Jetzt wird richtig übertrieben

Keine Angst, der Einführungstext wird jetzt nicht noch länger. Da habe ich letzte Woche wohl kein Absperrventil für den Wortfluss gefunden. Deswegen heute ganz kurz und nur der Hinweis: Das Thema von letzter Woche geht weiter.

Sonntagmittag

Normalerweise weiß ich Freitagfrüh, was es Sonntag zu Mittag geben soll. So kann ich nach Feierabend noch Zutaten einkaufen, wenn ich denn noch was brauche. Diesmal gab es noch keinen Plan, aber es schwebten mehrere Mosaikstücke im Hinterkopf herum. Hinzu kam dann ein Anblick im Kühlschrank der Einkaufsquelle (um diesen alten Begriff mal wiederzuverwenden). Alle neuen und alten Mosaikteilchen vereinigten sich zu einem Bild, das als Titel „Hamburger Jäger Medaillons“ trägt. Falls jetzt jemand denkt, ‚oh weh?!‘, den kann ich beruhigen. Dass mit dem OW (oder O-W) stimmt. Es wird eine O(st)-W(est)-Fusion, die auch noch low carb, high protein und auch ein wenig Fernost ist. Mit der Unterbringung des fernen Westens hatte ich ein wenig Probleme. Aber vielleicht trinke ich einen kalifornischen Chardonnay dazu.

Rückblick

Um die Spannung ein wenig aufrecht zu halten, noch einen kleinen Rückblick auf die Woche. Da war ich mal wieder zwangsweise ins HomeOffice geschickt worden, im Nachhinein grundlos. Also galt es, sich selbst zu versorgen. Irgendwo lag noch etwas Letscho im Tiefkühler, ich hatte noch Shrimps gekauft. Und ich hatte meinen guten alten Wok wieder entdeckt.

Shrimps im Wok, mit Letscho abgelöschtIm geölten Wok habe ich kleingeschnittene Zwiebeln, Knoblauch und eine Chili angeschwitzt und dann die Shrimps dazugegeben. Alles wurde klassisch gerührt und abschließend kam das Letscho oben drauf. Fertig.

Shrimps-Letscho mit ToastSchick angerichtet, lecker mit angenehmem Pfiff und kräftiger Note. Hmmmm.

Sonntag Mittag, nun aber

Es wirkt sich manchmal deutlich sichtbar aus, dass ich meine Blogtexte ohne Konzept schreibe und das in den Editor fließt, was mir gerade einfällt. Lust auf’s Umarbeiten habe ich nämlich auch nicht. Deswegen das kurze Intermezzo, weil ich die Bilder beim Hochladen der nachfolgenden noch fand, und ich sie gemacht hatte, um Euch die Variante nicht vorzuenthalten.

Das fernöstliche an dem Gericht ist die Zubereitung im Wok (wenn ich ihn schon mal draußen und im Betrieb habe). Das bedingt dann auch die Schnittform des Gemüses. Beim „Fleisch“ habe ich dann aber doch auf die klassische Pfanne zurückgegriffen, und bei der Hamburger Note auch. Wir haben also ein Dreipfannengericht.

Drei Pfannen und SchnibbelgemüseWie das Bild zeigt, ist das Gemüse schon geschnitten. In dem Falle eine Möhre, ein Kohlrabi und eine gelbe Spitzpaprika (letztere, weil sie weg musste). Außerhalb des Bildes liegt noch eine klein gewürfelte Zwiebel und drei entsprechende Knoblauchzehen.

Der fernöstliche Ansatz, der den Namen nicht verdientWir sehen den fernöstlichen Ansatz. Aber der ist so falsch, wie er nur sein könnte. Immerhin der Wok spricht dafür, ist aber auch allein in weiter Flur. Das Gemüse brutzelt da zwar im Fett, das ist aber Butter und alles wird nur dezent gedünstet und nicht schwungvoll in heißem Öl angeröstet. Zuvor kam übrigens für ein wenig Vorlauf die Zwiebel und der Knoblauch schon in die aufschäumende Butter. Naja, legen wir den Deckel des Schweigens darüber.

Deckel drauf und abwartenDas Stück Jagdwurst, was ich gekauft hatte, hatte nicht so den großen Durchmesser, den man einem „Jägerschnitzel“ zuordnen möchte, also hab ich das ganze mal Jägermedaillons genannt. Die Scheiben wurden in etwas (Vollkorn-)Mehl gewälzt und dann in der Pfanne schön braun gebraten. In der mittleren Pfanne kamen zwei Eier und wurden zum Spiegelei. Weil Schnitzel mit Spiegelei oben drauf, eben Hamburger Schnitzel heißt … Das Gemüse wurde noch etwas pikant gewürzt und mit Schmand eingecremet. Das Ergebnis wäre optisch perfekt, hätte ich noch Grünzeug da gehabt.

Hamburger Jäger Medaillons mit Möhren-Kohlrabi-Gemüse und KartoffelbutterAchja, irgendwo im Hintergrund garten auch noch Kartoffeln, die nur mit Butter zu einem Kartoffelbrei hochgestylet wurden.

Hamburger Jäger Medaillons mit Möhren-Kohlrabi-Gemüse und KartoffelbutterDie bemehlten Jagdwurstscheiben gerieten recht schön knusprig. Da fehlte es auch nicht an der sonst eigentlich nötigen Panade.

Hamburger Jäger Medaillons mit Möhren-Kohlrabi-Gemüse und KartoffelbutterNaja, und Gemüse in Schmand schmeckt doch eigentlich immer, und die kleine Prise geräuchertem Chili gab noch einen gewissen Pfiff.

P.S.: Montagmittag

Gleiche Zutaten, anderes Gericht, die übrig gebliebenen Gemüsestifte, der Rest Schmand, der Kartoffelbrei, ein paar Jagdwurststückchen, 4 Eier und eine Paste aus Knoblauch und Chili in den verquirlten Eiern ergab dann nach einiger Zeit im Ofen das hier:

Das gleiche Gericht, nur als FrittataWie es geschmeckt hat, gibts als P.S.II.

Homeoffice, long cooking und keine Cola

Es soll Menschen geben, die Homeoffice mögen. Ich gehöre nicht dazu. Allen Klischees zum Trotz macht Homeoffice mehr Arbeit als die normale Arbeit im Büro. Nicht nur zeitlich, sondern auch von den Inhalten. Und was man so remote erledigen kann, bei mir sind das ca. 80-90% der normalen Arbeit, dauert eben von zu Hause aus alles immer ein wenig länger. Aber ich verschiebe eben auch nicht nur irgendwelche Word-Dokumente von A nach B, die kleinsten Dateien fangen zwar bei 10 MB an, normal sind aber gern 100 oder 200 MB, und sowas durch eine VPN-Verbindung mit „normalem“ DSL auf beiden Seiten durchzwängen dauert eben immer ein μ länger als direkt bearbeiten. Und auch die μ’s summieren sich, der normale Workflow stockt usw.

Aber letzte Woche wurde ich durch äußere Umstände doch mal ins HO gezwängt. Und das gleich 2 Tage lang. Glücklich ist anders. Aber so gab es endlich die Chance, etwas, was ich gekauft hatte, zu verarbeiten. Schon seit längerem vertrete ich den mal irgendwann aufgeschnappten Gedanken, dass das beste Fleisch für ein Gulasch Wadenfleisch ist. Hierorts ist das aber nicht so einfach, an sowas heranzukommen. Bisher kaufte ich meist ein oder zwei schön dick geschnittene Beinscheiben, die ich dann auslöste und auch die Knochen noch mit verarbeitete, irgendwann aber, wenn sie ausgelaugt waren, wieder aus dem Topf nahm. Neulich beim Einkaufen lag da etwas rum, was ich auf den ersten Blick als ganzes Filet identifizierte. Da es für ein Schweinefilet aber zu groß, für ein Rinderfilet hingegen zu klein war, beäugte ich das Stück genauer und las: Wadenfleisch vom Kalb. Sofort musste ich an Gulasch denken und kaufte das Stück. Später kamen noch 5 große Zwiebeln mit nach Hause und ich hatte alles, was ich brauchte. Nur eigentlich keine Zeit. Nun ist Gulaschkochen zeitlich (rein netto) so aufwendig nicht, aber der Topf steht doch laaaange auf dem Herd und bedarf der gelegentlichen Aufsicht. Aber dann kam das Homeoffice. 😉

Eine Wade vom KalbDas ist übrigens die Wade. Die habe ich nur grob gewürfelt, mehr Vorbereitung brauchte es nicht. Die Zwiebeln wurden ebenfalls nicht sehr fein zerteilt und in etwas Öl im Topf angeschmort.

Zwiebeln anschmoren5 große Zwiebeln, etwas kleiner als die üblichen Gemüsezwiebeln, schmurgelten vor sich hin. Die Idee dahinter, Zwiebel und Fleisch im Verhältnis 1:1 zu haben. Nicht unbedingt vom Gewicht her, aber vom Volumen.

Gulaschansatz: Zwiebel, Paprika, TomatenmarkAls die Zwiebeln gut angeschmort waren, kamen Paprika und Tomatenmark dazu, die dann ebenfalls angeröstet wurden. Aufpassen, dass nix anbrennt! Bevor das passierte, habe ich – nur zur Sicherheit – ca. ½ Tasse Wasser in den Ansatz gegeben. Eher weniger. Und das Fleisch.

Wadenfleisch dazugegebenJa, es ist nicht angebraten. Die Idee kommt vom Wiener Saftgulasch. Alles wird gut durchgerührt.

Fleisch untergerührtDa ich noch ein paar Tomaten rumschwirren hatte, wurden die auch noch klein geschnitten und kamen mit in den Topf.

Gulasch, fast fertigEine frische Chilischote kam auch noch dazu. Salz, Pfeffer, Thymian, Majoran und – wenn ich gehabt hätte – etwas Zitronenabrieb. Durchrühren, Deckel drauf, Hitze schwach, köcheln lassen …

Gulasch in Ruhe köcheln lassen… und sich wieder der Arbeit im Homeoffice zuwenden. Sicherheitshalber einen Kurzzeitwecker auf 30 min. stellen, zum nachgucken, umrühren und wieder auf 30 min. stellen. Nach 3-4 Stunden ist dann alles super. Dann wurde abgeschmeckt und alles auskühlen gelassen. Der Großteil wurde portioniert und eingefroren. Ein Teil wartete auf den nächsten Tag und die dortige Mittagsstunde.

Zwischendurch, da die Heimarbeit doch einiges im Tagesgefühl durcheinanderbrachte, habe ich eine Tea(wurst)time eingelegt.

It's Tea(wurst)timeDie Teewurst ist ja mal dafür erfunden worden, zum Nachmittagstee gereicht zu werden. Bei mir war „Milchkaffee“ im Glas (also kalte Milch und Kaffeesirup). Geht auch.

Der nächste Tag

Gulasch mit NudelnSo sah das Gulasch dann im Zusammenspiel mit Nudeln aus. Ich mag Löffelgerichte. Oder allgemein Gerichte, die man mit einem Besteckteil essen kann. Die Fleischbrocken waren so zart, die konnte man ggf. mit dem Löffel zerteilen.

Gulasch mit NudelnHm, lecker. Mit einer kleinen Schärfe und hocharomatisch. Ist eben auch kaum Wasser drin, was den Geschmack verdünnt hätte.

Der Versuch

Keine ColaNein, das ist keine Cola. Weder normal, light oder zero. Es hat aber Koffein, und keinen Zucker. Es sprudelt. Was ist das?

Tja, wenn man schon mal Kaffeesirup im Haus hat, kann man auch ein wenig damit experimentieren und eine Portion davon mit Sprudelwasser aufschütten. Sozusagen Kaffeelimo. Ist so pur sicher nicht jedermanns Geschmack. Aber ich könnte mir vorstellen, dass – aufgegossen mit einem anderen geeigneten Getränk – auch was halbwegs vernünftiges dabei herauskommt. Ich habe vor längerer Zeit mal versucht, selbst erstellten Espresso mit Tonic Water zu kombinieren, was durchaus trinkbar war, aber auch ein wenig den Duracell-Häschen-Effekt auslöste. Ich glaube, ich muss mal wieder Tonic kaufen …

Sonntagmittag

Das Sonntagsessen ging diesmal schnell. Ich hatte ja noch Gulasch vorrätig. Nur, wie sollte ich es kombinieren. Ich hatte mehrere Ideen. Einerseits hatte ich vor, es zu einer Art Szegediner Gulasch weiterzuveredeln, indem ich Sauerkraut mit dazu gab. Die beiden Sorten, die ich im Haus hatte, schienen wenig geeignet, da sie schon komplett durchgegart schienen. Frisches wäre eine Idee gewesen, war aber nicht da. Aber es fand sich noch ein Kohlrabi, der dringend verarbeitet werden musste. Also gab es Kohlrabi-Kartoffel-Stampf als löffelfähige Beilage.

Gulasch an Kartoffel-Kohlrabi-StampfDa war beim Anrichten noch ein Garnierring in der Mitte, der Gulasch und Stampf in Zaum hielten. Ohne den Ring passierte dann das, was zu sehen ist.

Gulasch an Kartoffel-Kohlrabi-StampfBei dem Bild fällt mir ein, dass ich euch bei der Zubereitung des Gulaschs oben eine Zutat verschwiegen habe. Etwa bei halber Garzeit habe ich noch etwas durchwachsenen Speck für den Geschmack dazu gegeben. Ganz verkocht ist er nicht mehr, deswegen ist er hier auf dem Bild zu sehen.

Gulasch an Kartoffel-Kohlrabi-StampfEigentlich bin ich kein großer Freund davon, zu Gerichten mit Soße Stampfkartoffeln zu reichen. Wenn ich aber sowas auf dem Teller sehe und dann auch essen darf, fange ich an, mein Vorurteil zu überdenken. Paradigmenwechsel heißt das dann wohl.

Intermezzo: Ausgelassen mit Ursula und Artemis

Die FFV schien magische Kräfte gehabt zu haben. Aber beginnen wir kurz davor. Gelegentlich kaufe ich mir ein Stückchen durchwachsenen Speck, meist zum Snacken, pur oder auf frischem Backwerk. Mein Lieblingsfleischer bietet ihn in der gewohnten Form oder auf doppelt geräucherte und zusätzlich gewürzte Art an. Letztere ist zum Snacken fast zu intensiv, aber als Ergänzung zur Suppeneinlage für Würze und Geschmack ist’s super.

Neulich war ich bei ihm und fand beides hinterm Tresen vor, so dass zwei Stückchen Speck mitkommen sollten. Erst das Stück doppelt Geräuchertem, dann deutete ich auf ein Stück durchwachsenem in angenehmer Größe. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich, wie die FFV (Fleischereifachverkäuferin) es auch einpackte. Ein paar Tage später sollte es dann sein, das Paket wurde eröffnet. Aber statt des durchwachsenen fand ich fetten Speck vor … Hm. Watt Nu?! Zum Snacken ungeeignet.

Wegwerfen ist keine Option, also gab’s was feistes. Der deutsche „Lardo“ wurde in Würfel geschnitten und kam in eine sich erhitzende Pfanne. Als das erste Fett ausgelassen war, kam eine ebenfalls gewürfelte rote Zwiebel dazu. Beides schmurgelte eine ganze Weile sanft vor sich hin, bis sich Zwiebel und Speck bräunte. Nebenbei garte ich Kartoffeln und vereinigte die drei Hauptzutaten stampfend in einem Topf unter Zugabe von Salz, Pfeffer, Muskat. Dann konnte angerichtet werden.

Speckig, zwieblige Stampfkartoffeln mit Rotkrautsalat

Der Rotkrautsalat war ein Fertigprodukt, dem der Hersteller einen Namen gegeben hat. Schade, dass die Zwiebeln keinen Namen hatten. Was wäre das für eine Überschrift geworden …

Speckig, zwieblige Stampfkartoffeln mit Rotkrautsalat

P.S. für die Blitzmerker: Ausgelassen war der Speck und die Kartoffeln hießen Artemis.

Wenn platt, dann eher heiß

Mit dem DDR-Label muss man heute sehr vorsichtig sein, gerade auch im kulinarischen Bereich. Mittlerweile ermächtigt sich mir der Eindruck, dass der einzige, allereinzigste Grund dafür, es zu verwenden, reines Marketing ist. In einem der nächsten Beiträge werde ich dafür ein entsprechendes Produkt auseinandernehmen und genau das zeigen. Man mag zwar für ein Produkt ein Rezept verwendet haben, wie es schon zu DDR-Zeiten genutzt wurde, trotzdem wird daraus noch lange kein „wie damals“-Produkt, spätestens, weil es die Zutaten mit den damaligen Eigenschaften nicht mehr gibt. Nur, um mal zu spoilern. Aber selbst das Rezept darf angezweifelt werden.

Sonntagmittag

Dieser Tage habe ich in einem anderen Kochblog ein Rezept für einen Kartoffelsalat mit Vignaigrette gesehen, und hätte am liebsten ein wenig pinschieterig kommentiert. Wobei ich keinesfalls das Rezept schlecht machen möchte, im Gegenteil! Es ist eine schöne Anregung und ich werde es ähnlich mal probieren. Aber in dem Rezept wurde keine Vignaigrette an die Kartoffeln gegeben, sondern nur deren Zutaten. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, wie ich finde. Aber, worauf ich eigentlich hinaus wollte: Der Blog hat die wunderbare Eigenschaft, ausführliche Zubereitungsbilder zu zeigen. Finde ich super. Habe ich früher™ auch gemacht. Vielleicht fange ich auch wieder damit an.

Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch hacken, Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen, dabei salzen. Die Zwiebeln dazu geben und weich schmoren lassen. Nach 5 Minuten auch den Knoblauch dazu geben. Dann kommen die Erbsen dazu. Der wichtige Hinweis an dieser Stelle aus dramaturgischem Sinn: Es waren die letzten Erbsen aus der Tk-Tüte, es darf sich also in den nächsten Blogbeiträgen auf ein anderes Gemüse gefreut werden. Vermutlich auch grün und aus dem Tiefkühlschrank. Oder was frisches.

Zwiebel, Knoblauch, Fett, Erbsen in der PfanneErsichtlich: Es war eine rote Zwiebel. Dadurch wurde es auch etwas viel Zwiebel, aber durch das Schmoren bevor die Erbsen dazu kamen, wurde sie sanft. Kurz hatte ich auch noch über eine dezente Speckzugabe nachgedacht, es aber dann doch gelassen. Als die Erbsen so gerade aufgetaut und warm waren, habe ich die Pfanne bedeckelt beiseite gestellt und ein lange nicht mehr genutztes Kochgeschirr rausgekramt.

Mal wieder im Einsatz: die GrillplatteMeine Grillplatte, die sich wunderbar mit meiner Induktionskochplatte kombinieren lässt. Man kann sie aber auch auf die Ceranplatte des Herdes legen. Aber dann hätte ich die Induktionsplatte erst wegräumen müssen … Die wurde schon mal ein wenig angeheizt.

Da ich – wie oft – nur mehligkochende Kartoffeln im Haus hatte … Ja ja. Aber man kann auch das variieren. Aber erstmal 3 Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden.

Kartoffelstücke, waschfeucht, für die MikrowelleDie kommen tropfnass in ein mikrowellengeeignetes Gefäß, das anschließend bedeckelt, aber nicht fest geschlossen wird. Der Dampf muss schon raus können. Die Menge war dann 5:30 min. bei volle Pulle Mikrowelle in selbiger und dann gar.

gegarte Kartoffeln, Butter, Salz, MuskatDann kamen Butter, Salz und Muskat dazu. Und alles wurde durchgerührt und gequetscht.

gegarte Kartoffeln, Butter, Salz, Muskat gestampfrührtNoch ein wenig stückig, aber sollte so. Kann man auch mit Milch, Sahne oder weiteren Flüssigkeiten cremiger machen. Ich tat den erbsigen Pfanneninhalt dazu und rührte kräftig durch.

Erbsenpfanne in den Kartoffelbrei eingerührtAber zurück zu Grillplatte (mittlerweile heiß) und zwei Servierringen (oder wie die Dinger heißen).

Garnierringe auf der GrillplatteDarin wurde dann der Becherinhalt verteilt und gut angedrückt.

Erbsen-Kartoffel-Ding in der MacheAls Beilage hatte ich beim Wochenendeinkauf Nacken gekauft. Eingelegt. Aber nicht so was 08/15. Aber doch auch in Folie eingeschweißt. Mit Marinade. Ein Fehler.

Fleisch und Kartoffel-Erbsen-Dinger auf der heißen PlatteAnfangs sah es noch ganz harmlos aus, außer vielleicht, dass die Scheiben dünner waren als gedacht. Zu dünn aus meiner Sicht. Aber das Elend nahm seinen Lauf.

Keine gute Idee: Fleisch in FolienpackNie wieder. Ich möchte öfter mal Zeit und Muße haben, bei meinem Lieblingsfleischer vorbei zu schauen. Sowas wäre mit seinen Produkten nicht passiert. Aber: Das war nicht das einzige Pech.

Kartoffel-Erbsen-Ding, zerbröseltBeim Versuch, das Kartoffel-Erbsen-Ding (ohne Ring) zu wenden, bröselte es natürlich auseinander. Aber schön angebräunt war es schon …

Mit ein wenig Trick17 und der Lehre aus den Fehlern hab ich zum Ende hin doch noch einen halbwegs ansehnlichen Teller hinbekommen.

Nackensteak mit Erbsen-Kartoffel-DingDen zweiten Ring habe ich mit Ring umgedreht, was zwar auch beinahe schief ging, aber eben nur beinahe. 😉 Das Fleischstück sah auch ein wenig verloren auf dem Teller aus, irgendwie scheint es geschrumpft zu sein.

Nackensteak in "Marinade"Die halbwegs schöne Optik ist geschönt. Noch auf der Grillplatte kam ein wenig Sojasoße zum Einsatz.

Kartoffel-Erbsen-DingDas Kartoffel-Erbsen-Ding hat’s bis auf’s Foto geschafft. Das wichtigste Zeit ist erfüllt und im Magen kommt dann sowieso alles durcheinander. Lecker war’s. Über das „Fleisch“ decken wir den Mantel des Schweigens.

Boah!

Ist datt warm! Wobei es so warm eigentlich gerade noch gar nicht ist, aber die hohe Luftfeuchtigkeit macht es doch unangenehm und drückend. Und die Auslegware wellt sich, dass man fast stolpert … Kenne ich aber auch so. Eigentlich ein schöner Tag, etwas in der Küche zuzubereiten, dass den Ofen über Stunden und die Kochplatten hinreichend lange in Betrieb hält, einen schönen Braten mit Schmorkohl als Beilage. Nungut, da habe ich jetzt mal bei mir selber abgeschrieben, den Gedanken hatte ich tagsüber am Sonntag schon auf SoMe veröffentlicht. Aber so ein bisschen gingen meine Gedanken für das Sonntagmittag schon in die Richtung, da ich etwas im Kühlschrank hütete, was gut zu Sauerkraut und Kartoffelbrei harmonierte. Aber offenbar nicht nur dazu.

In der Woche lachten mich beim Einkaufen ein paar Pfirsiche freundlichst an und erbaten Mitnahme. Dass eigentlich keine Pfirsichsaison ist, merkte ich dann beim Versuch des Verzehrs. Das führte dann auch wieder zu einem SoMe-Post:

 

 

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Schon komisch. Zur Zeit dauert die Phase zwischen hart und welk bei Pfirsichen offenbar nur ca. 5 Minuten und das fand dann nachts gegen 4:23 Uhr statt, ein Zeitpunkt, wo man eigentlich zu schlafen pflegt.

Sonntagmittag

Dafür habe ich meinen beheizten Mixer reaktiviert. Lange stand er nur rum, aber diesmal standen auch noch eine Packung kleiner Snack-Tomaten in 3 Farbtönen und noch ein paar Cocktailtomaten rum, die auch irgendwie weg mussten. Also alles hinein und fertig war die Tomatensoße.

Spaghetti, Tomatensoße, KnackertranchenZugegeben, ganz so einfach war’s nicht, das Gerät hüpfte auch ab und zu ganz schön über den Tisch, aber irgendwann wurde es recht ruhig im Becher und nur noch das leise Blubbern vom Kochen und der rührende Mixeinsatz waren zu hören. Die Snacktomaten hatten einen hohen Anteil an orangen und gelben Früchten, was die Farbe erklärt. Den guten Geschmack erkläre ich auch noch mit der Zugabe von 1 Chilischote, Salz, Zucker, Pfeffer, Schalotte, Knoblauch und einem guten Schuss Olivenöls am Ende. Die Konsistenz war Teamwork zwischen dem kräftigen Mixer und einer kleinen mehligkochenden Kartoffel, die ich mit hinein warf (natürlich geschält).

Spaghetti, Tomatensoße, KnackertranchenEffektiv blubberte alles ca. 1 h im heißen Mixer. Anfangs und nach ca. einer dreiviertel Stunde drehte ich das Mixwerk mal auf heftig. Nach dem zweiten Mal stellte sich dann auch die Konsistenz ein. Eigentlich gebe ich in meine Tomatensoße auch immer noch gern eine rote Paprika, aber die sahen beim Einkauf am Freitag schon im Laden eher altersgerecht als frisch aus, so beließ ich es dabei.

Spaghetti, Tomatensoße, KnackertranchenDie Wurst garte ich übrigens bei den Spaghettis mit. Zumindest teilweise. Sie kam mit ins kalte Wasser und kurz bevor es kochte, nahm ich sie raus. Dann kamen Salz und nachfolgend die Nudeln hinein, die dann auch erstmal aufkochten. Als der Schaum fast den oberem Topfrand erreichte, kam die Wurst wieder rein, ein Deckel drauf und die Herdplatte aus. So zog dann alles zur Vollendung. Jaaaaa: Nudeln müssen nicht in sprudelndem Wasser kochen!

Knollen, Bittergemüse und Tk-Fund

Diesmal muss ich eine Lanze für die Kartoffel brechen. Wobei ich auch anderweitig brechen möchte, aber der Reihe nach. Die Kartoffel – die deutscheste* unter den Beilagen, die Soße aufzunehmen haben (neben Reis und Pasta) – ist gesünder als ihr Ruf. Angehangen ist ihr der Ruf als Kohlenhydratschleuder, aber sie ist doch besser. Natürlich hängt es immer ein wenig auch an der Art der Zubereitung, die sehr vielfältig ist. Zum Beispiel kann man in der Kombination Kartoffel-Ei mit die hochwertigste Proteinkombination überhaupt zu sich nehmen. Auch enthält sie eine Reihe Vitamine (C, B) und Mineralstoffe (K, Mg). Man sollte sie nur schonend und nicht zu nass garen, gerade Vitamin C ist hitzeempfindlich und wasserlöslich.

Die Kartoffel lässt sich auch gut verarbeiten. Wer kennt nicht Kartoffelflocken und die daraus abgeleiteten Produkte. Kartoffelstärke kann man hier auch mit aufzählen. Das läuft dann aber schon alles unter „Hochverarbeitung“. Die kann gern mal zur Pervertierung des ursprünglich recht guten Ausgangsproduktes führen. In den SoMe wurde ich da bspw. auf ein Schnellgericht aufmerksam, das mir noch einen alten Ohrwurm in den Gehörgang schraubte: „Deckel auf, heiß Wasser drauf, und in 5 Minuten tischt man auf …“ Leute mit besserem Gedächtnis als ich werden bemerken, dass ich da zwei sehr ähnliche Produkte in einen Topf geworfen habe, aber egal. „Die 5-Minuten-Terrine – … ’ne gute Idee …“  Nee. Waren nicht mal in diesen Bechern noch „echte“ Kartoffelflocken drin?

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"Dieser Becher mit orangem Pulver ist eine neue(?) „Geschmacksrichtung“ aus dieser Produktlinie. Ich musste erstmal wirklich die Packung lesen, wie man das richtig „zubereitet“. Mein letztes Ding ist Jahrzehnte her. Besser geworden sind sie nicht. Ein kleines bisschen Verpackungssprech-Lehre gefällig?

In der (privaten) Kulinarik ist ja einiges erlaubt, vor allem, was die Namesgebung betrifft. Angedicktes, aromatisiertes Wasser mit Spuren von Öl und Ei wird als Sauce Hollandaise bezeichnet, in der Pfanne gebratenes Geschnetzeltes mit griechischer Gewürzmischung als „Pfannengyros“ (weder gegrillt, noch vom Drehspieß). Mischen wir also mal Kartoffelmehl mit einer orientalischen(?) Gewürzmischung.


Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"
„Deckel auf, heiß Wasser drauf …“

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"5 Minuten warten.

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"Bis hierhin war alles gut. Aber dann musste das auch noch gegessen werden … Selten war so viel Abstand zwischen Beschriftung und Erwartung. Ich habe nachvollziehbar in diesem Blog schon recht viel Kartoffelbrei gemacht und ebenfalls schon (weniger dokumentiert) Döner gegessen. Zumindest mit den hier regional verfügbaren hatte das geschmacklich nix zu tun.

Pulver-Kartoffelbrei "Dönergeschmack"Kannste vergessen. Welchen Sinn haben derartige Produkte? Den Körper mit mehr als Fett, Kohlenhydraten und Salz versorgen? Nein. Sättigen? Nein. Geschmacklich bereichern? Nein.

Während beim Becher wenigstens noch ein Anflug von Breistruktur spürbar war, ist beim nächsten Produkt die Kartoffel vollständig denaturisiert. Samstagabend zum Fernsehen mal ein paar schöne Kartoffelchips sind ja mal eine Idee, aber selbst die bekommen manche Abfüller nicht mehr richtig hin. Aber statt aus dünnen Kartoffelscheiben kann man auch was auch Kartoffelmehl „zaubern“.

Cheesecracker "Chili Cheese"Sieht gut aus, oder? Typischer Fall von Kindermund: „Das schmeckt schön.“ Man möchte korrigierend eingreifen und berichtigen: „Das schmeckt nicht schön sondern gut!“, aber man soll ja Kinder auch nicht zum Lügen animieren. Wobei die Würzung sogar noch geht, aber das kartoffelmehlhaltige Trägermaterial hinterlässt nicht nur ein mehliges Gefühl, sondern auch einen vergleichbaren Geschmack im Mund. Stapelchips (ich mag sie auch nicht) haben da noch Struktur, aber eine vergleichbare Aromatik bei einer höheren Gröbigkeit. Einfach nur gute Chips sind auch nicht so einfach, sollten aber das Ziel sein.

Cheesecracker "Chili Cheese"Diese „Häppchen“ sind übrigens superdünn und hohl. Frau Doktor Heide Rezepa-Zabel bezeichnet vergleichbare Schmuckstücke als „Schaumgold“ oder „Hohlgold“ oder so ähnlich.

Sonntagmittag

Ganz tief im Tiefkühler (deswegen heißt das Ding wohl auch so) fand ich noch eine kleine Entenkeule, die eine dringende Verarbeitung erheischte. Hinzu kam weißes Bittergemüse und säuerliche Kartoffel.

Entenkeule, Chicorée, SchmandkartoffelnSchmandkartoffeln, Chicorée und die Keule. Alles recht einfach zubereitet, aber der Abwasch hinterher war doch schon etwas größer. Ich weiß gar nicht, wieso.

Entenkeule, Chicorée, SchmandkartoffelnBei der Keule hatte ich mir überlegt, sie langsam zu garen. Wesentlicher Hintergrund war eine Live-TV-Sendung, die 2 Stunden zur Mittagsstunde lief und so den zeitlichen Rahmen lieferte. Ich belas mich und fand eine Kombination aus 80°C/3-4h. Da aber mein kleiner Heißluftofen/Mikrowelle nur bis 95°C runter geht, habe ich es mit 2,5 h probiert, zum Ende kam dann noch 10-15 min. bei 230°C hinzu, irgendwie musste ich die Keule ja knusprig bekommen. Was übrigens gut gelang. Zuanfangs hatte ich sie nur ein wenig in der Haut eingeschnitten und gesalzen, nachdem sie über Nacht im Kühlschrank aufgetaut war. 2 Stunden hätten vermutlich auch gereicht. Aber sie war doch recht gut.

Entenkeule, Chicorée, SchmandkartoffelnAls sich die Garzeit der Keule ihrem Ende näherte und die TV-Sendung abmoderiert war, legte ich den geputzen und halbierten Chicorée in eine sehr gut gebutterte Pfanne, in die ich auch etwas Salz und Zucker gestreut hatte. Zuerst auf die Schnittfläche und – als die wie auf dem Bild gebräunt war – dann auf die Rückseite. Ein paar mehligkochende Kartoffeln hatte ich geschält und geviertelt sowie dann über Wasser mit Rosmarin gedämpft. Schmand, Salz, Pfeffer, Tk-Petersilie, etwas vom Bratfett des Chicorée, das abgetropfte von der Keule (die lag im Ofen in einer kleinen Auflaufform) kamen in die Kartoffeln zum Stampfen und durchrühren. Fertig zum Anrichten.

Sonntagabend

Da musste noch mehr weg, also gab es einen kleinen Tomatensalat. In einem Anflug von Ungeplantheit hatte ich die kleinen Mozzarellakugeln, die eigentlich vorgesehen waren, schon vor Tagen gesnackt. Also kam Feta dazu.

Kleiner Tomatensalat aus gelben Tomaten mit FetaKlein gewürfelte Schalotte, weißer Balsamico (ich weiß, sowas gibt es eigentlich gar nicht), Salz, Pfeffer und als letztes etwas Olivenöl machten diese Schüssel (genauer: deren Inhalt) zu einem leckeren Abendbrot.

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*) Wie viele als deutsch gelesene Nahrungsmittel hat auch die Kartoffel eine Migrationsgeschichte und kommt aus Südamerika/Peru; ähnlich wie das Bier, das man in einer Vorläuferform schon beim Bau der Pyramiden in Ägypten kannte.

Urlaub 2026 (1/3)

Aus Anlass eines Anlasses wurde mir eine Chilipflanze übereignet. Nein, das war kein Geburtstag und auch der Bloggeburtstag liegt zeitlich irgendwann anders. Aber nun hatte ich sie und mit ihr die Frage: Was nun?! Und solche Fragen setzen Gedanken in Gang, die vielleicht nicht immer die besten sind. Meiner war, sich dem klassischen Chili con carne anzunähern. Also dem ganz klassischen. Das besteht quasi aus 2 bis 3 Zutaten, je nachdem, ob man Wasser als Zutat mitzählt.

Augen auf beim Waffelriegelkauf! Ein bekannter Waffelriegelherstellender hat eine „Sommer Edition“ auf den Markt geworfen. Auf der Packung stellt übrigens „inspiriert von Vanilla Ice Cream“. Eine Geschmacksprobe ergab, dass es auch heißen könnte „inspiriert von Grünkohl mit Pinkel“ oder „inspiriert von norddeutschem Appelkorn“. Mir kommen auch beim Essen manchmal die blödestens Ideen, was ich mal zusammenrühren könnte. Das muss nix mit der gerade genossenen Speise zu tun haben. Einen derartigen Zusammenhang vermute ich beim Waffelriegel mit der „Vanilla Ice Cream“ (schön, dass sie „Vanilla“ schreiben, was den Einsatz von Vanillin in- und Vanille excludiert).

Aber zurück zu den Pfefferschoten mit Fleisch. Sehr viel mehr soll wohl nicht drin gewesen sein. Stellt sich nur die Frage, wo der hungrige Cowboy eine portionierbare Portion Fleisch her bekam, ohne sich eine Scheibe von den zu beaufsichtigen Rindern abzuschneiden. Die Lösung ist im Original wohl Dörrfleisch, dass unter dem Sattel weich geritten wurde. Nun besitze ich leider keinen Sattel, die Verfügbarkeit von Dörrfleisch (naturell) ist auch eher unzureichend. Also habe ich Rinderhack in etwas ausgelassenem Speck ordentlich angebraten und mit 4 Chilischoten (nicht vollständig von den Kernen befreit) versetzt und köcheln gelassen. Salz kam auch noch dazu. Und etwas Wasser. Das (Zwischen-)Ergebnis überzeugte nicht. Es schmeckt zwar recht gut, aber die Optik widersprach irgendwie noch dem Gefühl der Richtigkeit. Naja, wir wissen ja, was aus gefühlten Wahrheiten gern mal wird. Vielleicht muss ich doch noch etwas schummeln. Das „Halbzeug“ landete erstmal eingebechert im Kühlschrank.

„Zwei Seelen …“ hatte ich neulich mal geschwärmt. Am letzten Samstag war wieder Grünmarkt und ich habe den Bäcker nicht nur wiedergefunden. Die kümmelige Version Seele gab es zwar nicht, aber die andere. Und dazu zwei „Ciabatta“, eins mit Zwiebeln und eins mit Oliven drin. Es gab auch noch andere. Schade, dass der Bäcker nicht auch zwischendurch mal in der Stadt ist. Oder vielleicht ist es auch gut so, ich könnte mich an dem Brot überfressen, so lecker ist es. Dieses Mal habe ich auch herausbekommen, welcher Bäcker das ist. Den darf man im Auge behalten. Ein guter Grund, samstags früh aufzustehen.

Das halbfertige Chili con carne mahnte aus dem Kühlschrank heraus der Finalisierung, ich wusste aber, dass das, was da rief, bei weitem nicht das Bild bot, was mir vorschwebte. Geschmacklich war es übrigens super. Aber eben die Optik … In eine Pfanne gab ich noch etwas (Kaffeetasse?) Wasser und rieb eine mehligkochende Kartoffel hinein, wohl wissend, dass ich damit zumindest nicht den Großkontinent verlasse, allerdings von nördlicher Mitte in den südlichen Bereich komme. Als sich die Flüssigkeit leicht band, kam das halbfertige Chili con carne dazu und wurde vermischt und erwärmt. Und voilà! Dazu wärmte ich noch fix das zwiebelige Ciabatta auf, dass ich auf dem Grünmarkt gekauft hatte.

Chili con carne (rustikal), mit CiabattaIn der Schale befindet sich in etwas ausgelassenem Speck gebratenes Hackfleisch (Rind, Bio), dass nur mit Chili und Salz gewürzt war, etwas Wasser war auch drin und zur Bindung eine geriebene rohe Kartoffel (nicht so sehr groß). Mehr nicht. Und es war köstlich. Fast ursprünglich.

Chili con carne (rustikal)Wobei mir bei der Betrachtung des Bildes einfällt, dass auch noch zwei Frühlingszwiebeln dabei sind, fein gehackt; sie sollten sich auflösen und es war mein erster Versuch von Flüssigkeit und Bindung.

Chili con carne (rustikal), mit CiabattaLuftiges Ciabatta mit geschmorter Zwiebel drin. Zugegeben, das mit Oliven war besser, aber es war auch nicht schlecht. Allerdings habe ich beim Kauf nicht beachtet, möglichst helle Backwaren einzukaufen (was ich sonst immer tue), aber: Bestellen, Bäcker merken und dann auch noch darauf achten … Das sind ja gleich drei Sachen auf einmal. Das geht nun wirklich nicht … 😉

Sonntagmittag

Fiel aus. Ich hatte an den Vortagen zu viel Brot gegessen, das lag noch irgendwo im Verdauungstrakt. Aber, Urlaub sei dank, nahm ich mir vor, das eigentlich für Sonntag geplante dann am Montag zu machen.

Montagmittag

Im Kühlschrank lagerte noch eine Fischkonserve. Die wollte ich verbrauchen. Wie auch schon am letzten Sonntag wären auch hier Bratkartoffeln eine wunderbare Beilage gewesen. Ich hatte nur mehligkochende im Haus. Aber schon wieder Stampfkartoffeln? Was kann man eigentlich noch so aus dieser Art von Kartoffeln aufwandarmes machen? Genau!

Rösti mit SahneheringsröllchenRösti. Die brauchen da wenigstens nur etwas Würzung und eine Pfanne. Weitere Zutaten sind entbehrlich. So habe ich zwei Kartoffeln gerieben und in der Pfanne schön langsam, anfangs kontaktbedeckelt (also: der Deckel hatte Kontakt mit dem Rösti, heißt: Deckel kleiner als Pfanne) gebraten. Zeit gegenüber anderen Garmethoden spart man nicht, denn wenn die Kartoffeln gar werden sollen, braucht es schon seine Zeit. Deswegen auch der Deckel darüber, dass es anfangs mehr oder weniger nur gart; knusprig kommt später. Etwas Salz und Pfeffer hatte ich in die geraspelte Kartoffel noch eingebracht, Butter war in der Pfanne. Dann gilt es nur, das perfekte Ende abzuwarten und irgendwann zwischendurch einmal zu wenden. Auch hier leistet der (randlose) Deckel eine wertvolle Hilfe. Die zweite Seite wurde dann komplett ohne Deckel, aber mit der gleichen niedrigen Hitze gebraten.

Rösti mit SahneheringsröllchenMmmh. Nicht ganz so mmmmh war der Sahnehering mit den kleinen Röllchen an Fischfilets. Irgendwie ging mir beim Verzehr der Gedanke an eine Resteverwertung nicht aus dem Kopf. Die zu kleinen Fische, die für Brathering u.ä. nicht taugen, müssen ja auch verarbeitet werden. Die Filets waren nur unwesentlich größer als Sardellenfilets.

Rösti mit SahneheringsröllchenUnd für „Sahnehering“ war es recht sauer. Einen Anteil daran werden die Gewürzgurken gehabt haben, die mit verarbeitet wurden. Naja, ich hoffe, ich behalte, dass ich das Produkt nicht nochmal kaufe. Im Idealfall war es Aktionsware, die so nie wieder kommt …

Bunter Teller an Ostern

Mache einen Plan, sei ein großes Licht.
Mache dann noch ’nen Plan, geh’n tun sie beide nicht.

Wobei ich eigentlich nur einen Plan für die Speisenfolge ab Karfreitag bis Ostermontag gemacht hatte. Aber wenn man nur sich selbst verpflichtet ist, fällt dann auch schon mal was aus, oder es wird snackifiziert, was die Attraktivität für den Blog stark schmälert. So sollte es Freitag Fisch geben, mit schönem Blumenkohl als Beilage, ein Klecks hollandaiseartiger Soße zum Gemüse und den Kartoffeln. Aber erstmal kam alles anders und zweitens als man denkt.

Sonntagmittag

Da ich am Ostersonntagabend zu einem Abendbrot eingeladen war, gab es Mittags „nur was kleines“. Ist dann wohl doch ein wenig größer geworden. Das erwies sich letztendlich aber auch als sinnvoll, fiel das Abendessen wegen akuten Erkrankungen kurzfristig aus. Es gab ein Dreipfannengericht, dass ich allerdings in 2 Pfannen zubereitete.

Rösti, Nackensteak, KräutersaitlingeEin Nackensteak in Kräutermarinade wurde begleitet von einemr Rösti und etwas gebratenem Kräuterseitling. Da alles recht einfarbig war, habe ich – Ostern ist ein buntes Fest – den bunten Teller herausgeholt. Nach der Befüllung ging zwar ein wenig von seiner Buntheit verloren … aber mittig ist er gelb.

Rösti, Nackensteak, KräutersaitlingeDie Kräuterseitlinge habe ich in Scheiben geschnitten und in Butter mit anwesendem Knoblauch und Frühlingszwiebeln sowie etwas Salz und Pfeffer gebraten. In der zweiten Pfanne lag da schon dasdie Rösti.

Rösti, Nackensteak, KräutersaitlingeDas sind zwei geraspelte, mehligkochende Kartoffeln, die mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt sind, und dann in einer gebutterten mittelheißen Pfanne langsam gegart werden. Zur Hälfte der Garzeit wird alles einmal gewendet. Dabei hilft ein zur Pfanne passender Deckel mit halbwegs ebener Innenseite. Das Nackensteak wurde wie ein Nackensteak gebraten. Wer hätte das gedacht?! Aber letztendlich auch nur mit einmal Umdrehen. Dabei stellte sich heraus, dass man auch aus Biofleisch nur mittelprächtige Produkte machen kann. Aber immerhin war es noch besser als jedes andere Nackengrillfleisch, was es vormariniert und eingeschweißt irgendwo gibt. Das komische war, dass es das Fleisch trotz meines Besuchs beim Lieblingsfleischer gab, der auch wieder schöne Grillsachen hatte, aber ich hatte da das Fleisch schon erworben und unendlich lange hält es sich ja auch nicht.

Ostersonntagabend

Inhaltlich passt es eigentlich eher zum Karfreitag, wurde aber auch erst am Karsamstag erworben. Timing ist eben alles! 😉

Räucherfisch: Wels, KarpfenWir sehen zwei unterschiedliche Räucherfische. Mal nicht „Standard“ á la Forelle oder Makrele, sondern Karpfen und Wels (oben). Mal was anderes. Sonst hole ich mir ja immer gern Saitling. Der war beim Kauf zwar auch mit dabei, ich esse ihn aber ohne euch.

Räucherfisch: Wels, KarpfenDer  Kenner (und natürlich auch die Kennerin) werden am Schnitt des Karpfenstücks erkennen, dass sich der Genuss ein wenig hinzieht. Filet (praktisch grätenfrei) ist anders. Aber so kann man auch die kulinarischen Vorteile des Fisch intensiv auskosten.

Räucherfisch: Wels, KarpfenDer Wels kam als Filet daher, das aß sich einfacher, war aber auch lecker, wenngleich die Konsistenz nicht ganz den Erwartungen entsprach; es war sehr viel zarter. Mmmmh.

Ostermontag

Da wurde mal etwas das ursprünglich für den Vorabend geplante Familienabendbrot nachgeholt.

Kartoffelsalat, Osterei, BuletteEs gab noch eine Einladung zu Kaffee und Kuchen,  da wurde das Mittag nicht so üppig. Bulette und Kartoffelsalat sowie Eikochen und -färben war Handarbeit. Merkt man auch. Immerhin habe ich mir das selber abgeholt. 😉

Kurze Zündschnüre und Kleinigkeit in der Schale

Hahn, Fische, Zwillinge – was nach einem Ansatz für ein Surf’n’Turf-Gericht mit Sättigungsbeilage klingt, ist eher die chinesisch-westliche Grundrezeptur des Autors und mag allen, die daran glauben, einen Ansatz zur Persönlichkeitsanalyse geben. Die Tatsache, dass ich meine Horoskop-Daten kenne, läuft für mich eher unter „unnützes Wissen“ mit kleinen Fehlern, zumal die Sättigungsbeilage eher unter dem Namen Drillinge bekannt sein dürfte. Bei der Niederschrift dieser Worte geht mir zwar auch der Gedanke durch den Kopf, es wirklich als Rezeptidee zu nehmen, aber die Bezugsquellen für Zutaten haben geschlossen. Außerdem müsste ich für den Gemüseanteil noch etwas rumassoziieren.

Gefühle

Irgendwie habe ich zur Zeit mal wieder eine kurze Zündschnur und es reichen „Kleinigkeiten“, dass ich mich aufrege. Wohl den Auslösenden, die das nur indirekt machen, also nicht direkt eine Antwort bekommen. Noch blöder ist nur, dass ich das natürlich selber merke, und ihr jetzt die Leidtragenden seit.

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einer Location für eine kleine Familienfeier – aus Gründen. Eine Einladung zum Essen sollte es werden. Meinen Klassiker wollte ich in dem Zusammenhang nicht bemühen, zum einen waren wir da in der letzten Zeit „immer“, zum anderen teilen nicht alle meine Begeisterung für den Laden. Also suchte ich was neues und hatte da etwas konkretes ins Auge gefasst. Gut, dass es mittlerweile Usus ist, eine Webseite zu haben mit Öffnungszeiten, Speisekarte, Kontaktinfos und vieles andere mehr. Naja, die Öffnungszeiten (genauer: die Angebote zu den Zeiten) widersprachen meiner ursprünglichen Idee, was den Wochentag betraf. Nicht so schlimm. Immerhin besteht ein Wochenende ja aus zwei Tagen.

Aber dann die Sache mit der Reservierung. Wobei ich noch gar nicht so weit war. Aber Restaurants – das hatte ich bereits mitbekommen – haben so ihre Probleme mit Reservierungen. Zum einen kommt man kaum noch ohne in eins rein, zum anderen scheint es potenzielle Gäste zu geben, die reservieren und dann einfach nicht kommen, ohne Absage, ohne alles. Nicht schön und für das Restaurant frustrierend. Nachvollziehbar, wenn das offenbar eher die Regel als der Einzelfall ist. Also muss man sich als Betreiber etwas einfallen lassen. Aber dann die Gäste bestrafen, die trotzdem kommen, nur vielleicht nicht in der Anzahl wie bestellt? Ich weiß nicht. Wenn ganze Reservierungen unangekündigt platzen, sehe ich eine Entschädigung als selbstverständlich an. Aber wenn von einer 12-Personen-Gesellschaft nur 11 kommen?

Damit ihr wisst, wovon ich schreibe. Folgenden Satz las ich auf der Webseite des Restaurants: „Für jede nicht erschienene Person sind 20€ fällig. Wir bitten um Verständnis.“ Bei der Formulierung: Nein! Nicht in diesem Ton. Ehrlich gesagt, ich bin versucht, zu reservieren und dann („Sie haben die Möglichkeit, bis 2 Stunden vor Ihrer Reservierung, die Personenanzahl zu korrigieren.“) die Personenzahl rechtzeitig von 12 auf 0 zu korrigieren, weil ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann, wie viele Personen kommen und ich nicht bereit bin, die 20€ pro dann fehlender Person zu bezahlen. Erfahrungsgemäß liegt die Personenzahl zwischen 10 und 12. Vielleicht sollte ich auch von vornherein nur 10 Plätze reservieren, und wenn dann 12 kommen, die Flexibilität des Service testen. Und 20% des Umsatzes der zusätzlichen Personen als Rabatt angerechnet bekommen, immerhin habe ich mehr Gäste mitgebracht als angekündigt. Aber ehrlich: Wenn der Satz auf der Webseite ein Spiegel für die Art und Weise des Restaurants ist, mit Gästen umzugehen, habe ich keinen Bock, da hinzugehen. Aber sowas passiert vermutlich, wenn der Chef die Seite selbst macht und sich damit nicht in professionelle Hände begibt. 

Sonntagmittag

Da ich kurzfristig eine Einladung zum Kaffeeklatsch am Sonntagnachmittag erhielt und auch noch gefragt würde, welche Art von Kuchen ich bevorzugen würde, habe ich es als unhöflich erachtet, davon dann nur wenig oder nix zu essen. Also fiel das Mittag eher übersichtlich aus. Da die Einladung auch meinen Zeitplan für den Sonntag gehörig durcheinander wirbelte, musste es auch noch schnell sein. Also habe ich aus den für die ursprünglich geplante Sonntagsspeise gekauften Zutaten, die weg mussten, schon am Sonnabendabend etwas anderes gemacht. Und, ich sag mal so: Das Auge isst nicht unbedingt mit.

Wruke, Kartoffel, Möhre, Milch, Speck, CremeEinen Namen gibt’s nicht. Im Hinterkopf schwebte „Suppe“, die Konsistenz ging vielleicht doch eher in Richtung Brei, bei der Farbe passt Pamps vermutlich auch. Basis waren „Brühwürfel“, die ich als einzige wirklich guten Herzens akzeptieren kann: Geräucherter Bauchspeck, in Würfel geschnitten, mithilfe von etwas Butter ausgelassen, und mit einer ebenso gewürfelten Schalotte aromatisch ergänzt. Dazu kamen – nachdem etwas Bräunung in den Topfboden einzog – eine kleine gewürfelte Wruke/Steckrübe, ein paar gewürfelte Kartoffeln und eine gescheibviertelte Möhre. Alles wurde mit etwas Wasser aufgegossen, gerade so, dass es sichtbar wurde, aber nicht alles bedeckte. Das Gemüse musste nun erstmal unter Anwesenheit von Salz und Pfeffer garen. Anschließend habe ich den Topfinhalt pürierstabt, mit etwas Chili, weiterem Salz und Pfeffer abgeschmeckt und so lange mit Milch aufgegossen, bis es halbwegs cremig war. Zur „Erfrischung“ kamen noch ein paar Spritzer Apfelessig dazu, wer hat, nimmt Zitrone.

Wruke, Kartoffel, Möhre, Milch, Speck, CremeWarum ich die Petersilie vergessen habe, wird ein ewiges Geheimnis bleiben. Soweit der Samstagabend. Am Sonntag habe ich mir dann den aufgefangenen Rest erwärmt und eine weitere Verfeinerung probiert. Dies geschah mittels dekonstruierter Vignaigrette.

Wruke, Kartoffel, Möhre, Milch, Speck, Creme mit dekonstruierter VinaigretteVermutlich wäre Kürbiskernöl optisch besser gewesen, aber ich habe noch etwas Olivenöl und ein wenig Balsamico-Essig über die Crème getröpfelt. So schlecht war die Idee nicht. Warum ich aber wieder die Petersilie …

Wruke, Kartoffel, Möhre, Milch, Speck, Creme mit dekonstruierter VinaigretteVermutlich wäre eine weitere Einlage (nach dem Pürieren) eine Idee gewesen, oder richtige Brühe als Basis. Aber für die Schnelle war das keine schlechte Idee. Der gemütliche Sonntagnachmittag in der Familie war dann auch schön.

Mehrere Witze, teils unlustig, und Änderungen

Fangen wir mal mit einem guten Witz an. Wer mir auf SoMe folgt, kennt den aber schon. Ein Blick aus einem dienstlichen Fenster.

„Für’s Mittag was beim Lieferdienst bestellt. War der Hunger wohl doch größer…“

Metro-Lieferwagen für Großverbraucher

Weniger witzig war eine Entdeckung, die ich neulich mal im Discounter des Tages machte – ich weiß schon gar nicht mehr, in welchem. Ihr kennt ja die quadratischen Tütchen mit den fernöstlichen Instand-Nudeln. Nudeln in eine große Tasse/Schale, Inhalt der beigelegten Tütchen dazu, kochendes Wasser drauf, ziehen lassen, fertig. Aus vielen Aspekten heraus nicht so der große Bringer. Aber ein vietnamesischer Hersteller in Zusammenarbeit mit einem polnischen Vertrieb dachte dann mal an die Europäer und ihre kulinarische Geschichte.

"Gulaschsuppe mit Nudeln"Diese „Instand-Nudeln mit pikanter Würzmischung mit Gulaschgeschmack“ ist an Plörrigkeit nicht zu übertreffen. Pikants ist vorhanden, aber: das soll eine Gulaschsuppe sein und kein Chili con carne oder eine Currywurstsuppe*. Ein wenig Gebundenheit hätte ich schon erwartet, wenn es schon keinen guten Gulaschgeschmack gibt. Aber: Nix. Kannste vergessen. Muss keiner haben. Zwei Sachen waren aber auf der Tüte noch lustig. Die Vertriebsfirma sitzt in einer Marco-Polo-Straße (gerade für den Vertrieb fernöstlicher Produkte witzig) und in der „Suppe“ befindet sich Kaffeeweißer. Das lass ich mal so stehen.

Sonntagmittag

„Fällt ihm denn gar nix anderes mehr ein“, könntet ihr jetzt fragen. Und ich antworte: „Doch!“ Aber das gibt’s vermutlich dann nächsten Sonntag. Die Zutaten sind bereits im Haus aber Bestandteile, also Teile des Bestandes riefen: „Wir müssen zuerst aufgebraucht werden!“ Und da sich dröger Reis und tiefgekühlter Fisch länger halten als „Frischware“, kommt eben der in Topf und Pfanne. Bei der Entnahme der zum Samstagsfrühstück geplanten Eier fand ich zwei angeschlagene, die das Kochen vermutlich nicht heiß überstanden hätten. Auch die Kartoffeln flüsterten „Verbrauch mich …“ und die Tk-Erbsen-Tüte war groß genug, noch einen Rest für nächsten Sonntag zu enthalten.

Spiegelei, Kartoffel-Möhren-Erbsen-GemengeDie Eier wurden sanft in der Pfanne gebraten, ich mag sie sowieso nicht knusprig, da gehe ich meist nicht mit allzugroßer Hitze ran. Diesmal habe ich es aber vielleicht etwas übertrieben mit der vorsichtigen Wärme. 😉 Übrigens: Keine Angst, dass die Eier ungewürzt sind, die Würze (Salz, Pfeffer) habe ich mal ins Bratfett gegeben … Oben drauf sieht es ja nicht so gut aus.

Spiegelei, Kartoffel-Möhren-Erbsen-GemengeUnter den Spiegeleiern ist ein Kartoffel-Möhren-Erbsen-Gemenge. Mehligkochende Kartoffeln wurden geschält und gewürfelt, eine Möhre auch und beides wurde in der Mikrowelle gegart. Kurz vor Ende kamen die Tk-Erbsen dazu. Nicht eine der besseren Ideen. Nach der Garung wurde gewürzt (Salz, Pfeffer, Muskat) und mit Sahne vermengt. Und dann wurde mit der Gabel gerührt und gerührt und gerührt und gerührt … bis die Sahne zusammen mit den sich leicht auflösenden Kartoffeln eine Bindung entstehen lässt. Ursprünglicher Plan war, Kartoffeln und Möhren zu einem Stampf zu verarbeiten – mit besagter Sahne – und dann die Erbsen dazu zu geben … Aber was sind schon Pläne?!

Spiegelei, Kartoffel-Möhren-Erbsen-GemengeBeim Essen habe ich die Eigelbe zerschnitten und alles mit dem darunter liegenden Gemenge vermischt. Grundsätzlich eine gute Idee, ein wenig mehr Hitze wäre trotzdem nicht schlecht gewesen. Nun erledigte das heiße Durcheinander noch ein wenig von der Aufgabe.

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*) Wobei ich mich auch immer schon frage, was diese Scoville-Challanges mit Currywurst zu tun haben? Bringt da jemand Curry und Chili durcheinander?