Eigentlich … 😉 Nein, ich will nicht damit anfangen, dass Planung und Wirklichkeit wieder ein wenig auseinander liefen. In dem Fall mag es an der Planung gelegen haben, die irgendwie Teile der kommenden Wirklichkeit ignorieren wollte, weil sie das gewohnte durcheinander brachte. Aber auch schön, dass man aus seinem Rhythmus mal rausgerissen wird. Und wenn dann zwei „ungeplante“/(ungewohnte) Sachen zusammenfallen … Naja. Aber beginnen wir mit der Frage, ob das Wochenende vor dem Urlaub schon zum Urlaub gehört oder nicht? Sagen wir mal so: Das nullte Wochenende direkt vor dem Urlaub verbringe ich normalerweise sehr intensiv im heimischen „Radiostudio“, um 7 Sendungen = 11 Stunden Radio zu produzieren. Da hat man ordentlich zu tun, zumal alles ja auch vor- und nachbereitet werden muss, damit es dann als „Urlaubsprogramm“ ordentlich über den Sender gehen kann. Drei Sendungen „RundumGenuss“ und drei Ausgaben „Freitag nach eins“ sowie die aktuelle „RundumGenuss“-Ausgabe vom Sonntagabend stehen auf dem Programm. Nun lud aber (schon langfristig) die Familie zu einer größeren Festivität am Samstag ein, was die Planung/Gewohnheit torpedierte. Aber es wird.
Samstagnachmittag
Zur Familienfeier gehört natürlich auch ein Kaffee- und Kuchenbüfett. Vor unsäglich langer Zeit kam in einer Korrespondenz mit einem Bloggerkollegen die These aus, dass es eine mecklenburgisch typische Regel für die Kuchenversorgung bei entsprechenden Anlässen gibt. Mit leicht ironischem Unterton war da von einem 1:1-Verhältnis die Rede: also ein Kuchen/eine Torte pro Gast.
Wie Blechkuchen in dem Zusammenhang zählt, weiß ich leider nicht; das Gespräch ist mehrere Jahre her. Ergänzt werden muss ein runder Kuchen, der einen besonderen Namen hatte und der rechts auf dem Büfettschrank stand. Die Frage, die im Raum steht: Wieviele Gäste hatte die Feier? 😉 12? (das Blech mal als 2 Kuchen gerechnet). Erfreulicherweise nicht. Zwar kenne ich die genaue Zahl nicht, aber irgendwo zwischen 25 und 30 waren es dann auch nur. Also (sehr salopp gerechnet): 2½ Personen pro Torte. Als sich die Feier nach der Kaffeetafel auflöste, gab es noch ein großes Festival der Vorratsdosen – zumal vom Mittagsbüfett auch noch „ein paar Kleinigkeiten“ übrig geblieben waren. 😉
Sonntagmittag
Die Urlaubsreife, die sich zum Ende der Vorwoche doch sehr deutlich ausprägte, zusammen mit einer Unlust der Essensplanung und des -einkaufens, machte das Sonntagmittag einfach, rustikal und nicht unbedingt unlecker.
Es ist übrigens gar nicht so einfach, ein schönes Sauerfleisch aus einem Glas zu bekommen. Vorteilhaft waren die glatten Innenseiten, die es sogar fast ermöglichten, aber dann riss das Aspik doch.
Als Beilage gab es ein beerbstes Kartoffelpüree, dass schön heiß war, was in dem Zusammenhang wichtig ist. Denn: Fast nichts schmeckt besser, als wenn ein schönes Aspik eines genauso schönen Sauerfleisches in den heißen Kartoffeln langsam schmilzt und seine sanft säuerliche Aromatik verbreitet. Das geht auch sehr schön mit heißen Bratkartoffeln, die man aber leider aus mehligkochenden Kartoffeln nicht wirklich gut zubereiten kann.
Das Sauerfleisch kam übrigens auch von einem Fleischer, der eine eigene Tierzucht hat. Und es ist nicht mein Lieblingsfleischer, kommt aber mittlerweile gleich dahinter. Vorbei man sagen muss, dass das eigentlich nicht vordergründig ein Fleischer sondern eher ein Bauernhof mit Tierzucht ist, die ihre Produkte für die Vermarktung selbst verarbeiten. Das spiegelt sich auch in der guten Qualität der Produkte wieder, ich hatte da schon einiges, diesmal war das Sauerfleisch dran.














































