etwas gewürfeltem Tiroler Bauchspeck. Die Mischung kam dann auf die durchgeweichten Brötchenwürfel und wurde gut untergemischt. Aber Vorsicht! Nicht zu heftig. Ein bisschen Struktur sollte erhalten bleiben. Anschließend kam alles in die leicht gefettete Form und wurde noch ein wenig butterbeflockt und parmesanberieben. Nach 30 min. bei 180°C Umluft kam dann das zum Vorschein, was wir auf dem Bild sehen.

BrötchenauflaufDas Aufschneiden ergab, dass es vielleicht noch 2-3 min. länger hätte sein können. Flüssigkeit gab es keine mehr, aber stellenweise war es doch ein wenig „klitschig“. Was aber auch nicht wirklich schlimm war. Mal sehen, wie sich die Reste nach dem Aufwärmen machen.

Als der Auflauf im Ofen war, kam das Steak in eine gut vorgeheizte Pfanne und wurde da nach den Regeln der Kochkunst unter Beeinflussung eigener Wünsche und dem allgemeinen Zeitmanagement zubereitet. Am Ende wurde auch noch ein Päckchen Bohnensalat entkorkt. Irgendwo im Blog habe ich schon mal nachgewiesen, dass ich den auch selbst machen kann. Also gab es hier mal gekauften. Der quietscht wenigstens immer so schön beim Kauen. Ist mir bei selbst gemachtem noch nicht passiert.

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufDer Auflauf, das Steak (hier in Form eines Rumpsteaks) und der Bohnensalat. Ein schönes Sonntagsessen.

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufEs ist das schöne an diesen Silikonformen, dass man die nach dem Backen aufklappen kann. Finde ich gut. So kommt man sehr viel einfacher an den Inhalt. Ein bisschen gebröselt ist es trotzdem. Der Pfannenwender war eben nicht wirklich gut im Schneiden. Ist aber auch nicht seine Kernkompetenz. Er wendet ja lieber Pfannen. Ähm … in(!) Pfannen!

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufÜbrigens bestätigte sich mal wieder, dass das Rumpsteak nicht zu meinen Lieblingsfleischstücken gehört. Es war zwar (fast) perfekt zubereitet, aber irgendwie werde ich damit nicht warm.

Rumpsteak, Bohnensalat, BrötchenauflaufVielleicht etwas zu zart rosa, ein wenig weniger Hitze wäre eine Idee gewesen. Aber der Brötchenauflauf belegte das Heißluftgerät und so musste ich das Fleischstück in der Pfanne garziehen lassen. Saftig war’s, zart auch. Aber ich ziehe das Rib-Eye-Steak (vulgo-1 Entrecôte) vor.

P.S.: Montagmittagresteresteverwertung dank spontan Homeoffice wegen Wetter

Brötchenauflauf mit BratwurstNochmal aufgebacken der Auflauf und die Bratwurst lagerte schon eine Woche im Kühlschrank vom letzten Wochenende und rief: „Verbrauch‘ mich!“ Der Auflauf war immer noch leicht klitschig. Vielleicht hätte er auch beim Aufbacken ein wenig mehr Hitze abbekommen können …

Weiß, grün, und ein wenig Trauer

Das Erkenntnisprotokoll erfasste unlängst etwas trauriges: Ich werde die Produkte meines Lieblingsfleischers sehr vermissen. Aber keine Angst, es gibt ihn noch. Und die Produkte sind auch nach wie vor toll – denke ich mal. Nur die von mir frequentierte Filiale hat die Öffnungszeiten eingeschränkt. Und nun braucht es mindestens Urlaub, um dort mal einkaufen zu können. Schade. Sie werden ihre guten Gründe haben, das so zu tun, aber mich haben sie dadurch im wesentlichen verloren. Oder positiv ausgedrückt: Ein Grund mehr, sich auf den Urlaub zu freuen. 😒

Klar wie Milchsuppe

Es könnte sein, dass Teile dieser Geschichte wahr sind. Aber wisst ihr, dass die Fitness-Protein-Freaks und sonstige „High Protein“-Verwender helfen, einige Folgen zu lindern, die die Vegetarier hinterlassen? Ja sicher! Viele Proteine, die da gerade verbraucht werden, sind (siehe Zutatenliste) Milchproteine, auch Milcheiweiß genannt. Diese Proteine haben was mit Hunde- und Katzenfutter gemeinsam: Für die wird kein extra Tier angebaut (deswegen gibt es auch kein Katzenfutter mit Maus-Geschmack, dass sind alles nur Fleischabfälle). Ähnlich bei den Proteinen. Für den Gedanken steigen wir aber mal in der Käseproduktion ein. Milch kommt in große Kessel wird erwärmt und mit Lab versetzt. Dadurch wird sie fest/dick. Mit groooßen Käseharfen wird die Masse geschnitten, in Teilen abgefüllt, dabei abtropfen gelassen und irgendwann wird Käse drauß. Das, was da abtropft, und auch teilweise im Kessel übrig bleibt beim Käsebruchabschöpfen, nennt sich Molke und wanderte früher (und teilweise sicher noch heute) in die Tröge der Schweinemast. Nun werden aber immer weniger Schweine benötigt und Molke bleibt übrig. Was tun? Genau: Dehydrieren, als Pulver in Lebensmittel einrühren und „High Protein“ raufschreiben. Milcheiweiß wird aus dieser Molke gewonnen. Mahlzeit.

Er hat es wieder getan

Er ist übrigens mein Kaktus. Er hat mal wieder geblüht. Trotz völliger Ignoranz meinerseits. Der Ansatz fiel aber auf und so blieb ein gewisses Interesse meinerseits.

KaktusblüteSchön, dass sowas trotzdem passiert.

KaktusblüteSollte jemand Interesse am stachligen Freund haben (oder auch an dem ca. 1 m hohen puschligen Freund), ich gebe beide gern an Selbstabholer ab. Sie müssten aber dringend umgetopft werden.

Neues aus der Teeküche

Auf Arbeit erheben wir Einpfanngerichte zu einer kleinen Blüte. Diesmal war Chicorée die Basis, Kartoffel war auch dabei und ein wenig fertiger Kasslerbraten vom Fleischerimbiss.

Kartoffel-Chicoree-Kassler-PfanneEtwas Zwiebel, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Bratöl begleiteten die Zubereitung.

Kartoffel-Chicoree-Kassler-PfanneTeeküchenessen. Bei intensivem Publikumsverkehr würde ich den Knoblauch weglassen. 😉

Sonntagmittag

Irgendwie muss ich mal an meinen Algorithmen arbeiten. Sich an eine Rezeptidee erinnern, die man mal irgendwann aufgeschnappt hatte, die Hauptzutat kaufen, zwei/drei andere Zutaten „irgendwie kriege ich die da schon mit rein“ auch da haben und dann, am Sonntag, kurz vor dem Zubereiten, nach dem originalen Rezept suchen. Und natürlich erstmal nicht finden. Außerdem scheint es very british zu sein. Die Quellperson ist natürlich auch hierzulande bekannt, spätestens auch in der Kochblogszene und ein paar haben gaaanze Kategorien nur mit Rezepten dieser Person. Nur eben nicht das Rezept, dass ich mal von ihm in einer Folge seiner einen Serie auf BBC Food gesehen habe. Auf der Webseite der BBC wurde ich dann aber fündig, trotz meinem Makel: my english is very small. Und? Naja, zumindest die Erkenntnis, dass ich mit der Formulierung des Namens sehr vorsichtig sein muss: „… nach einer Grundidee, bei Nigel Slater aufgeschnappt“.

Immerhin: Milch, Lauch und Kartoffeln gab es auch im Original, den dortigen Mais lass ich mal weg – aus Gründen. Aus dem geräucherten Schellfisch mach ich Kabeljau und ein hier liegender Spitzkohl möchte auch verarbeitet werden. Ob es ein Chowder wird wie im Original, war vorher auch nicht so ganz klar. Jedenfalls gab es das Essen aus der Suppenschüssel.

Lauch-Kohl-Speck-Kartoffel-Kabeljau-Milch-TopfIm einzelnen. Lauch in Scheiben, Spitzkohl in Streifen, Kartoffeln in Würfeln. Durchwachsener Speck – wegen der Rauchnote – in kleine Streifchen. Den Speck ein wenig in Butter angehen lassen und dann die Gemüse dazu. Etwas Pfeffer, Thymian, Kümmel, Spuren von Salz und ein wenig Wasser in eine große Pfanne geben und bedeckelt gar dünsten. Ich nahm mehligkochende Kartoffeln. Da ich den Mais (aus dem Original) und seine Bindungsfähigkeit durch die Maisstärke wegließ, eine gute Alternative.

Lauch-Kohl-Speck-Kartoffel-Kabeljau-Milch-TopfDer Kabeljau kam mit Milch bedeckt und mit Pfefferkörnern, Lorbeerblättern und ein wenig Salz in einen Topf, einmal kurz(!) aufgekocht und dann 6-7 min. leicht simmernd ziehen gelassen. Mit dem Vorgang sollte man also erst anfangen, wenn das Gemüse in der Pfanne fast gar ist, vor allem die Kartoffeln. Die sollen ja leicht zerfallen später, um Bindung zu geben.

Sind der Fisch und die Kartoffeln gar (was möglichst gleichzeitig geschehen sollte), kommen Teile der Milch aus dem Fischtopf in die Gemüsepfanne und werden leicht andickend eingerührt. Dabei aufpassen, dass die Pfefferkörner nicht mit rüber kommen. Hat der Pfanneninhalt eine schöne suppige Konsistenz, kommt der Fisch dazu, wird vorsichtig untergerührt und schon kann serviert werden.

Lauch-Kohl-Speck-Kartoffel-Kabeljau-Milch-TopfKurz vor dem Fisch habe ich noch etwas geräucherten Paprika eingearbeitet. Das gab noch einen gewissen Pfiff.

Hinterher brauchte es erstmal einen Schnaps. Es war wohl sehr lecker, dass auch der Nachschlag noch hinein ging, aber doch die nötige Menge ein wenig übertrieb. Ich nenne das mal Postlunchsyndrom. *rülps*

Rot, grün, weiß, gelb, …

WARUM??? Die ersten Absätze entstanden übrigens unter Mitwirkung meines inneren Duracell-Hasen. Und, bevor jemand fragt: Ja, ich habe schon wieder einen Energy Drink getrunken. Und das schon wieder eher unter kulinarischer Sicht. Was man nicht tun soll. Aber immerhin gibt’s die Drinks in Geschmacksrichtungen, die man bei Limonaden eher nicht findet. Bei meiner Blauäugigkeit unterstelle ich eine gewisse Natürlichkeit, ohje, bin ich naiv.

Ein bekannter österreichischer Getränkedosenabfüller hat sein Ursprungsprodukt, das es bisher nur mit künstlich nachgeahmtem Gummibärchengeschmack gab, in weiteren Aromatisierungen herausgebracht. Die Formulierung war übrigens bewusst so gewählt, ich weiß, dass auch Gummibären selbst nicht aus eigener Kraft so schmecken, wie sie schmecken. Beim Einkauf vergriff ich mich aber bei den roten Dosen und so hatte ich zu Hause nicht die Variante White Peach, sondern Wassermelone im Kühlschrank. Erstere hatte ich mittels eines gespendeten halben Schlucks schon mal auf der Zunge, da wollte ich mal die volle Dosis. Aber pink ist eben nicht rot. Genauer hinschauen hätte geholfen.

Das anglophile Pink entspricht wohl dem deutschen Rosa, was voiceoverübersetzte Dokus nahelegen. Bleibt die Aufgabe, die folgenden Worte aus dem deutschen Sprachschatz differenzierend zu definieren: rosa, pink, violett, magenta, lila. Und das auf Basis der Grundfarben, wobei grün bzw. gelb (je nach Mischsystem) vermutlich keine Rolle spielen. Bei meinem Versuch werde ich mal beide Systeme wild durcheinander werfen. Violett ist rot und blau, rosa ist rot und weiß, pink ist violett und weiß, lila ist violett, im Malkastensystem. Magenta definiert die Deutsche Telekom. 😉

Aber zum Getränk. Red Bull Red Edition "Wassermelone"Es schmeckte eben wie JEDES andere Produkt, das mit Wassermelonengeschmack hergestellt wird; ein Geschmack, der mit einer echten Wassermelone genauso viel zu tun hat wie der Geschmack von grünem Wackelpudding mit Waldmeister: Absolut nichts. Zusätzlich hatte der Doseninhalt mehr Kalorien als der in der letzten Woche getestete Rockstar-Drink, und das, obwohl die Rockstar-Dose doppelt so viel Inhalt hatte. Der Grund dafür macht das Getränk aber nicht besser. Für Leute, die das Zeuch aus kulinarischen Gründen zu sich nehmen wollen: Es lohnt nicht. Und für alle anderen: Überdenkt mal Eure Einstellung zur Gesundheit eures Körpers. 

Freitagmittag

Apropos gesund: Wichtig bei der gesunden Bewältigung des Arbeitsaltags ist ein vernünftiges Mittagessen. Wenn man denn über Mittag arbeitet. Und dass man da auch in einer kleinen Teeküche einiges zaubern kann, hatte ich neulich schon mal angedeutet (siehe auch hier und hier). Selbst auf einer einzelnen, leistungsschwachen Kochplatte geht einiges. 

Nudelpfanne mit Spinat, Tomate, Zucchini, Hirtenkäse, KnoblauchVom Vortag (da gab es etwas ähnliches) waren noch eine Zucchini und ein paar kleine Tomaten übrig geblieben. Auch der Hirtenkäse war ein Rest, und die Vollkornfarfalle lagerten schon längere Zeit. Die wurden in kochendes Salzwasser geworfen, nochmal aufgekocht und bedeckelt beiseite gestellt. In der Pfanne gaben etwas Öl, Knoblauch der klein geschnittenen Zucchini etwas Anfangsaroma mit. Salz und Pfeffer waren auch anwesend. Dann kamen noch ein Rest Tk-Spinat und die klein geschnittenen Tomaten dazu. Nachdem alles gut angeschmurgelt war, kamen die abgetropften Farfalle und der gebröselte Hirtenkäse dazu. Abschmecken, fertig. 

Nudelpfanne mit Spinat, Tomate, Zucchini, Hirtenkäse, KnoblauchEin wenig Parmesan ergänzte das Ganze noch. Die Gemüse waren von einer Variante übrig geblieben, als gare Kartoffelwürfel in der Pfanne die Basis bildeten und nach dem Anbräunen mit Zucchini, Tomate und später mit Hirtenkäse ergänzt wurden. War auch lecker. Der Spinat stammte von einer klassischen Spinat-Salzkartoffel-Ei-Mahlzeit in der Vorwoche.

Sonntagmittag

Als ich mich Freitag nach Feierabend auf dem Weg zum Einkaufen machte, hatte ich noch keine Ahnung, was es am Sonntag geben sollte. Manchmal soll ja ein Plan helfen, der bildete sich dann aber im Supermarkt. Die Gurke (bloß nicht schon wieder Zucchini!!!) sah ganz gut aus, Tomaten hatte ich noch im Haus, dazu etwas durchwachsenen Speck und ein paar Kartoffeln. 

Schmorgurken mit Tomaten und einer Zwiebel-Speck-Basis, dazu KartoffelbreiIn einer Pfanne habe ich etwas durchwachsenen Speck ausgelassen und bald auch die drei kleingeschnittenen roten Zwiebeln dazu gegeben. Als diese weich waren, kamen die Gurkenscheiben und die Tomatenstücke dazu, alles wurde durch durchgerührt, noch etwas gepfeffert und wenig gesalzen (Speck!) und dann bei sanfter Hitze bedeckelt schmurgeln gelassen. Ab und zu wurde umgerührt. Nebenher habe ich den Kartoffelbrei klassisch hergestellt mit Milch und Butter und Salz und Muskat (und ein wenig Rosmarin). 

Schmorgurken mit Tomaten und einer Zwiebel-Speck-Basis, dazu KartoffelbreiDas sieht zwar alles wie das Gegenstück eines klassichen „Geschmorte Gurken“-Gerichts aus, dass eher hellgrün, fast weiß daherkommt, aber die Kombination mit Tomaten mag ich sowieso lieber. Der Rote-Zwiebel-Speck-Ansatz hätte nicht wirklich sein müssen, ist aber mal eine Idee. Vielleicht hätte ich den noch etwas paprizieren sollen, dann wäre es fast mein Gulasch-Ansatz geworden. 

Schmorgurken mit Tomaten und einer Zwiebel-Speck-Basis, dazu KartoffelbreiDie Gurke hatte ich vor dem Schneiden in Scheiben nochin Längststreifen geschält. Man kann das auch vollständig machen, oder gar nicht. Je nach gewünschtem Grünton. Es war auch keine richtige Schmorgurke, eigentlich eine Bio-Salatgurke, die aber ein wenig dezente Stachligkeit aufwies und entfernt auch in der Form an eine Schmorgurke erinnerte. Wer mag (Ich! – Ich! – Ich!) kann auch noch etwas Dill ans Gemüse machen. Mmmmhhh. 

Und weil die Gurke die Portionsgröße vorgab, blieb auch noch was für Montagmittag auf Arbeit … 

Getränkeupdate

Ein regionaler Getränkeabfüller aus Bad Doberan hat eine Limo mit „Wassermelonen Geschmack“ im Sortiment. Da sind wenigstens noch Auszüge aus Zitrusfrüchten drin, die Melone lief nur in sehr großem Abstand an vorbei. Die Farbe wirkte etwas natürlicher als bei o.g. Getränk. Nur mit Wassermelone (natur) hat das alles geschmacklich nix zu tun. 

Eigentlich und anders

Kennt ihr diese Kochblogartikel, die anfangen mit „Eigentlich wollte ich ja was ganz anderes Kochen …“. Dies wird so einer. Aber erst weiter unten. Leider habe ich den Kochvorgang nicht abgebildet, aber solche Denk- und Entscheidungsprozesse sind manchmal schon spannend. Vor allem, wenn man selbst beteiligt ist. 😉

Aber – und dabei sei Monty Python zitert – kommen wir zu was völlig anderem. Neulich hatte ich mich mal unter der Frage „Warum?“ mit einer Fischkonserve auseinander gesetzt. Meine Idee war, sie „vor dem Öffnen hemmungslos zu schütteln“, um ihr doch noch etwas gutes abzuringen. Es ist keine Lösung.

Geschüttelte Fischkonservendose (Lachs in Kräutersoße)Diese Dose vom gleichen Hersteller mit dem gleichen Fisch, aber diesmal mit einer Kräutersoße habe ich vor dem Öffnen kräftig und ausdauernd geschüttelt. Der physische Effekt, dass sich der Fisch zerlegt hat, ist gelungen.

Geschüttelte Fischkonservendose (Lachs in Kräutersoße)Er bleibt noch ein wenig erkennbar, aber man braucht keine Gabel mehr, ein Löffel reicht. Und ein gut abgehärteter Gaumen. Geschmacklich ist das Ding unter aller Würde und die erhoffte Erhöhung der Saftigkeit des Fisches ist nicht so wirklich eingetreten. Übergart bleibt eben übergart. Aber ich gebe der Konserve noch eine dritte Chance. Es gibt den Fisch auch noch in Tomatensoße, was irgendwie nach einem warmen Gericht auf Pastabasis schreit. Das Erwärmen des Doseninhalts wird als eine Variante auf der Dose empfohlen, falls einer fragt. Mehr dazu demnächst.

Mikrowelle III

Nach Garnelen auch noch Oktopus. Diesmal aber sogar in richtigem Reis. Soll sogar Risottoreis sein. Das Erwärmen gestaltete sich zwar prinzipiell genauso wie beim anderen Produkt, die akustische Begleitung ließ allerdings Puffreis im Essen erwarten. Was dann aber nicht stattfand, es knallte schon ein wenig aus der Mikrowelle.

Risottoreis mit etwas TintenfischIm Ggs. zur Kritharaki-Version mit den Garnelen blähte sich hier die Folie drüber schön auf und fiel nach dem „Bling“ der Mikrowelle wieder in sich zusammen. Entsprechend befreit sieht das dann so aus:

Risottoreis mit etwas TintenfischAuch hier lohnt ein wenig Bewegung in der Schale zur Auflockerung.

Risottoreis mit etwas TintenfischDer Reis war natürlich in der Mehrheit, ein wenig schmeckte der Tintenfisch aber doch durch. Ganz mikrowellentypisch zeigte sich der Reis stellenweise etwas weich, andere Stellen hatten mehr Biss. Offenbar ist der Tintenfisch eher tauglich, ein solches Gericht zu aromatisieren, wenngleich ein wenig mehr auch mehr gewesen wäre.

Sonntagmittag

Eigentlich sollte es etwas ganz anderes geben … ähm … hüstel … ähm … achso, das hatten wir ja schonmal. Die Idee war ein kleiner Lammrücken mit einem Kohlrabigemüse und einer kartoffeligen Sättigungsbeilage. Ta taaaa:

Pak Choi, Kartoffel, Speck, Milch, GewürzeIch weiß nicht, wie ihr das seht, aber das Bild entspricht nicht unbedingt der Ankündigung. Als ich den Kohlrabi ergreifen wollte, drängte sich auch ein Pak Choi ins Blickfeld und machte einen etwas traurigeren Eindruck als der Kohlrabi, sprich: Er rief, dass ich ihn unbedingt zuerst verarbeiten solle. Die Dringlichkeit erwies sich als durchaus gegeben, wenn man berücksichtigt, dass auf dem Teller drei (in Worten: drei, in Zahlen: 3) Pak Choi zu sehen sind. Bzw. ihr noch verzehrbarer Rest. Beim Putzen teilte ich diesen in weißen und grünen Teil und legte beides beiseite. Als ich drei Kartoffeln (mehligkochende) geschält und gewürfelt hatte, entschied ich mich, das Lamm im Kühlschrank zu lassen und nur noch ein Stückchen Speck mit zu verarbeiten, indem ich es erstmal würfelte.

Dann gings zügig. Öl, Speckwürfel und die Kartoffeln kamen in die Pfanne, wurden gut durchgeschwenkt und dann bei geringer Hitze erstmal gegart. Nach 10 Minuten kamen die weißen Teile des Pak Choi dazu. 8 Minuten und 2 Durchschwenker später, die Kartoffeln waren sanft angebräunt, kam das Grünzeug dazu und die Erkenntnis, dass das in der Pfanne alles nicht so toll aussah, da die Kartoffeln an ihren Kanten mittlerweile korrodierten. „Bratkartoffelstampf“ war das Wort, dass mir dann einfiel, also einen guten Schuss Milch mit in die Pfanne und die Kartoffeln mit einer Gabel gequetscht. Der „gute Schuss Milch“ geriet etwas zu gut, so dass ich dachte, nimmste es als Suppe. Nach dem Abschmecken mit Pfeffer, Rosmarinpulver und Muskat banden die Kartoffeln den Pfanneninhalt doch etwas mehr.

Pak Choi, Kartoffel, Speck, Milch, GewürzeSo gab es Matschepampe mit Struktur und Geschmack. Irgendwie mag ich den Senfkohl. Ein paar Kartoffelstücke waren auch noch ganz. Keine Suppe, aber löffelfähig.

Pak Choi, Kartoffel, Speck, Milch, GewürzeEin Gedanke, der da ebenfalls mit einfloss, war der nach dem zwingenden (oder eben auch nicht) Dreierlei auf dem Teller: Fleisch/Fisch, Gemüse, „Sättigungsbeilage“ (die nicht sättigt, aber egal, wenn einem das nur lange genug eingeredet wird, sättigt sie auch). Deswegen kamen der Kohl und die Kartoffeln zusammen in die Pfanne. Beim Kohlrabigemüse mit Lammrücken werde ich das auch machen. Aber vielleicht etwas edler.

Surfen und turfen und englische Marmelade

Archive sind eine schöne Sache, wenn nicht immer ausgerechnet das, was man sucht, nicht in ihnen enthalten ist (oder nicht auffindbar, was auf das gleiche hinausläuft). So erinnerte ich mich aus gleich zu erläuternden Gründen an eine englische(?) Orangenmarmelade, die ich vor vielen Jahren mal probieren konnte, und die gefühlt im wesentlichen aus Schalenzesten bestand, gerade so viel gelierte Flüssigkeit dabei, um die Masse nicht in Scheiben aufs Frühstücksbrötchen legen zu müssen. Dafür aber ein Ausbund an Aroma, sehr fruchtig, sehr orangig, ein wenig grapefruit, markante Bitterness, gerade so ein wenig süß im Zaum gehalten und abgerundet. Durchaus ein Erlebnis, gerade auch für Freunde des Bitteren.

Wobei mir da mal die Zwischenfrage einfällt, ob es überhaupt noch normale Grapefruits gibt. Überall nur die pinke Variante und selbst, wenn man mal auf ein ebenfalls seltenes Saftaufkommen trifft, immer nur „Pink Grapefruit“. Die klassische Pampelmuse ist wohl weg vom Fenster, oder?

Aber zurück zur Marmelade. Unter der Marke „Zörbiger“ gibt es eine Reihe von Fruchtaufstrichen, Konfitüren und Marmeladen, die ein wenig edler und qualitativer daherkommen und die ich gelegentlich ganz gern kaufe, wenn mich die Sorte in der richtigen Stimmung erwischt. (Ich mag auch die Gläser, in denen sie verkauft werden. Sie haben genau die richtige Größe, um sich eine Vignaigrette selbst zu erschütteln, natürlich nach der fruchtigen Entleerung und anschließender Reinigung.) Irgendwann fiel dann mal die Sorte „Bitterorange“ in meinen Einkaufswagen und dieser Tage war Glasöffnung.

Mein Eindruck ist recht ambivalent. Mit der Erinnerung an die englische Marmelade im Hinterkopf, die zumindest ein wenig Ideengeber zum Produkt gewesen ist, enttäuscht der Glasinhalt auf ganzer Linie. Sicher, ein Hauch von Bitter schwingt mit, ein paar Orangenzesten – mehr Alibi als wirklich Aromengeber – sind auch in der Masse, die im wesentlichen aus Pektin und Zucker zu bestehen scheint. Fruchtgehalt bei gerade 30%. Andererseits ist sie geschmacklich durchaus gefällig, ohne Ecken und Kanten, aufs Butterbrötchen schmierbar, die Zesten stören nur wenig das Mundgefühl. Vielleicht ist es hier wie bei vielen Produkten, die ein großes, markantes Vorbild haben: Für sich allein gestellt, geht’s, aber im Vergleich zum Vorbild versagt’s.

Sonntagmittag

Das ist – mal wieder – geprägt vom Widerspruch aus Plan und Wirklichkeit, und es basiert auf Vorratshaltung und der Neugier auf mal was anderes, aber ähnliches. Es gab Brathering mit Stampfkartoffeln in der Surf’n’Turf-Edition.

Brathering mit speckigem KartoffelpüreeUnd nein, ich habe die Packung mit dem (fertigen) Brathering nicht fallen lassen, so dass alles kaputt ging. Das war so. Nutze ich bisher gern ein Produkt, dass in einer länglichen flachen Schale daherkam und demzufolge das Filet in seiner ganzen Länge fasste, ist diesmal das Produkt in einem runden Becher verpackt gewesen, mit entsprechenden Folgen für die Fischstücke.

Brathering mit speckigem KartoffelpüreeEs war ein polnisches Produkt und ich werde langsam immer offener für die Zubereitungen unseres östlichen Nachbarn. Viele sind anders als das, was hierzulande oder im (west-)europäischen Ausland produziert wird, und bei weitem nicht schlechter. Das drückte sich nicht nur in der anderen Form, sondern vor allem auch im anderen Geschmack aus. Feiner, eine andere Säure, schöner Fisch (aus der Nordsee mit einem pelagischen Scherschleppnetz gefangen, was immer das auch heißt), eine schöne Abwechselung.

Und nun mag sich der geneigte Lesende die Fragen stellen: a) Was ist da neben den Kräutern noch im Kartoffelbrei und b) Was hat das alles mit Surf’n’Turf zu tun? Beides lässt sich gemeinsam beantworten. Während die geschälten Kartoffeln still vor sich hin garten, ließ ich in einer kleinen Pfanne etwas Bauchspeck aus, den ich eigenhändig in Stücke geschnitten hatte. Das braucht etwas Zeit, bis das ganze Wasser aus den aufgeblasenen Stücken folierter Massenware raus ist, aber dann sollte man dem Pfanneninhalt eine gewisse Aufmerksamkeit schenken, um die gute Bräune sicher zu erreichen, ohne es mit der Malliard-Reaktion zu übertreiben. So lecker ist dann Speckkohle auch nicht. Neben etwas Tk-Petersilie, einem kleinen Schuss Milch und diesmal relativ viel Butter kamen auch etwas Salz und frisch gemahlene Muskatnuss ins Stampf. Mmmmhhh.

C-Woche

Die letze Woche war – kulinarisch gesehen – eher eine C-Woche. Das war primär nicht als Qualitätsstufe gedacht, stimmt aber trotzdem. Eigentlich war an Convenience-Woche gedacht, aber da gehen die beiden C’s ja Hand in Hand miteinander. Außerdem kam noch ein drittes C (fast) dazu. Nachdem in meiner persönlichen Nähe mittlerweile der zweite Mensch nach Kontakt mit mir coronapositiv wurde (meint: nicht bei mir angesteckt, aber wohl schon infiziert, als Kontakt mit mir, aber noch ohne Symptome und damit bis dato unerkannt), ist meine Nasenschleimhaut vom andauernden Testen so abgerubbelt, ich wundere mich, dass die Stäbchen noch Testmaterial finden. Aber, nachdem es letztes Wochenende massiven Hühnersuppeneinsatz und am Montag die Doppelimpfung gab (C+G) kann mir keiner mehr was. 😉

Zurück zum C im Essen. Es gab etwas, was unter den ständigen Reihen „Eigentlich war es anders geplant“ und „Das musste endlich mal verbraucht werden“ sowie „Das hatte ich länger schon mal vor“ stand. Im Vorratsschrank oxidierte seit einiger Zeit ein Glas „Pilzsoße“ eines bekannten Kartoffelsalatverunstalters vor sich hin, dass einen dringenden Verbrauch anmahnte, und so erwarb ich etwas durchwachsenen Speck und eine Packung brauner Champignons für die Begleitung. Danach las ich, dass die Soße eigentlich für die Beigabe von Fleisch oder Gemüse gedacht war. Aber wer wird schon so engstirnig sein. Der Speck am klein geschnitten zum Auslassen in die Pfanne, dann die grob geschnittenen Pilze dazu, etwas Salz und Pfeffer, später etwas Knoblauch und Zwiebel. Nach alles in der Pfanne ein wenig angegangen war, machte ich den großen Fehler bei diesem Gericht: Ich griff zum Glas mit der Pilzsoße. Hätte ich mal zum Schmand gegriffen, der sich auch im Kühlschrank befand.

Champignons, Speck, PilzsoßeOptisch kam das Ergebnis ganz gut daher. Es wurde ein Abendbrot, deswegen die Lichtstimmung auf dem Bild.

Champignons, Speck, PilzsoßeAnsonsten kann man sagen, dass die Soße allen pilzigen Geschmack aus dem Gericht rausgezogen und durch ein aromatisches Irgendwas ersetzt hat. Hätte ich mal den Schmand … Aber das hatten wir schon. Warum kauft man auch so’n Zeuch, wenn man doch auch selber kochen kann. Und selbst, wenn nicht. Was habe ich denn auch erwartet? Deren Kartoffelsalate schmecken ja auch nicht nach Kartoffeln (von den anderen „Feinkost“-Salaten ganz zu schweigen), warum sollte die Pilzsoße nach Pilzen schmecken?

Sonntagmittag

Dank der guten Erfahrungen mit Convenience gab es am Sonntag auch was Fertiges aus der Packung, dass nur aufgebacken werden musste: Lasagne. Diesmal mit Spinat und Ricotta als Füllung. Von einer Discounter-Hausmarke. Wobei ich die Recherche unterlassen habe, ob das Produkt evtl. von einer bekannten Markenfirma mit ähnlichem Angebot zum doppelten Preis angeboten wird. Selbst wenn, heißt das noch lange nicht, dass sich die Produkte auch noch gleichen. Meist bemerkt man bei einem Vergleich solcher Sachen doch Unterschiede, spätestens in der Qualität der Zutaten, u.U. auch im Rezept und beim Niveau der Qualitätskontrolle am Ende der Produktion.

Aber genug lamentiert. Die Lasagne kam in den Ofen und wurde nach Vorschrift auf der Packung zubereitet. Es war etwas schwierig, sie aus ihrer Alu-Schale zu befreien, ich habe mir aber alle Mühe gegeben. Schließlich wollte ich sie nicht dierekt daraus essen. Ein wenig Kultur am Sonntag darf auch sein.

Lasagne, Typ "Spinat Ricotta"Zugegeben, ein wenig verunfallt sieht das aus. Vor allem von der Seite.

Lasagne, Typ "Spinat Ricotta"Geschmacklich ging’s. Erst dachte ich, die „Bechamel“ war ein wenig mehlkrisselig, aber es war die Spinat-Ricotta-Füllung, die ein Gefühl von modifizierter Stärke auf der Zunge hinterließ. Die Pasta war auch gut. Insgesamt hätte es ruhig etwas mehr Spinat sein können.

Lasagne, Typ "Spinat Ricotta"Da habe ich vom Pizzaservice schon schlechtere Lasagne mit höherem Anspruch gehabt. Nur, dass dessen Portionen mindestens doppelt so groß war. Bleibt das Fazit: Selber machen ist immer besser als Convenience und das, was einem heutzutage angeboten wird, ist ein guter Grund, kochen zu lernen.

Zwischenmahlzeit (3)

Nachdem es am Montag die Reste vom Sonntag gab, schwang ich im weiteren Verlauf der Woche doch wieder selbst den Kochlöffel, anstatt mich anderswo zu verlustieren. Ablaufenden MHDs u.ä. sei Dank. Beim Dienstagsgericht handelt es sich im Fusion-Küche, wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern. Die Grundidee könnte man auch als Italo-Western bezeichnen.

Los ging es mit einem Gedanken an Spaghetti alla Carbonara und der Frage, wie sich die originalen Zutaten im Namen wiederspiegeln. Das sollte dann die Basis für die neue Namensgebung bilden. Leider ist es nicht so wie bspw. bei Spaghetti aglio e olio, wo sich die Hauptzutaten im Namen befinden, so dass entsprechende Wortspiele nicht möglich wurden.

Die weiteren Gedanken schweiften von norddeutschen Klassikern (allerdings ohne Birnen) zu alten Western, wo sich die Cowboys in der Prärie gern mal Bohnen und Speck in die Pfanne hauten. Hab ich aus den Filmen mit Terence Hill und Bud Spencer gelernt. 😉

Und so kamen dann die ganzen Sachen in meiner Küche zusammen:

Spaghetti mit Bohnen-Speck-SoßeEin schnelles Gericht, das genauso lange in der Zubereitung dauert, wie die Spaghetti zum Kochen brauchen. Während hier das Wasser langsam zum Kochen kommt, wird in der Pfanne ein wenig gewürfelter Speck ausgelassen. Ich hatte da von meinem Lieblingsfleischer ein Stück doppelt geräucherten Bauch erworben, der auch noch intensiv gewürzt ist und genau die richtige Basis für dieses rustikale Gericht bildet. Er war etwas fettarm, so dass ich zum sanften Anbraten auch noch etwas Butter in die Pfanne gab.

Als der Speck leichte Knusperspuren aufwies, leerte ich ein kleine Dose Borlotti-Bohnen in die Pfanne; ich bin mir aber sicher, dass man allerlei andere weißen Dosenbohnen (abgetropft natürlich) dazugeben kann. Die werden erwärmt und unter Zugabe von etwas Nudelkochwasser mit der Gabel in der Pfanne zerquetscht. Das gibt eine schöne cremige Bindung und nimmt recht viel Flüssigkeit auf. Ggf. muss man aufpassen und auf pures Wasser ausweichen, soll es doch auch nicht versalzen werden (der Speck ist ja auch gut gewürzt gewesen). Der Pfanneninhalt wird eben so lange gequetscht und mit Flüssigkeit versehen, bis sie eine gute Soßenkonsistenz erreicht. Das Maß der Quetschung ist frei wählbar. Ich war da offenbar nicht sehr fleißig.

Spaghetti mit Bohnen-Speck-SoßeMan sieht noch deutlich einige Bohnen. Mit etwas Pfeffer wird alles abgeschmeckt und könnte auch noch mit Kräutern oder anderen Gewürzen (etwas Cayenne für ein wenig Pfiff) ergänzt werden. Die Soße haftet super an den Nudeln. Und sollte man doch zwangsweise noch Parmesan darüber streuen wollen, sollte man vorher beim Salz(wasser) ein wenig aufpassen.

3x Krakauer

Am Tag danach gab es nur eine Brotzeit als Hauptmahlzeit, es war aber auch gleich ein Produkttest. Ich bin ein Fan von Krakauer als Aufschnittwurst. Ich betone das mit dem Aufschnitt mal extra, da ich auch schon Krakauer im Bockwurstformat kennengelernt habe; offenbar ist da die Begrifflichkeit nicht so ganz eindeutig. Selbst Wikipedia zeigt mehrere Varianten der Wurst auf. Nach der dortigen Nomenklatura bezieht sich meine Vorliebe auf Krakauer Schinkenwurst. Herkunft ist – das legt der Name nahe – Polen, und die polnischen Krakauer sind schon richtig gut.

3 Schnitten mit Krakauer und dem, was sich dafür hältEs treten an: drei Produkte, die den Namen „Krakauer“ auf dem Etikett zu stehen haben. Und es war keines dabei, wo drauf stand „Das ist so gar keine Krakauer“. Wobei, bei dem einen, hätte es abgedruckt sein können.

Veganer Aufstrich aus Linsen, angeblich wie KrakauerLinks fangen wir mal mit einem Bio-Produkt an. Die Firma Allos hat aus Linsen und einer Reihe anderer Zutaten einen Aufstrich in ein Glas gegossen, der irgendwas mit Krakauer gemeinsam haben soll. Es ist vegan und trägt die Aufschrift: „sowas wie Krakauer, aber aus Linsen“. Naja. Dazu später mehr.

Wer die Firma Radeberger hauptsächlich mit Bier in Verbindung bringt, dem sind die Fleisch- und Wurstwaren aus einer Firma gleichen Ortsnamens offenbar noch nicht untergekommen. Sie bieten einiges im Sortiment an, unter anderem auch ein Produkt, wo Krakauer drauf steht.

Krakauer in Scheiben von RadebergerPraktisch in Scheiben vorgeschnitten und in viel Plastik verpackt, kommt das über den Lebensmitteleinzelhandel ins Haus und kann gegessen werden.

Original polnische KrakauerUnd eine Variante des Originals. Gibt ja auch in Krakau/Polen mehrere Hersteller dieser Wurst. Ich habe diese aus einem deutschen Kühlregal entnommen, einige Ketten bieten das Produkt feil.

Schnitte mit veganem Aufstrich aus LinsenWer einen würzigen veganen Aufstrich aus Linsen auf seine Scheibe Brot schmieren möchte, ist bei diesem Produkt wirklich gut beraten (ganz ironiefrei). Es riecht nach dem Öffnen ein wenig nach Brühwürfel, das verfliegt aber schnell. Auf dem Bild habe ich versucht, den Glasinhalt in Scheiben aufs Brot zu tun (des Vergleichs wegen), das war nicht einfach. Es ist eigentlich streichfähig; man kann es auf diesem Weg auch sparsamer verwenden. Als „Krakauer“-Ersatz taugt das Produkt absolut nicht. Es hat nichts, was an die fleischlichen Vorbilder erinnert. Nichts. Gar nichts. Wobei das Produkt etwas mit einem der anderen gemeinsam hat. Außerdem hat es die längste Zutatenliste von den dreien. Auch eine Aussage.

Schnitte mit Krakauer von RadebergerDas Produkt aus Radeberg erinnert eigentlich eher an eine Jagdwurst. In mehrfacher Hinsicht. Die Einlagen im Brät sind recht klein, der Querschnitt der Wurst aber auch. Es erinnert eher an die Krakauer im Bockwurst-Format, wenngleich ich von der Art schon würzigeres gegessen habe, allerdings warm und frisch vom Grill. Geschmacklich ist die Wurst eher ärmlich, wobei da viele Sachen dran sind. Die Zutatenliste ist fast so lang wie beim veganen Produkt. Und der Fettgehalt ist auch gleich, beide haben ca. 25% Fett in der Nährwerttabelle verzeichnet. Natürlich sind die „Qualitäten“ unterschiedlich, Kokosfett und Rapsöl auf der einen Seite, Schweinefett auf der anderen. 😉 Eine echte 08/15-Wurst ohne Charakter mit einer Rezeptur, die den kleinsten gemeinsamen Nenner sucht. Immer nach dem Motto: Bloß nicht anecken.

Schnitte mit KrakauerDas nenne ich mal Fleischstücke in der Wurst. So muss eine Krakauer aussehen! Dazu ein spürbarer Geschmack und eine 8 Positionen aufführende Zutatenliste. Die anderen beiden hatten mindestens doppelt so viele. Und der Fettgehalt liegt bei 13%. Also: halb so viel Fett, halb so lange Zutatenliste, doppelt so gut. Es ist doch immer wieder schön, mal ein Original auf dem Speiseplan zu haben, und sich nicht mit schlechten Kopien abspeisen lassen zu müssen.

Kochen mit Herz

Kennt ihr das? Da hat man ein oder zwei Zutaten, die man verarbeiten möchte/muss, dann fängt man mit einer Idee an zu kochen und am Ende kommt was völlig anderes heraus. Oder eigentlich genau das, was man als erste Idee hatte, aber zwischendurch war man auf einem gaaanz anderen Trip.

Eine der Zutaten, die eigentlich weg muss, steht noch unangerührt in der Küche: ein Convenience-Produkt im „MHD+ Bereich“. Es sollte eigentlich bei nachfolgendem Gericht seinen Beitrag leisten, wurde aber im Laufe der Zubereitung überflüssig. „Überflüssig“ auch wegen etwas zu viel Wasser. Und Feuer. Aber der Reihe nach.

Die Basis bildeten eine große (Gemüse-)Zwiebel und eine Packung mit Hähnchenherzen. Die Idee war, die Zwiebeln weich zu schmurgeln, die Herzen dazu zu geben, alles zu garen und dann die Pilzsoße (= das MHD+ Produkt) kurz vor fertig rüber zu schütteln, alles wieder zu erwärmen und dann irgendeine Beilage dazu. So weit die Idee.

Nun kann man sich dazu in eine Küche stellen und das wie geplant zubereiten. Oder man kann nebenbei noch etwas anderes machen, was auch ein wenig Konzentration und Zeit braucht. Eine ungute Kombination. Letztendlich sind mir zum Finale beim Kartoffeln dämpfen(!) beinahe noch die Kartoffeln angebrannt. Aber der Reihe nach.

Zwiebel klein schneiden und in einen Topf mit etwas Butter unter sanfter Hitze anschmurgeln. Immer mal umrühren und auch ein wenig salzen. Das braucht etwas, eine Zeit, die man anderweitig nutzen kann – aber nicht sollte. Als ich wieder zum Topf mit den Zwiebeln zurück kam, waren die Zwiebeln oben zwar glasig, unten hatten sich aber intensive Röstaromen (gerade noch auf der guten Seite) gebildet. Etwas Wasser löste die Aromen vom Topfboden, allzudolle habe ich aber nicht gekratzt (den Rest erledigte dann später ein Edelstahlschwamm und anschließend der Geschirrspüler). Ich griff anschließend zur Pfanne, in der ich mit etwas Öl die Hähnchenherzen anbriet. Das löschte ich dann mit der Malliard-Zwiebel-Wasser-Mischung ab, gab noch etwas Salz und Pfeffer dazu, auch etwas Paprika (rosenscharf/edelsüß-Mischung) und bedeckelte alles zum sanften Garkochen. Nach ca. 30 Minuten erwies sich die Flüssigkeitsmenge in der Pfanne doch als zu viel, um noch sinnvoll die o.g. Soße aufzunehmen, es war alles sowieso schon so flüssig. Also kam der Deckel weg, die Hitzezufuhr wurde ein wenig erhöht und alles etwas eingekocht, was mit einer umfangreichen Auflösung der Zwiebeln einherging – wünschenswert. Das schöne an den Geflügenherzen ist ja, dass sie, was die Kochzeit betrifft, sehr flexibel sind. Man kann sie kurzbraten, man kann sie auch lange köcheln, sie bleiben in Form und behalten auch ihren Biss.

Nach einer Viertelstunde weiteren Köchelns hatte die Flüssigkeit in der Pfanne eine gute Konsistenz und auch einen guten Geschmack, so dass ich sie warm abstellte und mich an die Beilage machte. Ich gab ein wenig Wasser in einen weiteren Topf, stellte den Dämpfeinsatz oben drüber und legte 3 gewürfelte Kartoffeln drauf. Dann … befasste ich mich mit anderen Dingen, hatte aber ein Blick auf die Uhr. Noch innerhalb der vorgenommenen Zeit kam ich wieder zum Topf und stellte fest, dass auch Wasser anbrennen kann. Okay, Wasser mit der von den Kartoffeln abgegebenen Stärke, die nach unten getropft ist. Zeit für den 3. Topf: In dem erhitzte ich etwas Milch mit Butter, Salz, Pfeffer, Muskat und gab dann die Kartoffeln hinein. Dann griff ich zum Stampfer und verwandelte sie zu Kartoffelbrei, den ich anschließend noch aufkräuterte. Zeit zum Anrichten.

Herz-Gulasch mit KartoffelbreiLetztendlich, wenn man die Kleinpannen und gedanklichen Umleitungen mal rausrechnet, ein einfaches Gericht, dass richtig aromatisch daherkommt. Idealweg: Hähnchenherzen anbraten bis erste Röstspuren zu sehen sind, Herzen aus dem Topf nehmen, Zwiebel anschmoren, mit Paprikamischung, Salz und Pfeffer braten, mit etwas Wasser ablöschen, Hähnchenherzen wieder dazu geben, gut durchrühren, Deckel drauf und bei geringer Hitze leise köcheln lassen. Wenn die Zwiebeln fast aufgelöst sind, abschmecken, bei zu viel Flüssigkeit noch etwas einköcheln lassen (ohne Deckel kochen), mit Mehl oder Stärke andicken, je nach eigenen Präferenzen. Dazu Kartoffelbrei, Polenta, Reis, Nudeln, Baguette, …

Herz-Gulasch mit KartoffelbreiWichtig ist wohl nur (wie bei einem richtigen Gulasch), dass man fast so viel Zwiebel wie Fleisch hat. Vielleicht hätte man beim Zwiebeln mit Paprikapulver anbraten auch noch etwas Tomatenmark dazu tun können (Gulaschansatz). Aber bei dem Zeitpunkt hatte ich noch die Pilzsoße im Hinterkopf und wollte aus den Zwiebel noch keine Soße ziehen, das ergab sich etwas später nach dem Wasser, da war es für das Tomatenmark aber zu spät.

Kalter Kaffee, heiße Suppe & Kisi Kisi

Neulich fand ich im Kühlregal des temporären Lieblingsdiscounters (temporär immer, bis ich ihn wieder verlassen habe – gilt für alle Discounter) einen kaltem Milchkaffee, den ich noch nicht kannte, was eigentlich fast immer ein Kauf- und Probiermoment ist. So auch diesmal. Erst zu Hause stellte ich fest, dass der Begriff „Milchkaffee“ falsch gewählt ist. Und nein, ich hatte nicht die Choco/Cacao(?)-Version erwischt, die gleich daneben stand. Die Falschheit lag im Teilbegriff „Milch“, was aber meine Neugierde nur beflügelte. Der „Ice Coffee – Double Intense“ erwies sich nicht nur als Bio-Produkt („Organic“) und mit einer prominenten Proteingehaltsbewerbung auf der Frontseite versehen, sondern als „Eiskaffee auf pflanzlicher Basis“.

Der kleine Tetrapak mit 1/3 l Getränk ist zwar als Verbundverpackung nicht sonderlich öko, aber immerhin verwies ein Aufdruck darauf, dass ich bitte die lokalen Entsorgungsmöglichkeiten beachten sollte. Dazu habe ich den Karton aber vorher noch in mich entleert, was wohl auch so vorgesehen war, gab es oben eine verschraubte Trinköffnung. Viel Genuss erwartete ich übrigens nicht, da das Getränk mit Kaffeeextrakt zubereitet war, was es zwar mit vielen Marken-Milchkaffees gemeinsam hat, aber es gibt auch Alternativen mit aufgebrühtem Röstkaffee. Da deren Zutatenliste auch noch besonders kurz sind, ziehe ich die vor und nehme die dortige Milchkaffee-Variante als Referenz zum Produktvergleich.

Bei der pflanzlichen Basis darf man sich natürlich fragen, welche Variante hier den Weg in die plastikbeschichtete Pappe fand: Soja, Hafer, Mandel oder Reis? Die Antwort ist einfach: Ja. Es sind alle vier. Ansonsten sind die auf der Packung beworbenen Eigenschaften eher so lala. Die Spitze bildet „100% plant based“, was dringend bezweifelt werden darf. Wasser und Salz sind sicher nicht pflanzenbasiert. Und worauf sich das „double intense“ bezieht, weiß ich auch nicht. Vielleicht auf das Cacao-Produkt aus gleichem Hause. Kaffeeextrakt lässt grüßen, ist der Kaffeegeschmack nicht besonders dolle, und auch der Koffein-Gehalt hält sich in Grenzen (36mg/100ml). Der normale Milchkaffee der Referenz hat auch schon 35 mg, der Espresso Macchiatto aus gleichem Haus 51 mg. Leider gibt es die Intenso-Version nicht mehr, die wird wohl noch mehr gehabt haben. Kommen wir zum Proteingehalt: 10 g in der Packung, oder 3,1 g pro 100 ml. Der Referenz-Milchkaffee zeigt zwar nur 2,7 g die Espresso- und die Balance-Version liegen gleichauf bei 3 g (Balance: kalorienoptmierte Milchkaffeeversion). Also auch hier nix besonderes. In einem Punkt stimmte aber das „intense“ doch. Der Haferanteil war doch geschmacklich sehr spürbar.

330 ml dieses pflanzlichen Eiskaffees kosteten 1,49 €, die Referenz schlägt bei gleicher Menge mit 0,89 € zu buche. Letztere gibt es – zumindest hierorts – bei jeder Lebensmittelkette (egal, ob Supermarkt oder Discounter) unter der jeweiligen Handelsmarke in unterschiedlichen Konfektionsgrößen mit kurzen Zutatenlisten ohne Kaffeeextrakt, sondern mit richtigem Kaffee. Manchmal sind die billigen Produkte doch die besten.

Südeuropäische Fusion

Manchmal, wenn man Zutaten im Hause hat, die weg müssen, suchmaschinet man gern mal nach passenden Rezepten im Internet. Oder überlegt sich selber was. 5 Tomaten lagen rum, die verbraucht werden sollten, ein paar Schalotten gab es auch. Die Idee war eine Tomatensuppe mir Reis. Ich hatte endlich mal bei meinen Einkäufen Naturreis gefunden, der nicht im Kochbeutel steckte, und gekauft. Also habe ich die Zwiebeln klein geschnitten und in einem Topf mit ein wenig heißem Olivenöl angeschmort. Als sie glasig wurden, habe ich ein Gemisch aus edelsüßem und Rosenpaprika darüber gestreut und auch noch etwas Tomatenmark dazu gegeben und ein wenig angeröstet. Damit nix anbrennt, kamen dann die klein geschnittenen Tomaten dazu, wurden kurz eingerührt und bedeckelt etwas köcheln gelassen. Das Ergebnis war mir aber doch zu wenig flüssig, so dass ich noch ca. 1/2 l Tomatensaft dazugab und auch gleich noch ca. 100 g Naturreis, den ich vorher gut abgespült hatte. Dann ließ ich alles gut aufkochen und dann leise simmern. Der Reis brauchte lt. Packung ca. 35-40 Minuten zum Garen. Nach 45 Minuten war er dann so, wie ich ihn mir vorstellte. In der Zeit habe ich den Topfinhalt ab und zu gut durchgerührt.

Tomatensuppe mit Sonne, Reis und FetaDas Bild zeigt uns, dass es die Suppe zum Abendbrot gab. Die Sonne stand schon recht tief und blendete ein wenig. Das weiße sind übrigens Feta-Würfel, die ich final noch mit in die Suppenschüssel warf.

Tomatensuppe mit Reis und FetaDie Sonne mal ein wenig ausgeblendet. Die Tomaten hatte ich recht klein gewürfelt, was sich letztendlich als vorteilhaft erwies. Dito bei den Schalotten. Der Feta wurde durch die aufgenommene Wärme sehr schön zart und war auch ein guter. Etwas Pfeffer kam auch noch mit in die Suppe. Salz war dezent enthalten (gleich von Anfang an), da der Feta aber nicht spontan dazu kam, sondern halbwegs geplant, hatte ich dessen Salzgehalt mit einkalkuliert. Wirklich lecker und sehr tomatig fruchtig.

Ganz Isi Isi

Nach meinen Betrachtungen über Risi Bisi und Kisi Bisi jetzt mal ein Kisi Kisi – final. 😉 Die Mischung wurde diesmal mit Kartoffeln und Kohlrabi erstellt. Und auch nicht wirklich gekocht, sondern in einer Pfanne zubereitet. Ganz simple: Butter in die Pfanne, darin etwas geschnittenen Speck (einen guten) ausgelassen, dann die klein gewürfelten Kartoffeln und Kohlrabi dazu, etwas Sahne mit angegossen und dann den Deckel drauf. Zwischendurch mit Salz, Pfeffer und etwas Rosmarin würzen, ggf. Sahne nachgeben. Wenn gar dann fertig.

Kisi Kisi - Kartoffel, Kohlrabi, SpeckIch mag ja solche einfachen Löffelgerichte.

Kisi Kisi - Kartoffel, Kohlrabi, SpeckGeht sicher auch mit anderen Gemüsen. Man muss nur immer ein wenig auf die Garzeiten achten. Möhrenwürfel würde ich vor den Kartoffeln in die Pfanne geben (oder anderweitig vorgaren), grünen Spargel vielleicht erst nach den Kartoffeln.

Sonntagmittag

Das sonntägliche Essen zerfasert immer mehr. Nicht nur, dass es auch diesmal wieder nicht in einer Gaststätten der Region standfand, Pfingstfeiertage sei dank fand es auch noch an zwei Tagen statt. Wobei vorweg praktisch im stündlichen Rhythmus umgeplant wurde (was aber nur an anderen vorliegenden Leckereien lag und dem Zwang, den die drei Buchstaben MHD so auslösen). Am Freitag hatte ich die Chance ergriffen und kam bei meinem Lieblingsfleischer vorbei, wo ich zwei Scheiben marinierten Grillfleischs erstand. GrillplatteDas Format des Fleisches förderte außerdem die Idee zutage, meine lange nicht mehr genutzte Grillplatte zu reaktivieren (hier ein altes Bild dazu).  In eine Pfanne hätten die Dinger nicht gut gepasst, waren sie doch eher lang und schmal. Okay, ich hätte sie halbieren können, aber wie sieht das aus?! Das spielt zwar keine Rolle, da ich das Grillergebnis nicht fotografierte, aber ich darf bemerken, dass es sich doch immer wieder lohnt, qualitativ hochwertiges Fleisch zu sich zu nehmen und demzufolge auch zu kaufen. Ich darf erinnernd ergänzen, dass mein Lieblingsfleischer nicht nur gute Qualität anbietet, sondern die Tiere dafür auch selbst aufzieht und sogar die Futtermittel selbst in Landwirtschaft herstellt. Leider korrellieren seine Öffnungszeiten (zumindest die auf den Weg liegenden Filialen) sehr ungünstig mit meiner Arbeitszeit. Sonst würde ich da viel öfter kaufen.

Das Fleisch zog beim Grillen auf der mäßig warmen Platte praktisch kein Wasser und kam in der gleichen Größe auf den Teller wie es aus dem Packpapier vom Fleischer kam. Eine Eigenheit, die ich vom folierten Discountergedöns noch nie erlebt habe. Das Zeuch soll man wirklich nicht kaufen, wenn einem der eigene Genuss wenigstens ein wenig was bedeutet.

Am Montag gab es dann die eigentlich als Beilage geplanten Sachen als Abendessen. Auch wenn ich erwähnte, dass ich solche Wortspiele nicht mehr machen wolle, es war ein Risi Pisi. 😉 Reis und Paprika. Eine sehr bunte Angelegenheit.

Reis mit PaprikaDiesmal habe ich aber die beiden Hauptbestandteile getrennt zubereitet. Da der Naturreis ca. 40 min (lt. Packung) brauchte, kochte ich ihn nach Vorschrift vor. Nachdem er einmal aufgekocht war, zog er unter geringer Hitzezufuhr weiter, eine Zeit, die ich nutzte, um je eine nicht allzu große rote, gelbe und grüne Paprika klein zu schneiden. Drei Schalotten teilten das Schicksal und wurden dann in etwas Olivenöl in einer Pfanne angeschmort. Als sie glasig wurden, kam ein guter Löffel Tomatenmark dazu, das ich ebenfalls mit anröstete, Salz ergänzte die Menagerie. Dann gab ich die Paprikastücke dazu und ein wenig Wasser aus dem Reiskochtopf. Gut durchrühren und Deckel auf die Pfanne. Das wurde dann unter gelegentlichem Rühren unter geringer Hitze weiter gegart. Mir fiel dann noch der Tomatensaft von der Suppe (oben) ein, von dem noch was da war. Ich gab zur Verflüssigung auch davon noch etwas in die Pfanne. Nach ca. 20 Minuten vereinigte ich den abgegossenen Reis mit der Paprikapfanne, rührte alles gut durch, schmeckte mit Salz und Pfeffer ab und gab noch ein wenig Tomatensaft dazu, um die Konsistenz einzustellen. Fertig. Ein Teil wurde gleich in eine Transportdose abgefüllt und wird morgen mein Mittag, den Rest gabs dann gleich auf den Teller.

Reis mit PaprikaManchmal ist leckeres Essen doch so einfach …

Stampfkartoffeln, frisch aus der Pfanne – und andere Selbstversuche

Die letzten Tage sind einige Bilder von selbst Erkochtem aufgelaufen, die ich hier mal außer der Reihe abarbeiten möchte. Vorläufiger Höhepunkt war das heutige Mittag, das ich bereits begeistert versocialmediarte.

Eigentlich war es gar nicht zum Verbloggen gedacht, aber letztendlich war es dann doch so lecker … und vor allem so einfach. Und ich kann mir vorstellen, dass einige Fav’s in SM glaubten, das Wortspiel, das ich auch hier in der Überschrift verwendete, sei nicht ernst gemeint. Leider fehlen aber nun die Anfangsbilder des Kochvorgangs. Aber Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, kann sich sicher noch jeder vorstellen. Auch das mäßige Erwärmen einer Pfanne und die Zugabe von Butter und Salz hat vielleicht jeder schon mal gemacht. Als die Butter dann schmolz und das Salz gut verteilte, kamen die Kartoffelstückchen hinzu und wurden sanft angebraten. Das muss jetzt nicht unbedingt zu Röstaromen führen, kann aber. Nach einigen Durchschwenkaktionen habe ich die Hitzequelle auf Minimum runtergeregelt und die Pfanne bedeckelt. Alle 5 Minuten wurde mal ordentlich umgerührt und wiederbedeckelt. Nach 20 oder 25 Minuten waren die Stücke weich, so dass ich alles ohne Deckel bei wieder mittlerer Hitze noch etwas briet und anschließend mit einem ordentlichen Schuss Milch ablöschte. Als die dann auch erwärmt war, kam eine Gabel quetschend und rührend zum Einsatz; das Ergebnis seht ihr hier:
Stampfkartoffeln, direkt aus der Pfanne
Als Beilage gab es sauer eingelegten Brathering. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den letzten hausgemachten gegessen haben, ich glaube, da hatte ich im Alter noch eine 1 vorne …

Stampfkartoffeln, direkt aus der Pfanne, mit BratheringIst ja auch immer etwas aufwendig. Die hier waren gekauft. Aber das habt ihr sicher selbst erkannt.

Stampfkartoffeln, direkt aus der Pfanne, mit BratheringAber die Stampfkartoffeln waren echt lecker. Kein Wunder. Durch das Salz gleich am Anfang in der Butter kam die nötige Grundwürze daher und sie wurden nicht während eines vorherigen Kochvorgangs ausgelaugt. Sehr kartoffelig das Ganze. Da brauchte es nicht mal Muskat, um ein volles Aroma zu bekommen.

Weiteres mit Kartoffeln

Die vorherigen Tage habe ich mal versucht, zu einem gegebenen Stück Fleisch eine schöne, portionsgroße Beilage zuzubereiten. Der erste Versuch scheiterte kläglich, aber man muss sich dann mal was einfallen lassen. Sicher: Man hätte Übermengen eindosen und für einen späteren Verzehr aufheben können, aber wer will das schon. Das Ziel war ein Ein-Personen-Essen in vernünftiger Portionsgröße.

Wenn man aber nach dem Schnibbeln der Zutaten feststellt, dass das wohl im geplanten Umfeld zu viel wird, muss man eben umdenken und alternativen finden. Die boten sich in Form eines Stückes doppelt geräucherten Bauchs meines Lieblingsfleischers, der nicht nur schön trocken und rauchig ist, sondern auch noch eine schöne Kräuterigkeit aufweist. Eine tolle Basis für allerlei Gerichte oder auch mal einfach nur als Snack zwischendurch.
Speck und Schalotte dazugeben
So kam der Speck zusammen mit etwas Schalotte in eine Pfanne mit sanft erhitzter Butter und durfte sich leicht auslassen.

Speck auslassenAls der Speck ausgelassen war, kam noch Pfeffer dazu. Mit Salz war ich vorsichtig, des Speckes wegen.

Speck, Kartoffeln, KohlrabiAls sich der Duft des Pfanneninhalts im Raum verbreitet hatte, kamen dann die klein geschnittenen Kartoffeln und der entsprechend behandelte Kohlrabi dazu.

Kümmel und Majoran auf den PfanneninhaltFür die besondere Würzung kamen Kümmelkörner und Majoran dazu.

Speck, Kartoffeln, Kohlrabi, GewürzeUnd für Farbe und Wirkung auch noch Kurkuma.

Kartoffeln, Kohlrabi, Speck, Schalotte, GewürzeAlles wurde gut durchmischt und dann bedeckelt, damit die Gemüse garen konnten.

Deckel drauf, ziehen lassenNach 20-30 Minuten sah es dann so aus:

Kartoffeln, Kohlrabi, Speck, GewürzeKönnte man schon so servieren. Aber ich dachte mir, dass man das ruhig noch etwas „aufwerten“ kann.

Sahne aufgießenSo kam dann noch ein halber Becher Sahne in die Pfanne und …

Pfanneninhalt etwas stampfen… der Stampfer zum Einsatz. Nur ein wenig. Aber danach fing dann auch das Kurkuma richtig an zu wirken.

Kartoffel-KohlrabipfanneSieht ein wenig aus wie Einheitspamps. War aber auch irgendwie erst nur als Beilage gedacht (dann aber ohne den Speck). So kann man es aber auch mal als schlotzige Kartoffel-Kohlrabi-Pfanne bezeichnen.

Kartoffel-Kohlrabipfanne mit BergkäseUnd weil ich noch etwas da hatte, kam auch noch etwas Bergkäse oben rüber und etwas Petersilie.

Kartoffel-Kohlrabipfanne mit BergkäseUnd es war lecker. Aber bei den Zutaten auch kein Wunder. 😉

Zweiter Versuch

Halb so viele Kartoffeln wie beim ersten Mal (‚Das reicht aber nicht.‘ Reichte doch.) und statt Kohlrabi eine Lauchstange. Der Weg war ähnlich.

Iberico-Kotelett mit KartoffellauchKartoffeln und Porree in die Pfanne, leicht anbraten, dann bedeckeln und garen. Vorher das Kotelett in die Pfanne, scharf anbraten, dann im Ofen bei niedriger Temperatur gar ziehen lassen.

Iberico-Kotelett mit KartoffellauchUnd wenn es irgendwann mal Steckrüben in der Größe von Kartoffeln gibt, dann mach ich aus einer Kartoffel und einer Steckrübe ein schönes Mus als Beilage zu irgendwas. Nun sind bekannterweise die Steckrüben etwas größer … Neulich sah ich schon welche, aber die sahen noch nicht gut aus. Mein Suppenkochtopf klapperte schon ein wenig im Schrank.